Lu wird so lange die Luft anhalten, bis Mama es sich anders überlegt und nicht wegen ihres neuen Freundes mit ihr aufs Land zieht. Sie fährt ihre Stacheln aus – muss aber bald schon feststellen, dass Mamas Bauer gar nicht so schlimm ist. Und dann ist da auch noch Julian aus ihrer neuen Klasse …
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
07.05.2021
eBook (ePUB)
Ich wollt, ich wär ein Kaktus
Ich kenne bereits ein paar Bücher von Mina Teichert, dies ist mein erstes "Kinderbuch" der Autorin. Das Titelbild ist mit viel pink und grün sehr auffällig gestaltet, die ständig wechselnden Kakteenbildchen in den Kapiteln sind eine witzige Idee für den eigenen Umbruch. Lu ist in der 6.Klasse, Mädchen und Jungs entdecken ganz neue Seiten an sich und an den anderen; nichts ist so, wie es scheint und dann kommt noch die neue Familienkonstellation dazu. Mama und Jo, der Umzug auf Omas Hof, Papa und seine neue Zukünftige, der tolle Junge aus Lus Klasse, Mädchen, bei denen man nicht weiß, woran man ist. Einzig wahre Freunde sind Lucindas Kakteen ... sie will es ihnen gleichtun, um einfach ihre Ruhe zu haben - und merkt dabei, es geht auch anders, leichter, wenn man es zulässt.
Eine tolle Geschichte für Mädchen (und Jungs) in der Unterstufe, über Patchworkfamilien, das eigene neue Ich, älter und reifer werden, Freundschaft und auch ein paar Tieren.
Mir hat das Buch, obwohl ich nicht die Zielgruppe bin, sehr gut gefallen und ich reiche es gerne, verbunden mit Leseempfehlung und 5 Sternen, an meine Tochter (12) weiter. Als Eltern kann man sich hier auch gut in die "Kinder" reinversetzen - schön, dass das Buch aus Sicht der jüngeren Generation geschrieben ist.
Birkatpet
aus Wesseling
5/5
26.04.2018
eBook (ePUB)
Das Leben ist manchmal echt…
Das Leben ist manchmal echt nicht leicht, schon gar nicht wenn man kein Kind mehr ist, aber doch noch weit entfernt davon ist erwachsen zu sein...wie Lucinda Wolf, die 12jährige Protagonistin dieses Buches. "Mama sagt, mit der Liebe ist das so eine Sache. Sie kommt und geht. Und man kann nichts dagegen machen. Nur mit den eigenen Kindern ist das anders, die liebt man ewig und drei Tage." Lu´s Mutter hat sich verknallt und zwar in Jo, einen Bauern, der ganz in der Nähe von Oma Käthe wohnt. Logisch, dass die Ehe mit Lu´s Vater nun endgültig beendet ist und so muss Lu nun ausziehen, mit ihrer Mutter geht es auf´s Land, in die Einliegerwohnung von Oma Käthe. Natürlich zieht Lu´s Kakteensammlung mit dorthin, Erwin, Louisa und Co dürfen ebenso wie ihre Trompete nicht fehlen. Das Landleben und auch Oma Käthe sind Lu allerdings überhaupt nicht geheuer und sie wünscht sich ein Kaktus zu sein, denn ua können die nicht riechen, alles stinkt (ihr) nämlich enorm. "Oma erzählt nämlich andauernd irgendeinen Unsinn von Auren, die Menschen umgeben. So wie Farben in der Luft, die ihre Stimmung verraten." Das Leben von Lu überschlägt sich sehr, die Trennung der Eltern, die Wohnung auf dem Hof von Oma Käthe, Herbert, Oma´s Hahn, der alle ab 4 Uhr morgens weckt, der neue Mann in Mama´s und zwangsläufig ihrem Leben, die neue Schule, die neuen Klassenkameraden und ein völlig neues Gefühl im Magen...Bienen oder doch Schmetterlinge?? Mina Teichert schafft etwas, was wirklich schwierig ist, zu vermittelt zwischen Eltern und Kindern. Ein Kinderbuch, empfohlen ab 10 Jahren über das Thema "Trennung der Eltern" und zwar mit dem Fokus auf das Positive, den Neubeginn in all dem Abschied, Trauer, Ungewissheit, Ohnmacht, Hilflosigkeit und Angst. Ich finde den Vergleich mit einem