Das Eis-Schloss

Tarjei Vesaas

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Beschreibung

Tarjei Vesaas (1897-1970) schuf mit "Das Eis-Schloss" einen dichten Roman, der sich unvergesslich ins Gedächtnis brennt. Darin erzählt er die Geschichte von zwei elfjährigen Mädchen, Siss und Unn. Unn kommt als Waise zu ihrer Tante in ein Dorf auf dem norwegischen Land und bringt mit ihrer Verstummtheit nach dem Verlust der Eltern das Gefüge der kleinen Gemeinschaft kaum merklich aus dem Gleichgewicht. Siss fühlt sich zu ihr hingezogen, die Mädchen freunden sich an - bis Unn plötzlich verschwunden ist. Ein eisgefrorener Wasserfall im Fluss mit glitzernden Türmchen und durchsichtigen Kammern, den die Kinder "Eis-Schloss" nennen, hat sie auf fatale Weise angezogen. Siss muss mit dem Verlust und ihrer Einsamkeit zurechtkommen und zieht sich in sich zurück. Wie gelingt es ihr, diese Vereisung aufzutauen und wieder Teil der Dorf- und Schulgemeinschaft zu werden?

Neben der berührenden Geschichte ist es vor allem die Sprache, die den Leser in den Roman hinein und zu den Figuren hin zieht und seinen Atem stocken lässt. Schneidende, eisklare Sätze, poetische Bilder von mitreißender Kraft, die sich einer eindeutig entschlüsselnden Lesart entziehen. In der Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel funkeln die Sätze in diskreter Präzision, wie in Eis gekratzt, und können von allen Seiten betrachtet werden, ohne sich durchdringen zu lassen - der Roman behält manche Geheimnisse für sich. "Das Eis-Schloss" ist eine virtuose Studie existenzieller Einsamkeit und der Sehnsucht nach menschlicher Nähe und Verbindung, aber gleichzeitig ist es auch ein formal bezwingendes Sprachkunstwerk von enorm suggestiver Kraft.

Produktdetails

Verkaufsrang 76457
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 02.08.2019
Verlag Guggolz Verlag
Seitenzahl 199 (Printausgabe)
Dateigröße 1733 KB
Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel
Sprache Deutsch
EAN 9783945370889

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Wunderschön und sehr traurig

PMelittaM aus Köln am 21.02.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Als Unn neu in den Ort zieht, fühlt sich Siss schnell von ihr angezogen. Die Mädchen freunden sich an, doch dann verschwindet Unn. Der Autor malt wunderschöne Bilder mit seiner poetischen und sehr atmosphärischen Sprache. Es ist klirrendkalt, am Wasserfall hat sich ein Eisschloss gebildet. Es nimmt in der Geschichte eine zentrale Rolle ein, neben der Suche nach Unn und Siss‘ Trauer um die Freundin, von der keiner weiß, was mit ihr geschehen ist – außer dem Leser. Die Erzählung wird noch lange in mir nachhallen. Der Roman von 1963 ist ein Klassiker, den es sich zu lesen lohnt. Bisher hatte ich von Tarjei Vesass noch nie gehört, ein Versäumnis, das ich nun ändern konnte. Ich empfehle den Roman sehr gerne weiter und vergebe volle Punktzahl.

5/5

Wunderschön und sehr traurig

PMelittaM aus Köln am 21.02.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Als Unn neu in den Ort zieht, fühlt sich Siss schnell von ihr angezogen. Die Mädchen freunden sich an, doch dann verschwindet Unn. Der Autor malt wunderschöne Bilder mit seiner poetischen und sehr atmosphärischen Sprache. Es ist klirrendkalt, am Wasserfall hat sich ein Eisschloss gebildet. Es nimmt in der Geschichte eine zentrale Rolle ein, neben der Suche nach Unn und Siss‘ Trauer um die Freundin, von der keiner weiß, was mit ihr geschehen ist – außer dem Leser. Die Erzählung wird noch lange in mir nachhallen. Der Roman von 1963 ist ein Klassiker, den es sich zu lesen lohnt. Bisher hatte ich von Tarjei Vesass noch nie gehört, ein Versäumnis, das ich nun ändern konnte. Ich empfehle den Roman sehr gerne weiter und vergebe volle Punktzahl.

