Produktbild: Die verdammte Generation

Die verdammte Generation Der Zweite Weltkrieg aus der Sicht der letzten Zeitzeugen — Gespräche mit den letzten Soldaten des Zweiten Weltkriegs

19

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.02.2020

Abbildungen

mit zahlreichen Fotos und Abbildungen

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

328

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/3,5 cm

Gewicht

556 g

Farbe

Hellblau / Anthrazit

Auflage

4. Auflage (4)

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-297-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.02.2020

Abbildungen

mit zahlreichen Fotos und Abbildungen

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

328

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/3,5 cm

Gewicht

556 g

Farbe

Hellblau / Anthrazit

Auflage

4. Auflage (4)

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-297-8

Herstelleradresse

Europa Verlag GmbH
Johannisplatz 15
81667 München
DE

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  • NiWa

    5/5

    07.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das war die Hölle

    Dreizehn deutsche Soldaten erzählen, wie sie den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Christian Hardinghaus ergreift die letzte Chance, die Geschichten dieser Männer zu bewahren und damit die Menschen der Gegenwart und Zukunft mit einem differenzierten Blick auf die verdammte Generation des Zweiten Weltkriegs zu versehen. Das Schweigen der Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg wurde gebrochen als offen über den Holocaust und die Judenverfolgung gesprochen wurde. Es handelt sich um wichtige Themen, die aus unserem Bewusstsein nicht wegzudenken sind. Zahlreiche Dokumentationen berichten über die Verbrechen der Nationalsozialisten, wie tragisch es den Juden erging und wie fassungslos die ganze Welt vor den Taten der Deutschen und Österreichern stand. Aber eine Frage wurde bisher übersehen. Wer waren die Männer, die für den Nationalsozialismus in die Schlacht gingen? Wer sind unsere (Ur-) Großväter im Krieg gewesen? Wie haben sie diesen erlebt und was haben sie bis zuletzt darüber gedacht? Christian Hardinghaus widmet sich in seinem Buch dieser verdammten Generation. Er gibt ihr stellvertretend dreizehn Namen und Lebensgeschichten, er stellt die alten Männer vor, und lässt sich an die stattlichen Burschen von damals heranführen. Bevor der Autor die einzelnen Zeitzeugen vorstellt, geht er allgemein auf die Soldaten-Generation ein. Dazu thematisiert er die historischen Hintergründe und gegenwärtigen Zwischentöne, die Entwicklung der Kriegsaufarbeitung im gesellschaftlichen Bewusstsein und nähert sich behutsam den dreizehn Herren und ihrer Geschichten an. In den einzelnen Porträts stellt er die alten Männer vor. Wer sie jetzt sind, wie sie ihren Lebensabend verbringen und welcher Weg sie bis dahin geführt hat. Danach geht es ans Eingemachte. Er lässt sie von ihren Erfahrungen im Krieg berichten, was mitten in der Seele trifft. Als Leser wird man mit damaligen Schrecken konfrontiert, erfährt, wie die Männer zum Soldaten geworden sind und wie sie sich dabei und danach gefühlt haben. „(…) so habe ich mir Krieg nicht vorgestellt. Das war die Hölle. Man kann dann, wenn man in Sicherheit ist, kaum glauben, dass man das überlebt hat.“ (S. 228) Bemerkenswert war für mich, dass viele Aspekte besprochen wurden, welche ich so bisher nicht wahrgenommen bzw. über die ich nie bewusst nachgedacht habe. Dazu zählt beispielsweise, wie unterschiedlich der Krieg erlebt wurde oder wie verschieden der Beginn der Soldatenlaufbahn war. Während der eine auf Rache für seine Familie aus war, hat der andere getan, was er tun musste, um zu überleben, und der Nächste war anfangs aus politischer Überzeugung und Inbrunst dabei. „Vielleicht habe ich mich von der Propaganda blenden lassen. Wir haben geglaubt, dass wir kommen, sehen und siegen.“ (S. 200 - 201) In allen dreizehn Berichten ist mir eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit aufgefallen. Trotz all der Gräuel, die sie erlebten, haben sich diese Männer bis zuletzt eine zuversichtliche und optimistische Einstellung bewahrt. Ich frage mich, ob sie vom Krieg geläutert waren, und wussten, dass sie ohnehin das Schlimmste schon gesehen hatten, oder ob sie aufgrund dieser positiven Energie so alt geworden sind. Sämtliche Interviews sind mit Fotografien, u.a. der interviewten Männer von damals, versehen. Gewünscht hätte ich mir, von den alten Herren Fotos zu sehen, weil sie dadurch noch greifbarer geworden wären. Ich vermute, dass die Männer damit nicht einverstanden gewesen sind, oder andere Gründe dagegen gesprochen haben. In einem Punkt muss ich Christian Hardinghaus widersprechen, weil an dieser Stelle Äpfel mit Birnen verglichen werden. Es wird angeprangert, dass in den USA Soldaten an Schulen vom Krieg und ihren Erlebnissen sprechen, während in Deutschland und Österreich Schweigen bewahrt wird. Meiner Ansicht nach ist das differenzierter zu betrachten. Einem Sieger fällt es eindeutig leichter, von seinen Heldentaten zu erzählen. Außerdem ist das amerikanische Militär ein anderes Kaliber, als das Heeresprogramm hier. Denn in den USA wird mittels Propagandamaschinerie mächtig der Nachwuchs gefördert. Es werden weder Kosten noch Mühen - oder ehemalige Soldaten an Schulen - gescheut. „Die verdammte Generation“ ist jedenfalls ein wichtiges Buch. Es ist ein Gedenken an die Kriegsgeneration, an unsere Ur-Opas und Großväter und ein weiteres Zeichen gegen das Vergessen - welche umso wichtiger werden, je länger der Zweite Weltkrieg vergangen ist.

