• Blutiger Januar
  • Blutiger Januar
Band 1
Harry McCoy Band 1

Blutiger Januar

Kriminalroman

Buch (Taschenbuch)

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Blutiger Januar

Ebenfalls verfügbar als:

Taschenbuch

Taschenbuch

ab 16,00 €
eBook

eBook

ab 12,99 €

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.09.2018

Verlag

Heyne

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,5/14,2/3,8 cm

Beschreibung

Rezension

»Auf den Punkt geschrieben, packend und knallhart, düster und zutiefst befriedigend. Ein echter Pageturner!« ("Bret Easton Ellis")
»Ein brillant geschriebener tougher Cop-Krimi.« ("Ian Rankin")
»Mit seinem exzellenten Debüt katapultiert sich Parks direkt an die Spitze der schottischen Noir-Autoren.« ("The Times")
»Zupackend, brutal und authentisch. Parks tritt das Erbe von William McIlvanney an.« ("John Niven")

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.09.2018

Verlag

Heyne

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,5/14,2/3,8 cm

Gewicht

506 g

Originaltitel

Bloody January

Übersetzer

Conny Lösch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-27188-3

Weitere Bände von Harry McCoy

Das meinen unsere Kund*innen

4.9

8 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Action im Glasgow der 70er - absolute Krimiempfehlung!

Bewertung aus Oberursel am 09.11.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meine aktuelle Krimi-Neuentdeckung: Die Reihe um den Detective Harry McCoy aus Glasgow. Die ersten beiden Teile habe ich gerade mehr oder weniger in einem Rutsch durchgesuchtet, der dritte Teil ist eben erst erschienen („Bobby March forever“ ) und steht auf meiner Wunschliste. Die Cover sind düster, und die Bücher sind es auch. Und extremst spannend und gut geschrieben! Hierum geht’s: Wir sind im Glasgow in den frühen 70ern, und wir sind im Zentrum des Molochs. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, und lokale Syndikate beherrschen die Stadt. Alkohol und Drogen sind frei verfügbar, und auch Harry McCoy ist dengleichen nicht abgeneigt. Mc Coy ist jung, hat eine Menge Ecken und Kanten, eine üble Kindheit und Vergangenheit, die ihn geprägt haben, und eigentlich schlittert er ständig von einer Prügelei in die nächste. Von Regeln hält er nicht allzu viel. Ich würde sagen, McCoy ist Schimansky in jung und at his best, und nochmal ein paar Schippen obendrauf gelegt. Das dürfte in etwa hinkommen . Und wie auch Schimmi: der Typ ist sympathisch und kommt authentisch rüber. Man fühlt mit ihm. Im ersten Fall müssen McCoy und sein Assistent, der etwas naive Watson, genannt Wattie, eine Mordserie mit Ankündigung aufklären: Ein Häftling des Glasgower Knasts bestellt McCoy zu sich, um ihn von einem geplanten Mord an einer jungen Frau zu erzählen, mit