5/5

Ein Buch von zeitloser Schönheit

Karin Braun aus Kiel am 19.01.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Eine Stadt in Norwegen, ein Wasserfall, der im Winter zum Eis-Schloss friert und die beiden 11-jährigen Mädchen Siss und Unn, sind die Protagonist!nnen in Tarjei Vesaas Roman. Unn, die ihre Mutter verloren hat, kommt in die Stadt, um nach dem Tod ihrer Mutter, bei ihrer Tante zu leben . Durch ihre Traurigkeit ist sie eine Außenseiterin. Siss, eine robuste 11-jährige und oft die Anführerin ihrer Gruppe, gelingt es schließlich Unn näher zu kommen. Die Mädchen verbringen einen Abend miteinander, an dem Unn ein dunkles Geheimnis andeutet. Am nächsten Tag ist Unn verschwunden und bleibt es auch. Mit Unns Verschwinden erstarrt auch die Welt für Siss. Sie verliert sich fast selbst bei dem Versuch ihre Freundin nicht zu vergessen. Das Eis-Schloss ragt sowohl als Bedrohung, als auch als Metapher über der Geschichte. Es könnte ein Symbol für das an keiner Stelle enthüllte Geheimnis Unns stehen, aber auch für den Übergang von der Kindheit ins Erwachsensein. Beim Lesen kommt man nicht auf die Idee, dass das Buch fast 50 Jahre alt ist. Tarjei Vesaas Sprache ist zeitlos. Er bedient sich keiner Schnörkel und Verzierungen und doch ist der Text voller Poesie. Die Beschreibungen des Eises und der Gefühlswelt Sinns sind eisklar und warm und voller Wärme. Das Eis-Schloss wurde 1964 mit dem Preis des Nordischen Rates ausgezeichnet.

5/5

Ein Buch von zeitloser Schönheit

Karin Braun aus Kiel am 19.01.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Eine Stadt in Norwegen, ein Wasserfall, der im Winter zum Eis-Schloss friert und die beiden 11-jährigen Mädchen Siss und Unn, sind die Protagonist!nnen in Tarjei Vesaas Roman. Unn, die ihre Mutter verloren hat, kommt in die Stadt, um nach dem Tod ihrer Mutter, bei ihrer Tante zu leben . Durch ihre Traurigkeit ist sie eine Außenseiterin. Siss, eine robuste 11-jährige und oft die Anführerin ihrer Gruppe, gelingt es schließlich Unn näher zu kommen. Die Mädchen verbringen einen Abend miteinander, an dem Unn ein dunkles Geheimnis andeutet. Am nächsten Tag ist Unn verschwunden und bleibt es auch. Mit Unns Verschwinden erstarrt auch die Welt für Siss. Sie verliert sich fast selbst bei dem Versuch ihre Freundin nicht zu vergessen. Das Eis-Schloss ragt sowohl als Bedrohung, als auch als Metapher über der Geschichte. Es könnte ein Symbol für das an keiner Stelle enthüllte Geheimnis Unns stehen, aber auch für den Übergang von der Kindheit ins Erwachsensein. Beim Lesen kommt man nicht auf die Idee, dass das Buch fast 50 Jahre alt ist. Tarjei Vesaas Sprache ist zeitlos. Er bedient sich keiner Schnörkel und Verzierungen und doch ist der Text voller Poesie. Die Beschreibungen des Eises und der Gefühlswelt Sinns sind eisklar und warm und voller Wärme. Das Eis-Schloss wurde 1964 mit dem Preis des Nordischen Rates ausgezeichnet.

