Die verdammte Generation

Die verdammte Generation

Gespräche mit den letzten Soldaten des Zweiten Weltkriegs

20,00 € inkl. gesetzl. MwSt.

Sofort lieferbar

Versandkostenfrei

Weitere Formate

Beschreibung

Während Holocaust und Judenverfolgung seit Jahrzehnten ihren berechtigten Platz besetzen, haben wir vergessen, die Soldaten, die auf deutscher Seite im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben, zu fragen, wie das alles wirklich war im Krieg. Ein Versäumnis, das Ende der 1960er-Jahre seinen Anfang nahm, als rebellische Studenten damit begannen, ihre Elterngeneration pauschal als Nazis zu verdammen.

Alle bisherigen Versuche einer differenzierten Betrachtung unserer dunkelsten Geschichte scheiterten. Die Legende einer sauberen Wehrmacht ist zur Legende einer verbrecherischen Wehrmacht verkommen. Dabei haben historische Erkenntnisse nie bezweifelt, dass nur ein geringer Teil der Wehrmachtssoldaten an Kriegsverbrechen und Holocaust beteiligt war. Wenn es gelingt, dies anzuerkennen, können wir den Blick auf unsere Vergangenheit erweitern und uns selbst besser verstehen lernen. Wer weiß denn schon, wie es sich anfühlte, in einem Jagdflieger abgeschossen zu werden und allein im Mittelmeer zu treiben? Wie ertrugen unsere Väter und Großväter die qualvolle Hitze in Afrika oder unerträgliche Kälte und Hunger im Kessel von Stalingrad? Können wir weiterhin pauschal verurteilen, wenn wir erfahren, welches Leid Bromberger Blutsonntag, Rheinwiesenlager oder die Gemetzel während des D-Days und der Allerseelenschlacht über deutsche Soldaten gebracht haben?

13 Zeitzeugen der bedeutendsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges bitten letztmalig darum, gehört zu werden. Sie öffnen sich und sprechen schonungslos ehrlich über alles, was sie erlebten. Hören wir ihnen zu, anstatt sie zu verdammen.

Dr. phil. Christian Hardinghaus, geboren 1978 in Osnabrück, promovierte nach seinem Magisterstudium der Geschichte, Literatur- und Medienwissenschaft (Film und TV) an der Universität Osnabrück im Bereich Propaganda- und Antisemitismusforschung und schloss danach ein Studium des gymnasialen Lehramtes mit dem Master of Education in der Fachkombination Geschichte/Deutsch ab. Seine historischen Schwerpunkte liegen in der Erforschung des NS-Systems und des Zweiten Weltkrieges. Er ist außerdem schulisch ausgebildeter Fachjournalist und arbeitet als Lektor, Autor und beratender Historiker. Seine Artikel erscheinen in zahlreichen regionalen und überregionalen Zeitungen und Magazinen. Er veröffentlicht sowohl Sachbücher als auch Romane.

Details

  • Einband

    Gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    21.02.2020

  • Verlag Europa Verlage
  • Seitenzahl

    328

  • Maße (L/B/H)

    22,1/14,2/3,5 cm

Beschreibung

Details

  • Einband

    Gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    21.02.2020

  • Verlag Europa Verlage
  • Seitenzahl

    328

  • Maße (L/B/H)

