Die Geschichte von Blue
detebe Band 24334

Die Geschichte von Blue

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Welch ein Talent: Die erst 17-jährige Solomonica de Winter erzählt die Geschichte von Blue, die ihren Vater früh verloren hat, deren Mutter in ihrer eigenen Welt lebt und die sich in einen Menschen verliebt, der vom gleichen Buch besessen ist wie sie: dem >Zauberer von Oz<. Wie Dorothy im Buch macht sie sich auf, um jenseits des Regenbogens wieder eine Art Zuhause zu finden - und den Mörder ihres Vaters. Ein Roman mit doppeltem Boden, Drive, Chuzpe und einer völlig eigenen Poesie. Solomonica de Winter, geboren am 3. Juni 1997 in Bloemendaal bei Amsterdam/Niederlande, wo sie auch aufwuchs. Nach mehreren Jahren in Los Angeles lebt sie heute mit ihrer Familie wieder in Bloemendaal und besucht dort die Internationale Schule. Für ihr Debüt erhielt sie ein überwältigendes Medienecho.

Details

  • Format

    ePUB

  • Kopierschutz

    Nein

  • Family Sharing

    Ja

  • Text-to-Speech

    Ja

  • Erscheinungsdatum

    27.08.2014

  • Verlag Diogenes
  • Seitenzahl

    288 (Printausgabe)

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ePUB

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  • Erscheinungsdatum

    27.08.2014

  • Verlag Diogenes
  • Seitenzahl

    288 (Printausgabe)

  • Dateigröße

    2163 KB

  • Auflage

    3. Auflage

  • Originaltitel Over the Rainbow
  • Übersetzer

    Anna-Nina Kroll

  • Sprache

    Deutsch

  • EAN

    9783257604450

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Speziell, seltsam, düster, skurril!