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Grandioses Buch über Freundschaft, Bindung und Gemeinschaft

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Wann taut das Eis? Wann werden wir Erwachsen sein? Und bleiben wir für immer Kind? In Norwegen ein Klassiker, bei uns ein Geheimtipp!!! Wunderschön erzählt in klarer Sprache, eindringlich, mitfühlend. Es besitzt so eine Kraft und soviel Liebe! Einfach "Wundervoll".
5/5

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Zum Ausklang noch einmal Norwegen: Atemberaubend schöne Literatur für die kalte Jahreszeit

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

(Lesbarer ist dieser Text, wenn man auf meinen Namen klickt, dann erscheint er mit Absätzen.) Bereits 1993, als dieser Roman aus dem Jahre 1963 in englischer Übersetzung erschien, schrieb Doris Lessing: "Alle Superlative sind abgenutzt, zu oft haben wir sie eingesetzt, um irgendein gutes Buch, das neben anderen nach Aufmerksamkeit schreit, sichtbar zu machen. 'Einzigartig!' 'Unvergesslich!' 'Außergewöhnlich!' Aber das wird über allen möglichen Mist gesagt." Es dennoch mit den eigenen unzureichenden Worten zu versuchen, ist eigentlich müßig. Doch dieses im kleinen, feinen Guggolz-Verlag erschienene Buch verdient unbedingt Sichtbarkeit. Die eiskalte Schönheit dieses Romans ist fast nicht zu ertragen, und doch wird man davon sofort "wie von Klauen an der Stirn gepackt." Eiskalt und grausam, wie man vom Wissen zum Hoffen, und weiter vom Hoffen zum Wissen gnadenlos in dieses Eis geschickt wird. Dabei bleibt alles durch und durch rätselhaft. Bei aller Grausamkeit erzählt diese Geschichte, wie Doris Lessing vor beinahe 30 Jahren schrieb, vom Zusammenhalt, von der Fürsorge und der Verantwortung füreinander "in einer jener Gemeinden, die es in unserer brutalen, hässlichen Zeit nicht mehr geben könnte." Wieviel brutaler und hässlicher es heutzutage ist. Die zweite Hauptperson im Roman ist einmal mehr die dem Menschen gegenüber so gleichgültige Natur, und sie ist alles andere als still. Es ist die Beschreibung einer umwerfenden Naturerscheinung, die sich unerbittlich in den Vordergrund drängt. Ich wünschte nur, dass in den Klappentexten und Rezensionen nicht schon fast der ganze Inhalt verraten würde! Wie viel besser liest sich dieser Text und viele andere Texte ohne allzu ausführliche Inhaltsangaben! Wozu denn bloß? Wie traurig ist es denn, die anderen Leser ihre Entdeckungen nicht selbst machen zu lassen? Auf die Übersetzungen von Hinrich Schmidt-Henkel ist wie immer Verlass, er fängt den poetischen, seltsamen, fremden und fast traumartigen Ton wunderbar ein. "Der wilde Vogel mit den Stahlklauen zog einen Schrägstrich zwischen zwei Bergesgipfeln, er brauchte keine Zeit dazu. Er ließ sich nicht nieder, stieg wieder auf und schnitt weiter seine Bahn. ... Sein Auge sandte geradezu Glassplitter und Blitze durch die Frostluft, und sie sahen alles." "Der feuchte Wind im Winterdunkel kann den Menschen zum Leuchten bringen." "Es schneit ohne Unterlass/ auf stille Brücken/ Brücken, von denen niemand weiß." "Befreit wird man nicht dank eines einzigen guten Wortes." "Ein Fels steht im fließenden Wasser. Er steht da wie eine still in die Luft erhobene Axt und zerteilt die Zeiten für uns, damit wir rasch genug vorankommen. Wir werden erwartet." Ich schließe mich Doris Lessing an, die 1993 bei Erscheinen der englischen Übersetzung (30 Jahre nach dem Original) über diesen atemberaubenden Roman schrieb: "So feinsinnig. So stark. So anders als alle anderen. Er ist einzigartig. Er ist unvergesslich. Er ist außergewöhnlich." Mehr Menschlichkeit wäre auch heute noch schön.
5/5

