Produktbild: Das Ende von Eddy
Band 52357

Das Ende von Eddy Roman

10

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6819

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.05.2016

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

18,8/12,2/2 cm

Gewicht

183 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

11. Auflage

Originaltitel

En finir avec Eddy Bellegueule

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-03243-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Wie er seine Geschichte aufschreibt, wie er kühl und genau auf sein Unglück blickt, das nimmt einem tatsächlich den Atem. ("Die Welt")
Eine Sensation. ("3satbuchzeit")
Ein starker Roman, weil die Hauptfigur von herzzerreißender Entschlossenheit ist. ("Spiegel Online")
Edouard Louis ist ein seltener Glücksfall für sich, die Sprache, die Gesellschaft. ("Der Tagesspiegel")
Mit einer Sprache, die so brutal und gewaltig ist wie seine Erlebnisse, erzählt Frankreichs 22-jähriger Shootingstar Edouard Louis von seiner Befreiung. ("Glamour")

Produktdetails

Verkaufsrang

6819

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.05.2016

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

18,8/12,2/2 cm

Gewicht

183 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

11. Auflage

Originaltitel

En finir avec Eddy Bellegueule

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-03243-3

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    So wie du bist, bist du falsch

    Édouard Louis erzählt in seinem autobiografischen Debütroman von seiner Kindheit als Eddy Bellegueule in einem armen Dorf in Nordfrankreich. Eddy entspricht überhaupt nicht dem Bild eines „richtigen Jungen“ und wird deshalb schon früh zum Außenseiter. Mich hat das Buch vom ersten Satz an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Im Zentrum steht für mich eine Frage: Wie soll ein Kind lernen, sich selbst zu vertrauen, wenn praktisch jede wichtige Person ihm vermittelt, dass das, was spontan aus ihm herauskommt, falsch ist? Eddy hört ständig: Beweg dich anders, rede anders, sei männlicher, sei ein richtiger Junge. Eigentlich immer dieselbe Botschaft: So wie du bist, bist du falsch. Besonders stark fand ich, wie Louis seine Familie und dieses ganze Milieu zeichnet. Die Menschen sind oft brutal, rassistisch, homophob und gefangen in starren Vorstellungen davon, wie Männer und Frauen zu sein haben. Aber Louis zeigt nicht einfach schlechte Menschen. Man sieht auch, wie sie selbst zu dem geworden sind, was sie sind: durch Armut, fehlende Bildung, Fabrikarbeit, Gewalt und eine Welt, in der kaum jemand etwas anderes kennt. Gerade beim Vater fand ich das unglaublich ambivalent. Er verhält sich oft wie ein ziemliches Arschloch, gleichzeitig tat er mir immer wieder leid. Er steckt völlig in dieser Vorstellung vom „echten Kerl“ fest. Für mich zeigt das Buch sehr deutlich, wie das Patriarchat auch die Männer kaputt macht, die versuchen, diese Rolle zu erfüllen. Sehr fremd blieb mir dagegen die extreme Fixierung auf Sexualität und Beziehungen schon in sehr jungem Alter. In dieser Welt wirkt es teilweise fast wie eine Pflicht: Ein Junge braucht eine Freundin, ein Mann muss Frauen wollen, Sexualität beweist Männlichkeit. Das war für mich manchmal so extrem, dass ich mich fragte, wie stark Louis dieses Milieu auch literarisch verdichtet und zugespitzt hat. Sprachlich schreibt Louis klar und direkt, ohne große Kunststücke. Und trotzdem ist es unglaublich gut geschrieben. Vor allem kann dieser Mann einfach verdammt gut erzählen. Manchmal hatte ich das Gefühl, Louis könnte über einen Tisch in der Küche seiner Kindheit schreiben, und danach wüsste man alles über Geld, Klasse, seine Mutter, seinen Vater und dieses ganze Dorf. Dazu kommt seine schonungslose, unbeschönigte Art, über sich selbst zu schreiben. Er macht aus dem jungen Eddy keinen Helden, sondern zeigt auch Scham, Selbsthass und Widersprüche. Das gibt dem Buch für mich eine enorme Wahrhaftigkeit. Am Ende öffnet sich für Eddy eine Tür aus dieser Enge. Aber nach all den Jahren, in denen ihm gesagt wurde, dass er falsch ist, kann man nicht einfach von einem Tag auf den anderen an sich glauben. Ein trauriges, heftiges und zugleich überraschend herzliches Buch, das mich sehr beschäftigt hat. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    4/5

