Charlotte

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Roman

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.11.2016

Verlag

Penguin

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,5/11,6/2,2 cm

Beschreibung

Rezension

»Der Autor hat eine fabelhafte ... Methode gefunden, dieses dramatische Leben zu erzählen ... klar, gerade, erschütternd schön.« ("Elke Heidenreich in WDR 4")
»Aus diesen Puzzleteilen entsteht ein Roman, immer erzählt entlang der historischen Wirklichkeit, aber mit genug künstlerischer Fantasie, um daraus ein ungemein beeindruckendes Buch zu machen.« ("Christine Westermann, WDR Sdg. frauTV, 24.09.15")
»Das Besondere an ›Charlotte‹ ist, dass Foenkinos die Ängste, Wünsche und Sehnsüchte seiner Figur so eindringlich nachzeichnet, als habe sie ihm das alles selbst erzählt.« ("Brigitte Woman")
»Sein Buch ist unglaublich dezent und empathisch auf hohem Niveau, karg geradezu, nie larmoyant.« ("DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau, 22.08.2015")
»Auf zutiefst berührende und zugleich einfühlsame Weise zeigt er, wie hier jemand malt, ›um nicht verrückt zu werden‹, und wie die Kunst zur ›einzigen Überlebenschance‹ wird.« ("Wiener Zeitung (A), 29.08.2015")

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.11.2016

Verlag

Penguin

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,5/11,6/2,2 cm

Gewicht

226 g

Übersetzt von

Christian Kolb

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-10022-5

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Mitreissend, lesenswert, stilistisch anspruchsvoll

Bewertung aus Fislisbach am 12.08.2022

Bewertungsnummer: 1765830

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Da ist einem meiner Lieblingsautoren ein grosser Wurf gelungen. David Foenkinos hat seinen Roman dem kurzen Leben der deutschen Malerin Charlotte Salomon gewidmet. In eine Familie geboren, in der der Suizid grassiert, in eine Epoche geboren, in der die Nazis wüten, solche Voraussetzungen sind für die Jüdin äusserst schwierig zu meistern. Die Widmung von KAFKA: "Derjenige, der mit dem Leben nicht lebendig fertig wird, braucht die eine Hand, um die Verzweiflung über sein Schicksal ein wenig abzuwehren...". Sie begleitet das Buch wie ein Menetekel. Als talentierte Malerin bekommt sie nur dank eines Gönners einen Platz an der Kunstakademie, ihren Preis darf sie nicht entgegennehmen. Den doppelt so alten Gesangslehrer ihrer Stiefmutter liebt sie mit ganzem Herzen, wird aber auch mit ihm nicht glücklich. In Südfrankreich erfährt sie schliesslich von der Grossmutter die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter. Als einziger Ausweg bleibt ihr die Flucht ins kreative Malen. Ihre Gouachen übergibt sie ihrem Arzt mit den Worten: "C'est toute ma vie." Dank Foenkinos habe ich das Werk dieser Gehetzten "Leben? oder Theater?" entdeckt, ein als Singspiele gedachtes Lebenswerk. Die Erzählweise ist sehr gewohnungsbedürftig und verlangt Konzentration: Jeder Satz beginnt auf einer neuen Zeile: Dadurch entsteht ein völlig ungewohnter Rhythmus, gekonntes Abbild eines Lebens zwischen Wahnsinn und Verzweiflung. Der Autor begründet seinen Stil mit einem Schreibstau: "Es ging einfach nicht weiter. Es war körperlich beklemmend. Ich verspürte ständig das Verlangen, eine neue Zeile zu beginnen, um durchatmen zu können." p.74 Die Einbettung Kafkas schliesst mit dem Vergleich des Verhaltens ihres zweiten Mannes und Josef K aus "Der Prozess": Genau wie Albert leistet er keinerlei Widerstand. Das einzig Richtige sei es, sich mit den vorhandenen Verhältnissen abzufinden. Das also ist es. Man muss sich mit den vorhandenen Verhältnissen abfinden. Gegen die vorhandenen Verhältnisse ist nichts zu machen. Aber was machen die vorhandenen Verhältnisse mit einem? Das Verfahren schreitet unaufhaltsam voran. Alles steht bereits in diesem Roman. Josef K wird hingerichtet wie ein Hund. Es war, als sollte die Scham ihn überleben. p.156 Ich verbleibe erschüttert, mitfühlend, überwältigt.
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Mitreissend, lesenswert, stilistisch anspruchsvoll

