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Band 60571
List bei Ullstein Band 60571

Die Wand

Ein unnachahmliches Gleichnis für das unüberwindliche Einsamsein

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Beschreibung


Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stößt die Frau auf eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmittten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein. Entdecken Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel!

Details

Verkaufsrang

17310

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2004

Verlag

Ullstein Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

288

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

17310

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2004

Verlag

Ullstein Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,7/12,2/2,7 cm

Gewicht

278 g

Auflage

25. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-60571-5

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Isolation und ein Kampf ums Überleben

Anita D. aus Seewinkel am 09.06.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In diesem Buch wird die Protagonistin bei einem Ausflug auf eine Almhütte über Nacht von einem unsichtbaren Hindernis von der Außenwelt abgeschnitten. Ihre einzigen Gefährten sind ein Hund, eine Katze und eine schwangere Kuh. Durch diese ungewollte Isolation stellt sie sich ihren tiefgängigen Gedanken, schreibt Tagebücher und kämpft ums Überleben. Es ist bereits einige Zeit her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Nichtsdestotrotz hat es einen bleibenden Eindruck hinterlassen und möchte es jeder/m ans Herz legen.

Isolation und ein Kampf ums Überleben

Anita D. aus Seewinkel am 09.06.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In diesem Buch wird die Protagonistin bei einem Ausflug auf eine Almhütte über Nacht von einem unsichtbaren Hindernis von der Außenwelt abgeschnitten. Ihre einzigen Gefährten sind ein Hund, eine Katze und eine schwangere Kuh. Durch diese ungewollte Isolation stellt sie sich ihren tiefgängigen Gedanken, schreibt Tagebücher und kämpft ums Überleben. Es ist bereits einige Zeit her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Nichtsdestotrotz hat es einen bleibenden Eindruck hinterlassen und möchte es jeder/m ans Herz legen.

Verstörend ruhige Lebensbeschränkung

Uli Geißler aus Fürth am 11.03.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Gemächlich beginnt das Buch, gemächlich entfaltet sich die Geschichte und gemächlich ist auch das Ende. In einfacher und doch facettenreicher Sprache schildert die 1970 an Knochenkrebs gestorbene Autorin ein durchaus für einen Thriller taugendes Ereignis: bei einem Ausflug zu einer gemütlichen Berghütte kommen die beiden Bekannten der namenlosen Protagonistin nicht zurück und sie selbst stößt nach einem kurzen Gang an eine unüberwindbare und unsichtbare Wand. Das Interessante an den auf 280 Seiten niedergeschriebenen Ereignissen in der Folge ist, dass sie nicht verzweifelt versucht, in der sie nun treffenden existenziellen Bedrohung die Wand zu überwinden, sondern sich umdreht und den ihr zur Verfügung stehenden Raum nutzt. Dabei reduziert sich ihr Handeln und auch ihr Denken auf einen absolut begrenzten Tagesablauf, der zunächst unerträglich eng zu sein scheint. Mit den in dem durchsichtigen „Gefängnis“ verbliebenen Tieren entwickelt die Frau eine innige Beziehung und vor allem eine Kräftezehrende Verantwortung bis an die eigene Belastungsgrenze. Mehr und mehr entdeckt die Frau ihre versteckten und ungenutzten Fähigkeiten und Kompetenzen. Sie springt über ihren Schatten, überwindet sich, tut Dinge, die sie noch nie zuvor getan hatte bis hin zur Tötung von Wildtieren zur eigenen Ernährung. Die absolute Schlichtheit der Geschehnisse sind es vermutlich, die einen weiter lesen lassen. Es ist auch erschütternd, wie schnell private, persönliche und intime Beziehungen in Vergessenheit geraten, ja nicht einmal mehr sehnsüchtig aufblitzen. Irgendwie wartet man ununterbrochen auf den großen „Knall“, die „Auflösung“, das Besondere oder die unglaubliche Wendung. Doch nichts dergleichen geschieht. Das ist das Verstörende an dem Buch. Das Erwartete geschieht einfach nicht. Auch der nur anfangs kurz aufflammende Wunsch der Frau, es möge sie bald jemand finden, erstirb schon sehr schnell. Es gibt nichts, was einen irgendwie aufregt. Der ganz normale, oftmals klägliche Alltag ist die einzige Aufregung. Man vermutet noch, dass die Frau wahnsinnig werden könnte – doch auch das bleibt unerfüllter Wunsch erwartungsvoller Lesender. „Die Wand“ ist eine Anlass, sich über die Bedeutung seines Daseins nachzudenken, den Ursprung und das Leben im alltäglichen Miteinander neu zu bewerten. Vielleicht oder auch ziemlich sicher ist es ein Psychogramm verborgener Ängste vor der Unausweichlichkeit des Unveränderlichen. Das Ende (und den Tod) permanent vor Augen lässt sich die aktive und trotz aller Bedrängnisse lebensbejahende Frau nicht aus der Ruhe bringen, sondern meistert die ihr sich stellenden Herausforderungen mit geradezu stoischer Konsequenz und Beharrlichkeit. In der aktuellen Entscheidung sicher nachvollziehbar, jedoch im Gesamtzusammenhang nur schwer zu verstehen, ist der Tötungsakt am Ende der Geschichte. Hier eskalieren zwei lebenslang verborgen gehaltene Leidensaspekte der Protagonistin in polarisierender Hinsicht: die Energie, zu lieben und die Energie, zu hassen. Mag sein, dass die zweite Emotion zu stark ausgedrückt eine zähe Kritik an Erfahrung mit dem Zusammenleben mit ihrem Ehemann darstellt, doch offenbart sich in dieser Deutung eine unangemessene und auch unfähige Handlung. Bei aller Hoffnungslosigkeit, die man zwischen den Zeilen herauszulesen glaubt, schimmert durch das zutage tretende Verhalten und Handeln der Hauptperson gleichzeitig eine zukunftsorientierte Verantwortung für das soziale Gemeinwohl durch, das einem fast versöhnlichen Schluss gleichkommt. © 8/2006, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

