Produktbild: Das Verschwiegene

Das Verschwiegene Roman

4

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.11.2014

Verlag

btb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,2 cm

Gewicht

324 g

Farbe

Dunkelgrün / Khaki

Originaltitel

Det dyrebare

Übersetzt von

Ina Kronenberger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-74831-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.11.2014

Verlag

btb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,2 cm

Gewicht

324 g

Farbe

Dunkelgrün / Khaki

Originaltitel

Det dyrebare

Übersetzt von

Ina Kronenberger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-74831-0

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Boockpicker

    Book Circle Community

    5/5

    02.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Aus Angst verschwiegen

    Eine Familie aus Oslo verbringt den Sommer im Haus der Grossmutter Jenny auf dem Land, Vater Jon, Mutter Siri, die Töchter Alma und Liv, der Hund Leopold und das Kindermädchen Mille. Jon schreibt erfolglos an einem Buch herum, Siri arbeitet und versucht die Familie im Griff zu haben und regt sich innerlich darüber auf, dass sie Mille mitgenommen haben. Dann aber, am Fest zum Geburtstag der Grossmutter, verschwindet Mille spurlos, und alle verheddern sich nach und nach immer mehr ineinander, die ganze Familie droht zu explodieren. Irgendetwas bleibt im Dunkeln, wird verschwiegen, und alle entfremden sich immer mehr voneinander. Sie kommen sich selbst und gegenseitig zusehends in die Quere, Jon trinkt, anstatt zu schreiben, und Alma ist nicht mehr das herzige Kind, entwickelt vielmehr monsterhafte Züge, die Ehe droht auseinanderzubrechen und Jenny wird zunehmend dement und gebrechlich. Wird das Verschwiegene ans Licht kommen? Einfühlsam und sehr präzise entwickelt Ullmann die Figuren zu intensiven Charakteren, beschreibt die Gegend und das Haus in Mailund bildhaft und poetisch. Sie richtet den Blick in die Untiefen und Abgründe der Seelen, die sich sehr wohl ihrer Ungereimtheiten bewusst sind, sich aber nicht aus sich selbst befreien können. Ein intensiver, spannender Roman, meisterhaft geschrieben, sehr lesenswert. «Fiel man zum Beispiel auf Asphalt, dessen Oberfläche echter war als Eis, trug man eine schöne frische Schürfwunde davon, die man untersuchen und im Blick behalten konnte. Es tat weh, aber man starb nicht daran. Fiel man aber auf Eis, war die Verletzung unsichtbar. Man machte Dinge im Körper kaputt, die nicht mehr heilten». (64) «… der grosse rote Mund und die tiefschwarzen kurzen Haare gehörten einem Mädchen, das er nicht kannte, nicht erreichte. Nicht erreichen konnte. Es war nicht so, dass er es nicht probierte, dass er nicht wollte. Er schaute bei Alma nicht weg, er sah sie direkt an, aber er verstand sie nicht. Auch Siri verstand sie nicht. Aber Jon gab nicht auf». (307) «dass man schreibt, um ein anderer zu werden, und wenn man ein anderer wird, will man dann sich selbst entkommen, oder bedeutet es womöglich mehr? Kann es nicht auch die Notwendigkeit bedeuten, aus sich heraus- und in einen anderen hineinzutreten, die Platz eines anderen einzunehmen, mitzufühlen, mitzuleben, mitzuatmen*? (330)

  • Bewertung

    5/5

    23.07.2021

    eBook (ePUB)

    Ein Kindermädchen, das spurlos während eines Geburtstagsfestes verschwindet. Die 75jährige Jubilarin, die nach 20 Jahren Abstinenz wieder zu trinken anfängt. Ihre Tochter, die sich zwischen ihrem Beruf und ihrer Familie aufreibt. Deren Ehemann, ehemals erfolgreicher Schriftsteller mit Schreibblockade und die gemeinsamen Töchter, sie alle zusammen stehen im Zentrum dieses berührenden und spannenden Familienromans. Linn Ullmann zeigt, dass alles was wir verdrängen oder leugnen irgendwann ans Licht drängt. Ein großer Roman.

  • Gisela Busemann

    aus Leer (Ostfriesland)

    5/5

    24.06.2013

    eBook (ePUB)

    Das Verschwiegene. Dein Schwinden selbst aber bleibt.

    Jede Familie hat ein mehr oder weniger großes Geheimnis. Oft hat das Schweigen und Verdrängen eine unheilvolle zerstörerische Kraft. Der norwegischen Autorin Linn Ullmann ist es mit ihrem Familienroman „Das Verschwiegene“ gelungen, mich ganz neugierig zu machen was sich hinter den Lügen und Intrigen verbirgt. Sie schaut hinter die Fassade des scheinbar glücklichen Zusammenlebens. Sie durchdringt Schicht für Schicht und versucht dem Leser ein gewisses Verständnis abzuverlangen, warum die Protagonisten lügen, feige und gemein sind. Linn Ullmann bringt diese Unzulänglichkeiten einem so nahe, dass man sich manchmal selbst erkennt. Und das macht eine besondere Geschichte aus. In einer kleinen norwegischen Küstenstadt soll in der großen weißen Holzvilla der Familie Brodal ein Fest zum fünfundsiebzigsten Geburtstag von der Hausherrin Jenny Brodal gefeiert werden. Tochter Siri organisiert die Party gegen den Willen ihrer Mutter. Wie jedes Jahr verbringt Siri mit ihrer eignen Familie den Sommer im Elternhaus. Da weder sie noch ihr Mann Jon in diesem Urlaub Zeit für die Kinder Liv und Alma haben werden, engagieren sie das junge hübsche Kindermädchen Mille. Diese verschwindet spurlos in der Nacht während der Feierlichkeiten. Jeder in der Familie hatte eine ganz eigene Beziehung zu Mille und jeder versucht die Gefühle, die nicht immer selbstlos sind vor den anderen zu verbergen. Nach dem rätselhaften Verschwinden der jungen Frau bahnen sich scheinbar längst vergessene Verletzungen, nicht gelebte Wünsche, Sehnsüchte, Ängste und Unsicherheiten wieder in das Bewußtsein der Romanfiguren. Linn Ullmann wurde 1966 in Oslo geboren. Sie kehrte nach ihrem Studium in New York in ihre Heimatstadt zurück. Sie arbeitet bei verschiedenen Zeitungen. Sie hat inzwischen mehrere Romane veröffentlicht, darunter -Die Lügnerin- und - Gnade- . Diese wurden in 30 Sprachen übersetzte. Die Schriftstellerin lebt mit ihrem Mann und Kindern in der wunderschönen Stadt Oslo.