Bewertung aus Fislisbach am 12.08.2022
Bewertungsnummer: 1765830
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Da ist einem meiner Lieblingsautoren ein grosser Wurf gelungen. David Foenkinos hat seinen Roman dem kurzen Leben der deutschen Malerin Charlotte Salomon gewidmet. In eine Familie geboren, in der der Suizid grassiert, in eine Epoche geboren, in der die Nazis wüten, solche Voraussetzungen sind für die Jüdin äusserst schwierig zu meistern. Die Widmung von KAFKA: "Derjenige, der mit dem Leben nicht lebendig fertig wird, braucht die eine Hand, um die Verzweiflung über sein Schicksal ein wenig abzuwehren...". Sie begleitet das Buch wie ein Menetekel. Als talentierte Malerin bekommt sie nur dank eines Gönners einen Platz an der Kunstakademie, ihren Preis darf sie nicht entgegennehmen. Den doppelt so alten Gesangslehrer ihrer Stiefmutter liebt sie mit ganzem Herzen, wird aber auch mit ihm nicht glücklich. In Südfrankreich erfährt sie schliesslich von der Grossmutter die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter. Als einziger Ausweg bleibt ihr die Flucht ins kreative Malen. Ihre Gouachen übergibt sie ihrem Arzt mit den Worten: "C'est toute ma vie." Dank Foenkinos habe ich das Werk dieser Gehetzten "Leben? oder Theater?" entdeckt, ein als Singspiele gedachtes Lebenswerk. Die Erzählweise ist sehr gewohnungsbedürftig und verlangt Konzentration: Jeder Satz beginnt auf einer neuen Zeile: Dadurch entsteht ein völlig ungewohnter Rhythmus, gekonntes Abbild eines Lebens zwischen Wahnsinn und Verzweiflung. Der Autor begründet seinen Stil mit einem Schreibstau: "Es ging einfach nicht weiter. Es war körperlich beklemmend. Ich verspürte ständig das Verlangen, eine neue Zeile zu beginnen, um durchatmen zu können." p.74 Die Einbettung Kafkas schliesst mit dem Vergleich des Verhaltens ihres zweiten Mannes und Josef K aus "Der Prozess": Genau wie Albert leistet er keinerlei Widerstand. Das einzig Richtige sei es, sich mit den vorhandenen Verhältnissen abzufinden. Das also ist es. Man muss sich mit den vorhandenen Verhältnissen abfinden. Gegen die vorhandenen Verhältnisse ist nichts zu machen. Aber was machen die vorhandenen Verhältnisse mit einem? Das Verfahren schreitet unaufhaltsam voran. Alles steht bereits in diesem Roman. Josef K wird hingerichtet wie ein Hund. Es war, als sollte die Scham ihn überleben. p.156 Ich verbleibe erschüttert, mitfühlend, überwältigt.

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Auf den Spuren der deutschen Malerin Charlotte Foenkinos

gst aus Pirna am 11.04.2021

Bewertungsnummer: 1476466

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich liebe Biografien. Doch dies ist keine Biografie. Dies ist ein biografischer Roman. Über das Leben einer deutschen Malerin. Sie war mir bisher unbekannt. Das Buch hat mich mitgenommen in Charlotte Salomons Leben. Sie wurde am 16. April 1917 geboren. Viele Schicksalsschläge erschwerten ihr das Leben. Mit 26 Jahren wurde sie schwanger ermordet. Was Autor David Foenkinos geschrieben hat, hat mich umgehauen. Es gäbe Zitate ohne Ende. Doch ich weiß nicht, wo ich anfangen sollte. Das muss jeder Interessent selbst erleben. Es beginnt schon mit dem Layout. Jeder Satz benötigt eine Zeile. Nicht mehr und nicht weniger. Und jede Aussage sitzt! Jede Zeile zieht den Leser tiefer ins Buch. Dabei ist es kein Buch zum „Wegschlürfen“. Es ist so intensiv, dass Pausen durchaus sinnvoll sind. Um das Gelesene zu verdauen. Um das Buch nicht zu schnell zu beenden. Sondern sich am Text zu berauschen. Der Roman geht tief unter die Haut. Er trieb mir Tränen in die Augen. Er verursachte mir Gänsehaut. Er zog mich immer tiefer in das Leben dieser Ausnahmekünstlerin. Sie hat sich in mein Herz geschlichen. Ebenso wie in das Herz des Autors. Foenkinos stammt aus Frankreich, dem Land, wo sie zuletzt lebte. Er hat sich auf ihren Wegen umgesehen. Er kennt ihren Bilderzyklus „Das ist mein ganzes Leben“. Ebenso die Orte, an denen sie gelebt hat. Dieses Buch werde ich so schnell nicht vergessen. 1940 hat Charlotte ein Selbstporträt gemalt. Ein Ausschnitt prangt auf dem Cover. So wurde das Buch innen und außen ein Kunstwerk. Wenn es ginge, würde ich ihm gerne 10 Sterne geben. Ein Ehrenplatz in meinem Bücherregal ist ihm sicher. Ich wünsche dem bereits 2014 herausgekommenen Werk viele Leser! @gst
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Auf den Spuren der deutschen Malerin Charlotte Foenkinos

