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Ida

47

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.07.2018

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

21,2/13,7/4,3 cm

Gewicht

591 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00093-6

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Katharina Adler hat Freuds Patientin das Leben nach ihrer abgebrochenen Psychoanalyse zurückgegeben ... Sie beschreibt – in einer einfachen und schönen Sprache, erzähltechnisch gediegen, menschlich berührend – ein Mädchen, dessen Trauma nicht vernarben kann ... Freud und Adler parallel zu lesen bietet die einmalige Möglichkeit, den Unterschied zweier Aggregatszustände des Literarischen auf beiderseits hohem Niveau zu studieren. ("taz")
Vielleicht brauchte es Abstand, den räumlichen und den zeitlichen von drei Generationen, um das Leben Ida Bauers in den Blick zu nehmen. Vielleicht brauchte es auch die Neugier einer weiblichen Verwandten, um sich für die Stimmlosigkeit der jungen Frau zu interessieren. Der Roman 'Ida' jedenfalls schließt eine Lücke – nicht nur in der Familie der Schriftstellerin. Wo steht geschrieben, dass Sigmund Freud das letzte Wort haben muss? ("Der Spiegel")
Aus Literatur wiederum Literatur zu machen ist eine große Kunst. Und die junge Autorin Katharina Adler schafft genau das. Ihre Urgroßmutter ist als Patientin von Sigmund Freud weltberühmt geworden. Als 'Der Fall Dora' beschreibt Freud sie in seinen Hysterie-Studien, eine junge Frau, die wegen Stimmverlust, Weltverlust, schlechten Benehmens in seine Behandlung kommt. Und sie zum Ärger des großen Meisters eigenständig abbricht ... Die sturköpfige Heldin ist schwer auszuhalten, aber am Ende des Buches leicht zu lieben. Hier ist ein zarter, kluger Debütroman, der satt ist an Geschichte und Geschichten. ("MDR Kultur")
Katharina Adler geht es nicht um die Methode von Sigmund Freud. Sie erzählt einfach eine - sehr schöne - Geschichte. ("La Repubblica")
Ein kunstvoller Roman. ("Zeit Online")
Ein außergewöhnliches und fesselndes Debüt, das eine zweite Lektüre unbedingt wert ist. ("SWR 2 "Lesenswert"")
Berührend sind die Contenance und Tapferkeit, mit der Ida voranschreitet. Und die Ergiebigkeit des zweiten Blickes. Wenn man weiß, dass diese Frau ihr Leben lang 'das silbrige Klicken einer Uhrkette' im Ohr hatte, der Uhrkette des Doktor Freud …, dann wirken ihre spätere Härte und Selbstgerechtigkeit plötzlich nur noch halb so schlimm. Was ja für alle Menschen gilt, denen man begegnet. Man weiß nie, welcher Hölle sie entkamen. Und manchmal wissen sie es auch selber nicht. ("Berliner Zeitung")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.07.2018

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

21,2/13,7/4,3 cm

Gewicht

591 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00093-6

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Inge Weis

    aus Pirmasens

    5/5

    05.11.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Wogen einer neuen Zeit.

    Was für eine Familiengeschichte. Die Geschichte der Ida Bauer. Man liest fasziniert diese Lebensgeschichte. Ida Adler, geborene Bauer sorgte einst für Furore: Sie ist eine der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts, sie wird von ihrem Vater, einem Lebemann en gros, zu dessen Freund Sigmund Freud geschickt. Dora, das jüdische Mädchen mit der 'petite hystérie', die es wagte, ihre Kur bei Sigmund Freud vorzeitig zu beenden, und ihn, wie er es fasste, "um die Befriedigung brachte, sie weit gründlicher von ihrem Leiden zu befreien. Die Wiener Jüdin war um die Jahrhundertwende eine Hysterie Patientin von Sigmund Freund, der Psychoanalytik-Begründer machte sie als "Fall Dora" weltberühmt. Ihre Urenkelin, die Münchner Autorin Katharina Adler, hat aus Ida Adlers Lebensgeschichte einen spannenden Roman gemacht, der den Bogen von der selbstbewusst-trotzigen 18-Jährigen, die sich sogar Freud widersetzte, bis zur Emigrantin in New York spannt. Für Katharina Adler war die widerständige Patientin lange nicht mehr als eine Familienanekdote, ihre Urgroßmutter, die - nicht unter ihrem wirklichen Namen und auch nicht für eine besondere Leistung - zu Nachruhm kam. Ida, die als der 'Fall Dora' von der Nachwelt mal zum Opfer, mal zur Heldin stilisiert wurde. Nach und nach wuchs in ihr der Wunsch, dieses Bild von Ida zu ergänzen, ihm aber auch etwas entgegenzusetzen. Sie wollte eine Frau zeigen, die man nicht als lebenslängliche Hysterikerin abtun oder pauschal als Heldin instrumentalisieren kann. Doch die Familiengeschichte umfasst weitaus mehr. Wir erfahren einiges über ihre politische Aktivitäten in der österreichischen Sozialdemokratie, aus der Ehe mit dem eher unglücklichen Komponisten Ernst Adler und später über ihr Exil als Jüdin in der neuen Heimat Amerika. Von ihr, von "Ida", handelt dieser mitreißende Roman: die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung. Eine Frau mit vielen Stärken und auch einigen Schwächen, die trotz aller Widrigkeiten bis zuletzt um ein selbstbestimmtes Leben ringt. Mit großem gestalterischem Weitblick und scharfem Auge für jedes Detail erzählt Katharina Adler die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung. Eine Geschichte, in die sich ein halbes Jahrhundert mit seinen Verwerfungen eingeschrieben hat. Ida ist ein Plädoyer für die Wahrheit der Empfindung und die Vielfalt ihrer Versionen. Der Roman eines weitreichenden Lebens, das – mit Freuds Praxistür im Rücken – erst seinen Anfang nahm. Ein beeindruckendes und ganz besonderes Werk, außerdem ist es ein bemerkenswerter Ausschnitt des 20. Jahrhunderts. Es besticht durch die knappe, lakonische Sprache - es ist nie ein Wort zuviel. Ausdrucksvoll geschrieben von der Autorin, entwickelt die Geschichte einen ganz eigenen Sog, dem der Leser sich nicht entziehen kann. Eine spannende und ansprechende Geschichte. Wer interessante Roman-Biografien mag, der ist hier richtig.