Kaktus wirklich toll, denn Lu erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und hat eine Kakteensammlung und die ist ihr wirklich wichtig. Kakteen sind anpassungsfähig, genügsam, im Sommer blühen manche wunderschön bunt, aber sie können sich auch wehren das macht sie zu etwas besonderem unter den Pflanzen, ihre Stacheln. Lu wünscht sich oft ein Kaktus zu sein, wenn sie nicht umarmt werden will, wenn sie nicht nett gefunden werden will, wenn sie sich einfach wehren möchte gegen all die doofen Dinge, die in ihrem Leben passieren. Gefühle zu artikulieren fällt uns Erwachsenen oft sehr schwer, wie sollen es die Kinder da einfacher haben, vor allem in der Pubertät. Ich habe die Zeit mit Lu und ihren Kakteen sehr genossen, musst oft schmunzeln und war fasziniert, denn so wie Lu geht es so vielen Kinder, so wie ihrer Mutter, ihrem Vater, aber auch Jo, dem neuen Freund der Mutter geht es vielen Erwachsenen. Ein buntes, fröhliches, ehrliches, lautes, lustiges und tolles Buch. Trennung bedeutet nicht immer das Ende, sondern es ist ein Ende mit vielen neuen Anfängen und neuen Wegen. Eine ganz klare Leseempfehlung!
Bewertung
5/5
11.04.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kaktus müsste man sein
Umziehen - ausgerechnet zur verrückten Oma, weil die Eltern sich trennen: Für Lu kommt das
einem Weltuntergang gleich. Am liebsten wäre sie ein Kaktus, einer mit Nadeln, der alle abschreckt
und von einem fernhält. Mina Teicherts Protagonistin ist frech, dickköpfig, gerissen und damit eine
gelungene Unterhaltung für junge Leser. Mit kecken Dialogen und einer knackigen Erzählweise
verarbeitet die Autorin das Thema Scheidung mit Heiterkeit und Witz – einfach zum Schmunzeln.
Und, um ehrlich zu sein, wären wir doch alle hin und wieder gerne einmal ein Kaktus!
Conny
aus berlin
5/5
02.03.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Humorvoll
Lust Eltern haben sich getrennt.
Nun muss Lu mit ihrer Mutter aus dem Haus ausziehen. Sie ziehen aufs Land zu ihrer Oma.
Lu verliert ihre Freunde und muss an einer neuen Schule neu anfangen. Nur ihre Kakteensammlung bleibt ihr.
Lu wäre auch gern ein Kaktus, dann könnte sie sich mit Stacheln schützen und wehren.
Das Cover gefällt mir sehr gut, viele verschiedene Kakteen in frischen Grüntönen, dazu der Titel in tollem pink. Im Inneren gibt es zu Beginn eines jeden Kapitels weitere Kakteen und die Kapitelüberschrift in einer angesagten Lightbox.
Eine tolle Aufmachung!
Der Schreibstil liest sich sehr gut, ist herrlich erfrischend, jugendlich und locker.
Lu ist ein sympathisches Mädchen. Sie hat einiges zu Verarbeiten, die Trennung der Eltern, den Umzug, Mamas neuen Freund und die neue Schule...
Da wären Kaktusstacheln keine schlechte Idee, damit könnte sie sich schützen und ihre Gefühle verbergen.
Die Geschichte ist sehr humorvoll und authentisch geschrieben, die Spannung kommt auch nicht zu kurz.
Sehr lesenswert für Mädchen ab etwa 10 Jahren.
Bewertung
5/5
01.03.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nicht ohne meinen Kaktus! Unterhaltsame, lebensnahe Geschichte mit Humor
Lu's Welt gerät gefährlich ins Wanken. Erst die Trennung der Eltern, dann ein neuer Freund im Leben ihrer Mutter, wegen dem nun auch noch ein Umzug bevorsteht. Ausgerechnet auf's Land! Lu ist sich sicher, dass sie im Haus ihrer Oma Käthe weit weg von ihren Freunden und der vertrauten Umgebung niemals glücklich werden kann. So packt sie nur widerwillig ihre geliebte Kakteensammlung in Umzugskartons und beschließt, ihre eigenen Stacheln auszufahren.