    22,1/14,2/3,5 cm

  • Gewicht

    547 g

  • Auflage

    4. Auflage (4)

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-95890-297-8

Das meinen unsere Kund*innen

4.7

14 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

Ein "Muss" für jeden, der sich für dieses Thema interessiert

Bewertung aus Moosburg am 29.01.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Während Holocaust und Judenverfolgung seit Jahrzehnten ihren berechtigten Platz besetzen, haben wir vergessen, die Soldaten, die auf deutscher Seite im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben, zu fragen, wie das alles wirklich war im Krieg. Ein Versäumnis, das Ende der 1960er-Jahre seinen Anfang nahm, als rebellische Studenten damit begannen, ihre Elterngeneration pauschal als Nazis zu verdammen. Alle bisherigen Versuche einer differenzierten Betrachtung unserer dunkelsten Geschichte scheiterten. Die Legende einer sauberen Wehrmacht ist zur Legende einer verbrecherischen Wehrmacht verkommen. Dabei haben historische Erkenntnisse nie bezweifelt, dass nur ein geringer Teil der Wehrmachtssoldaten an Kriegsverbrechen und Holocaust beteiligt war. Wenn es gelingt, dies anzuerkennen, können wir den Blick auf unsere Vergangenheit erweitern und uns selbst besser verstehen lernen. Wer weiß denn schon, wie es sich anfühlte, in einem Jagdflieger abgeschossen zu werden und allein im Mittelmeer zu treiben? Wie ertrugen unsere Väter und Großväter die qualvolle Hitze in Afrika oder unerträgliche Kälte und Hunger im Kessel von Stalingrad? Können wir weiterhin pauschal verurteilen, wenn wir erfahren, welches Leid Bromberger Blutsonntag, Rheinwiesenlager oder die Gemetzel während des D-Days und der Allerseelenschlacht über deutsche Soldaten gebracht haben? 13 Zeitzeugen der bedeutendsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges bitten letztmalig darum, gehört zu werden. Sie öffnen sich und sprechen schonungslos ehrlich über alles, was sie erlebten. Hören wir ihnen zu, anstatt sie zu verdammen. (Klappentext) Wie habe ich den 2. Weltkrieg erlebt? Gar nicht, weil ich das Glück hatte, „Nachgeborener“ zu sein. Allerdings habe ich die Folgen des Krieges in den 1950er Jahren noch in meinem unmittelbaren Umfeld erlebt. Kriegsinvaliden, Bein- und Armamputiert, Kriegsblinde und Kriegerwitwen und Kriegs(halb)waisen, mit denen wir gespielt haben und gestrandete Heimkehrer, die nirgendwo so richtig dazu gehörten und sich mit Alkohol am Ende einer Arbeitswoche in eine andere Welt begeben haben. Alle hatten eines gemeinsam: Über Kriegserlebnisse wurde nicht gesprochen, zumindest nicht mit jemandem, der nicht unmittelbar “dazugehörte“. Wenn man sich also für diese Thematik ernsthaft interessiert, hat man als Laie nur die Möglichkeit, dies z. B. über entsprechende Literatur zu vertiefen. Und hier beginnt das Problem. Soweit deutsche Autoren oder Historiker dazu schreiben hat man vielfach den Eindruck, dass Fakten, die nicht in den jeweils geltenden Meinungskorridor passen, schlichtweg ignoriert werden. Die Wahrheit spielt oft eine untergeordnete Rolle, bzw. scheint unerwünscht zu sein. Ich habe auch gelesen, dass Historiker schon deshalb nicht oder nicht objektiv darüber schreiben, um persönliche Nachteile und Anfeindungen zu vermeiden. Wer also tiefer einsteigen möchte tut gut daran auf ausländische Autoren/Veröffentlichungen zuzugreifen. Nach Valentin Falin (Zweite Front) ist ein Historiker nur der Wahrheit verpflichtet. In diesem Kontext ist die Vorgehensweise rund herum abzulehnen, in Publikationen und über sonstige Medien die Soldaten der Wehrmacht grundsätzlich und ausnahmslos als Täter zu verurteilen. Sämtliche Mittel scheinen dafür recht zu sein, wie man am Beispiel „Wehrmachtsaustellung“ sehen kann. Selbst Denkmäler oder Grabstätten werden Medien wirksam durch selbst ernannte Aktivisten geschändet, die dadurch allerdings keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben. Umso wichtiger ist es nun, dass ein Historiker den Mut gefunden hat dieses Buch zu schreiben. Er hat nicht nur den Mut dazu gefunden, er hat es auch exzellent ausgeführt. Kurz und knapp wurde hier sowohl die Wehrmacht beurteilt und auch der Zeitgeist findet sich wieder. Die Verbindung zu einigen der letzten unmittelbar Betroffenen der Erlebnisgeneration ist gut hergestellt. Auch Kriegsverbrechen der Sieger werden nicht ausgeblendet. Dieses Buch ist ein „Muss“ für jeden, der sich für dieses Thema interessiert. Daher volle Punktzahl

