Tolstois Meisterwerk in Neuübersetzung – erstmals im Taschenbuch bei dtv
Anna Karenina scheint alles zu besitzen, was glücklich macht. Doch als der leidenschaftliche Offizier Graf Wronskij in ihr Leben tritt, gerät ihre Welt aus den Fugen. Sie muss ihrer bedingungslosen Liebe folgen – bis zum bitteren Ende. Tolstois berühmtes Werk gilt als sein künstlerisch vollkommenstes, mit Charakterbildern von unerreichter Feinheit, zugleich ist es ein unerbittliches Porträt der russischen Gesellschaft. Rosemarie Tietzes hochgelobte Neuübersetzung setzt neue Maßstäbe und lässt das eindrucksvolle Werk in neuem Glanz erstrahlen.
• Paul-Celan-Preis 2010 für Rosemarie Tietze
• Mit umfangreichem Anhang zu Leben und Werk des Autors
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Dieser Tolstoi kann schreiben und war ein kluger Kopf. Ab und zu gibt es etwas längere Passagen. Hin und wieder könnte er etwas auflockern. Es wird genau geschrieben, was in den Personen vorgeht. Er verstand Frauen. In Anna kann man sich gut hineinversetzen.
Bories vom Berg
aus München
5/5
13.09.2014
Buch (Taschenbuch)
Literarische Zauberei Ohne…
Literarische Zauberei Ohne Zweifel ist «Anna Karenina» von Leo Tolstoi auch ein Eheroman, oft verglichen mit Fontanes «Effi Briest» oder Flauberts «Madame Bovary», primär aber ist er, was man ziemlich unbesorgt den größten Gesellschaftsroman der Weltliteratur nennen mag. Der 1878 erschienene, grandiose Roman bedeutet außerdem eine entscheidende Wegmarke hin zu dem radikalen Moralismus dieses russischen Schriftstellers, der sich dann bekanntlich, in seiner geradezu peinlichen Spätphase, ins völlig Absurde hineingesteigert hat. Hier aber, in diesem voluminösen Epos über die adelige russische Gesellschaft des 19ten Jahrhunderts, fungiert noch eine Art Räsoneur als Statthalter des Autors, ein Sinnsucher und – wie man heute sagen würde – unermüdlicher Querdenker, das Alter Ego von Tolstoi also mit nahezu kongruenter biografischer Konstellation, nur das Künstlertum fehlt seinem Helden Lewin. Genau diese unvergleichliche Begabung aber hat der literarische Olympier zunehmend negiert, hat von «all dem künstlerischen Geschwätz» gesprochen, mit dem sein Werk gefüllt sei und dem dessen Leser «eine unverdiente Bedeutung beimäßen». Anna also ist nicht die Hauptfigur des Romans, auch wenn sie titelgebend ist und ihr unübersehbar die ganze Sympathie des Autors gilt. «Alles ging drunter und drüber im Hause der Oblonskijs» heißt es im - ursprünglich - ersten Satz, Annas Eingreifen verhindert jedoch das Auseinanderbrechen der Ehe ihres untreuen Bruders und führt zu einem verlogenen Modus Vivendi mit seiner Frau. Deren Schwester gibt Lewin einen Korb, der von ihr als sicher angesehene Heiratsantrag des strahlenden Helden Wronskij aber bleibt aus. Er hat sich nämlich in die mit einem ungeliebten Mann verheiratete Anna Karenia verliebt, ihr leidenschaftliches Verhältnis endet jedoch tragisch. Lewin endlich bekommt beim zweiten Versuch keinen Korb mehr und findet zu seinem späten Eheglück. In mehreren parallelen Handlungssträngen des achtteiligen Romans präsentiert Tolstoi die gescheiterte Ehe- und Liebesgeschichte von Anna Karenina, das heuchlerische Ehe-Arrangement ihrer Schwägerin und die geradezu idealtypisch erscheinende, glückliche Ehe von Lewin. All das ist eingebettet in ein großartiges Panorama der Adelsgesellschaft Russlands, die in allen ihren Facetten dargestellt ist, mit unzähligen, wunderbar stimmig beschriebenen Figuren, deren mitreißende Dialoge uns Einblick in ihr innerstes Wesen geben. In diesem üppigen personalen Ensemble findet man sich als Leser aber jederzeit zurecht, so markant sind Tolstois literarische Geschöpfe skizziert. Von denen nun der Gutsbesitzer Lewin mir regelrecht ans Herz gewachsen ist, verkörpert er doch, obwohl selbst adelig, den ländlichen Gegenpol zum Luxusleben des Champagner trinkenden städtischen Adels. Sein Wissensdrang, seine Gedankenwelt, seine zahlreichen Dispute, seine Geradlinigkeit und gutmütige Offenheit sind geradezu herzerfrischend, die vielen ihm gewidmeten Kapitel sind außerdem sehr amüsant zu lesen. Man lernt ihn letztendlich so gut kennen, dass man seine Reaktionen, seine Gedanken nicht nur nachvollziehen, sondern oft auch voraussehen kann. Und so findet er als Sinnsucher schließlich durch die Worte eines einfachen Bauern zu der Erkenntnis, dass wir nicht leben, «um unseren Wanst zu füllen», sondern dass man «für das Gute» lebt, ein außerhalb der Vernunft liegender Gedanke, für den der wissenschaftliche Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung nicht gilt. Ein Wunder also, das sich dem Verstande schlichtweg entzieht und doch von jedem begriffen wird. Dieser Roman selbst aber ist auch ein Wunder, er ist literarische Zauberei, die alle Maßstäbe der Bewertung sprengt. Ich habe noch nie etwas Besseres gelesen!