Zum Ausklang noch einmal Norwegen: Atemberaubend schöne Literatur für die kalte Jahreszeit

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

(Lesbarer ist dieser Text, wenn man auf meinen Namen klickt, dann erscheint er mit Absätzen.) Bereits 1993, als dieser Roman aus dem Jahre 1963 in englischer Übersetzung erschien, schrieb Doris Lessing: "Alle Superlative sind abgenutzt, zu oft haben wir sie eingesetzt, um irgendein gutes Buch, das neben anderen nach Aufmerksamkeit schreit, sichtbar zu machen. 'Einzigartig!' 'Unvergesslich!' 'Außergewöhnlich!' Aber das wird über allen möglichen Mist gesagt." Es dennoch mit den eigenen unzureichenden Worten zu versuchen, ist eigentlich müßig. Doch dieses im kleinen, feinen Guggolz-Verlag erschienene Buch verdient unbedingt Sichtbarkeit. Die eiskalte Schönheit dieses Romans ist fast nicht zu ertragen, und doch wird man davon sofort "wie von Klauen an der Stirn gepackt." Eiskalt und grausam, wie man vom Wissen zum Hoffen, und weiter vom Hoffen zum Wissen gnadenlos in dieses Eis geschickt wird. Dabei bleibt alles durch und durch rätselhaft. Bei aller Grausamkeit erzählt diese Geschichte, wie Doris Lessing vor beinahe 30 Jahren schrieb, vom Zusammenhalt, von der Fürsorge und der Verantwortung füreinander "in einer jener Gemeinden, die es in unserer brutalen, hässlichen Zeit nicht mehr geben könnte." Wieviel brutaler und hässlicher es heutzutage ist. Die zweite Hauptperson im Roman ist einmal mehr die dem Menschen gegenüber so gleichgültige Natur, und sie ist alles andere als still. Es ist die Beschreibung einer umwerfenden Naturerscheinung, die sich unerbittlich in den Vordergrund drängt. Ich wünschte nur, dass in den Klappentexten und Rezensionen nicht schon fast der ganze Inhalt verraten würde! Wie viel besser liest sich dieser Text und viele andere Texte ohne allzu ausführliche Inhaltsangaben! Wozu denn bloß? Wie traurig ist es denn, die anderen Leser ihre Entdeckungen nicht selbst machen zu lassen? Auf die Übersetzungen von Hinrich Schmidt-Henkel ist wie immer Verlass, er fängt den poetischen, seltsamen, fremden und fast traumartigen Ton wunderbar ein. "Der wilde Vogel mit den Stahlklauen zog einen Schrägstrich zwischen zwei Bergesgipfeln, er brauchte keine Zeit dazu. Er ließ sich nicht nieder, stieg wieder auf und schnitt weiter seine Bahn. ... Sein Auge sandte geradezu Glassplitter und Blitze durch die Frostluft, und sie sahen alles." "Der feuchte Wind im Winterdunkel kann den Menschen zum Leuchten bringen." "Es schneit ohne Unterlass/ auf stille Brücken/ Brücken, von denen niemand weiß." "Befreit wird man nicht dank eines einzigen guten Wortes." "Ein Fels steht im fließenden Wasser. Er steht da wie eine still in die Luft erhobene Axt und zerteilt die Zeiten für uns, damit wir rasch genug vorankommen. Wir werden erwartet." Ich schließe mich Doris Lessing an, die 1993 bei Erscheinen der englischen Übersetzung (30 Jahre nach dem Original) über diesen atemberaubenden Roman schrieb: "So feinsinnig. So stark. So anders als alle anderen. Er ist einzigartig. Er ist unvergesslich. Er ist außergewöhnlich." Mehr Menschlichkeit wäre auch heute noch schön.

Michaela Höher
  • Michaela Höher
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