Ein "Muss" für jeden, der sich für dieses Thema interessiert

Bewertung aus Moosburg am 29.01.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Während Holocaust und Judenverfolgung seit Jahrzehnten ihren berechtigten Platz besetzen, haben wir vergessen, die Soldaten, die auf deutscher Seite im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben, zu fragen, wie das alles wirklich war im Krieg. Ein Versäumnis, das Ende der 1960er-Jahre seinen Anfang nahm, als rebellische Studenten damit begannen, ihre Elterngeneration pauschal als Nazis zu verdammen. Alle bisherigen Versuche einer differenzierten Betrachtung unserer dunkelsten Geschichte scheiterten. Die Legende einer sauberen Wehrmacht ist zur Legende einer verbrecherischen Wehrmacht verkommen. Dabei haben historische Erkenntnisse nie bezweifelt, dass nur ein geringer Teil der Wehrmachtssoldaten an Kriegsverbrechen und Holocaust beteiligt war. Wenn es gelingt, dies anzuerkennen, können wir den Blick auf unsere Vergangenheit erweitern und uns selbst besser verstehen lernen. Wer weiß denn schon, wie es sich anfühlte, in einem Jagdflieger abgeschossen zu werden und allein im Mittelmeer zu treiben? Wie ertrugen unsere Väter und Großväter die qualvolle Hitze in Afrika oder unerträgliche Kälte und Hunger im Kessel von Stalingrad? Können wir weiterhin pauschal verurteilen, wenn wir erfahren, welches Leid Bromberger Blutsonntag, Rheinwiesenlager oder die Gemetzel während des D-Days und der Allerseelenschlacht über deutsche Soldaten gebracht haben? 13 Zeitzeugen der bedeutendsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges bitten letztmalig darum, gehört zu werden. Sie öffnen sich und sprechen schonungslos ehrlich über alles, was sie erlebten. Hören wir ihnen zu, anstatt sie zu verdammen. (Klappentext) Wie habe ich den 2. Weltkrieg erlebt? Gar nicht, weil ich das Glück hatte, „Nachgeborener“ zu sein. Allerdings habe ich die Folgen des Krieges in den 1950er Jahren noch in meinem unmittelbaren Umfeld erlebt. Kriegsinvaliden, Bein- und Armamputiert, Kriegsblinde und Kriegerwitwen und Kriegs(halb)waisen, mit denen wir gespielt haben und gestrandete Heimkehrer, die nirgendwo so richtig dazu gehörten und sich mit Alkohol am Ende einer Arbeitswoche in eine andere Welt begeben haben. Alle hatten eines gemeinsam: Über Kriegserlebnisse wurde nicht gesprochen, zumindest nicht mit jemandem, der nicht unmittelbar “dazugehörte“. Wenn man sich also für diese Thematik ernsthaft interessiert, hat man als Laie nur die Möglichkeit, dies z. B. über entsprechende Literatur zu vertiefen. Und hier beginnt das Problem. Soweit deutsche Autoren oder Historiker dazu schreiben hat man vielfach den Eindruck, dass Fakten, die nicht in den jeweils geltenden Meinungskorridor passen, schlichtweg ignoriert werden. Die Wahrheit spielt oft eine untergeordnete Rolle, bzw. scheint unerwünscht zu sein. Ich habe auch gelesen, dass Historiker schon deshalb nicht oder nicht objektiv darüber schreiben, um persönliche Nachteile und Anfeindungen zu vermeiden. Wer also tiefer einsteigen möchte tut gut daran auf ausländische Autoren/Veröffentlichungen zuzugreifen. Nach Valentin Falin (Zweite Front) ist ein Historiker nur der Wahrheit verpflichtet. In diesem Kontext ist die Vorgehensweise rund herum abzulehnen, in Publikationen und über sonstige Medien die Soldaten der Wehrmacht grundsätzlich und ausnahmslos als Täter zu verurteilen. Sämtliche Mittel scheinen dafür recht zu sein, wie man am Beispiel „Wehrmachtsaustellung“ sehen kann. Selbst Denkmäler oder Grabstätten werden Medien wirksam durch selbst ernannte Aktivisten geschändet, die dadurch allerdings keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben. Umso wichtiger ist es nun, dass ein Historiker den Mut gefunden hat dieses Buch zu schreiben. Er hat nicht nur den Mut dazu gefunden, er hat es auch exzellent ausgeführt. Kurz und knapp wurde hier sowohl die Wehrmacht beurteilt und auch der Zeitgeist findet sich wieder. Die Verbindung zu einigen der letzten unmittelbar Betroffenen der Erlebnisgeneration ist gut hergestellt. Auch Kriegsverbrechen der Sieger werden nicht ausgeblendet. Dieses Buch ist ein „Muss“ für jeden, der sich für dieses Thema interessiert. Daher volle Punktzahl