  • Bewertung

    aus Moosburg

    5/5

    29.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein "Muss" für jeden, der sich für dieses Thema interessiert

    Während Holocaust und Judenverfolgung seit Jahrzehnten ihren berechtigten Platz besetzen, haben wir vergessen, die Soldaten, die auf deutscher Seite im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben, zu fragen, wie das alles wirklich war im Krieg. Ein Versäumnis, das Ende der 1960er-Jahre seinen Anfang nahm, als rebellische Studenten damit begannen, ihre Elterngeneration pauschal als Nazis zu verdammen. Alle bisherigen Versuche einer differenzierten Betrachtung unserer dunkelsten Geschichte scheiterten. Die Legende einer sauberen Wehrmacht ist zur Legende einer verbrecherischen Wehrmacht verkommen. Dabei haben historische Erkenntnisse nie bezweifelt, dass nur ein geringer Teil der Wehrmachtssoldaten an Kriegsverbrechen und Holocaust beteiligt war. Wenn es gelingt, dies anzuerkennen, können wir den Blick auf unsere Vergangenheit erweitern und uns selbst besser verstehen lernen. Wer weiß denn schon, wie es sich anfühlte, in einem Jagdflieger abgeschossen zu werden und allein im Mittelmeer zu treiben? Wie ertrugen unsere Väter und Großväter die qualvolle Hitze in Afrika oder unerträgliche Kälte und Hunger im Kessel von Stalingrad? Können wir weiterhin pauschal verurteilen, wenn wir erfahren, welches Leid Bromberger Blutsonntag, Rheinwiesenlager oder die Gemetzel während des D-Days und der Allerseelenschlacht über deutsche Soldaten gebracht haben? 13 Zeitzeugen der bedeutendsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges bitten letztmalig darum, gehört zu werden. Sie öffnen sich und sprechen schonungslos ehrlich über alles, was sie erlebten. Hören wir ihnen zu, anstatt sie zu verdammen. (Klappentext) Wie habe ich den 2. Weltkrieg erlebt? Gar nicht, weil ich das Glück hatte, „Nachgeborener“ zu sein. Allerdings habe ich die Folgen des Krieges in den 1950er Jahren noch in meinem unmittelbaren Umfeld erlebt. Kriegsinvaliden, Bein- und Armamputiert, Kriegsblinde und Kriegerwitwen und Kriegs(halb)waisen, mit denen wir gespielt haben und gestrandete Heimkehrer, die nirgendwo so richtig dazu gehörten und sich mit Alkohol am Ende einer Arbeitswoche in eine andere Welt begeben haben. Alle hatten eines gemeinsam: Über Kriegserlebnisse wurde nicht gesprochen, zumindest nicht mit jemandem, der nicht unmittelbar “dazugehörte“. Wenn man sich also für diese Thematik ernsthaft interessiert, hat man als Laie nur die Möglichkeit, dies z. B. über entsprechende Literatur zu vertiefen. Und hier beginnt das Problem. Soweit deutsche Autoren oder Historiker dazu schreiben hat man vielfach den Eindruck, dass Fakten, die nicht in den jeweils geltenden Meinungskorridor passen, schlichtweg ignoriert werden. Die Wahrheit spielt oft eine untergeordnete Rolle, bzw. scheint unerwünscht zu sein. Ich habe auch gelesen, dass Historiker schon deshalb nicht oder nicht objektiv darüber schreiben, um persönliche Nachteile und Anfeindungen zu vermeiden. Wer also tiefer einsteigen möchte tut gut daran auf ausländische Autoren/Veröffentlichungen zuzugreifen. Nach Valentin Falin (Zweite Front) ist ein Historiker nur der Wahrheit verpflichtet. In diesem Kontext ist die Vorgehensweise rund herum abzulehnen, in Publikationen und über sonstige Medien die Soldaten der Wehrmacht grundsätzlich und ausnahmslos als Täter zu verurteilen. Sämtliche Mittel scheinen dafür recht zu sein, wie man am Beispiel „Wehrmachtsaustellung“ sehen kann. Selbst Denkmäler oder Grabstätten werden Medien wirksam durch selbst ernannte Aktivisten geschändet, die dadurch allerdings keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben. Umso wichtiger ist es nun, dass ein Historiker den Mut gefunden hat dieses Buch zu schreiben. Er hat nicht nur den Mut dazu gefunden, er hat es auch exzellent ausgeführt. Kurz und knapp wurde hier sowohl die Wehrmacht beurteilt und auch der Zeitgeist findet sich wieder. Die Verbindung zu einigen der letzten unmittelbar Betroffenen der Erlebnisgeneration ist gut hergestellt. Auch Kriegsverbrechen der Sieger werden nicht ausgeblendet. Dieses Buch ist ein „Muss“ für jeden, der sich für dieses Thema interessiert. Daher volle Punktzahl