  • Bewertung

    5/5

    23.05.2013

    eBook (ePUB)

    Schweigen

    Eigentlich sollte es ein schönes Familienfest werden, aber dem wird nicht so sein. Jenny, die an diesem Tag ihren Geburtstag feiert, verfällt einer alten Gewohnheit und ihre Tochter Siri muß sich der Frage stellen, welche Bedeutung ihre Ehe für sie hat. Ausgelöst wird die ganze Tragödie durch das Verschwinden des Kindermädchens. Schicht um Schicht wird wohl einstudiertes Verhalten entlarvt und am Ende ist nichts mehr wie es wahr. Ein seelentiefes Buch von Linn Ullmann, die diesem Genre etwas ganz Besonderes verleiht.

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Bewertungen (4)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Claudia Engelmann

    Claudia Engelmann

    Thalia Korbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.09.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Ein atmosphärisch dichter Familienroman von großer literarischer Tiefe

    Alles beginnt mit Mille, dem 19-jährigen Kindermädchen von Siri und Jon, die spurlos verschwindet und endet Jahre später damit, dass drei Jugendliche ihre Leiche finden. Was ist dazwischen passiert, was wurde alles verschwiegen? Und warum musste Mille, die sich so viel für diesen Sommer vorgenommen hatte, eigentlich sterben? Wir lernen Siri, eine Restaurantbesitzerin kennen, die im besagten Sommer gerade dabei ist, ein großes Fest für ihre Mutter Jenny zum 75. Geburtstag auszurichten, die dieses aber verweigert und sich stattdessen in ihr Zimmer einschließt und nach über 20 Jahren Alkoholabstinenz wieder beginnt zu trinken. Sie erinnert sich daran, dass ihr kleiner Sohn Syver im Beisein ihrer Tochter Siri ertrunken ist, daran, dass sie das ihrer Tochter nie verzeihen konnte. Und da ist da noch Jon, Siris Mann, ein mehr oder weniger erfolgreicher Schriftsteller, der gerade mit einer Schreibblockade kämpft und seinen Platz im Leben sucht. Auch die Kinder der beiden, Liv und Alma haben mit ihren Gespenstern zu kämpfen. So haben alle eine völlig unterschiedliche Beziehung zu Mille, die nach und nach freigelegt wird, deren vielfältige Facetten sich zeigen. So führt eine Verkettung unglückseliger Ereignisse zu einer schrecklichen Tragödie. Milles Verschwinden bringt Verschwiegenes ans Licht, dunkle Geheimnisse und tiefe Sehnsüchte kommen an die Oberfläche und vergiften die Beziehungen untereinander, denn verschweigen bedeutet nicht vergessen. Jeder scheint im tiefsten Inneren allein, in sich eingeschlossen, unfähig, mit dem anderen zu kommunizieren. Am Ende ist fast eine Familie zerbrochen, hat sich ein Stück weit aufgelöst und findet nicht mehr richtig zueinander. Ein atmosphärisch dichter Familienroman von großer literarischer Tiefe, der mit Leichtigkeit zwischen Menschen und Zeiten hin- und herspringt, und so durch Rückblenden und Erinnerungen die Sprachlosigkeit aller noch greifbarer macht. Ein Buch, das ich zu den besten Entdeckungen zähle.
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike Müller

    Ulrike Müller

    Thalia Fulda

    Buchhändler*in

    4/5

    06.05.2013

    eBook (ePUB)

    Schweigen ist...

    Ein Sommerfest im Garten, elegant gekleidetete Gäste, die zu Ehren der Jubilarin angereist sind und das Wetter hält, obwohl es erst nach Regen aussah...am nächsten Morgen ist das Kindermädchen Mille verschwunden. Damit bricht Siris mühsam aufrecht erhaltenene Fassade zusammen. In vielen kleinen Bruchstücken zeigt Linn Ullmann Szenen der Vergangenheit, dem tragischen Tod von Syver, Siris kleinem Bruder, dem Zerbrechen der Ehe ihrer Eltern und dem, was ihr Leben mit Jon und ihren beiden Töchtern ausmacht. Hat sie das Schweigen ihrer Mutter (der unsympathischsten Buchhändlerin der Weltgeschichte) übernommen und bringt damit ihr kleines Glück in Gefahr? Ich liebe Linn Ullmanns Stil und ihre Beobachtungsgabe, ihre Schilderungen von kleinen Alltagsszenen, aus denen sich das große Ganze zusammen setzt, hier fehlt mir ganz am Schluß, letztendlich aber auch wieder konsequent, der Schluß! Man lässt die Figuren, die man so gut kennengelernt hat, in eine ziemlich ungewisse Zukunft ziehen...

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