Lu war meiner Tochter (9) und mir von der ersten Seite an sympathisch. Man merkt, in welchem Gefühlschaos sie sich befindet und es fällt nicht schwer, sich in sie hineinzuversetzen, in ihre Gedankenwelt einzutauchen und mit ihr zu fühlen. Ihre trotzigen Reaktionen haben meine Tochter und mich oft zum Schmunzeln gebracht.
Mina Teichert schildert in lockerem und kindgerechtem, angenehm zu lesendem und sehr unterhaltsamen Schreibstil die Trennungssituation sehr einfühlsam und authentisch und beschreibt die Stimmungen und Gefühle der Protagonisten sehr taktvoll und anschaulich. Nicht nur Trennungskinder werden gelungen an das brenzlige Thema mit dem nötigen Ernst und dennoch sehr humorvoll und liebenswürdig herangeführt.
Es fiel uns schwer, das unterhaltsame Buch aus der Hand zu legen, in dem auch die Spannung nicht zu kurz kommt. Es geht turbulent zu, denn irgendetwas führt der neue Freund von Lu's Mutter im Schilde. Und dann kommt auch noch das kribbelige Gefühl in Lu's Bauch dazu. Ganz schön kompliziert so ein Leben als Zwölfjährige. Da haben es Kakteen doch so viel einfacher, oder? Verständlich, dass Lu sich manchmal wünscht, ein Kaktus zu sein.
Alle Charaktere sind charmant und feinfühlig gezeichnet. Besonders Oma Käthe, die zunächst etwas sonderbar erscheint, jedoch das Herz am rechten Fleck hat, haben wir liebgewonnen. Mit Lu und ihren neuen Mitschülern können sich die Leser gut identifizieren.
Das wunderschön gestaltete Cover, die kleinen Illustrationen zu Beginn der angenehm kurzen Kapitel und das Kakteen-Daumenkino am Seitenrand runden die lebensnahe Geschichte gelungen ab.
Ein rundum turbulentes und unterhaltsames Buch über Trennung, die erste Verliebtheit, einen Neustart und ganz viele Stacheln. Fünf von fünf Sternen!
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5/5
08.03.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn es dir mal zu viel wird.
Trennungskinder, aber auch alle anderen, die sich (ungewollt) plötzlich in einer neuen Umgebung an viele neue Leute gewöhnen müssen, kennen das Gefühl: Manchmal möchte man niemanden an sich heranlassen und hätte am liebsten Stacheln wie ein Kaktus. Dass dies die Umgewöhnung nicht gerade erleichtert, muss auch Lu, das Mädchen aus dieser Geschichte, erst lernen. Für ihre neue Liebe zieht ihre Mutter mit Ihr zu ihrem neuen Freund aufs Land. Neue Schule, neue Leute, sogar ihr Vater hat plötzlich eine neue Freundin. Das wird Lu einfach alles zu viel. Und vor allem Jo, der Freund ihrer Mutter, bringt Lu regelmäßig auf die Palme. Da beschließt sie es zu machen, wie ihre geliebten Kakteen und fährt ihre Stacheln aus.
Dieser Geschichte gelingt es sehr gut, sich in die Sorgen und Nöte einer 10Jährigen hineinzuversetzen. Umzug, Trennung und auch neue Familienmitglieder sind für viele Heranwachsende heute keine unbekannten Themen. Dieses Buch zeigt auf charmante Art, wie man mit solchen Umbruchsituationen umgehen kann (oder eben auch nicht). Ein nettes Buch über Mamas „Neuen“, eine kratzbürstige 10-Jährige und die "Gefahren" des Landlebens, geeignet für Mädchen von 9 bis 12 Jahren.
Witzige Geschichte für junge Leserinnen ab 10 Jahre. In Ich wollt ich wär ein Kaktus wird über Alltagsprobleme gesprochen, die erste Liebe, Trotzphasen in den Anfangsstadien der Pubertät und-natürlich- über eine ausgesprochen bunte Kakteensammlung.
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