  • annlu

    5/5

    29.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    eindrückliche persönliche Einblicke in das Leben von 13 Wehrmachtsoldaten

    Wie sah das Leben einfacher Soldaten im zweiten Weltkrieg aus? Wie kamen sie zur Wehrmacht und was war ihre Einstellung gegenüber dem Nationalsozialismus? Dreizehn Zeitzeugen berichten über ihre persönlichen Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg. Wer sich mit Geschichte auseinandersetzt weiß, dass historische Quellen ganz unterschiedlicher Natur sein können. Manche Bücher gehen von Originaldokumenten aus, andere setzen auf Statistiken und Zahlen, wieder andere widmen sich den Menschen. Als Historiker ist es dem Autor wichtig, gleich zu Beginn zu erwähnen, dass Interviews mit Zeitzeugen einen individuellen Blick auf das Geschehen gibt. Dennoch sollten sie nicht ausgeklammert werden. Zudem ist es dem Autor ein Anliegen, den Zweiten Weltkrieg von einer anderen Seite zu betrachten. Sind Holocaust, Judenverfolgung und die Machtübernahme und Ausübung der Nationalsozialisten vielbeschriebene Themen, so wird das Schicksal der einfachen Wehrmachtsmitglieder oft an die Seite geschoben. Auch die Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Wehrmacht möchte der Autor hinterfragen. Mit diesen Zielen im Hinterkopf erzählt er die Geschichte von dreizehn Männern, die den Krieg als Soldaten der Wehrmacht erlebt haben. Dabei waren sie Angehörige der unterschiedlichsten Teile der Wehrmacht und an unterschiedlichen Fronten im Einsatz. Die Geschichten der Männer ergänzt der Autor mit fachlichen Hintergrundinformationen, die er in die Erzählungen integriert. Den Abschluss bilden jeweils drei Fragen an die Männer, die er aus den Interviews ausgewählt hat und deren Antworten im Original wiedergegeben werden. Obwohl die Fragen unterschiedlich ausfallen, steht diejenigen nach dem Wissen um den Holocaust aber auch die Sicht auf die heutige Gesellschaft und Ratschläge, die sie jungen Menschen geben würden, im Vordergrund. Der Leser bekommt hier eine persönliche Sicht auf den Zweiten Weltkrieg. Die Erlebnisse zeigen Detailaufnahmen, die vom Autor in einen Kontext gesetzt werden. Das große Kriegsgeschehen kann dadurch nicht nachvollzogen werden, sehr wohl aber Einzelschicksale und die Brutalität des Krieges. Die Schicksale der Männer während des Krieges sind aber nicht alles dominierend. Sehr schön fand ich, dass der Autor in jedem Abschnitt die Männer, die ihm während der Interviews gegenüber saßen, vorstellte. Wie geht es ihnen im Alter? Wie leben sie nun als alte Männer? So zeichnet er ein Lebensportrait jedes einzelnen, das auch seine Kindheit und das Leben nach dem Krieg miteinbezieht. Fazit: Durch die persönlichen Erzählungen bekommt man als Leser einen eindrücklichen Einblick in Details des Kriegsgeschehens. Die fachlichen Ausführungen ergänzen diesen. Mich haben besonders die Intentionen des Autors angesprochen.