der Aufforderung, diese zu retten. Das geht schief, besagte Dame wird vor den Augen der beiden Polizisten von einem fast-noch-Teenager erschossen, der anschliessend sich selbst richtet. Die Ermittlungen ergeben, dass die Tote eine Teilzeit-Prostituierte war, und in den höchsten Glasgower Kreisen tätig war….McCoy setzt seine alten Verbindungen zur lokalen Mafia ein, um den Fall zu lösen, und legt sich dabei mit ziemlich gefährlichen Leuten an… Im zweiten Fall müssen McCoy und Wattie den Mord an einem Starspieler der Celtic Glasgows aufklären. Die leiche ist blutig hergerichtet, und trägt eine eingeritzte Nachricht auf der Brust. Leider hatte besagter Fussballstar eine Verlobte, deren Vater eine Grösse in der Glasgower Unterwelt war, und so sind die Ermittlungen schon bald wieder im Mafiamilieu angesiedelt. Prostitution, Bandenkriege, Drogen und Schiessereien sind einmal mehr Alltag von McCoy, und es werden noch mehr Tote mit blutigen Inschriften entdeckt…. Die beiden Teile gehen fast nahtlos ineinander über. Am Ende des ersten Bandes wird McCoy in dreiwöchigen Urlaub gesendet (oder besser: in Reha, denn der Gute ist ganz schön übel zugerichtet worden und muss seine Verletzungen auskurieren), und zu Beginn des zweiten Teiles ist er gerade mal einen Tag wieder im Dienst, als er zum nächsten Tatort gerufen wird. Das hat mir gut gefallen, ich war auch gerade im Leseflow, und alle Protagonisten waren wieder zur Stelle. Was man sich beim ersten teil gedacht hat oder zusammengereimt hat, fügt sich nun auch zu einem Bild zusammen: der Leser erfährt langsam mehr über Harrys Vergangenheit, und weshalb er zu einem so schroffen, aber doch verletzlichem Typ geworden ist. Aufgewachsen in diversen Kinderheimen und Quälereien ausgesetzt, war sein einziger Freund in schlimmsten Zeiten Stevie. Heute Steve Cooper, seines Zeichens aufstrebender Zuhälter und Drogenboss der Stadt, der Harrys beste Verbindung in die Gangsterszene ist. Und dann gibt es noch Harrys neue Freundin, ihres Zeichens Feministin, die ausgerechnet eine Dissertation über Verbrechen verfasst und Harry immer wieder auf den Boden zurückholt, wenn der Sexismus mit ihm durchgeht. Sehr cool, sehr feiner Humor, der da teilweise durchkommt, hat mit gefallen . Also alles in einem haben mich die Bücher echt gefesselt. Gut geschrieben, gut geplottet, ich war hineingezogen in die Handlung. Es war teils echt krass, hier wird schonungslos gemordet, und das Establishment kriegt sein Fett ab. Ausserdem man muss sich öfters sagen, dass der Roman in den 70ern spielt und die Gleichberechtigung noch nicht da ist, wo sie heute ist – sprich, Sexismus ist allgegenwärtig, da hat sich doch einiges getan in den letzten 50 Jahren. Ich gebe der Serie 5 Sterne, mich hat sie bestens unterhalten! Gerne mehr!

