Charlotte

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

40222

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

31.08.2015

Beschreibung

Rezension

»David Foenkinos riskiert alles und schafft ein großartiges literarisches Monument für die Malerin Charlotte Salomon.«

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Verkaufsrang

40222

Erscheinungsdatum

31.08.2015

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

2614 KB

Übersetzer

Christian Kolb

Sprache

Deutsch

EAN

9783641172527

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Mitreissend, lesenswert, stilistisch anspruchsvoll

Bewertung aus Fislisbach am 12.08.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Da ist einem meiner Lieblingsautoren ein grosser Wurf gelungen. David Foenkinos hat seinen Roman dem kurzen Leben der deutschen Malerin Charlotte Salomon gewidmet. In eine Familie geboren, in der der Suizid grassiert, in eine Epoche geboren, in der die Nazis wüten, solche Voraussetzungen sind für die Jüdin äusserst schwierig zu meistern. Die Widmung von KAFKA: "Derjenige, der mit dem Leben nicht lebendig fertig wird, braucht die eine Hand, um die Verzweiflung über sein Schicksal ein wenig abzuwehren...". Sie begleitet das Buch wie ein Menetekel. Als talentierte Malerin bekommt sie nur dank eines Gönners einen Platz an der Kunstakademie, ihren Preis darf sie nicht entgegennehmen. Den doppelt so alten Gesangslehrer ihrer Stiefmutter liebt sie mit ganzem Herzen, wird aber auch mit ihm nicht glücklich. In Südfrankreich erfährt sie schliesslich von der Grossmutter die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter. Als einziger Ausweg bleibt ihr die Flucht ins kreative Malen. Ihre Gouachen übergibt sie ihrem Arzt mit den Worten: "C'est toute ma vie." Dank Foenkinos habe ich das Werk dieser Gehetzten "Leben? oder Theater?" entdeckt, ein als Singspiele gedachtes Lebenswerk. Die Erzählweise ist sehr gewohnungsbedürftig und verlangt Konzentration: Jeder Satz beginnt auf einer neuen Zeile: Dadurch entsteht ein völlig ungewohnter Rhythmus, gekonntes Abbild eines Lebens zwischen Wahnsinn und Verzweiflung. Der Autor begründet seinen Stil mit einem Schreibstau: "Es ging einfach nicht weiter. Es war körperlich beklemmend. Ich verspürte ständig das Verlangen, eine neue Zeile zu beginnen, um durchatmen zu können." p.74 Die Einbettung Kafkas schliesst mit dem Vergleich des Verhaltens ihres zweiten Mannes und Josef K aus "Der Prozess": Genau wie Albert leistet er keinerlei Widerstand. Das einzig Richtige sei es, sich mit den vorhandenen Verhältnissen abzufinden. Das also ist es. Man muss sich mit den vorhandenen Verhältnissen abfinden. Gegen die vorhandenen Verhältnisse ist nichts zu machen. Aber was machen die vorhandenen Verhältnisse mit einem? Das Verfahren schreitet unaufhaltsam voran. Alles steht bereits in diesem Roman. Josef K wird hingerichtet wie ein Hund. Es war, als sollte die Scham ihn überleben. p.156 Ich verbleibe erschüttert, mitfühlend, überwältigt.

