Als im Mercy-West Haven Hospital in Connecticut ein Neugeborenes nach einem Routineeingriff stirbt, scheint schnell klar zu sein, wer daran schuld ist: Ruth Jefferson, die dunkelhäutige Säuglingsschwester, der untersagt war, das Baby anzufassen. Und nicht nur Turk Bauer, der rassistische Vater des Kindes, hält Ruth für verantwortlich … Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren in dem Ruth zum Glück auf die Hilfe der engagierten Pflichtverteidigerin Kennedy McQuarrie zählen kann. Eine berührende Geschichte, die vor allem eines offenbart: den alltäglichen Rassismus, der in unserer modernen westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
KittyCatina
5/5
19.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Packendes Drama über Rassismus in den USA
Ich muss zugeben, mit diesem Roman habe ich mal wieder einen dieser gelesen, bei denen es mir schwerfällt, die richtigen Worte zu finden, weil er mich so sehr beeindruckt und gleichzeitig viel zum Nachdenken geboten hat.
Dabei geht es in diesem Buch im Vordergrund um echten Rassismus und welche Nachteile schwarze Menschen zum Teil noch immer aufgrund ihrer Hautfarbe in Amerika haben. Dieses Thema hat die Autorin mit der Geschichte rund um Ruth und den Tod des Neugeborenen Davis Bauer auch wirklich gut umgesetzt, wobei sie viel Raum gibt, um sich seine eigenen Gedanken darüber zu machen. Gerade auch weil die Geschichte wahnsinnig emotional ist, gleichzeitig mit Turk Bauer aber auch einen Vater zeigt, der von seinem Hass zerfressen ist, mag man vielleicht dazu neigen, die ganze Sache einseitig zu betrachten, doch da man die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt bekommt, fiel es zumindest mir doch recht schwer, sie nur aus einem Blickwinkel zu betrachten. So bekommt man hier natürlich Ruths Sicht beschrieben, die aufgrund ihrer Hautfarbe Opfer von Turks Suche nach einem Schuldigen wird. Aber auch Turks Sicht bekommt man geboten und diese zeigt, wie er überhaupt so geworden ist, wie er ist. Und dann ist da noch die Perspektive von Ruths Anwältin Kennedy, die versucht, sie zu verstehen, aber gleichzeitig auch, ihren ersten Mordfall zu gewinnen.
All diese Charaktere und auch so manch anderen lernt man in diesem Roman zu lieben oder zumindest zu verstehen, vielleicht auch zu hassen. Doch ich finde, sie machen alle eine große Entwicklung im Laufe der Ereignisse zwischen dem Tod des kleinen Davis bis zum Ende des Verfahrens gegen Ruth durch, wobei ich natürlich am meisten mit Ruth mitgefiebert habe, da sie wirklich unschuldig ist und ich die Ungerechtigkeit, die ihr geschieht, absolut nicht ertragen konnte. Aber auch für Turk habe ich gehofft, konnte mit seiner Frau Brittany absolut mitfühlen und Kennedy fand ich super sympathisch.
Alles in allem fand ich diesen Roman wahnsinnig emotional, auf verschiedene Arten. Ich habe mit Ruth gehofft, habe Turk teilweise gehasst, teilweise aber auch bemitleidet. Ich habe viel über Rassismus gelernt, vor allem darüber, wie richtiger Rassismus aussieht, muss aber auch sagen, dass Vorurteile in alle Richtungen nicht gut sind. Letztendlich bin ich aber absolut zufrieden, wie die Geschichte ausgegangen ist und dass jeder genau das Ende bekommen hat, welches gut für ihn, beziehungsweise die Geschichte, war.
Bewertung
5/5
10.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Exzellent!
Mit dem 1. Satz dieses Buches konnte ich es kaum mehr aus den Händen legen! Ich wüsste nicht, wann ich zuletzt so ein gutes Buch gelesen habe. Das Thema, der Schreibstil, die Abwechslung, die Spannung, die Vielseitigkeit....unübertrefflich!!
