Januar 1973: Mitten in Glasgow erschießt am helllichten Tag ein Jugendlicher auf offener Straße eine junge Frau, bevor er sich selbst eine Kugel in den Kopf jagt. Detective Harry McCoy, dem der Mord am Tag zuvor im Gefängnis von einem psychotischen Gefangenen angekündigt wurde, steht vor einem Rätsel. Zumal der Gefangene selbst um die Ecke gebracht wird. McCoy nutzt seine alten Verbindungen zu Glasgows Unterwelt, um in den Ermittlungen voranzukommen, legt sich dabei aber schnell mit den Dunlops an, der mächtigsten Familie der Stadt. Und auch sein Boss pfeift ihn zurück. Aber McCoy lässt sich nicht beirren.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Edith Berger
aus 3istau
5/5
12.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Spannendes Thrillervergnügen
Es sind die siebziger Jahre. Glasgow ist eine triste Hafenstadt. Die Arbeitslosigkeit ist deutlich sichtbar und zieht eine steigende Kriminalitätsrate hinter sich her. Alkohol und Drogen sind allgegenwärtig und wirkungsvollste Mittel, diese Trostlosigkeit zu betäuben. Detective Harry McCoy ist da keine Ausnahme. Zwei Dinge sind ihm aus einer furchtbaren Kindheit im Heim geblieben - Albträume und sein bester Freund Cooper, ein gefürchteter Unterweltler. Harry McCoy kommt in seinem neuen Fall nicht weiter. Ein junger Mann hat eine junge Frau am helllichten Tag ermordet und anschließend Selbstmord begangen. Nichts passt zusammen. Ein echtes Motiv lässt sich nicht finden.
Bewertung
aus Oberursel
5/5
09.11.2021
Buch (Taschenbuch)
Action im Glasgow der 70er - absolute Krimiempfehlung!
Meine aktuelle Krimi-Neuentdeckung: Die Reihe um den Detective Harry McCoy aus Glasgow. Die ersten beiden Teile habe ich gerade mehr oder weniger in einem Rutsch durchgesuchtet, der dritte Teil ist eben erst erschienen („Bobby March forever“ ) und steht auf meiner Wunschliste.
Die Cover sind düster, und die Bücher sind es auch. Und extremst spannend und gut geschrieben!
Hierum geht’s: Wir sind im Glasgow in den frühen 70ern, und wir sind im Zentrum des Molochs. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, und lokale Syndikate beherrschen die Stadt. Alkohol und Drogen sind frei verfügbar, und auch Harry McCoy ist dengleichen nicht abgeneigt. Mc Coy ist jung, hat eine Menge Ecken und Kanten, eine üble Kindheit und Vergangenheit, die ihn geprägt haben, und eigentlich schlittert er ständig von einer Prügelei in die nächste. Von Regeln hält er nicht allzu viel. Ich würde sagen, McCoy ist Schimansky in jung und at his best, und nochmal ein paar Schippen obendrauf gelegt. Das dürfte in etwa hinkommen . Und wie auch Schimmi: der Typ ist sympathisch und kommt authentisch rüber. Man fühlt mit ihm.
Im ersten Fall müssen McCoy und sein Assistent, der etwas naive Watson, genannt Wattie, eine Mordserie mit Ankündigung aufklären: Ein Häftling des Glasgower Knasts bestellt McCoy zu sich, um ihn von einem geplanten Mord an einer jungen Frau zu erzählen, mit der Aufforderung, diese zu retten. Das geht schief, besagte Dame wird vor den Augen der beiden Polizisten von einem fast-noch-Teenager erschossen, der anschliessend sich selbst richtet. Die Ermittlungen ergeben, dass die Tote eine Teilzeit-Prostituierte war, und in den höchsten Glasgower Kreisen tätig war….McCoy setzt seine alten Verbindungen zur lokalen Mafia ein, um den Fall zu lösen, und legt sich dabei mit ziemlich gefährlichen Leuten an…
Im zweiten Fall müssen McCoy und Wattie den Mord an einem Starspieler der Celtic Glasgows aufklären. Die leiche ist blutig hergerichtet, und trägt eine eingeritzte Nachricht auf der Brust. Leider hatte besagter Fussballstar eine Verlobte, deren Vater eine Grösse in der Glasgower Unterwelt war, und so sind die Ermittlungen schon bald wieder im Mafiamilieu angesiedelt. Prostitution, Bandenkriege, Drogen und Schiessereien sind einmal mehr Alltag von McCoy, und es werden noch mehr Tote mit blutigen Inschriften entdeckt….
Die beiden Teile gehen fast nahtlos ineinander über. Am Ende des ersten Bandes wird McCoy in dreiwöchigen Urlaub gesendet (oder besser: in Reha, denn der Gute ist ganz schön übel zugerichtet worden und muss seine Verletzungen auskurieren), und zu Beginn des zweiten Teiles ist er gerade mal einen Tag wieder im Dienst, als er zum nächsten Tatort gerufen wird. Das hat mir gut gefallen, ich war auch gerade im Leseflow, und alle Protagonisten waren wieder zur Stelle.