    23.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    bewegend

    Das ist ein Buch der Sozialkritik, „bewegend“ und eindrücklich; es bearbeitet die Jugenderinnerungen von Eddy, der in einer sehr armen Familie im Norden Frankreichs aufwächst. Vater, Mutter, Geschwister - alle tragen Stigmas von Benachteiligten: Alkohol, Arbeitslosigkeit oder Arbeit mit niederem Salär, schwache Bildung, Kampf gegen Krankheit, Hygiene und vieles mehr. In diesem Klima wächst der junge Eddy auf, der schwul ist, dies aber nicht zu erkennen geben darf und es so stark verbirgt, dass er sich selber immer wieder fragt, ob er denn wirklich schwul ist. - Es ist ein bewegendes und ergreifendes Buch. Für mich ist überraschend, dass sich die Geschichte in den neunziger und nullen Jahren abspielt. Ich hätte gedacht, dass die Szenen in diesem Buch deutlich älter sind, etwa aus den fünfziger oder sechziger Jahren. Literarisch handelt es sich bei diesem Buch um eine Autobiographie, die mit Sorgfalt, grösster Ehrlichkeit und kruder Direktheit erzählt wird. Bravo!

  • Bewertung

    4/5

    02.09.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Außenseitererfahrungen

    Völlig unverblühmt und mit sprachlicher Wucht schildert Édouard Louis was es bedeutet als schwuler junger Mann im ruralen Frankfreich aufzuwachsen: Klar verteilte Geschlechterrollen, radikale Homophobie und ein junger Mann der mit herzzerreißender Entschlossenheit seinen Platz im Leben sucht.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    05.11.2025

    eBook (ePUB 3)

    Abgehängte Arbeiterschaft

    Der berühmt gewordene Roman über eine Kindheit in der nordfranzösischen Provinz, die von Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Gewalt geprägt ist. Als Schwuler und intellektuell Begabter ist der Autor ein absoluter Außenseiter und wird auch so behandelt, was die missliche Situation noch zugespitzt hat. In seinen weiteren Büchern schildert er seinen letztendlich gescheiterten Versuch, diesem Milieu und seiner Geschichte zu entkommen. Sehr empfehlenswert und sehr eindrücklich.

  • SimoneF

    5/5

    02.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr reflektierte Autofiktion, interessanter Stil

    10 Jahre nach Erscheinen legt der Fischer Verlag „Das Ende von Eddy“ von Édouard Louis neu auf, das damals in Frankreich für einen Skandal sorgte und den Autor gleichzeitig zum Shootingstar der französischen Literatur und der linken französischen Intellektuellen machte. In diesem autobiografischen Roman beschreibt der Autor das Aufwachsen als homosexueller Junge in der Arbeiterklasse in einem kleinen nordfranzösischen Dorf. Er selbst bezeichnet seine soziale Herkunftsschicht in Interviews immer wieder als „Lumpenproletariat“. Schonungslos offen und gleichzeitig mit einer reflektierten Distanz schildert Louis die offenen Anfeindungen innerhalb der Familie, der Dorfgemeinschaft und unter Mitschülern, die Drangsalierungen und Gewalt, denen er als Homosexueller ausgesetzt war. Hierbei geht es ihm jedoch nicht um eine Abrechnung, sondern vielmehr darum, ein Bewusstsein für diese prekären Milieus des Proletariats zu erzeugen und ihnen eine Stimme zu geben. Das soziale Gefüge, die vorherrschenden Rollenbilder und die Vorstellungen von Männlichkeit, die dort herrschen und sich immer wieder selbst reproduzieren, sind seiner Ansicht nach eine direkte Folge der Klassengesellschaft. Besonders gelungen fand ich die sprachliche Umsetzung, bei der Louis fliegend zwischen zwei Ebenen wechselt und die auch optisch voneinander abgesetzt sind. Eddys Schilderungen werden immer wieder verwoben mit kursiv gesetzten Einschüben in der Umgangssprache der jeweiligen Personen, so dass der Text sehr authentisch und eindrücklich wirkt. Es hat mich sehr beeindruckt, dass ein derart ausgefeiltes und reflektiertes Werk einem gerade 20-Jährigen gelungen ist, der sich nur wenige Jahre zuvor schrittweise aus seinem Herkunftsmilieu lösen konnte. Sehr lesenwert!