monerl aus Langen am 13.03.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach langer Zeit tue ich mir wieder etwas schwer, ein Buch in Worte zu fassen und es zu bewerten. Es passt in kaum eine Schublade. Ich musste nach dem Lesen eine Weile über die Geschichte nachdenken, ob sie mir gefallen hat oder nicht. Fest steht, es ist kein Gute-Laune-Buch, das man schnell runterliest und sich während des Lesens freut. Eigentlich löst es während des Lesens ein beklemmendes Gefühl aus. Immer wieder musste ich mir in Erinnerung rufen, dass es hier um ein 13jähriges Mädchen geht! Es ist schwerst traumatiesiert, hat den Tod des Vaters nicht verarbeitet und hat auch keine Hilfe bekommen, um über diesen Tod hinwegzukommen. Aus einer früher wohl glücklichen Familie, bestehen auch aus einer fröhlichen, aufmerksamen und liebevollen Mutter, ist ein unglückliches, sich gegenseitig hassendes Zweiergespann geworden. Daisy, die Mutter, ist scheinbar nicht mehr in der Lage ihre Mutterrolle auszufüllen, nimmt Drogen und kann mit ihrer traumatisierten, verstummten und psychisch zerrütteten Tochter nichts mehr anfangen. "Heilen Sie mich! Geben Sie mir Pillen, damit ich wieder normal werde! Schicken Sie mich ins Krankenhaus, und lassen Sie mich erst wieder raus, wenn ich zurechnungfähig bin! Bitte! Tun Sie es für meine Mutter! Tun Sie es, damit sie mich wieder so liebt wie früher!" (Seite 89) Blue sucht Rettung, auch außerhalb ihrer "Manie" zum Buch "Der Zauberer von Oz", das ihr ihr Vater geschenkt hat. Es ist das Einzige, das ihr von Olli geblieben ist und sie hat es zu ihrer zweiten Haut gemacht. Ohne das Buch und ohne ihr Leben mit der Geschichte von Dorothy zu verzweigen, macht sie keinen Schritt in den Tag. Blue kann ihren Hilfeschrei nicht verbal formulieren und flüchtet sich in den Gegensatz und vestummt. Doch dieser stumme Hilfeschrei wird nicht gehört und nicht erkannt. Und so wird Blue zu einem morbiden Mädchen, das anfängt zu zerfallen, bis sie keiner mehr sieht. "Ich machte den Mund auf, und ich flehte den Himmel an, mich sprechen zu lassen, mich wüten und brüllen zu lassen wie die Löwen im Zoo, mich vor Zorn toben zu lassen. Aber dann klingelte es. Und ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen, standen die Mädchen auf und gingen. Wenn sie nur den Sturm in meinem Inneren hätten sehen können. Er hätte ihnen Blätter und Sand in die Augen geweht." (Seite 65) Der Autorin ist dem Thema entsprechend eine düstere und traurige Atmosphäre gelungen, aus der man sich während des Lesens nicht befreien kann. Ihr Schreibstil ist flüssig. Und beachtet man das Alter, mit dem sie das Buch geschrieben hat, ist sogar der Sprachstil erwähnenswert. Es gibt nicht so viele 16/17jährige, die in der Lage sind, sich auf diesem Niveau auszudrücken. Der Prolog deutet darauf hin, dass Blue sich in einer Psychiatrischen Klinik befindet. Sie erzählt, bzw. schreibt für ihren behandelnden Artz die Geschichte auf, wie es dazu kam, dass sie einen Mann und eine Frau getötet hat. Doch was ist passiert? Wie ist es geschehen? Wer waren die beiden? Und letztendlich: Hat sie es wirklich getan? Hat dieses 13jährige Mädchen, das von allen Gleichaltrigen gemieden und ausgelacht wird, sich getraut zwei Menschen zu töten? "Ich war dreizehn Jahre alt, fing schon an zu heulen, wenn ich mich an Papier schnitt oder mir das Knie aufschürfte, aber jetzt war ich davon überzeugt, ich könnte töten." (Seite 73) Obwohl die Geschichte mit ihren 277 Seiten nicht allzu dick ist, hatte ich hin und wieder mit Längen zu kämpfen, die ich am liebsten überblättert hätte. Der Schluss überrascht und deshalb finde ich ihn sehr gelungen! Im Teil 2 und 3 wird der Leser aufgeklärt. Doch leider sind das, im Vergleich zum ersten Teil, nur knapp 20 Seiten, auf denen das Buch ins -richtige Bild- gerückt wird. Ein paar wenige Fragen um Daisy bleiben auch offen, die ich gerne beantwortet bekommen hätte. Fazit: Ein seltsames und spezielles Buch, von einer zur Erstveröffentlichung noch sehr jungen Autorin, das Einblicke in eine traumatisierte, dunkle und kaputte Seele eines Teenagers gibt. Es gibt Denkanstöße und eine kleine Vorstellung, wie es vielen Jungendlichen gehen mag und wie sie von ihrer Umwelt teilweise alleingelassen und nicht wirklich wahrgenommen werden. Und irgendwie ist es auch eine skurrile "Liebeserklärung" an den Klassiker "Der Zauberer von Oz". Ein interessantes Buch, ein etwas verrücktes Buch und keinesfalls ein Buch für jedermann! Empfehlenswert für Leser, die immer wieder auf der Suche nach etwas Neuem und Ungewöhnlichem sind, die permanent düstere Stimmung ertragen können und sich nach dem Lesen verwundert die Frage stellen wollen, was denn das jetzt eigentlich war...

3/5

Speziell, seltsam, düster, skurril!