Action im Glasgow der 70er - absolute Krimiempfehlung!

Bewertung aus Oberursel am 09.11.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meine aktuelle Krimi-Neuentdeckung: Die Reihe um den Detective Harry McCoy aus Glasgow. Die ersten beiden Teile habe ich gerade mehr oder weniger in einem Rutsch durchgesuchtet, der dritte Teil ist eben erst erschienen („Bobby March forever“ ) und steht auf meiner Wunschliste. Die Cover sind düster, und die Bücher sind es auch. Und extremst spannend und gut geschrieben! Hierum geht’s: Wir sind im Glasgow in den frühen 70ern, und wir sind im Zentrum des Molochs. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, und lokale Syndikate beherrschen die Stadt. Alkohol und Drogen sind frei verfügbar, und auch Harry McCoy ist dengleichen nicht abgeneigt. Mc Coy ist jung, hat eine Menge Ecken und Kanten, eine üble Kindheit und Vergangenheit, die ihn geprägt haben, und eigentlich schlittert er ständig von einer Prügelei in die nächste. Von Regeln hält er nicht allzu viel. Ich würde sagen, McCoy ist Schimansky in jung und at his best, und nochmal ein paar Schippen obendrauf gelegt. Das dürfte in etwa hinkommen . Und wie auch Schimmi: der Typ ist sympathisch und kommt authentisch rüber. Man fühlt mit ihm. Im ersten Fall müssen McCoy und sein Assistent, der etwas naive Watson, genannt Wattie, eine Mordserie mit Ankündigung aufklären: Ein Häftling des Glasgower Knasts bestellt McCoy zu sich, um ihn von einem geplanten Mord an einer jungen Frau zu erzählen, mit der Aufforderung, diese zu retten. Das geht schief, besagte Dame wird vor den Augen der beiden Polizisten von einem fast-noch-Teenager erschossen, der anschliessend sich selbst richtet. Die Ermittlungen ergeben, dass die Tote eine Teilzeit-Prostituierte war, und in den höchsten Glasgower Kreisen tätig war….McCoy setzt seine alten Verbindungen zur lokalen Mafia ein, um den Fall zu lösen, und legt sich dabei mit ziemlich gefährlichen Leuten an… Im zweiten Fall müssen McCoy und Wattie den Mord an einem Starspieler der Celtic Glasgows aufklären. Die leiche ist blutig hergerichtet, und trägt eine eingeritzte Nachricht auf der Brust. Leider hatte besagter Fussballstar eine Verlobte, deren Vater eine Grösse in der Glasgower Unterwelt war, und so sind die Ermittlungen schon bald wieder im Mafiamilieu angesiedelt. Prostitution, Bandenkriege, Drogen und Schiessereien sind einmal mehr Alltag von McCoy, und es werden noch mehr Tote mit blutigen Inschriften entdeckt…. Die beiden Teile gehen fast nahtlos ineinander über. Am Ende des ersten Bandes wird McCoy in dreiwöchigen Urlaub gesendet (oder besser: in Reha, denn der Gute ist ganz schön übel zugerichtet worden und muss seine Verletzungen auskurieren), und zu Beginn des zweiten Teiles ist er gerade mal einen Tag wieder im Dienst, als er zum nächsten Tatort gerufen wird. Das hat mir gut gefallen, ich war auch gerade im Leseflow, und alle Protagonisten waren wieder zur Stelle. Was man sich beim ersten teil gedacht hat oder zusammengereimt hat, fügt sich nun auch zu einem Bild zusammen: der Leser erfährt langsam mehr über Harrys Vergangenheit, und weshalb er zu einem so schroffen, aber doch verletzlichem Typ geworden ist. Aufgewachsen in diversen Kinderheimen und Quälereien ausgesetzt, war sein einziger Freund in schlimmsten Zeiten Stevie. Heute Steve Cooper, seines Zeichens aufstrebender Zuhälter und Drogenboss der Stadt, der Harrys beste Verbindung in die Gangsterszene ist. Und dann gibt es noch Harrys neue Freundin, ihres Zeichens Feministin, die ausgerechnet eine Dissertation über Verbrechen verfasst und Harry immer wieder auf den Boden zurückholt, wenn der Sexismus mit ihm durchgeht. Sehr cool, sehr feiner Humor, der da teilweise durchkommt, hat mit gefallen . Also alles in einem haben mich die Bücher echt gefesselt. Gut geschrieben, gut geplottet, ich war hineingezogen in die Handlung. Es war teils echt krass, hier wird schonungslos gemordet, und das Establishment kriegt sein Fett ab. Ausserdem man muss sich öfters sagen, dass der Roman in den 70ern spielt und die Gleichberechtigung noch nicht da ist, wo sie heute ist – sprich, Sexismus ist allgegenwärtig, da hat sich doch einiges getan in den letzten 50 Jahren. Ich gebe der Serie 5 Sterne, mich hat sie bestens unterhalten! Gerne mehr!

Blutiger Januar

Bewertung aus Baden am 13.03.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Etwas gar viele Klischees, ansonsten eine durchwegs spannende, schonungslose Beschreibung der Realitäten in den ärmeren Vierteln von Glasgow und deren Bewohner. Die Kluft zwischen den Reichen und den Armen ist gnadenlos.

Blutiger Januar

Bewertung aus Baden am 13.03.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Etwas gar viele Klischees, ansonsten eine durchwegs spannende, schonungslose Beschreibung der Realitäten in den ärmeren Vierteln von Glasgow und deren Bewohner. Die Kluft zwischen den Reichen und den Armen ist gnadenlos.

