Produktbild: Sechs Koffer

Sechs Koffer Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

08.08.2018

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

2678 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462319095

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

08.08.2018

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

2678 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462319095

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  • Bewertung

    3/5

    01.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Große Erwartungen - nicht erfüllt

    Der Klappentext, die kurze Leseprobe, das Cover, die Aufstellung auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018, so ziemlich alles an diesem Buch sprach mich an. Deshalb wollte ich mich überzeugen, ob der Eindruck hält was er verspricht, natürlich auch weil Maxim Biller dafür bekannt ist, nicht gerade zimperlich mit der Kritik anderer Autoren zu sein. Nun ich möchte ihm keineswegs absprechen, schreiben zu können, dafür reicht ein Werk auch sicherlich nicht aus, aber ich war beim Lesen diesen Romans enttäuscht. Er überzeugte mich weder sprachlich noch vom Inhalt. Die meiste Zeit war ich eher gelangweilt, teilweise sogar recht genervt gerade der junge Erzähler auf der Suche nach Pornoheften oder auch seine ständigen Wiederholungen bestimmter Namen („ Miroslav oder Janislav“ z.B.) haben mich mit den Augen rollen lassen. Ich habe mich gefragt, ob Biller seine Leser für ein bißchen beschränkt hält, dass er immer wieder denselben müden Witz machen muß, der schon beim ersten Mal nicht lustig war oder was er mit dieser ständigen Wiederholung bezweckt. Auch wenn es sicherlich Kleinigkeiten sind, so haben sie nicht gerade zu einer höheren Bewertung geführt. Was ich ziemlich gut fand, war die Idee der sechs Perspektiven, wodurch die alte Schuld der Denunzierung des Taten aufgeklärt werden soll. Gerade die unterschiedliche Sicht der verschiedenen Personen, die Erinnerungen an das Geschehene fand ich ziemlich interessant. Aber ich finde man hätte da mehr herausholen, es zu einem gelungenen Ganzen anspitzen müssen, so dass sich die Fäden miteinander verknüpfen und nicht lose herumhängen. Ich wußte am Ende nicht mehr, was nun wahr ist und was nicht. Sollte das so sein? Weil jede Person nun mal seine eigene Wahrheit hat? Für mich ist das offene Ende ein Rätsel, auch wenn mir bewußt ist, dass es darum auch nicht geht, sondern um die Familienbande, das herrschende Mißtrauen in der Familie, aber ich hätte mir da trotz allem ein anderes Finale gewünscht. Auch die Personen blieben für mich unnahbar und keiner hat mich da so wirklich überzeugt. Also für mich war diese Buch leider eine Enttäuschung und Mittelmaß, so dass ich es nicht auf der Shortlist gesehen hätte, aber ich bin ja kein Experte.

  • David Krieger

    aus Linz

    5/5

    12.03.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig

    Ein sehr interessanter Familienroman, der die bedrückenden Lebensverhältnisse im ehemaligen Ostblock auf den Punkt bringt. Maxim Biller schreibt scharfsinnig und sprachlich ausgefeilt, verschiedene Perspektiven sowie Schauplätze erzeugen Spannung. Hat mir gut gefallen!

  • Bewertung

    aus Ludwigshafen

    5/5

    20.01.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Geschichte einer russisch/jüdischen Familie und ihr Geheimnis

