Der Liebhaber aus Nordchina
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Der Liebhaber aus Nordchina

Roman

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Beschreibung

Marguerite Duras erzählt noch einmal die Geschichte der Beziehung zwischen dem jungen Mädchen, das sie war, und dem chinesischen Liebhaber, den wir aus ihrem Roman »Der Liebhaber« und seiner erfolgreichen Verfilmung bereits kennen. Diesmal aber stellt Marguerite Duras die wunderbare und unmögliche Liebesgeschichte zwischen dem weißen »Kind« und dem erfahrenen jungen Mann aus reichem, aber chinesischem Hause ausführlicher und detaillierter dar. Es ist, als näherte sie sich mit zunehmendem Abstand und Alter dieser einschneidenden Erfahrung noch einmal ganz neu und als gelänge es ihr nun besser, sich in das junge Mädchen, das sie einmal war, hineinzuversetzen. Im Vorwort zu diesem Roman schreibt sie, daß ihr der Impuls, diesen »Liebhaber« neu zu schreiben, kam, als sie erfuhr, daß er gestorben sei. An seine Vergänglichkeit hatte sie nie zuvor gedacht. Noch einmal läßt sie sich schreibend auf die Beziehung ein: »Ich bin ein Jahr in diesem Roman geblieben, eingeschlossen in diesem Jahr der Liebe zwischen dem Chinesen und dem Kind.«

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.11.1994

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

218

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/1,5 cm

Gewicht

199 g

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.11.1994

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

218

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/1,5 cm

Gewicht

199 g

Auflage

2

Originaltitel

L'Amant de la Chine du Nord

Übersetzer

Andrea Spingler

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-38884-6

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Indochina

Polar aus Aachen am 11.01.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das eigene Leben zum Gegenstand der Literatur zu machen, birgt die Gefahr zu großer Nähe. Marguerite Duras entgeht ihr, indem sie für ihre Geschichte die Sprache leidenschaftlicher Distanz erschafft. Das mag sich wie ein Widerspruch anhören, doch wer weiß, wie oft man sich in Situationen wieder findet, die zeitlich begrenzt sind, einen der Verzweiflung überantworten, wenn man sich vollkommen darauf einläßt, oder einen vor der aufkeimenden Nähe fliehen läßt, wird für sich hoffen, daß er stets Distanz wahrt, um sich nicht aufzugeben. Die Geschichte dieser nicht sittsamen Liebe, allein wegen des Altersunterschieds, allein wegen der kulturellen Unterschiede zwischen Europa und Indochina, allein wegen oben und unten der Klassen, ist die fein ziselierte Geschichte einer ersten Liebe, bei der der erfahrenere, älterere Liebhaber nur scheinbar der Überlegene ist. Er hat am Ende mehr als ein paar erotisch aufgeheizte Nächte verloren. Er muß gehorchen, und das Mädchen bricht in ein eigenes Leben auf, das sich für sie abseits der Familie auftut, abseits dessen, was allgemein als Schande betrachtet wird. Wie Marguerite Duras dies alles auf wenigen Seiten erzählt, die ungeschrieben vielen Seiten dahinter uns überläßt, ist meisterhaft verfaßt. Eine große Stilistin, die die Poesie zu einem Strich verkürzte, und hier genau wußte, wovon sie schrieb: Von der Liebe.

Indochina

Polar aus Aachen am 11.01.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das eigene Leben zum Gegenstand der Literatur zu machen, birgt die Gefahr zu großer Nähe. Marguerite Duras entgeht ihr, indem sie für ihre Geschichte die Sprache leidenschaftlicher Distanz erschafft. Das mag sich wie ein Widerspruch anhören, doch wer weiß, wie oft man sich in Situationen wieder findet, die zeitlich begrenzt sind, einen der Verzweiflung überantworten, wenn man sich vollkommen darauf einläßt, oder einen vor der aufkeimenden Nähe fliehen läßt, wird für sich hoffen, daß er stets Distanz wahrt, um sich nicht aufzugeben. Die Geschichte dieser nicht sittsamen Liebe, allein wegen des Altersunterschieds, allein wegen der kulturellen Unterschiede zwischen Europa und Indochina, allein wegen oben und unten der Klassen, ist die fein ziselierte Geschichte einer ersten Liebe, bei der der erfahrenere, älterere Liebhaber nur scheinbar der Überlegene ist. Er hat am Ende mehr als ein paar erotisch aufgeheizte Nächte verloren. Er muß gehorchen, und das Mädchen bricht in ein eigenes Leben auf, das sich für sie abseits der Familie auftut, abseits dessen, was allgemein als Schande betrachtet wird. Wie Marguerite Duras dies alles auf wenigen Seiten erzählt, die ungeschrieben vielen Seiten dahinter uns überläßt, ist meisterhaft verfaßt. Eine große Stilistin, die die Poesie zu einem Strich verkürzte, und hier genau wußte, wovon sie schrieb: Von der Liebe.

Nicht wirklich mitreißend

Anna-Lena aus Hamburg am 11.01.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Unstrukturiert geschrieben, häufige Gedanken- und Zeitsprünge mit einer sehr melancholisch-negativen Stimmung. Ich hatte mir mehr von diesem Buch versprochen.

Nicht wirklich mitreißend

Anna-Lena aus Hamburg am 11.01.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Unstrukturiert geschrieben, häufige Gedanken- und Zeitsprünge mit einer sehr melancholisch-negativen Stimmung. Ich hatte mir mehr von diesem Buch versprochen.

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Atemlos durch ein bewegtes Leben

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Der Liebhaber" war mein erster Roman von Marguerite Duras, und nachdem ich die erste Hälfte des Buches in einem einzigen Atemzug verschlungen hatte, musste ich erst mal innehalten und verschnaufen. Die Autorin schrieb diese autobiographische Geschichte in erster Linie für sich selbst, das merkt man, man spürt den Schmerz, der in den Erinnerungen mitschwingt, so, als wolle der dringend benötigte Katharsis-Schrei nicht gelingen, zu dick ist die Mauer der Distanz, die sie in ihrem Kopf errichtet hat und die sich auch im lakonischen Schreibstil niederschlägt. So eilt man als Leser atemlos durch diese so prägenden Jahre eines bewegten Lebens und kommt erst im Nachhinein, Stück für Stück, zum Sortieren dieses intensiven Gefühlstrudels. Keine leichte Kost, aber sehr lohnenswert!
5/5

Atemlos durch ein bewegtes Leben

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Der Liebhaber" war mein erster Roman von Marguerite Duras, und nachdem ich die erste Hälfte des Buches in einem einzigen Atemzug verschlungen hatte, musste ich erst mal innehalten und verschnaufen. Die Autorin schrieb diese autobiographische Geschichte in erster Linie für sich selbst, das merkt man, man spürt den Schmerz, der in den Erinnerungen mitschwingt, so, als wolle der dringend benötigte Katharsis-Schrei nicht gelingen, zu dick ist die Mauer der Distanz, die sie in ihrem Kopf errichtet hat und die sich auch im lakonischen Schreibstil niederschlägt. So eilt man als Leser atemlos durch diese so prägenden Jahre eines bewegten Lebens und kommt erst im Nachhinein, Stück für Stück, zum Sortieren dieses intensiven Gefühlstrudels. Keine leichte Kost, aber sehr lohnenswert!

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