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Band 52357

Das Ende von Eddy Roman | Geschenkausgabe im Miniformat

9

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

42178

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2024

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

14,4/9,1/1,7 cm

Gewicht

148 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

En finir avec Eddy Bellegueule

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-52357-3

Beschreibung

Rezension

Wie er seine Geschichte aufschreibt, wie er kühl und genau auf sein Unglück blickt, das nimmt einem tatsächlich den Atem. ("Die Welt")
Eine Sensation. ("3satbuchzeit")
Ein starker Roman, weil die Hauptfigur von herzzerreißender Entschlossenheit ist. ("Spiegel Online")
Edouard Louis ist ein seltener Glücksfall für sich, die Sprache, die Gesellschaft. ("Der Tagesspiegel")
Mit einer Sprache, die so brutal und gewaltig ist wie seine Erlebnisse, erzählt Frankreichs 22-jähriger Shootingstar Edouard Louis von seiner Befreiung. ("Glamour")

Produktdetails

Verkaufsrang

42178

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2024

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

14,4/9,1/1,7 cm

Gewicht

148 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

En finir avec Eddy Bellegueule

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-52357-3

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • SimoneF

    5/5

    02.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr reflektierte Autofiktion, interessanter Stil

    10 Jahre nach Erscheinen legt der Fischer Verlag „Das Ende von Eddy“ von Édouard Louis neu auf, das damals in Frankreich für einen Skandal sorgte und den Autor gleichzeitig zum Shootingstar der französischen Literatur und der linken französischen Intellektuellen machte. In diesem autobiografischen Roman beschreibt der Autor das Aufwachsen als homosexueller Junge in der Arbeiterklasse in einem kleinen nordfranzösischen Dorf. Er selbst bezeichnet seine soziale Herkunftsschicht in Interviews immer wieder als „Lumpenproletariat“. Schonungslos offen und gleichzeitig mit einer reflektierten Distanz schildert Louis die offenen Anfeindungen innerhalb der Familie, der Dorfgemeinschaft und unter Mitschülern, die Drangsalierungen und Gewalt, denen er als Homosexueller ausgesetzt war. Hierbei geht es ihm jedoch nicht um eine Abrechnung, sondern vielmehr darum, ein Bewusstsein für diese prekären Milieus des Proletariats zu erzeugen und ihnen eine Stimme zu geben. Das soziale Gefüge, die vorherrschenden Rollenbilder und die Vorstellungen von Männlichkeit, die dort herrschen und sich immer wieder selbst reproduzieren, sind seiner Ansicht nach eine direkte Folge der Klassengesellschaft. Besonders gelungen fand ich die sprachliche Umsetzung, bei der Louis fliegend zwischen zwei Ebenen wechselt und die auch optisch voneinander abgesetzt sind. Eddys Schilderungen werden immer wieder verwoben mit kursiv gesetzten Einschüben in der Umgangssprache der jeweiligen Personen, so dass der Text sehr authentisch und eindrücklich wirkt. Es hat mich sehr beeindruckt, dass ein derart ausgefeiltes und reflektiertes Werk einem gerade 20-Jährigen gelungen ist, der sich nur wenige Jahre zuvor schrittweise aus seinem Herkunftsmilieu lösen konnte. Sehr lesenwert!

  • yellowdog

    5/5

    28.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    gnadenlos

    Dieses jetzt neu aufgelegte Buch begründete den inzwischen beträchtlichen Ruhm des Autors Edouard Louis und gilt als bedeutendes Werk über einen Zustand. Es ist autofiktional im Sinne von Annie Ernaux gehalten. Der junge Eddy wird schon als Kind in der Schule gemobbt und teilweise wird er auch in der Familie ausgegrenzt. Der Vater ist ein rauer Typ, der keinen Zugang zu seinem sensiblen Sohn hat, die Mutter schwankt zwischen hilflos und gleichgültig. In späteren Büchern wird sich der Autor noch ganz den Eltern widmen, doch auch schon hier haben sie ihre Kapitel. Es ist aber die ganze Gesellschaftsschicht im dörflichen Frankreich, die sich so intolerant verhält. Erst ganz am Schluß des Buches öffnet sich Eddy eine Chance. Dass Edouard Louis das so gnadenlos erkennt und beschreibt, verleiht dem Buch die hohe Wirkung.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    05.11.2025

    eBook (ePUB 3)