Unsere Kund*innen meinen

Blutiger Januar

von Alan Parks

4.9

0 Bewertungen filtern

Unsere Buch­händler*innen meinen

Profilbild von Matthias Kesper

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Matthias Kesper

Thalia Kassel

Zum Portrait

5/5

"It's a dark as a dungeon way down in the mine..."

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

O.K., das obige Zitat stammt aus einem Song von Merle Travis, der darin die unerträglichen Arbeitsbedingungen in den Kohleminen von Kentucky anprangert - aber es erschien mir passend, weil Alan Parks "Blutiger Januar" eines der düstersten und härtesten Bücher ist, das ich seit langer Zeit gelesen habe, halt "Dark as a Dungeon". Und das meine ich nicht negativ, es ist einfach "Crime Noir" at its best! An zwölf Tage im Januar 1973, vom Neujahrstag an, überschlagen sich die Ereignisse in Glasgow: Eine junge Frau wird auf einem belebten Platz vor unzähligen Zeugen erschossen, danach richtet sich, mit einem Lächeln auf den Lippen, der Täter selbst. Harry McCoy, Anfang dreißig, bekommt den Fall übertragen, weil er von einem im Gefängnis einsitzenden Schwerkriminellen vorab von der Tat informiert wurde. Außerdem wird er dazu verdonnert, einen jungen und unerfahrenen Kollegen, genannt "Wattis", in die Feinheiten einer Morduntersuchung einzuführen. Obwohl: Was gibt es denn zu ermitteln? Opfer und Täter sind bekannt, das "Warum?" ist eigentlich ja nicht mehr Sache der Polizei. Wäre da nicht zeitgleich eine junge Frau verschwunden, die in den gleichen Kreisen verkehrte wie das Mordopfer, Kreise, die die dunkelsten Teile der Stadt ebenso streifen, wie die der sog. Upper-Class. Ein Sumpf aus Gewalt, Drogen, hartem Sex, korrupten Cops und mindestens genauso korrupten Politikern. Selbst McCoy, der ähnlich wie Nesbos Harry Hole, weder Alkohol noch dem gepflegten Abschuss mittels bewusstseinserweiternder Substanzen abgeneigt gegenübersteht, stößt bei diesem Fall erst einmal an seine Grenzen, aber dann.... Alan Parks hat einen Cop-Krimi der Extraklasse verfasst, hart, realistisch und authentisch, die Reise durch die Zeit in die 70er Jahre ist beeindruckend gelungen, sein raffinierter Erzählstil wurde von Conny Lösch souverän ins Deutsche übertragen!
5/5

"It's a dark as a dungeon way down in the mine..."

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

O.K., das obige Zitat stammt aus einem Song von Merle Travis, der darin die unerträglichen Arbeitsbedingungen in den Kohleminen von Kentucky anprangert - aber es erschien mir passend, weil Alan Parks "Blutiger Januar" eines der düstersten und härtesten Bücher ist, das ich seit langer Zeit gelesen habe, halt "Dark as a Dungeon". Und das meine ich nicht negativ, es ist einfach "Crime Noir" at its best! An zwölf Tage im Januar 1973, vom Neujahrstag an, überschlagen sich die Ereignisse in Glasgow: Eine junge Frau wird auf einem belebten Platz vor unzähligen Zeugen erschossen, danach richtet sich, mit einem Lächeln auf den Lippen, der Täter selbst. Harry McCoy, Anfang dreißig, bekommt den Fall übertragen, weil er von einem im Gefängnis einsitzenden Schwerkriminellen vorab von der Tat informiert wurde. Außerdem wird er dazu verdonnert, einen jungen und unerfahrenen Kollegen, genannt "Wattis", in die Feinheiten einer Morduntersuchung einzuführen. Obwohl: Was gibt es denn zu ermitteln? Opfer und Täter sind bekannt, das "Warum?" ist eigentlich ja nicht mehr Sache der Polizei. Wäre da nicht zeitgleich eine junge Frau verschwunden, die in den gleichen Kreisen verkehrte wie das Mordopfer, Kreise, die die dunkelsten Teile der Stadt ebenso streifen, wie die der sog. Upper-Class. Ein Sumpf aus Gewalt, Drogen, hartem Sex, korrupten Cops und mindestens genauso korrupten Politikern. Selbst McCoy, der ähnlich wie Nesbos Harry Hole, weder Alkohol noch dem gepflegten Abschuss mittels bewusstseinserweiternder Substanzen abgeneigt gegenübersteht, stößt bei diesem Fall erst einmal an seine Grenzen, aber dann.... Alan Parks hat einen Cop-Krimi der Extraklasse verfasst, hart, realistisch und authentisch, die Reise durch die Zeit in die 70er Jahre ist beeindruckend gelungen, sein raffinierter Erzählstil wurde von Conny Lösch souverän ins Deutsche übertragen!