eindrückliche persönliche Einblicke in das Leben von 13 Wehrmachtsoldaten

annlu am 29.01.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie sah das Leben einfacher Soldaten im zweiten Weltkrieg aus? Wie kamen sie zur Wehrmacht und was war ihre Einstellung gegenüber dem Nationalsozialismus? Dreizehn Zeitzeugen berichten über ihre persönlichen Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg. Wer sich mit Geschichte auseinandersetzt weiß, dass historische Quellen ganz unterschiedlicher Natur sein können. Manche Bücher gehen von Originaldokumenten aus, andere setzen auf Statistiken und Zahlen, wieder andere widmen sich den Menschen. Als Historiker ist es dem Autor wichtig, gleich zu Beginn zu erwähnen, dass Interviews mit Zeitzeugen einen individuellen Blick auf das Geschehen gibt. Dennoch sollten sie nicht ausgeklammert werden. Zudem ist es dem Autor ein Anliegen, den Zweiten Weltkrieg von einer anderen Seite zu betrachten. Sind Holocaust, Judenverfolgung und die Machtübernahme und Ausübung der Nationalsozialisten vielbeschriebene Themen, so wird das Schicksal der einfachen Wehrmachtsmitglieder oft an die Seite geschoben. Auch die Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Wehrmacht möchte der Autor hinterfragen. Mit diesen Zielen im Hinterkopf erzählt er die Geschichte von dreizehn Männern, die den Krieg als Soldaten der Wehrmacht erlebt haben. Dabei waren sie Angehörige der unterschiedlichsten Teile der Wehrmacht und an unterschiedlichen Fronten im Einsatz. Die Geschichten der Männer ergänzt der Autor mit fachlichen Hintergrundinformationen, die er in die Erzählungen integriert. Den Abschluss bilden jeweils drei Fragen an die Männer, die er aus den Interviews ausgewählt hat und deren Antworten im Original wiedergegeben werden. Obwohl die Fragen unterschiedlich ausfallen, steht diejenigen nach dem Wissen um den Holocaust aber auch die Sicht auf die heutige Gesellschaft und Ratschläge, die sie jungen Menschen geben würden, im Vordergrund. Der Leser bekommt hier eine persönliche Sicht auf den Zweiten Weltkrieg. Die Erlebnisse zeigen Detailaufnahmen, die vom Autor in einen Kontext gesetzt werden. Das große Kriegsgeschehen kann dadurch nicht nachvollzogen werden, sehr wohl aber Einzelschicksale und die Brutalität des Krieges. Die Schicksale der Männer während des Krieges sind aber nicht alles dominierend. Sehr schön fand ich, dass der Autor in jedem Abschnitt die Männer, die ihm während der Interviews gegenüber saßen, vorstellte. Wie geht es ihnen im Alter? Wie leben sie nun als alte Männer? So zeichnet er ein Lebensportrait jedes einzelnen, das auch seine Kindheit und das Leben nach dem Krieg miteinbezieht. Fazit: Durch die persönlichen Erzählungen bekommt man als Leser einen eindrücklichen Einblick in Details des Kriegsgeschehens. Die fachlichen Ausführungen ergänzen diesen. Mich haben besonders die Intentionen des Autors angesprochen.

