Der Dieb
detebe Band 24376

Der Dieb

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Beschreibung

Er betreibt sein Metier in den belebten Straßen Tokios und den überfüllten Wagen der U-Bahn. Er stiehlt mit kunstvollen, fließenden Bewegungen. Der Diebstahl ist der Kick in seinem Leben, das Gefühl, seinem Schicksal zu entrinnen – für den Moment. Doch seine dunkle Vergangenheit holt ihn wieder ein. Ein grandioser Thriller und eine dunkle, abgründige Geschichte über Schicksal und Einsamkeit. Fuminori Nakamura, geboren 1977 in Tokai, studierte Öffentliche Verwaltung und Staatsverwaltung an der Universität Fukushima. 2002 erschien sein Debüt ›Ju‹ (›Der Revolver‹). Inzwischen hat er in Japan über ein Dutzend Romane veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Fuminori Nakamura lebt in Tokio.

Details

  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    18.01.2017

  • Verlag Diogenes
  • Seitenzahl

    224

  • Maße (L/B/H)

    18/11,3/1,5 cm

  • Gewicht

    195 g

Beschreibung

Details

  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    18.01.2017

  • Verlag Diogenes
  • Seitenzahl

    224

  • Maße (L/B/H)

    18/11,3/1,5 cm

  • Gewicht

    195 g

  • Auflage

    6. Auflage

  • Originaltitel Suri
  • Übersetzer

    Thomas Eggenberg

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-257-24376-5

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4/5

Aus dem Leben eines Diebes, oder: Der Schicksalsmacher

Julian E. am 08.07.2020

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Leser begleitet den Ich-Erzähler bei zahlreichen Taschendiebstählen in Tokio. Am Anfang des Buches werden mehrere zusammenhanglose Diebstähle geschildert. Dem Autor gelingt es dadurch, eine bestimmte Atmosphäre zu kreieren. Man fühlt sich nah dabei, fast als könne man den Dieb bei seiner „Arbeit“ beobachten. Diese Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch. Keineswegs bleibt es aber bei der Schilderung zusammenhangloser Diebstähle. Vielmehr lernt der Dieb einen fremden Jungen kennen, der von seiner Mutter zum Diebstahl von Lebensmitteln genötigt wird. Der Dieb erfährt, dass der neue Partner der Mutter den kleinen Jungen schlägt. Er möchte dem Jungen helfen und setzt dazu nicht nur Zeit und (viel) Geld, sondern auch sein Leben ein. Parallel gerät der Dieb nämlich in die Fänge eines japanischen Verbrecher-Bandenchefs, der drei schier unmöglich auszuführende „Aufträge“ für den Dieb hat. Dass der Dieb scheitert, hatte der Bandenchef wohl eingeplant. Nachdem er sie trotzdem weisungsgemäß erledigen konnte, muss der Dieb einen hohen Preis bezahlen. Der Bandenchef, der sich als Schicksalsmacher sieht, möchte von seinem „Plan“ nämlich nicht abweichen... Ein außergewöhnlicher Roman über eine besondere Lebenssituation mit greifbar skizzierten Charakteren. Kurzweiliger Schreibstil und schöne Mischung aus spannender Handlung sowie Situations- und Charakterschilderung.

4/5

Aus dem Leben eines Diebes, oder: Der Schicksalsmacher

Julian E. am 08.07.2020
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Leser begleitet den Ich-Erzähler bei zahlreichen Taschendiebstählen in Tokio. Am Anfang des Buches werden mehrere zusammenhanglose Diebstähle geschildert. Dem Autor gelingt es dadurch, eine bestimmte Atmosphäre zu kreieren. Man fühlt sich nah dabei, fast als könne man den Dieb bei seiner „Arbeit“ beobachten. Diese Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch. Keineswegs bleibt es aber bei der Schilderung zusammenhangloser Diebstähle. Vielmehr lernt der Dieb einen fremden Jungen kennen, der von seiner Mutter zum Diebstahl von Lebensmitteln genötigt wird. Der Dieb erfährt, dass der neue Partner der Mutter den kleinen Jungen schlägt. Er möchte dem Jungen helfen und setzt dazu nicht nur Zeit und (viel) Geld, sondern auch sein Leben ein. Parallel gerät der Dieb nämlich in die Fänge eines japanischen Verbrecher-Bandenchefs, der drei schier unmöglich auszuführende „Aufträge“ für den Dieb hat. Dass der Dieb scheitert, hatte der Bandenchef wohl eingeplant. Nachdem er sie trotzdem weisungsgemäß erledigen konnte, muss der Dieb einen hohen Preis bezahlen. Der Bandenchef, der sich als Schicksalsmacher sieht, möchte von seinem „Plan“ nämlich nicht abweichen... Ein außergewöhnlicher Roman über eine besondere Lebenssituation mit greifbar skizzierten Charakteren. Kurzweiliger Schreibstil und schöne Mischung aus spannender Handlung sowie Situations- und Charakterschilderung.