  • Bewertung

    aus Königs Wusterhausen

    5/5

    26.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kampf um Selbstbestimmung

    Als Wienerin hat mich die treffende Charakter-Zeichnung von Ida schon auf den ersten Seiten mehrmals zum Schmunzeln gebracht. "Summer Sale im Winter! So ein Schmarren." als Reaktion auf ein unangenehmes Missgeschick in einem Laden entspricht so treffend dem Wiener Charakter, dass ich der Autorin, die nicht aus Wien stammt, ein großes Kompliment für die Recherche und Beobachtungsgabe machen möchte. Katharina Adler zeichnet ein wunderbar treffendes Bild der patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen Anfang des 20. Jahrhunderts, das von starren Regeln auch oder besonders innerhalb der gutbürgerlichen Familien geprägt war. Übermächtige Vaterfiguren sowie das wahren des Scheins nach außen und der nicht gewünschte Zugang zu Emotionen außerhalb der Konvention prägten den Alltag vieler Frauen. Kein Wunder, dass sich viele der unterdrückten Gefühle Ausdruck in Krankheiten jeglicher Art machten. Das Frauen dann schnell als hysterisch abgestempelt wurden, machte ihr Schicksal nicht einfacher. Mitten in dieser Zeit wird auch Ida zu dem aufstrebenden Dr. Freud geschickt um diverse Symptome unter anderem Husten, Atemnot oder Schwierigkeiten beim Gehen zu analysieren und zu behandeln. Die Leidensgeschichte, die Ida schon vor ihrem Aufeinandertreffen mit Dr. Freud unter der Behandlung verschiedener Quacksalber durchläuft wird an einer Stelle kurz angerissen. Diese Stelle ist für mich bezeichnet für Katharina Adlers Schreibstil, kurz, treffend und mit genügend Raum für die Phantasie des Lesers. Der Ton des Buches passt sich der Entwicklung Idas an und hilft, trotz der Zeitsprünge des Buches, an keiner Stelle den Bezug zu den Figuren zu verlieren. Ein sehr berührendes Buch, dass ich wärmstens empfehlen kann!

  • Bewertung

    5/5

    21.08.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Freud's streitbare Patientin

    Bekannt wurde sie als Dora und vielfach beschrieben in Freud's Studien zur Hysterie , jetzt hat ihre Urenkelin Katharina eine Hommage mit einem beeindruckenden Frauenporträt geschaffen , was gleichzeitig eine ganze Epoche beschreibt. Sehr anschaulich und authentisch ist die Kaiserzeit und die Lebenslage der Wiener Juden in der damaligen Zeit beschrieben ! Spannend fand ich auch, wie sperrig und unbequem sie als Patientin für Freud gewesen sein muss, so einige seiner Theorien waren nicht ganz glasklar auf Ida anzuwenden! Für mich in jedem Fall eine der interessantesten Neuerscheinungen in diesem Sommer ...