eindrückliche persönliche Einblicke in das Leben von 13 Wehrmachtsoldaten

annlu am 29.01.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie sah das Leben einfacher Soldaten im zweiten Weltkrieg aus? Wie kamen sie zur Wehrmacht und was war ihre Einstellung gegenüber dem Nationalsozialismus? Dreizehn Zeitzeugen berichten über ihre persönlichen Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg. Wer sich mit Geschichte auseinandersetzt weiß, dass historische Quellen ganz unterschiedlicher Natur sein können. Manche Bücher gehen von Originaldokumenten aus, andere setzen auf Statistiken und Zahlen, wieder andere widmen sich den Menschen. Als Historiker ist es dem Autor wichtig, gleich zu Beginn zu erwähnen, dass Interviews mit Zeitzeugen einen individuellen Blick auf das Geschehen gibt. Dennoch sollten sie nicht ausgeklammert werden. Zudem ist es dem Autor ein Anliegen, den Zweiten Weltkrieg von einer anderen Seite zu betrachten. Sind Holocaust, Judenverfolgung und die Machtübernahme und Ausübung der Nationalsozialisten vielbeschriebene Themen, so wird das Schicksal der einfachen Wehrmachtsmitglieder oft an die Seite geschoben. Auch die Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Wehrmacht möchte der Autor hinterfragen. Mit diesen Zielen im Hinterkopf erzählt er die Geschichte von dreizehn Männern, die den Krieg als Soldaten der Wehrmacht erlebt haben. Dabei waren sie Angehörige der unterschiedlichsten Teile der Wehrmacht und an unterschiedlichen Fronten im Einsatz. Die Geschichten der Männer ergänzt der Autor mit fachlichen Hintergrundinformationen, die er in die Erzählungen integriert. Den Abschluss bilden jeweils drei Fragen an die Männer, die er aus den Interviews ausgewählt hat und deren Antworten im Original wiedergegeben werden. Obwohl die Fragen unterschiedlich ausfallen, steht diejenigen nach dem Wissen um den Holocaust aber auch die Sicht auf die heutige Gesellschaft und Ratschläge, die sie jungen Menschen geben würden, im Vordergrund. Der Leser bekommt hier eine persönliche Sicht auf den Zweiten Weltkrieg. Die Erlebnisse zeigen Detailaufnahmen, die vom Autor in einen Kontext gesetzt werden. Das große Kriegsgeschehen kann dadurch nicht nachvollzogen werden, sehr wohl aber Einzelschicksale und die Brutalität des Krieges. Die Schicksale der Männer während des Krieges sind aber nicht alles dominierend. Sehr schön fand ich, dass der Autor in jedem Abschnitt die Männer, die ihm während der Interviews gegenüber saßen, vorstellte. Wie geht es ihnen im Alter? Wie leben sie nun als alte Männer? So zeichnet er ein Lebensportrait jedes einzelnen, das auch seine Kindheit und das Leben nach dem Krieg miteinbezieht. Fazit: Durch die persönlichen Erzählungen bekommt man als Leser einen eindrücklichen Einblick in Details des Kriegsgeschehens. Die fachlichen Ausführungen ergänzen diesen. Mich haben besonders die Intentionen des Autors angesprochen.

Unsere Kund*innen meinen

Die verdammte Generation

von Christian Hardinghaus

4.7

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Die verdammte Generation