    Abgehängte Arbeiterschaft

    Der berühmt gewordene Roman über eine Kindheit in der nordfranzösischen Provinz, die von Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Gewalt geprägt ist. Als Schwuler und intellektuell Begabter ist der Autor ein absoluter Außenseiter und wird auch so behandelt, was die missliche Situation noch zugespitzt hat. In seinen weiteren Büchern schildert er seinen letztendlich gescheiterten Versuch, diesem Milieu und seiner Geschichte zu entkommen. Sehr empfehlenswert und sehr eindrücklich.

  • Bewertung

    5/5

    20.06.2021

    eBook (ePUB 3)

    Anders ist gut

    Eddy ist sensibel. Schwul. Anders. Eigenschaften, die ihm das Leben in der französischen Provinz, wo Toleranz als Schwäche interpretiert wird, zur Hölle machen. Früh muss er lernen, Hass und Brutalität zu ertragen, sich kleiner zu machen, als er ist, und als Leser leidet man mit, ist entsetzt über die Ungerechtigkeit, die dem jungen Mann widerfährt, möchte schreien, um sich schlagen, irgendetwas tun. Aber gleichzeitig bekommt man den Eindruck, dass es Edouard mit der Niederschrift dieses Romans gelingt, seine Fesseln zu sprengen, und diesen Kraftakt miterleben zu dürfen, ist eine wahnsinnig bereichernde Erfahrung. Ein Buch, das mitreißt!

  • Edith Berger

    5/5

    23.03.2015

    eBook (ePUB 3)

    geht unter die Haut

    "An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung. Das soll nicht heißen, ich hätte in all den Jahren niemals Glück oder Freude empfunden. Aber das Leiden ist totalitär: Es eliminiert alles, was nicht in sein System passt." Eddy wächst in einem kleinen Ort in Nordfrankreich auf. Es ist ein schwieriges Umfeld. Eddy entspricht so gar nicht der landläufigen Vorstellung eines Jungen. Sein zarter Körperbau, seine feinen Gesten, seine mädchenhafte Stimme veranlasst die Mitglieder seiner Familie zu bösartigen Bemerkungen. Auch in der Schule ist Eddy auf sich allein gestellt. Hilflos ist er den Angriffen seiner Mitschüler ausgesetzt,.die ihn beinahe täglich seelisch und körperlich schwer misshandeln. Von seiner Familie ist keine Hilfe zu erwarten. In ihren Augen müsste sich Eddy nur ein wenig bemühen und sich den richtigen, männlichen Interessen zuwenden, dann käme schon alles wieder in Ordnung. "Das Ende von Eddy" von Édouard Louis sind ungemein harte, unter die Haut gehende Erinnerungen an eine Kindheit auf dem Land.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Till Metten

    Till Metten

    Thalia Mayersche Düsseldorf – Nordstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.01.2026

    eBook (ePUB 3)

    Meine Lesehighlight 2025

    Edouard Louis war für mich meine Entdeckung des Jahres 2025. Mit seinen autobiographischen Romanen legt er nach und nach gefühlvoll und schonungslos sein Aufwachsen als homosexueller Junge im ländlichen und ärmlichen Frankreich auf. Dabei nimmt er keine Rücksicht darauf, was seine Familie über die ausgiebigen Einblicke in das Familienleben denkt. Das Ende von Eddy bildet dabei den Anfang, in dem es um seine frühen Jahre bis hin zum Gymnasium geht. Sein Aufwachsen wird begleitet durch ständiges Mobbing und Schikane durch Nachbarn, soziales Umfeld und selbst die eigene Familie. Diese nehmen sein Aussehen, sein Auftreten und seine Ausdrucksweise zum Anlass ihn mit homophoben Anschuldigungen zu malträtieren. Als einfache Abrechnung kann man die Romane allerdings nicht bezeichnen, Louis ordnet vieles ein und gibt schlüssige (gesellschaftliche und politische) Erklärungen für das Verhalten seines Umfeldes, ohne es aber zu entschuldigen.
  • Zum Bewerterprofil von Jolina Merkle

    Jolina Merkle

    Thalia Sankt Augustin

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    “Mein Körper fügte sich meinem Willen. Wir spielen immer irgendwelche Rollen, aber es gibt durchaus eine Wahrheit in den Masken. Die Wahrheit meiner Maske bestand in diesem Willen, anders zu sein.”