    Die Geschichte einer russisch/jüdischen Familie und ihr Geheimnis Eine interessante und spannende Familiengeschichte der Familie Biller Sechs Koffer Maxim Biller Fester Einband: 208 Seiten Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.08.2018 ISBN 9783462050868 Genre: Romane Inhaltsangabe zu "Sechs Koffer" (übernommen) Eine berührende Familiengeschichte – und ein virtuoser literarischer Kriminalroman von großer politischer Aktualität. In jeder Familie gibt es Geheimnisse und Gerüchte, die von Generation zu Generation weiterleben. Manchmal geht es dabei um Leben und Tod. In seinem neuen Roman erzählt Maxim Biller von einem solchen Gerücht, dessen böse Kraft bis in die Gegenwart reicht. 'Sechs Koffer' – die Geschichte einer russisch-jüdischen Familie auf der Flucht von Ost nach West, von Moskau über Prag nach Hamburg und Zürich – ist ein virtuoses literarisches Kunststück. Aus sechs Perspektiven erzählt der Roman von einem großen Verrat, einer Denunziation. Das Opfer: der Großvater des inzwischen in Berlin lebenden Erzählers, der 1960 in der Sowjetunion hingerichtet wurde. Unter Verdacht: die eigene Verwandtschaft. Was hier auf wenig Raum gelingt, sucht seinesgleichen in der deutschen Gegenwartsliteratur: eine Erzählung über sowjetische Geheimdienstakten, über das tschechische Kino der Nachkriegszeit, vergiftete Liebesbeziehungen und die Machenschaften sexsüchtiger Kultur-Apparatschiks. Zugleich ist es aber auch eine Geschichte über das Leben hier und heute, über unsere moderne, zerrissene Welt, in der fast niemand mehr dort zu Hause ist, wo er geboren wurde und aufwuchs. 'Sechs Koffer' ist ein Roman von herausragendem stilistischen Können, elegantem Witz und einer bemerkenswerten Liebe zu seinen Figuren: Literatur in Höchstform – und spannend wie ein Kriminalroman. Meine Meinung: Wer hat den Großvater, Schmil Biller, den Taten (jiddisch Tate = Vater) denunziert, als er 1960 von Moskau nach Tschechien mit Dollar im geheimen Versteck reisen will um seinem Sohn Sjoma und dessen Ehefrau Rada zur Geburt des Enkels ein Auto kaufen will. Er wird wegen Devisenschmuggels verhaftet und wenig später hingerichtet. Das komische daran ist, dass er bereits 1958 an der Einreise in die Tschechei gehindert wurde, da er u.a. 400 englische Pfund, 3 goldene Armbanduhren von Omega und einige andere Dinge bei sich hatte. War er es vielleicht selber? Dima der 1960 kurze Zeit später am Prager Flughafen wegen Devisenschmuggels 700 Dollar in einer Filmdose und Republikflucht verhaftet wird, kommt für 6 Jahre ins Gefängnis. Im Grunde genommen kann es jeder sein. Seine 4 Söhne Wladimir, Lev, Sjoma und Dima, aber auch Natalia die Ehefrau von Dima und frühere Freundin von Sjoma. Zu dieser Zeit leben Sjoma und Dima in der CSSR, Wladimir in Rio/Brasilien und Lev in Berlin. Sechs Koffer bezieht sich auf die Verdächtigten und ein Kapitel ist Allgemein. Der Ich-Erzähler (Maxim Biller) macht sich bereits im Alter von 5 Jahren Gedanken und die Suche dauert bis 56 Jahre. Seine Suche verläuft nicht chronologisch, aber das stört das Lesevergnügen nicht. Er bringt auf diesen 200 Seiten verschiedene Eindrücke unter, zum Beispiel, dass weder Russland noch die CSSR die Juden haben will, dass Natalia als Regisseurin ihren Film Hanka Zweigova nur mit Mühe hat zu Ende drehen können, da die Filmindustrie frauenfeindlich eingestellt war. Auch war die Mutter des Erzählers Rada ihr Leben lang eifersüchtig auf Natalia. Sie warf ihr vor: „Wie kann ein Mensch nur so glücklich sein, der Theresienstadt überlebt hat, aber auf dem Weg dorthin seine Schwester für immer verloren hat.“ Familiengeheimnisse gibt es in vielen Familien. Hier steht aber nicht der Verrat im Mittelpunkt, sondern das Vertrauen. Kann ich dem Anderen vertrauen. Das Buch beginnt mit einem Zitat von Berthold Brecht: „Der Pass ist der edelste Teil von einem Mensch.“ Es drückt aus, wo ein Mensch geboren ist, wo er jetzt wohnt und wohin er reisen darf. Denn kaum einer lebt heute da, wo er geboren ist. Auch die Familie Biller war auf der Flucht von Moskau über Prag nach Berlin, Hamburg, London, Zürich, Montreal und Brasilien. Ich bin auf diesen Roman in dem Zeit Newsletter „Was für ein Tag“ und die Short-List bei Lovelybooks aufmerksam geworden. Fazit: Maxim Biller hat einen wundervollen Roman geschrieben, in dem er scheinbar alles von sich und den Seinen erzählt – und am Ende doch nichts wirklich verrät. Ich war einfach nur begeistert.