Verstörend ruhige Lebensbeschränkung

Uli Geißler aus Fürth am 11.03.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Gemächlich beginnt das Buch, gemächlich entfaltet sich die Geschichte und gemächlich ist auch das Ende. In einfacher und doch facettenreicher Sprache schildert die 1970 an Knochenkrebs gestorbene Autorin ein durchaus für einen Thriller taugendes Ereignis: bei einem Ausflug zu einer gemütlichen Berghütte kommen die beiden Bekannten der namenlosen Protagonistin nicht zurück und sie selbst stößt nach einem kurzen Gang an eine unüberwindbare und unsichtbare Wand. Das Interessante an den auf 280 Seiten niedergeschriebenen Ereignissen in der Folge ist, dass sie nicht verzweifelt versucht, in der sie nun treffenden existenziellen Bedrohung die Wand zu überwinden, sondern sich umdreht und den ihr zur Verfügung stehenden Raum nutzt. Dabei reduziert sich ihr Handeln und auch ihr Denken auf einen absolut begrenzten Tagesablauf, der zunächst unerträglich eng zu sein scheint. Mit den in dem durchsichtigen „Gefängnis“ verbliebenen Tieren entwickelt die Frau eine innige Beziehung und vor allem eine Kräftezehrende Verantwortung bis an die eigene Belastungsgrenze. Mehr und mehr entdeckt die Frau ihre versteckten und ungenutzten Fähigkeiten und Kompetenzen. Sie springt über ihren Schatten, überwindet sich, tut Dinge, die sie noch nie zuvor getan hatte bis hin zur Tötung von Wildtieren zur eigenen Ernährung. Die absolute Schlichtheit der Geschehnisse sind es vermutlich, die einen weiter lesen lassen. Es ist auch erschütternd, wie schnell private, persönliche und intime Beziehungen in Vergessenheit geraten, ja nicht einmal mehr sehnsüchtig aufblitzen. Irgendwie wartet man ununterbrochen auf den großen „Knall“, die „Auflösung“, das Besondere oder die unglaubliche Wendung. Doch nichts dergleichen geschieht. Das ist das Verstörende an dem Buch. Das Erwartete geschieht einfach nicht. Auch der nur anfangs kurz aufflammende Wunsch der Frau, es möge sie bald jemand finden, erstirb schon sehr schnell. Es gibt nichts, was einen irgendwie aufregt. Der ganz normale, oftmals klägliche Alltag ist die einzige Aufregung. Man vermutet noch, dass die Frau wahnsinnig werden könnte – doch auch das bleibt unerfüllter Wunsch erwartungsvoller Lesender. „Die Wand“ ist eine Anlass, sich über die Bedeutung seines Daseins nachzudenken, den Ursprung und das Leben im alltäglichen Miteinander neu zu bewerten. Vielleicht oder auch ziemlich sicher ist es ein Psychogramm verborgener Ängste vor der Unausweichlichkeit des Unveränderlichen. Das Ende (und den Tod) permanent vor Augen lässt sich die aktive und trotz aller Bedrängnisse lebensbejahende Frau nicht aus der Ruhe bringen, sondern meistert die ihr sich stellenden Herausforderungen mit geradezu stoischer Konsequenz und Beharrlichkeit. In der aktuellen Entscheidung sicher nachvollziehbar, jedoch im Gesamtzusammenhang nur schwer zu verstehen, ist der Tötungsakt