Alice
4/5
07.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Kurzweil und Anstrengung
Allein die über 1200 Seiten sorgen dafür, dass man dem Werk schon beim bloßen Anschauen respektvoll gegenübersteht. Einer von vielen Gründe, warum ich vor dem Kauf des Buches Bedenken hatte, ob ich einem Stück Weltliteratur überhaupt gewachsen bin und in der Tat war es oftmals schwierig, der Handlung allein aufgrund der vielen verschiedenen Personen konzentriert zu folgen. Letztendlich muss ich jedoch zugeben, dass mir das Lesen des Buches leichter von der Hand ging, als bei mancher, auf den ersten Blick vielleicht leichterer Lektüre.
Ina
3/5
09.03.2013
Buch (Taschenbuch)
Ich habe mich mal an Tolstoi…
Ich habe mich mal an Tolstoi gewagt, weil ich dachte: okay, sollte man vielleicht mal in seinem Leben gelesen haben. Ich muss sagen, noch nie habe ich für ein Buch mehr Zeit gebraucht und hatte ich weniger Lust, ein Buch zuende zu lesen. Das liegt nicht an der Übersetzung, die ist gut und an den Originaltext angepasst. Aber allgemein die Sprache von Tolstoi ins Deutsche zu übersetzen ist sicher nicht einfach und dementsprechend ist das Buch auch nicht so leicht zu lesen. Auch die verschiedenen Namen für ein und dieselbe Person waren oftmals recht verwirrend und lassen sich nicht recht erklären. Manche Absätze musste ich daher mehrmals lesen. Von der Geschichte war ich auch nicht sooo begeistert, aber es ist dennoch interessant, da man viele Facetten der russischen Gesellschaft der damaligen Zeit erfährt. Fazit. Man muss Tolstoi nicht gelesen haben, aber es fördert die Konzentration ;-)
Bewertung
5/5
04.11.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Alle glücklichen Familien sind...
„Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise. “ Mit diesen Worten beginnt Tolstoi seinen Roman "Anna Karenina". Ein Klassiker der Weltliteratur. Sollte man mal gelesen haben...
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5/5
02.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Straßen, Sprachen, Zuhause.
Wie Straßen, die man nie gesehen, wie Sprachen, die man nie gehört hat breitet sich Anna Karenina zu Beginn aus. Das Buch wirkt erschlagend, zu viel, zu undurchdringlich. Aber ich verspreche euch: Wenn ihr die letzten Seiten gelesen habt, fühlt es sich nach Zuhause an, nach Wärme und Vertrautheit. Es ist zurecht eines der größten Werke, die die Literatur je hervorgebracht hat - und eine klare Empfehlung meinerseits.
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5/5
25.09.2023
Hörbuch-Download (MP3)
Erstklassiges Hörerlebnis
Mit dem Thalia Hörbuch-Abo haben sie eine großartige Gelegenheit, sich klassischer Literatur zuzuwenden. Zum Beispiel Tolstois Roman Anna Karenina. Ein Mammutwerk so unglaublich souverän und atmosphärisch von Ulrich Noethen vorgetragen, da können Sie abtauchen. Wo auch immer Sie sind, wenn Sie die Tolino App nutzen.
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5/5
21.12.2018
Buch (Taschenbuch)
Warum nicht mal ein Klassiker?
"Anna Karenina" gehört zu den bekanntesten Frauengestalten und klassischen Romanen der Weltliteratur. Zu Recht. In der neuen Übersetzung von Rosemarie Tietze ist es ein wahres Lesefest, aus dem ich wirklich nicht mehr herauskommen wollte. Breit gefächert beschreibt Tolstoi die hohen moralischen Ansprüche der damaligen Gesellschaft, die doch ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden kann. Fangen Sie einfach an und lassen Sie sich von der Sprache und der Handlung verführen - lesen Sie mal einen Klassiker!
Eines der Bücher, das definitiv in den Schrank einer jeden Leseratte gehört! Wie meine Vorredner bereits anmerkten.... die Beschreibungen sind z.T. langatmig. Aber gerade das mach auch den Charme Tolstoi's aus.
Druckqualität und Übersetzung sind in Ordnung. Teilweise finden sich aber noch kleine Fehler, die das Lektorat wohl übersehen hat.
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