  • Circlestones Books Blog

    5/5

    19.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein autobiografischer Generationenroman und die vielschichtige Frage nach einem Verräter

    „Wäre ich geblieben, wäre ich geflohen, hätte ich selbst meine engsten Freunde und Verwandten verraten, wenn die Kommunisten mich erwischt hätten?“ (Zitat Seite 90) Inhalt: Der Großvater der Familie wird 1960 auf dem Flughafen von Moskau verhaftet und wegen seiner verbotenen Devisengeschäfte hingerichtet. Kurz danach war einer seiner Söhne, Dima, ebenfalls verhaftet worden, weil er, in Prag lebend, nach Westberlin flüchten wollte. Seither stellt sich in der Familie durch die Jahre und Generationen die Frage, ob es da einen Zusammenhang gibt, war es Dima, der damals den Großvater verraten hatte? Thema und Genre: Der Autor erzählt einen biografischen Generationenroman, eingebettet in eine Zeit der Geheimdienste, der Vertreibungen – eine Flucht quer durch Europa und darüber hinaus. Kernpunkt ist die Familie und ein Verdacht, der ihre Mitglieder entzweit. Es geht auch um die zeitlose Frage, wie man selbst sich verhalten hätte, unter extremem Druck und Lebensgefahr. Handlung und Schreibstil: Jemand hat den Großvater verraten, was diesen das Leben gekostet hat und der Verdacht und die Suche nach der Wahrheit zieht sich über die Generationen. Der Zeitablauf ist chronologisch, in Einzelkapitel und Einzelgeschichten gegliedert. Die Personen im Mittelpunkt wechseln, wie auch die Erzählform vom Ich zur personalen Erzählperspektive dort, wo der Ich-Erzähler eine vergangene Geschichte selbst nur kennt, weil sie ihm erzählt wurde. Die Frage nach dem Verräter aus dem Kreis der Familie baut den Spannungsbogen auf und bringt Elemente eines Kriminalromans in dieses Buch. Fazit: Das Schicksal einer russisch-jüdischen Familie, Verrat, Flucht, Ankommen und die Frage nach einem Verrat. Erzählt auf verhältnismäßig wenigen Seiten, aber so lebendig und packend, dass die Geschichte den Leser sofort in ihren Bann zieht.

  • Bewertung

    5/5

    17.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Biller überzeugt mit einer spannenden...

    Biller überzeugt mit einer spannenden Familienchronik und der Frage nach Schuld, Loyalität und Zusammenhalt. Spannend wie ein Krimi und absolut fesselnd.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (14)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Svenja Disselbeck

    Svenja Disselbeck

    Thalia Hürth – EKZ Hürth-Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein hoch psychologisches Familiendrama,...

    Ein hoch psychologisches Familiendrama, bei dem Biller nicht davor zurückschreckt, den Finger in die Wunde zu legen!
  • Zum Bewerterprofil von Kerstin Wichmann

    Kerstin Wichmann

    Thalia Recklinghausen – Palais Vest

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die eigene Familiengeschichte...