monerl aus Langen am 13.03.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach langer Zeit tue ich mir wieder etwas schwer, ein Buch in Worte zu fassen und es zu bewerten. Es passt in kaum eine Schublade. Ich musste nach dem Lesen eine Weile über die Geschichte nachdenken, ob sie mir gefallen hat oder nicht. Fest steht, es ist kein Gute-Laune-Buch, das man schnell runterliest und sich während des Lesens freut. Eigentlich löst es während des Lesens ein beklemmendes Gefühl aus. Immer wieder musste ich mir in Erinnerung rufen, dass es hier um ein 13jähriges Mädchen geht! Es ist schwerst traumatiesiert, hat den Tod des Vaters nicht verarbeitet und hat auch keine Hilfe bekommen, um über diesen Tod hinwegzukommen. Aus einer früher wohl glücklichen Familie, bestehen auch aus einer fröhlichen, aufmerksamen und liebevollen Mutter, ist ein unglückliches, sich gegenseitig hassendes Zweiergespann geworden. Daisy, die Mutter, ist scheinbar nicht mehr in der Lage ihre Mutterrolle auszufüllen, nimmt Drogen und kann mit ihrer traumatisierten, verstummten und psychisch zerrütteten Tochter nichts mehr anfangen. "Heilen Sie mich! Geben Sie mir Pillen, damit ich wieder normal werde! Schicken Sie mich ins Krankenhaus, und lassen Sie mich erst wieder raus, wenn ich zurechnungfähig bin! Bitte! Tun Sie es für meine Mutter! Tun Sie es, damit sie mich wieder so liebt wie früher!" (Seite 89) Blue sucht Rettung, auch außerhalb ihrer "Manie" zum Buch "Der Zauberer von Oz", das ihr ihr Vater geschenkt hat. Es ist das Einzige, das ihr von Olli geblieben ist und sie hat es zu ihrer zweiten Haut gemacht. Ohne das Buch und ohne ihr Leben mit der Geschichte von Dorothy zu verzweigen, macht sie keinen Schritt in den Tag. Blue kann ihren Hilfeschrei nicht verbal formulieren und flüchtet sich in den Gegensatz und vestummt. Doch dieser stumme Hilfeschrei wird nicht gehört und nicht erkannt. Und so wird Blue zu einem morbiden Mädchen, das anfängt zu zerfallen, bis sie keiner mehr sieht. "Ich machte den Mund auf, und ich flehte den Himmel an, mich sprechen zu lassen, mich wüten und brüllen zu lassen wie die Löwen im Zoo, mich vor Zorn toben zu lassen. Aber dann klingelte es. Und ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen, standen die Mädchen auf und gingen. Wenn sie nur den Sturm in meinem Inneren hätten sehen können. Er hätte ihnen Blätter und Sand in die Augen geweht." (Seite 65) Der Autorin ist dem Thema entsprechend eine düstere und traurige Atmosphäre gelungen, aus der man sich während des Lesens nicht befreien kann. Ihr Schreibstil ist flüssig. Und beachtet man das Alter, mit dem sie das Buch geschrieben hat, ist sogar der Sprachstil erwähnenswert. Es gibt nicht so viele 16/17jährige, die in der Lage sind, sich auf diesem Niveau auszudrücken. Der Prolog deutet darauf hin, dass Blue sich in einer Psychiatrischen Klinik befindet. Sie erzählt, bzw. schreibt für ihren behandelnden Artz die Geschichte auf, wie es dazu kam, dass sie einen Mann und eine Frau getötet hat. Doch was ist passiert? Wie ist es geschehen? Wer waren die beiden? Und letztendlich: Hat sie es wirklich getan? Hat dieses 13jährige Mädchen, das von allen Gleichaltrigen gemieden und ausgelacht wird, sich getraut zwei Menschen zu töten? "Ich war dreizehn Jahre alt, fing schon an zu heulen, wenn ich mich an Papier schnitt oder mir das Knie aufschürfte, aber jetzt war ich davon überzeugt, ich könnte töten." (Seite 73) Obwohl die Geschichte mit ihren 277 Seiten nicht allzu dick ist, hatte ich hin und wieder mit Längen zu kämpfen, die ich am liebsten überblättert hätte. Der Schluss überrascht und deshalb finde ich ihn sehr gelungen! Im Teil 2 und 3 wird der Leser aufgeklärt. Doch leider sind das, im Vergleich zum ersten Teil, nur knapp 20 Seiten, auf denen das Buch ins -richtige Bild- gerückt wird. Ein paar wenige Fragen um Daisy bleiben auch offen, die ich gerne beantwortet bekommen hätte. Fazit: Ein seltsames und spezielles Buch, von einer zur Erstveröffentlichung noch sehr jungen Autorin, das Einblicke in eine traumatisierte, dunkle und kaputte Seele eines Teenagers gibt. Es gibt Denkanstöße und eine kleine Vorstellung, wie es vielen Jungendlichen gehen mag und wie sie von ihrer Umwelt teilweise alleingelassen und nicht wirklich wahrgenommen werden. Und irgendwie ist es auch eine skurrile "Liebeserklärung" an den Klassiker "Der Zauberer von Oz". Ein interessantes Buch, ein etwas verrücktes Buch und keinesfalls ein Buch für jedermann! Empfehlenswert für Leser, die immer wieder auf der Suche nach etwas Neuem und Ungewöhnlichem sind, die permanent düstere Stimmung ertragen können und sich nach dem Lesen verwundert die Frage stellen wollen, was denn das jetzt eigentlich war...