Matthias Kesper
  • Matthias Kesper
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Profilbild von André Pingel

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

André Pingel

Thalia Bremen - Vegesack

Zum Portrait

4/5

Eine Noir-Krimi, der diesen Namen wirklich verdient!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es ist Anfang Januar 1973 in Glasgow. Auf offener Straße und noch dazu am helllichten Tage, erschießt ein Jugendlicher eine junge Frau und jagt sich anschließend selbst eine Kugel in den Kopf. Detective Harry McCoy wurde zuvor von einem Gefängnisinsassen auf den kommenden Mord aufmerksam gemacht, konnte es jedoch nicht mehr verhindern. Kurze Zeit später wird auch der Gefangene tot in der Gefängnisdusche aufgefunden und McCoy steht vor einem Rätsel. Er nutzt seine Verbindungen zur Unterwelt von Glasgow, um in den Ermittlungen voran zu kommen, tritt dabei aber schon bald sehr mächtigen Leuten auf die Füße und auch sein Chef versucht ihn zurück zu pfeifen. Doch McCoy gräbt weiter... Wenn ein Buch so viel Lob und Anerkennung von anderen namenhaften Autoren kassiert, darf man schon mal einen Blick riskieren. Man wird dann entweder schnöde enttäuscht, weil man zu viel erwartet hat oder absolut positiv überrascht. Hier tummeln sich auf dem Buchdeckel und Buchrücken auch gleich zwei meiner Lieblingsautoren, einmal John Niven und dann auch noch Bret Easton Ellis. Beide fanden's dufte, also...was soll da schief gehen? Im Grunde kann sowas immer in einer Katastrophe enden, aber Alan Parks hat in seinem Debüt "Blutiger Januar" wirklich sehr viel sehr richtig gemacht und einen packenden, spannenden und auch harten Krimi auf die Leser losgelassen. Angesiedelt ist das Ganze im Glasgow der 70er Jahre und Parks lässt den Leser an der Dunkelheit und Bedrohlichkeit dieser Stadt zu dieser Zeit teilhaben. Der Krimi ist ruhiger als ich Anfangs dachte, womit ich allerdings nicht meine, das hier konsequent die Handbremse angezogen ist, aber man befindet sich auch nicht auf der Überholspur. Parks nimmt sich Zeit und das ist auch gut so! Seine Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und vor allem sein Protagonist, Harry McCoy, ist eine exzellente Figur. Kein glatter Charakter, sondern mit ordentlichen Ecken, diversen Kanten, einem "leichten" Hang zum Alkohol und einer durchaus tragischen Vergangenheit. Das alles zusammen macht ihn sehr menschlich und er wächst einem dadurch auch sehr schnell ans Herz. Parks hat aber nicht nur ein Händchen für seine Figuren, sondern schafft es auch einen relativ ruhigen Krimi zu erzählen, gespickt mit der ein oder anderen harten und blutigen Szene, in dem allerdings der Spannungsbogen fast konsequent oben ist und zwischendurch auch nicht sonderlich stark absackt. Das ist in meinen Augen schon große Kunst. Eine gute Mischung aus hart, brutal, dreckig und einer gewissen Portion Ruhe ist schwer zu finden, Alan Parks schafft diesen Spagat aber sehr gut. Was am Ende bleibt ist ein durchgängig unterhaltsamer Noir-Krimi, der den Leser das Glasgow der 70er Jahre fühlen lässt. Auf jeden Fall eine Empfehlung für alle Krimifans, die auch mit der ein oder anderen Gewaltspitze umgehen können!
4/5