Die Autorin beschäftigt sich hier sehr kritisch mit dem Thema Rassismus und das gelingt ihr durch die tragische Geschichte der Säuglingsschwester Ruth überaus gut. Richtig gut gefiel mir dabei, dass immer abwechselnd aus Sicht von Ruth, ihrer Anwältin Kennedy und dem Rechtsextremisten Turk erzählt wird, das hat mich sehr positiv überrascht! Man kann auch nicht behaupten, dass die weitere Handlung vorhersehbar wäre, ganz im Gegenteil, es fesselte und überraschte mich bis zum letzten Satz!
Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht schreiben, ich möchte dieses Buch einfach jedem empfehlen, der gern anspruchsvolle und kritische Literatur liest. Ich würde am Liebsten 10 Sterne dafür vergeben, Jodi Picoult hat sich definitiv in mein Herz geschrieben!
Bewertung
aus Kerpen
5/5
28.12.2020
eBook (ePUB)
Grossartiger Roman
Eine zu berührende Geschichte, die auch dem Leser aufzeigt, wie schwierig und komplex das Thema Rassismus ist. Das Buch macht einen nachdenklich.
Bewertung
5/5
20.11.2020
eBook (ePUB)
Ein Buch über Rassismus, welches zum Nachdenken anregt!
Kleine große Schritte ist eine bewegende, spannende und aufwühlende Geschichte über ein noch immer aktuelles Thema. Dieses Buch hat mich nachdenklich zurück gelassen und wird mich wohl noch einige Zeit beschäftigen.
Bewertung
aus Basel
5/5
15.01.2020
Buch (Taschenbuch)
Fantastisch!
Wie alle Bücher der Autorin: man kommt nicht ums Nachdenken herum... wie würde ich entscheiden oder handeln? Es gibt nicht DIE Lösung... das macht ihre Bücher aus!
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5/5
20.06.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein Roman, den die Welt nötig hat!
Jodi Picoult ist eine Autorin, die sich immer wieder mit Themen, Fakten und Tatsachen auseinandersetzt, die unbequem sind, über die wir es vermeiden, zu reden und tot schweigen. Picoult jedoch schweigt nicht. Sie recherchiert akribisch und liefert uns Einblicke in Lebenssituationen, die uns fremd oder unangenehm sind. Dies gelingt ihr mit einer Gabe an Einfühlsamkeit, die seinesgleichen sucht. Obwohl "Kleine große Schritte" bereits 2017 den Buchmarkt erobert hat, büßt der Roman angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und ethnisch-politischen Situation nichts an Brisanz ein.
Mit Ruth Jefferson lernen wir eine farbige Säuglings-Krankenschwester aus Connecticut kennen, der von einem offenkundig rassistischen Ehepaar untersagt wird, sich medizinisch um ihren neugeborenen Sohn Davis zu kümmern. Durch einen personellen Engpass auf der Säuglingsstation gerät Ruth in eine moralische Konfliktsituation. Davis hat Atemnot und läuft blau an, ihr ist von der Klinikleitung jedoch jeglicher medizinischer Kontakt zu Davis strengstens untersagt. Helfen oder nicht helfen? Als Davis an den Folgen eines Herzstillstandes stirbt, wird Ruth von dessen Eltern des Mordes angeklagt. Wo bleibt hier die Gerechtigkeit?
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5/5
11.02.2020
Buch (Taschenbuch)
Gewissensfrage unter extremen Bedingungen
Jodi Picoult nannte es beim Erscheinen selbst ihr wichtigstes Buch, und tatsächlich ist ihr ein Roman gelungen, der bewegt, mitreißt und zum Nachdenken anregt über den unterschwelligen Rassismus im Alltag. Drei Perspektiven. Drei vollkommen unterschiedliche Blickwinkel. Und eine Autorin, die ihre Hausaufgaben gemacht hat und es schafft, jeden davon äußerst glaubwürdig darzustellen.
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3/5
01.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Diesmal nur drei Sterne!
Ein rassistischer Vater verbietet der farbigen Kinderschwester sein Neugeborenes anzufassen.
Thema: Super!! Treue Fans übersehen sicher gerne die Längen, die sich eingeschlichen haben!
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