5/5

Julia Retzlaff aus Göttingen am 10.08.2017

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein wunderbarer, melancholischer Roman über Rache, die erste Liebe und Einsamkeit.

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Julia Retzlaff aus Göttingen am 10.08.2017
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein wunderbarer, melancholischer Roman über Rache, die erste Liebe und Einsamkeit.

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Blue heißt nicht wirklich Blue, aber das ist eine andere Geschichte. Blue würde einfach unglaublich gerne Blue heißen, und das muss reichen. Blue möchte auch andere Dinge unglaublich gern: beliebter sein in der Schule, mehr sein wie die anderen Mädchen. Aber was hilft’s: Blue ist nun mal anders, ganz anders als alle anderen. Da wäre das Buch, das sie in jeder Sekunde ihres Lebens bei sich führt: eine Ausgabe von L. Frank Baums „Der Zauberer von Oz“. Da wäre ihre elendig dahinvegetierende Mutter, die vor lauter Koks und Heroin nichts auf die Reihe kriegt und der der nächste Schuss wichtiger ist als die eigene Tochter. Da wäre Blues seltsame Beziehung zu dem Kassierer James, der der einzige Mensch zu sein scheint, der ihre Barrieren aufbrechen kann. Und da wäre – first and foremost – die Tatsache, dass das komplette Buch, Blues ganze Geschichte, in Form eines Gesprächs mit einem Jugendpsychologen erzählt wird – und dass von Anfang an klar ist, dass Blue im Verlauf dieser Geschichte zwei Menschen ermordet haben wird… Solomonica de Winter (die Tochter von Leon de Winter) legt hier einen Debütroman vor, der einen beeindruckenden Eindruck in die verstörte Psyche eines weiblichen Teenagers bietet. Um so erstaunlicher, dass dieses Buch erschienen ist, als die Autorin erst 17 Jahre alt war. Und wenn auch Papa Leon vermutlich ein bisschen mitgeholfen haben dürfte: „Die Geschichte von Blue“ ist ein packender Roman, der zu großen Hoffnungen für die Zukunft der jungen Autorin Anlass gibt.
5/5

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Blue heißt nicht wirklich Blue, aber das ist eine andere Geschichte. Blue würde einfach unglaublich gerne Blue heißen, und das muss reichen. Blue möchte auch andere Dinge unglaublich gern: beliebter sein in der Schule, mehr sein wie die anderen Mädchen. Aber was hilft’s: Blue ist nun mal anders, ganz anders als alle anderen. Da wäre das Buch, das sie in jeder Sekunde ihres Lebens bei sich führt: eine Ausgabe von L. Frank Baums „Der Zauberer von Oz“. Da wäre ihre elendig dahinvegetierende Mutter, die vor lauter Koks und Heroin nichts auf die Reihe kriegt und der der nächste Schuss wichtiger ist als die eigene Tochter. Da wäre Blues seltsame Beziehung zu dem Kassierer James, der der einzige Mensch zu sein scheint, der ihre Barrieren aufbrechen kann. Und da wäre – first and foremost – die Tatsache, dass das komplette Buch, Blues ganze Geschichte, in Form eines Gesprächs mit einem Jugendpsychologen erzählt wird – und dass von Anfang an klar ist, dass Blue im Verlauf dieser Geschichte zwei Menschen ermordet haben wird… Solomonica de Winter (die Tochter von Leon de Winter) legt hier einen Debütroman vor, der einen beeindruckenden Eindruck in die verstörte Psyche eines weiblichen Teenagers bietet. Um so erstaunlicher, dass dieses Buch erschienen ist, als die Autorin erst 17 Jahre alt war. Und wenn auch Papa Leon vermutlich ein bisschen mitgeholfen haben dürfte: „Die Geschichte von Blue“ ist ein packender Roman, der zu großen Hoffnungen für die Zukunft der jungen Autorin Anlass gibt.

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Ungewöhnlich!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Diese Geschichte bleibt im Gedächtnis. Traurig und dunkel...aber so ist eben auch ab und an das Leben.
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