  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    07.08.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    großes, fesselndes Lesevergnügen

    Aus Wien von den Nazis vertrieben, führt Ida Adlers Flucht in ein bereits besetztes Frankreich. Ihrer jüdischen Herkunft wegen verfolgt und mit dem Tod bedroht, gelangt sie im allerletzten Moment per Schiffspassage nach Amerika. Eine unvorstellbare Strapaze, die Ida an ihre gesundheitlichen Grenzen bringt. Sie ist eine stolze, nicht gerade einfache Person. Mit ihren, meist undiplomatischen Bemerkungen macht sie sich bei ihrer Familie nicht gerade beliebt. Ihre große Ablehnung gilt vor allem ihrer Schwiegertochter. Ida Adler ist als Dora, das jüdische Mädchen mit der "petite hystérie" eine der bekanntesten Patientinnen von Siegmund Freud. Sie ist noch nicht 18 Jahre alt, als sie es wagt, ihre Behandlung bei dem weltberühmten Arzt abzubrechen.

  • Opa53

    5/5

    26.07.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles Buch!

    Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich hatte schon des öfteren vom Fall Dora, Siegmund Freud's bekanntester Patientin gehört, habe mir aber nicht viel darunter vorstellen können. Beim lesen dieses Buches war ich total erschüttert , was Dora, deren richtiger Name eigentlich Ida war, in jungen Jahren erleiden musste. Sie litt unter ständigem Husten und Schwäche, so daß sie von ihrer Familie zu Freud , der ein renommierter Psychiater war, in Behandlung geschickt wurde, da man ihre Erkrankungen nicht ernst nahm, sondern sie als hysterisch bezeichnete. Sie musste lange Leiden durchmachen, bis sie die Behandlung bei Freud abbrach und sich von ihrer Familie trennte. Ich bewundere den Mut und die Stärke dieser Frau, die trotz aller Widrigkeiten ihren Weg ging.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Carola Ludger

    Carola Ludger

    Thalia Lippstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.01.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Weitaus mehr als eine großartige Familiengeschichte

    Katharina Adler erzählt unterhaltsam lebendig aus dem ausgesprochen interessanten und nicht immer einfachen Leben ihrer Urgroßmutter Ida Adler, geborene Bauer. Als junges, oft missverstandes Mädchen wird sie von ihrem Vater, einem Lebemann en gros, zu dessen Freund Sigmund Freud geschickt. Diese, seine berühmte 'Dora' erleidet seelische Pein auf dem Freudschen Therapiesofa und bricht mutig die Behandlung ab. Dieses Lebenskapitel ist ein für den Leser/ die Leserin interessantes und zugleich wohl Schockierendes. Die weiße Weste der Herren hat so einige dunkle Flecken. Doch die Familiengeschichte umfasst weitaus mehr. Wir erfahren einiges über ihre politische Aktivitäten in der österreichischen Sozialdemokratie, aus der Ehe mit dem eher unglücklichen Komponisten Ernst Adler und später über ihr Exil als Jüdin in der neuen Heimat Amerika. Dass die Autorin nicht chronologisch aus dem bewegten Leben ihrer Urgroßmutter erzählt, hat mich wenig gestört. Wer interessante Roman-Biografien mag, der ist hier richtig.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Page

    Simone Page

    Thalia Kaufbeuren

    Buchhändler*in

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    4/5

    17.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Reise zur Urgroßmutter der Autorin

    Katharina Adler forscht in der halbfiktionalen Romanbiographie der Geschichte ihrer Urgroßmutter nach.Diese ist als Fall Dora zur berühmtesten Patientin Sigmund Freuds geworden. Ida Bauer, die Tochter eines Wiener Textifabrikanten,war 18 Jahre als sie ihr Vater im Jahre 1900 wegen ihrer psychosomatischen Symptome zu Freud in Behandlung schickt. Freud unterzog sie einer Sprechkur und deutete ihre Träume.Sie bricht die Behandlung eigenständig nach drei Monaten ab und verärgert damit Freud sehr.Daraufhin veröffentlicht er seine Fallstudie"Bruchstücke einer Hysterie-Analyse". Bald nach der Analyse bei Freud , heiratet sie Ernst Adler einen erfolglosen Komponisten. Gemeinsam haben Sie einen Sohn Kurt. Nach Hitlers Einmarsch in Österreich teilt Sie das Schicksal vieler großbürgerlicher. jüdischer Familien. Sie rettet sich 1939 knapp vor den Nazis. in dem Sie zu ihrem Sohn in die USA flieht. Er ist dort bereits ein angesehener Dirigent.Ida Adler stirbt 1945 in den USA. Katharina Adler porträtiert Ida als eine eigensinnige und selbstbewusste, wenig sympathsiche Frau.
  • Zum Bewerterprofil von Stephanie Hepp

    Stephanie Hepp

    Thalia Saarbrücken

    Buchhändler*in

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    3/5

    22.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht das was ich erwartet hatte,...

    Nicht das was ich erwartet hatte, ich hatte mehr Details zu Ida, in der Psychoanalyse als "Fall Dora" bekannt, erwartet. Teilweise sehr langatmig. Aber viele historische Fakten.

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