gst aus Pirna am 11.04.2021
Bewertungsnummer: 1476466
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich liebe Biografien. Doch dies ist keine Biografie. Dies ist ein biografischer Roman. Über das Leben einer deutschen Malerin. Sie war mir bisher unbekannt. Das Buch hat mich mitgenommen in Charlotte Salomons Leben. Sie wurde am 16. April 1917 geboren. Viele Schicksalsschläge erschwerten ihr das Leben. Mit 26 Jahren wurde sie schwanger ermordet. Was Autor David Foenkinos geschrieben hat, hat mich umgehauen. Es gäbe Zitate ohne Ende. Doch ich weiß nicht, wo ich anfangen sollte. Das muss jeder Interessent selbst erleben. Es beginnt schon mit dem Layout. Jeder Satz benötigt eine Zeile. Nicht mehr und nicht weniger. Und jede Aussage sitzt! Jede Zeile zieht den Leser tiefer ins Buch. Dabei ist es kein Buch zum „Wegschlürfen“. Es ist so intensiv, dass Pausen durchaus sinnvoll sind. Um das Gelesene zu verdauen. Um das Buch nicht zu schnell zu beenden. Sondern sich am Text zu berauschen. Der Roman geht tief unter die Haut. Er trieb mir Tränen in die Augen. Er verursachte mir Gänsehaut. Er zog mich immer tiefer in das Leben dieser Ausnahmekünstlerin. Sie hat sich in mein Herz geschlichen. Ebenso wie in das Herz des Autors. Foenkinos stammt aus Frankreich, dem Land, wo sie zuletzt lebte. Er hat sich auf ihren Wegen umgesehen. Er kennt ihren Bilderzyklus „Das ist mein ganzes Leben“. Ebenso die Orte, an denen sie gelebt hat. Dieses Buch werde ich so schnell nicht vergessen. 1940 hat Charlotte ein Selbstporträt gemalt. Ein Ausschnitt prangt auf dem Cover. So wurde das Buch innen und außen ein Kunstwerk. Wenn es ginge, würde ich ihm gerne 10 Sterne geben. Ein Ehrenplatz in meinem Bücherregal ist ihm sicher. Ich wünsche dem bereits 2014 herausgekommenen Werk viele Leser! @gst

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Christel Cader

Thalia Bonn

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5/5

Wer ist Charlotte Salome?

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mir war die Künstlerin nicht bekannt. Wir kennen Kandinsky Paula Moderson Becker, Marc Chagall usw. Die Künstler, deren Bilder als entartete Kunst vom Nazi Regime diffamiert und vernichtet wurden. Was wäre aus Charlotte geworden, wenn die Nazis sie nicht mit ihren 26 Jahren ermordet hätten? Bevor David Foenikos seine literarische Annäherung begann, ging er auf Spurensuche. Die Recherchen lässt der Autor offensichtlich in den Roman einfließen. Ihm gelingt auf besondere Weise Charlottes Spuren, die ihr kurzes Leben hinterlassen hat, sichtbar zu machen. Charlotte Salomes Werk und Leben erfährt durch diesen wunderbaren Roman endlich Aufmerksamkeit und Wertschätzung.
5/5

Wer ist Charlotte Salome?

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mir war die Künstlerin nicht bekannt. Wir kennen Kandinsky Paula Moderson Becker, Marc Chagall usw. Die Künstler, deren Bilder als entartete Kunst vom Nazi Regime diffamiert und vernichtet wurden. Was wäre aus Charlotte geworden, wenn die Nazis sie nicht mit ihren 26 Jahren ermordet hätten? Bevor David Foenikos seine literarische Annäherung begann, ging er auf Spurensuche. Die Recherchen lässt der Autor offensichtlich in den Roman einfließen. Ihm gelingt auf besondere Weise Charlottes Spuren, die ihr kurzes Leben hinterlassen hat, sichtbar zu machen. Charlotte Salomes Werk und Leben erfährt durch diesen wunderbaren Roman endlich Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

Christel Cader
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Stephanie Bilke

Thalia Poertgen-Herder

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5/5

"Das ist mein ganzes Leben."

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Charlotte" ist ein biografischer Roman über die junge Malerin Charlotte Salomon, die mit nur 26 Jahren im KZ Auschwitz ermordet wurde. Er basiert auf der Grundlage ihres autobiografischen Werkes "Leben? Oder Theater?". Die ungewöhnliche Form, der notizhafte Stil diesen Roman zu schreiben ist vom Autor bewusst gewählt und könnte meiner Meinung nach nicht passender sein. 2014 ist "Charlotte" mit dem Prix Goncourt des lycéens, dessen Jury aus rund 2000 Schülern zwischen 15 und 18 Jahren besteht, ausgezeichnet worden.
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"Das ist mein ganzes Leben."

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Charlotte" ist ein biografischer Roman über die junge Malerin Charlotte Salomon, die mit nur 26 Jahren im KZ Auschwitz ermordet wurde. Er basiert auf der Grundlage ihres autobiografischen Werkes "Leben? Oder Theater?". Die ungewöhnliche Form, der notizhafte Stil diesen Roman zu schreiben ist vom Autor bewusst gewählt und könnte meiner Meinung nach nicht passender sein. 2014 ist "Charlotte" mit dem Prix Goncourt des lycéens, dessen Jury aus rund 2000 Schülern zwischen 15 und 18 Jahren besteht, ausgezeichnet worden.

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