Mitreissend, lesenswert, stilistisch anspruchsvoll

Bewertung aus Fislisbach am 12.08.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Da ist einem meiner Lieblingsautoren ein grosser Wurf gelungen. David Foenkinos hat seinen Roman dem kurzen Leben der deutschen Malerin Charlotte Salomon gewidmet. In eine Familie geboren, in der der Suizid grassiert, in eine Epoche geboren, in der die Nazis wüten, solche Voraussetzungen sind für die Jüdin äusserst schwierig zu meistern. Die Widmung von KAFKA: "Derjenige, der mit dem Leben nicht lebendig fertig wird, braucht die eine Hand, um die Verzweiflung über sein Schicksal ein wenig abzuwehren...". Sie begleitet das Buch wie ein Menetekel. Als talentierte Malerin bekommt sie nur dank eines Gönners einen Platz an der Kunstakademie, ihren Preis darf sie nicht entgegennehmen. Den doppelt so alten Gesangslehrer ihrer Stiefmutter liebt sie mit ganzem Herzen, wird aber auch mit ihm nicht glücklich. In Südfrankreich erfährt sie schliesslich von der Grossmutter die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter. Als einziger Ausweg bleibt ihr die Flucht ins kreative Malen. Ihre Gouachen übergibt sie ihrem Arzt mit den Worten: "C'est toute ma vie." Dank Foenkinos habe ich das Werk dieser Gehetzten "Leben? oder Theater?" entdeckt, ein als Singspiele gedachtes Lebenswerk. Die Erzählweise ist sehr gewohnungsbedürftig und verlangt Konzentration: Jeder Satz beginnt auf einer neuen Zeile: Dadurch entsteht ein völlig ungewohnter Rhythmus, gekonntes Abbild eines Lebens zwischen Wahnsinn und Verzweiflung. Der Autor begründet seinen Stil mit einem Schreibstau: "Es ging einfach nicht weiter. Es war körperlich beklemmend. Ich verspürte ständig das Verlangen, eine neue Zeile zu beginnen, um durchatmen zu können." p.74 Die Einbettung Kafkas schliesst mit dem Vergleich des Verhaltens ihres zweiten Mannes und Josef K aus "Der Prozess": Genau wie Albert leistet er keinerlei Widerstand. Das einzig Richtige sei es, sich mit den vorhandenen Verhältnissen abzufinden. Das also ist es. Man muss sich mit den vorhandenen Verhältnissen abfinden. Gegen die vorhandenen Verhältnisse ist nichts zu machen. Aber was machen die vorhandenen Verhältnisse mit einem? Das Verfahren schreitet unaufhaltsam voran. Alles steht bereits in diesem Roman. Josef K wird hingerichtet wie ein Hund. Es war, als sollte die Scham ihn überleben. p.156 Ich verbleibe erschüttert, mitfühlend, überwältigt.

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Die Kölnerin aus Palmersheim am 10.02.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine sehr bewegende Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Lehrreich, unterhaltsam und auch spannend. Der Franzose David Foenkinos hat den Dreh für gute Bücher einfach raus. Klare Leseempfehlung!

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Die Kölnerin aus Palmersheim am 10.02.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine sehr bewegende Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Lehrreich, unterhaltsam und auch spannend. Der Franzose David Foenkinos hat den Dreh für gute Bücher einfach raus. Klare Leseempfehlung!

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Ein sehr besonderer Roman

Bewertet: eBook (ePUB)

Jeder Satz in einzelnen Zeilen geschrieben, gibt einen beeindrucken Einblick in die Zeit der Judenverfolgung. Dargestellt wird das Leben der Malerin Charlotte Salomon. Krisen, Depressionen, Selbstmorde in der Familie lassen sie ihr Leben wie eine Besessene malen. Diese Bildersammlung geht bis heute durch Museen und Theater. Ein Roman, der besondere Beachtung verdient!
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Ein sehr besonderer Roman

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Jeder Satz in einzelnen Zeilen geschrieben, gibt einen beeindrucken Einblick in die Zeit der Judenverfolgung. Dargestellt wird das Leben der Malerin Charlotte Salomon. Krisen, Depressionen, Selbstmorde in der Familie lassen sie ihr Leben wie eine Besessene malen. Diese Bildersammlung geht bis heute durch Museen und Theater. Ein Roman, der besondere Beachtung verdient!

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Wer ist Charlotte Salome?

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mir war die Künstlerin nicht bekannt. Wir kennen Kandinsky Paula Moderson Becker, Marc Chagall usw. Die Künstler, deren Bilder als entartete Kunst vom Nazi Regime diffamiert und vernichtet wurden. Was wäre aus Charlotte geworden, wenn die Nazis sie nicht mit ihren 26 Jahren ermordet hätten? Bevor David Foenikos seine literarische Annäherung begann, ging er auf Spurensuche. Die Recherchen lässt der Autor offensichtlich in den Roman einfließen. Ihm gelingt auf besondere Weise Charlottes Spuren, die ihr kurzes Leben hinterlassen hat, sichtbar zu machen. Charlotte Salomes Werk und Leben erfährt durch diesen wunderbaren Roman endlich Aufmerksamkeit und Wertschätzung.
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Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mir war die Künstlerin nicht bekannt. Wir kennen Kandinsky Paula Moderson Becker, Marc Chagall usw. Die Künstler, deren Bilder als entartete Kunst vom Nazi Regime diffamiert und vernichtet wurden. Was wäre aus Charlotte geworden, wenn die Nazis sie nicht mit ihren 26 Jahren ermordet hätten? Bevor David Foenikos seine literarische Annäherung begann, ging er auf Spurensuche. Die Recherchen lässt der Autor offensichtlich in den Roman einfließen. Ihm gelingt auf besondere Weise Charlottes Spuren, die ihr kurzes Leben hinterlassen hat, sichtbar zu machen. Charlotte Salomes Werk und Leben erfährt durch diesen wunderbaren Roman endlich Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

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