Witzig-turbulente Alltags-Geschichte für Mädchen ab 10 von Spiegel-Besteller-Autorin Mina Teichert!
Lu wird so lange die Luft anhalten, bis Mama es sich anders überlegt und nicht wegen ihres neuen Freundes mit ihr zu Oma Käthe zieht. Eine neue Schule, ohne ihre Freunde? Das ist Bullshit! Leider hilft alles nix und Lu muss wohl oder übel ihre Kakteensammlung einpacken. Also beschließt sie, ihre Stacheln auszufahren. Doch dann trifft sie Julian und die Sache mit den Gefühlen wird noch komplizierter ...
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Ich wollt, ich wär ein Kaktus
Bewertung am 07.05.2021
Bewertungsnummer: 1437603
Bewertet: eBook (ePUB)
Ich kenne bereits ein paar Bücher von Mina Teichert, dies ist mein erstes "Kinderbuch" der Autorin. Das Titelbild ist mit viel pink und grün sehr auffällig gestaltet, die ständig wechselnden Kakteenbildchen in den Kapiteln sind eine witzige Idee für den eigenen Umbruch. Lu ist in der 6.Klasse, Mädchen und Jungs entdecken ganz neue Seiten an sich und an den anderen; nichts ist so, wie es scheint und dann kommt noch die neue Familienkonstellation dazu. Mama und Jo, der Umzug auf Omas Hof, Papa und seine neue Zukünftige, der tolle Junge aus Lus Klasse, Mädchen, bei denen man nicht weiß, woran man ist. Einzig wahre Freunde sind Lucindas Kakteen ... sie will es ihnen gleichtun, um einfach ihre Ruhe zu haben - und merkt dabei, es geht auch anders, leichter, wenn man es zulässt.
Eine tolle Geschichte für Mädchen (und Jungs) in der Unterstufe, über Patchworkfamilien, das eigene neue Ich, älter und reifer werden, Freundschaft und auch ein paar Tieren.
Mir hat das Buch, obwohl ich nicht die Zielgruppe bin, sehr gut gefallen und ich reiche es gerne, verbunden mit Leseempfehlung und 5 Sternen, an meine Tochter (12) weiter. Als Eltern kann man sich hier auch gut in die "Kinder" reinversetzen - schön, dass das Buch aus Sicht der jüngeren Generation geschrieben ist.
Das Leben ist manchmal echt…
Birkatpet aus Wesseling am 26.04.2018
Bewertungsnummer: 2736252
Bewertet: eBook (ePUB)
Das Leben ist manchmal echt nicht leicht, schon gar nicht wenn man kein Kind mehr ist, aber doch noch weit entfernt davon ist erwachsen zu sein...wie Lucinda Wolf, die 12jährige Protagonistin dieses Buches. "Mama sagt, mit der Liebe ist das so eine Sache. Sie kommt und geht. Und man kann nichts dagegen machen. Nur mit den eigenen Kindern ist das anders, die liebt man ewig und drei Tage." Lu´s Mutter hat sich verknallt und zwar in Jo, einen Bauern, der ganz in der Nähe von Oma Käthe wohnt. Logisch, dass die Ehe mit Lu´s Vater nun endgültig beendet ist und so muss Lu nun ausziehen, mit ihrer Mutter geht es auf´s Land, in die Einliegerwohnung von Oma Käthe. Natürlich zieht Lu´s Kakteensammlung mit dorthin, Erwin, Louisa und Co dürfen ebenso wie ihre Trompete nicht fehlen. Das Landleben und auch Oma Käthe sind Lu allerdings überhaupt nicht geheuer und sie wünscht sich ein Kaktus zu sein, denn ua können die nicht riechen, alles stinkt (ihr) nämlich enorm. "Oma erzählt nämlich andauernd irgendeinen Unsinn von Auren, die Menschen umgeben. So wie Farben in der Luft, die ihre Stimmung verraten." Das Leben von Lu überschlägt sich sehr, die Trennung der Eltern, die Wohnung auf dem Hof von Oma Käthe, Herbert, Oma´s