am Ende der Geschichte. Hier eskalieren zwei lebenslang verborgen gehaltene Leidensaspekte der Protagonistin in polarisierender Hinsicht: die Energie, zu lieben und die Energie, zu hassen. Mag sein, dass die zweite Emotion zu stark ausgedrückt eine zähe Kritik an Erfahrung mit dem Zusammenleben mit ihrem Ehemann darstellt, doch offenbart sich in dieser Deutung eine unangemessene und auch unfähige Handlung. Bei aller Hoffnungslosigkeit, die man zwischen den Zeilen herauszulesen glaubt, schimmert durch das zutage tretende Verhalten und Handeln der Hauptperson gleichzeitig eine zukunftsorientierte Verantwortung für das soziale Gemeinwohl durch, das einem fast versöhnlichen Schluss gleichkommt. © 8/2006, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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Eigentlich wollte sie nur ein paar Tage mit ihrer Cousine und deren Mann in den Bergen bleiben, als sie aber am nächsten Tag aufwacht ist da eine Wand die undurchdringlich scheint. Ihre Cousine und der Mann mussten im Dorf gebleiben sein. Die restlichen Menschen sind zu Stein erstarrt. Alles was ihr bleibt ist der Hund, die Berge, die Hütte und der Wald. Und so beginnt ein Kampf ums Überleben zwischen Einsamkeit und harter Arbeit. Einzig die Tiere spenden ihr Trost und das Schreiben hält sie davon ab, dem Wahnsinn zu verfallen. In ihrer Einsamkeit stellt sie sich tiefsten Gedanken, und betrachtet ihr altes Leben, und die Menschenwelt aus neuer Sicht. Ein atemberaubendes Buch in dem die namenlose Protagonistin zum Leben erwacht, als hätte man selbst ihren Bericht gefunden. Mit ihrem präzisen Realismus beschreibt Marlen Haushofer die dystopische Einsamkeit dieses Buches, und legt damit Parallelen zu ihrem eigenen Leben.
5/5

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Klug und unvergesslich

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Wenn ich gefragt werde, welches Buch mich in den letzten Jahren am meisten beeindruckt hat, kommt mir sofort der Roman ‘Die Wand’ in den Sinn. Es gibt Bücher, die liest man und vergisst sie gleich wieder, dieses bleibt. Vor einem knappen Jahrzehnt gelesen, auch Verfilmung genossen. Beides schon oft empfohlen - hier, in der App noch nie. Eine tiefgründige, atmosphärisch überwältigende und unvergessliche Geschichte, klug erzählt.
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Klug und unvergesslich

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wenn ich gefragt werde, welches Buch mich in den letzten Jahren am meisten beeindruckt hat, kommt mir sofort der Roman ‘Die Wand’ in den Sinn. Es gibt Bücher, die liest man und vergisst sie gleich wieder, dieses bleibt. Vor einem knappen Jahrzehnt gelesen, auch Verfilmung genossen. Beides schon oft empfohlen - hier, in der App noch nie. Eine tiefgründige, atmosphärisch überwältigende und unvergessliche Geschichte, klug erzählt.

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