    Eddy Bellegeules Kindheit auf dem Land ist von Armut geprägt. Schon früh begegnen ihm die Ablehnung seines Umfeldes und homophobe Ressentiments. Das Ende von Eddy ist die Abrechnung mit dieser unglücklichen Kindheit und der Werdegang eines neuen Menschen: Édourard Louis! Frankreichs Shootingstar der Literaturszene und ein großartiger Schriftsteller.
  • Zum Bewerterprofil von Peter Zielke

    Peter Zielke

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Das Ende einer Kindheit.

    Seit frühester Kindheit war Louis' Leben ein großes Schauspiel: Er versteckte seine Gefühle, sein Schwulsein, seine Armut, sich selbst. Tag für Tag tat er so, als wäre er ein anderer, jemand der härter ist, männlicher - was auch immer das für ein Kind bedeuten mag. Doch kein Schauspiel kann Wahrheiten verändern - und so beginnt er Stück für Stück nach Auswegen zu suchen... "Das Ende von Eddy" ist das Ergebnis dieser herzzerreißenden Suche. Das Buch ist laut, wie es nur die Abrechnung mit einer unglücklichen Kindheit sein kann. Und wenn Édouard Louis schreit, muss man hinhören.
  • Zum Bewerterprofil von V. Seewald

    V. Seewald

    Thalia Brühl Markt

    Buchhändler*in

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    4/5

    12.02.2025

    eBook (ePUB 3)

    Ein Hoch auf die schrägen Vögel

    Ein Junge der einfach nicht in die Welt passt, in die er hineingeboren wurde. Eddy ist schmächtig, intelligent und steht auf Jungs. So sehr er auch versucht sich anzupassen um es leichter zu haben, er bleibt immer anders. Doch auch ein schräger Vogel darf fliegen. Eine sehr beeindruckende Geschichte über das Erwachsenwerden und sich selbst finden. Teilweise grausam und brutal, aber mit einen tröstlichen Unterton.
  • Zum Bewerterprofil von Tobias Groß

    Tobias Groß

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    25.06.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Eddy ist tot, es lebe Édouard!

    Manchmal ist es notwendig komplett mit seinem alten Leben zu brechen. Ganz besonders dann, wenn es die Hölle auf Erden ist und man an diesem zu ersticken droht. Dann braucht es einen Ausbruch ohne Wiederkehr, eine Emanzipation von all dem, was einen kaputt machen kann. Es braucht einen Befreiungsschlag. Ein solcher ist ‘Das Ende von Eddy’. Voller Energie erzählt Édouard Louis in diesem biografisch-soziologischen Comig of Age-Roman von seinem eigenen Aufwachsen in der französischen Picardie. In der ländlichen Provinz, in der Fremdenfeindlichkeit, Gewalt & Homophobie alltäglich sind und vor Niemanden Halt machen. Auch er wird nicht davon verschont, wächst er doch in einem von rauen Umgangstönen, Brutalität und Armut geprägten Haushalt auf. Doch Eddy ist anders, er passt einfach nicht in diese Welt. Er ist offen für Bildung, hat eine feminine Art und möchte seine Homosexualität offen ausleben. Nachdem er versucht sich anzupassen und dadurch heftige Selbstzweifel entwickelt, möchte er nichts anderes als ausbrechen und weit weg ein neues Leben beginnen. Als komplett anderer Mensch. Denn Eddy ist tot, es lebe Édouard. ‘Das Ende von Eddy‘ ist eine vor Ehrlichkeit nur so strotzende Biografie und eine beeindruckende Milieustudie des französischen Prekariats. Ganz in der Tradition des großen Didier Eribon.

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