Hahn, der alle ab 4 Uhr morgens weckt, der neue Mann in Mama´s und zwangsläufig ihrem Leben, die neue Schule, die neuen Klassenkameraden und ein völlig neues Gefühl im Magen...Bienen oder doch Schmetterlinge?? Mina Teichert schafft etwas, was wirklich schwierig ist, zu vermittelt zwischen Eltern und Kindern. Ein Kinderbuch, empfohlen ab 10 Jahren über das Thema "Trennung der Eltern" und zwar mit dem Fokus auf das Positive, den Neubeginn in all dem Abschied, Trauer, Ungewissheit, Ohnmacht, Hilflosigkeit und Angst. Ich finde den Vergleich mit einem Kaktus wirklich toll, denn Lu erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und hat eine Kakteensammlung und die ist ihr wirklich wichtig. Kakteen sind anpassungsfähig, genügsam, im Sommer blühen manche wunderschön bunt, aber sie können sich auch wehren das macht sie zu etwas besonderem unter den Pflanzen, ihre Stacheln. Lu wünscht sich oft ein Kaktus zu sein, wenn sie nicht umarmt werden will, wenn sie nicht nett gefunden werden will, wenn sie sich einfach wehren möchte gegen all die doofen Dinge, die in ihrem Leben passieren. Gefühle zu artikulieren fällt uns Erwachsenen oft sehr schwer, wie sollen es die Kinder da einfacher haben, vor allem in der Pubertät. Ich habe die Zeit mit Lu und ihren Kakteen sehr genossen, musst oft schmunzeln und war fasziniert, denn so wie Lu geht es so vielen Kinder, so wie ihrer Mutter, ihrem Vater, aber auch Jo, dem neuen Freund der Mutter geht es vielen Erwachsenen. Ein buntes, fröhliches, ehrliches, lautes, lustiges und tolles Buch. Trennung bedeutet nicht immer das Ende, sondern es ist ein Ende mit vielen neuen Anfängen und neuen Wegen. Eine ganz klare Leseempfehlung!
Meinung aus der Buchhandlung
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Trennungskinder, aber auch alle anderen, die sich (ungewollt) plötzlich in einer neuen Umgebung an viele neue Leute gewöhnen müssen, kennen das Gefühl: Manchmal möchte man niemanden an sich heranlassen und hätte am liebsten Stacheln wie ein Kaktus. Dass dies die Umgewöhnung nicht gerade erleichtert, muss auch Lu, das Mädchen aus dieser Geschichte, erst lernen. Für ihre neue Liebe zieht ihre Mutter mit Ihr zu ihrem neuen Freund aufs Land. Neue Schule, neue Leute, sogar ihr Vater hat plötzlich eine neue Freundin. Das wird Lu einfach alles zu viel. Und vor allem Jo, der Freund ihrer Mutter, bringt Lu regelmäßig auf die Palme. Da beschließt sie es zu machen, wie ihre geliebten Kakteen und fährt ihre Stacheln aus.
Dieser Geschichte gelingt es sehr gut, sich in die Sorgen und Nöte einer 10Jährigen hineinzuversetzen. Umzug, Trennung und auch neue Familienmitglieder sind für viele Heranwachsende heute keine unbekannten Themen. Dieses Buch zeigt auf charmante Art, wie man mit solchen Umbruchsituationen umgehen kann (oder eben auch nicht). Ein nettes Buch über Mamas „Neuen“, eine kratzbürstige 10-Jährige und die "Gefahren" des Landlebens, geeignet für Mädchen von 9 bis 12 Jahren.
Witzige Geschichte für junge Leserinnen ab 10 Jahre. In Ich wollt ich wär ein Kaktus wird über Alltagsprobleme gesprochen, die erste Liebe, Trotzphasen in den Anfangsstadien der Pubertät und-natürlich- über eine ausgesprochen bunte Kakteensammlung.
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