Was man sich beim ersten teil gedacht hat oder zusammengereimt hat, fügt sich nun auch zu einem Bild zusammen: der Leser erfährt langsam mehr über Harrys Vergangenheit, und weshalb er zu einem so schroffen, aber doch verletzlichem Typ geworden ist. Aufgewachsen in diversen Kinderheimen und Quälereien ausgesetzt, war sein einziger Freund in schlimmsten Zeiten Stevie. Heute Steve Cooper, seines Zeichens aufstrebender Zuhälter und Drogenboss der Stadt, der Harrys beste Verbindung in die Gangsterszene ist. Und dann gibt es noch Harrys neue Freundin, ihres Zeichens Feministin, die ausgerechnet eine Dissertation über Verbrechen verfasst und Harry immer wieder auf den Boden zurückholt, wenn der Sexismus mit ihm durchgeht. Sehr cool, sehr feiner Humor, der da teilweise durchkommt, hat mit gefallen .
Also alles in einem haben mich die Bücher echt gefesselt. Gut geschrieben, gut geplottet, ich war hineingezogen in die Handlung. Es war teils echt krass, hier wird schonungslos gemordet, und das Establishment kriegt sein Fett ab. Ausserdem man muss sich öfters sagen, dass der Roman in den 70ern spielt und die Gleichberechtigung noch nicht da ist, wo sie heute ist – sprich, Sexismus ist allgegenwärtig, da hat sich doch einiges getan in den letzten 50 Jahren.
Ich gebe der Serie 5 Sterne, mich hat sie bestens unterhalten! Gerne mehr!
Bewertung
aus Baden
5/5
13.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Blutiger Januar
Etwas gar viele Klischees, ansonsten eine durchwegs spannende, schonungslose Beschreibung der Realitäten in den ärmeren Vierteln von Glasgow und deren Bewohner. Die Kluft zwischen den Reichen und den Armen ist gnadenlos.
Bewertung
5/5
24.03.2020
Buch (Taschenbuch)
"Blutiger Januar" ist ein beeindruckendes...
"Blutiger Januar" ist ein beeindruckendes Thrillerdebüt. Düster und gewalttätig werden die 70er Jahre in Glasgow beschrieben. Auch die Polizei leidet unter Korruption und Erpressung. Und es können nicht immer die Guten siegen....
Bewertung
5/5
03.02.2019
Buch (Taschenbuch)
Extrem spannender Noir-Krimi,...
Extrem spannender Noir-Krimi, angesiedelt in den düsteren Straßen Glasgows der 70er Jahre! Das geniale Debüt des schottischen Autors Alan Parks! Schonungslos, fesselnd & brutal!
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5/5
06.09.2020
Buch (Taschenbuch)
"It's a dark as a dungeon way down in the mine..."
O.K., das obige Zitat stammt aus einem Song von Merle Travis, der darin die unerträglichen Arbeitsbedingungen in den Kohleminen von Kentucky anprangert - aber es erschien mir passend, weil Alan Parks "Blutiger Januar" eines der düstersten und härtesten Bücher ist, das ich seit langer Zeit gelesen habe, halt "Dark as a Dungeon". Und das meine ich nicht negativ, es ist einfach "Crime Noir" at its best!
An zwölf Tage im Januar 1973, vom Neujahrstag an, überschlagen sich die Ereignisse in Glasgow: Eine junge Frau wird auf einem belebten Platz vor unzähligen Zeugen erschossen, danach richtet sich, mit einem Lächeln auf den Lippen, der Täter selbst. Harry McCoy, Anfang dreißig, bekommt den Fall übertragen, weil er von einem im Gefängnis einsitzenden Schwerkriminellen vorab von der Tat informiert wurde. Außerdem wird er dazu verdonnert, einen jungen und unerfahrenen Kollegen, genannt "Wattis", in die Feinheiten einer Morduntersuchung einzuführen. Obwohl: Was gibt es denn zu ermitteln? Opfer und Täter sind bekannt, das "Warum?" ist eigentlich ja nicht mehr Sache der Polizei. Wäre da nicht zeitgleich eine junge Frau verschwunden, die in den gleichen Kreisen verkehrte wie das Mordopfer, Kreise, die die dunkelsten Teile der Stadt ebenso streifen, wie die der sog. Upper-Class. Ein Sumpf aus Gewalt, Drogen, hartem Sex, korrupten Cops und mindestens genauso korrupten Politikern. Selbst McCoy, der ähnlich wie Nesbos Harry Hole, weder Alkohol noch dem gepflegten Abschuss mittels bewusstseinserweiternder Substanzen abgeneigt gegenübersteht, stößt bei diesem Fall erst einmal an seine Grenzen, aber dann....
Alan Parks hat einen Cop-Krimi der Extraklasse verfasst, hart, realistisch und authentisch, die Reise durch die Zeit in die 70er Jahre ist beeindruckend gelungen, sein raffinierter Erzählstil wurde von Conny Lösch souverän ins Deutsche übertragen!
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5/5
25.11.2018
Buch (Taschenbuch)
England, Glasgow in den 70er Jahren....
England, Glasgow in den 70er Jahren. Ein harter, spannender Krimi mit guten Einblicken der damals vorherrschenden Korruption und des Drogenkonsums. Nichts für schwache Nerven.
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4/5
24.07.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein knallharter Thriller im Drogenmilieu...
Ein knallharter Thriller im Drogenmilieu Glasgows der siebziger Jahre. Bei aller Gewalt jedoch nie reißerisch oder übertrieben. Trotzdem nichts für schwache Nerven!
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4/5
03.09.2018
Buch (Taschenbuch)
Skurriler Krimi mit einem skurrilen...
Skurriler Krimi mit einem skurrilen Detective. Parks zeichnet intensive Bilder des Glasgows der siebziger Jahre. Tauchen Sie in die Abgründe einer Stadt ein.
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