3/5

Eine nette Darstellung eines modernen Meisterdiebes in der Anonymität Tokios

Birkatpet aus Wesseling am 23.04.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Wenn ich die Wahl hatte, entschied ich mich stets für die Veränderung, das heißt für den Weg, der mich von der Welt entfernte." Wir begleiten Nishimura, einen Taschendieb in der Großstadt Tokio. Er ist ein einsamer junger Mann ohne Familie, ohne Kinder, ohne Freunde. Seine Motivation, seine Wünsche, seine Ziele werden nicht klar. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt, er erzählt aus seinem Leben. Tokio ist nahezu ein Paradies für Taschendiebe wie ihn, jedoch ist Geld für ihn nicht wichtig, er lebt in einem billigen, Appartement, vielmehr haust er dort und auch sonst geht er keinem Vergnügen nach. Einzig Dosenkaffee und Zigaretten scheinen seine Laster. "Während ich spürte, wie meine Körpertemperatur weiter anstieg, beobachtete ich aus dem Augenwinkel die Umgebung. Das elektrisierende Gefühl beim Berühren des verbotenen Objekts, die Benommenheit nach dem Eindringen in die Privatsphäre einer fremden Person waren noch immer da. Kleine Schweißperlen rannen mir den Nacken runter." Auch über die Gefühlswelt von Nishimura außerhalb seines "Jobs", der jedoch der einzige Lebensinhalt zu sein scheint, erfährt der Leser nicht sehr viel. Trostlosigkeit, Aussichtslosigkeit, Stillstand, wirklich tut sich zunächst nichts....doch irgendwann zieht der Autor "das Böse" aus dem Hut und die Geschichte nimmt etwas an Fahrt auf, zeitgleich lernt Nishimura im Supermarkt einen kleinen Jungen kennen, den er beim Stehlen beobachtet und sich selber als kleiner Junge in ihm wiedersieht. Das Böse ist in dem Fall die "Yakuza", die japanische Mafia und seine Vergangenheit holt ihn ein. Ich war während des Lesens unterhalten, Anspruch war kaum da, ich empfand die Geschichte ziemlich deprimierend, kurzweilig. Beschäftigt hat er mich nicht, hängenbleiben wird wohl auch nichts und ich vermute ich werde ein weiteres Buch des Autors nicht lesen. Eine nette Darstellung eines modernen Meisterdiebes in der Anonymität einer Großstadt.

3/5

Eine nette Darstellung eines modernen Meisterdiebes in der Anonymität Tokios

Birkatpet aus Wesseling am 23.04.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Wenn ich die Wahl hatte, entschied ich mich stets für die Veränderung, das heißt für den Weg, der mich von der Welt entfernte." Wir begleiten Nishimura, einen Taschendieb in der Großstadt Tokio. Er ist ein einsamer junger Mann ohne Familie, ohne Kinder, ohne Freunde. Seine Motivation, seine Wünsche, seine Ziele werden nicht klar. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt, er erzählt aus seinem Leben. Tokio ist nahezu ein Paradies für Taschendiebe wie ihn, jedoch ist Geld für ihn nicht wichtig, er lebt in einem billigen, Appartement, vielmehr haust er dort und auch sonst geht er keinem Vergnügen nach. Einzig Dosenkaffee und Zigaretten scheinen seine Laster. "Während ich spürte, wie meine Körpertemperatur weiter anstieg, beobachtete ich aus dem Augenwinkel die Umgebung. Das elektrisierende Gefühl beim Berühren des verbotenen Objekts, die Benommenheit nach dem Eindringen in die Privatsphäre einer fremden Person waren noch immer da. Kleine Schweißperlen rannen mir den Nacken runter." Auch über die Gefühlswelt von Nishimura außerhalb seines "Jobs", der jedoch der einzige Lebensinhalt zu sein scheint, erfährt der Leser nicht sehr viel. Trostlosigkeit, Aussichtslosigkeit, Stillstand, wirklich tut sich zunächst nichts....doch irgendwann zieht der Autor "das Böse" aus dem Hut und die Geschichte nimmt etwas an Fahrt auf, zeitgleich lernt Nishimura im Supermarkt einen kleinen Jungen kennen, den er beim Stehlen beobachtet und sich selber als kleiner Junge in ihm wiedersieht. Das Böse ist in dem Fall die "Yakuza", die japanische Mafia und seine Vergangenheit holt ihn ein. Ich war während des Lesens unterhalten, Anspruch war kaum da, ich empfand die Geschichte ziemlich deprimierend, kurzweilig. Beschäftigt hat er mich nicht, hängenbleiben wird wohl auch nichts und ich vermute ich werde ein weiteres Buch des Autors nicht lesen. Eine nette Darstellung eines modernen Meisterdiebes in der Anonymität einer Großstadt.

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Überlebenskampf für Kleinkriminelle

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Buch, welches beinahe zweigeteilt wirkt: Zu Beginn bekommt man wunderbar fesselnde Beschreibungen der alltäglichen "Arbeit" eines Taschendiebs, die fesseln und auch beim unbescholtenen Otto Normalverbraucher Jagdfieber und kribbelnde Finger auslösen. Der zweite Teil wird deutlich düsterer und führt bringt sowohl uns Leser als auch den Protagonisten immer tiefer in die japanische Unterwelt, inklusive eines dramatischen Finales! Ein wirklich unterhaltsames Buch, dessen Herzstück definitiv die Szenen sind, in denen der titelgebende Dieb sein Handwerk ausübt. Leider fällt mir persönlich die zweite Hälfte der Geschichte etwas zu deprimierend aus.
4/5

Überlebenskampf für Kleinkriminelle

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Buch, welches beinahe zweigeteilt wirkt: Zu Beginn bekommt man wunderbar fesselnde Beschreibungen der alltäglichen "Arbeit" eines Taschendiebs, die fesseln und auch beim unbescholtenen Otto Normalverbraucher Jagdfieber und kribbelnde Finger auslösen. Der zweite Teil wird deutlich düsterer und führt bringt sowohl uns Leser als auch den Protagonisten immer tiefer in die japanische Unterwelt, inklusive eines dramatischen Finales! Ein wirklich unterhaltsames Buch, dessen Herzstück definitiv die Szenen sind, in denen der titelgebende Dieb sein Handwerk ausübt. Leider fällt mir persönlich die zweite Hälfte der Geschichte etwas zu deprimierend aus.

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