    Die eigene Familiengeschichte und das Verhältnis von Verrat und Vertrauen beschreibt Maxim Biller mit stilistischer Eleganz!
  • Zum Bewerterprofil von Kerstin Hahne

    Kerstin Hahne

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.12.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Elegant,böse,aber auch trostlos-traurig...

    Elegant,böse,aber auch trostlos-traurig -diese Familiengeschichte mit Elementen eines Krimis macht betroffen und geht die ganze Zeit der Frage nach: "Wie hätte ich mich verhalten"?
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.12.2018

    eBook (ePUB 3)

    Wer ist verantwortlich für den Tod von Billers Großvater?

    Ich kann natürlich nicht einschätzen, wie stark autobiografisch "Sechs Koffer" ist, aber für die Rezension nehme ich es einfach mal an. Somit geht es in diesem Roman darum, wem anzulasten ist, Maxim Billers Großvater an den KGB verraten und somit sein Todesurteil unterschrieben zu haben. Ich bin niemand, der bei Krimis bedeutend miträt, wer wohl der Täter ist, sodass die Lösung dieser Frage auch hier nicht meine zentrale Aufmerksamkeit erhielt. Viel mehr sind es die Figuren, die Biller konstruiert, die den großen Reiz ausmachen. Wie oft liest man autobiografisch angelegte Werke, in denen die eigene Stimme nur einen Teil der Geschichte kennt und andere Figuren aus dem eigenen Leben Perspektiven ergänzen? Biller gelingt es beeindruckend, Szenen zu entwickeln, in denen Details geschildert werden, um dann sehr schnell zu hinterfragen, ob das auch nur im Ansatz an die Wahrheit heranreicht. Er wird damit zu einer selbstreflektierteren Version von Nick Carraway aus "The Great Gatsby", ein unzuverlässiger Erzähler, der sich seiner Unzulänglichkeit bewusst ist (und sehr zu meiner Entspannung beiträgt, da ich auch ganz schlecht darin bin, mich verbindlich zu erinnern). Sicherlich haben Biller und Inger-Marie Mahlke ihre für den Deutschen Buchpreis nominierten Bücher nicht als Reaktion aufeinander konzipiert, trotzdem fällt auf, dass beide ihren Fokus auf viele Figuren aufteilen, doch wo für mich "Archipel" weiter und weiter ins Leere lief, trägt jede weitere Perspektive in "Sechs Koffer" dazu bei, den Spannungsgürtel enger zu schnallen, auch wenn man nie so ganz den entspannten Sitz findet. Nicht jede Figur weiß komplett einzunehmen. Onkel Dima lässt mich recht kalt und fast genauso sehr Schwester Jelena, aber Mutter Rada und Onkel Lev sind faszinierend, und, so wenig ich mich auch auf sie einlassen möchte, ebenfalls Tante Natalia. Das Buch mag sich in Bezug auf vieles nicht festlegen, aber den Sog des Autors kann es nicht leugnen.
  • Zum Bewerterprofil von Anett Nestler

    Anett Nestler

    Thalia Hamburg – MERCADO

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was ist die Wahrheit?

    In kurzen, geschliffenen und manchmal recht ruppigen Sätzen erzählt Maxim Biller aus der Geschichte seiner Familie. Entstanden ist jedoch kein Epos, sondern kleine feine Episoden, die ein grosses Ganzes ergeben. Es ist die Geschichte von Vertreibung, Heimatlosigkeit, Verrat, und Aussöhnung. Es geht um ein Familiengeheimnis, welches immer präsent ist. Durch geschickte Perspektivwechsel erhält die Geschichte viele Facetten und Wahrheiten. Alles scheint möglich und dann wieder nicht. Im letzten Drittel wirkt die Geschichte etwas stereotyp. Jedoch ist das nicht weiter tragisch, denn spätestens nach dem Abschlusssatz hat man Lust, sofort von vorn zu beginnen.

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