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Bewertungen (10)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Jonas Schindhelm

    Jonas Schindhelm

    Thalia Leipzig – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Über Klassismus und Ausgrenzung

    Wie schmerzhaft Kindheit und Erwachsenwerden sein kann, erzählt Edouard Louis in seinem autobiografischen Debütroman „Das Ende von Eddy.” Dabei verfällt er in keinerlei Melodramatik sondern bleibt authentisch und verletzlich. Ich weiß nicht was es ist, aber Edouard Louis schafft es jedes Mal mich tief zu berühren.
  • Zum Bewerterprofil von Till Metten

    Till Metten

    Thalia Mayersche Düsseldorf – Nordstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.01.2026

    eBook (ePUB 3)

    Meine Lesehighlight 2025

    Edouard Louis war für mich meine Entdeckung des Jahres 2025. Mit seinen autobiographischen Romanen legt er nach und nach gefühlvoll und schonungslos sein Aufwachsen als homosexueller Junge im ländlichen und ärmlichen Frankreich auf. Dabei nimmt er keine Rücksicht darauf, was seine Familie über die ausgiebigen Einblicke in das Familienleben denkt. Das Ende von Eddy bildet dabei den Anfang, in dem es um seine frühen Jahre bis hin zum Gymnasium geht. Sein Aufwachsen wird begleitet durch ständiges Mobbing und Schikane durch Nachbarn, soziales Umfeld und selbst die eigene Familie. Diese nehmen sein Aussehen, sein Auftreten und seine Ausdrucksweise zum Anlass ihn mit homophoben Anschuldigungen zu malträtieren. Als einfache Abrechnung kann man die Romane allerdings nicht bezeichnen, Louis ordnet vieles ein und gibt schlüssige (gesellschaftliche und politische) Erklärungen für das Verhalten seines Umfeldes, ohne es aber zu entschuldigen.
  • Zum Bewerterprofil von Jolina Merkle

    Jolina Merkle

    Thalia Sankt Augustin

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    “Mein Körper fügte sich meinem Willen. Wir spielen immer irgendwelche Rollen, aber es gibt durchaus eine Wahrheit in den Masken. Die Wahrheit meiner Maske bestand in diesem Willen, anders zu sein.”

    Eddy Bellegeules Kindheit auf dem Land ist von Armut geprägt. Schon früh begegnen ihm die Ablehnung seines Umfeldes und homophobe Ressentiments. Das Ende von Eddy ist die Abrechnung mit dieser unglücklichen Kindheit und der Werdegang eines neuen Menschen: Édourard Louis! Frankreichs Shootingstar der Literaturszene und ein großartiger Schriftsteller.
  • Zum Bewerterprofil von Peter Zielke

    Peter Zielke

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Das Ende einer Kindheit.

    Seit frühester Kindheit war Louis' Leben ein großes Schauspiel: Er versteckte seine Gefühle, sein Schwulsein, seine Armut, sich selbst. Tag für Tag tat er so, als wäre er ein anderer, jemand der härter ist, männlicher - was auch immer das für ein Kind bedeuten mag. Doch kein Schauspiel kann Wahrheiten verändern - und so beginnt er Stück für Stück nach Auswegen zu suchen... "Das Ende von Eddy" ist das Ergebnis dieser herzzerreißenden Suche. Das Buch ist laut, wie es nur die Abrechnung mit einer unglücklichen Kindheit sein kann. Und wenn Édouard Louis schreit, muss man hinhören.
  • Zum Bewerterprofil von V. Seewald

    V. Seewald

    Thalia Brühl Markt

    Buchhändler*in

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    4/5

    12.02.2025

    eBook (ePUB 3)

    Ein Hoch auf die schrägen Vögel

    Ein Junge der einfach nicht in die Welt passt, in die er hineingeboren wurde. Eddy ist schmächtig, intelligent und steht auf Jungs. So sehr er auch versucht sich anzupassen um es leichter zu haben, er bleibt immer anders. Doch auch ein schräger Vogel darf fliegen. Eine sehr beeindruckende Geschichte über das Erwachsenwerden und sich selbst finden. Teilweise grausam und brutal, aber mit einen tröstlichen Unterton.

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