Eine Noir-Krimi, der diesen Namen wirklich verdient!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es ist Anfang Januar 1973 in Glasgow. Auf offener Straße und noch dazu am helllichten Tage, erschießt ein Jugendlicher eine junge Frau und jagt sich anschließend selbst eine Kugel in den Kopf. Detective Harry McCoy wurde zuvor von einem Gefängnisinsassen auf den kommenden Mord aufmerksam gemacht, konnte es jedoch nicht mehr verhindern. Kurze Zeit später wird auch der Gefangene tot in der Gefängnisdusche aufgefunden und McCoy steht vor einem Rätsel. Er nutzt seine Verbindungen zur Unterwelt von Glasgow, um in den Ermittlungen voran zu kommen, tritt dabei aber schon bald sehr mächtigen Leuten auf die Füße und auch sein Chef versucht ihn zurück zu pfeifen. Doch McCoy gräbt weiter... Wenn ein Buch so viel Lob und Anerkennung von anderen namenhaften Autoren kassiert, darf man schon mal einen Blick riskieren. Man wird dann entweder schnöde enttäuscht, weil man zu viel erwartet hat oder absolut positiv überrascht. Hier tummeln sich auf dem Buchdeckel und Buchrücken auch gleich zwei meiner Lieblingsautoren, einmal John Niven und dann auch noch Bret Easton Ellis. Beide fanden's dufte, also...was soll da schief gehen? Im Grunde kann sowas immer in einer Katastrophe enden, aber Alan Parks hat in seinem Debüt "Blutiger Januar" wirklich sehr viel sehr richtig gemacht und einen packenden, spannenden und auch harten Krimi auf die Leser losgelassen. Angesiedelt ist das Ganze im Glasgow der 70er Jahre und Parks lässt den Leser an der Dunkelheit und Bedrohlichkeit dieser Stadt zu dieser Zeit teilhaben. Der Krimi ist ruhiger als ich Anfangs dachte, womit ich allerdings nicht meine, das hier konsequent die Handbremse angezogen ist, aber man befindet sich auch nicht auf der Überholspur. Parks nimmt sich Zeit und das ist auch gut so! Seine Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und vor allem sein Protagonist, Harry McCoy, ist eine exzellente Figur. Kein glatter Charakter, sondern mit ordentlichen Ecken, diversen Kanten, einem "leichten" Hang zum Alkohol und einer durchaus tragischen Vergangenheit. Das alles zusammen macht ihn sehr menschlich und er wächst einem dadurch auch sehr schnell ans Herz. Parks hat aber nicht nur ein Händchen für seine Figuren, sondern schafft es auch einen relativ ruhigen Krimi zu erzählen, gespickt mit der ein oder anderen harten und blutigen Szene, in dem allerdings der Spannungsbogen fast konsequent oben ist und zwischendurch auch nicht sonderlich stark absackt. Das ist in meinen Augen schon große Kunst. Eine gute Mischung aus hart, brutal, dreckig und einer gewissen Portion Ruhe ist schwer zu finden, Alan Parks schafft diesen Spagat aber sehr gut. Was am Ende bleibt ist ein durchgängig unterhaltsamer Noir-Krimi, der den Leser das Glasgow der 70er Jahre fühlen lässt. Auf jeden Fall eine Empfehlung für alle Krimifans, die auch mit der ein oder anderen Gewaltspitze umgehen können!

André Pingel
  • André Pingel
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Unsere Buchhändler*innen meinen

Blutiger Januar

von Alan Parks

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Blutiger Januar
  • Blutiger Januar