  • Buecherseele79

    5/5

    06.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wir waren keine Nazis

    „Aber wie können sie urteilen, wenn sie selbst nie in der Lage gewesen sind, das zu fühlen, zu entscheiden, zu erleben und zu erleiden was wir damals in unserer Situation mussten?“ (Seite 100, Wigand) Alle Soldaten der Wehrmacht waren Nationalsozialisten, alle wussten vom Holocaust, von den Gräultaten der SS, den Befehlen von Hitler, es gibt keine Ausreden. Dies ist ein Bild welches sich mit der Generation von 1968 entstanden ist und festgesetzt wurde. Alle Eltern waren damals in der Nationalsozialistischen Zeit irgendwo engagiert und sie wussten von den Taten. Dieses Bild wurde nie hinterfragt, nie geändert, es wurden nie die Soldaten von damals gefragt, angehört, in die Öffentlichkeit gestellt. Natürlich ist es nicht zu bestreiten dass der Holocaust das Schrecklichste aller Verbrechen ist, eine Unmenschlichkeit die keine Worte findet. Aber was ist mit den Menschen die keine Wahl hatten? Und hatte man überhaupt damals eine Möglichkeit für ein „Nein“ oder nicht? Wie war es als Soldat in der Wehrmacht kämpfen zu müssen, was hat diese Männer dazu bewegt? Welches Weltbild hat sich ihnen aufgetan, wie war das Elternhaus? Ein Buch welches viele Fragen beantwortet, erklärt, aufklärt und vor allem auch die Menschen anhört die als 20jährige oder oft noch jünger, gerade zum Ende des Krieges, in die Wehrmacht eingezogen wurden oder sich freiwillig gemeldet hatten. Mit welchen Vorstellungen gingen die Soldaten an diese Situation heran? Der Autor Christian Hardinghaus hat von allen 3 Bereichen der damaligen Wehrmacht Soldaten aufgesucht und mit ihnen gesprochen – Marine, Infanterie und Luftwaffe kommen hier zu Wort. Begonnen mit ihrer Kindheit, wie sie zum Militär gefunden haben und was sie im Krieg erlebt haben. Auch werden am Ende jeder Person 3 Fragen an sie gestellt, unter anderem – was sie vom Holocaust und von den Kriegsverbrechen gewusst haben? Die Erzählungen sind unterschiedlich, die Werdegänge ebenso, die Berichte sind oft mit Fotos unterlegt. Und bei allen Erzählungen laufen innerlich Bilder ab, man fühlt mit diesen Männern mit und merkt dass sie jetzt, in einem hohen Alter, mit der Vergangenheit sehr schlecht umgehen können, sie wollen und müssen ihre Erlebnisse erzählen und der Autor nimmt sich hier die Zeit. Entstanden ist auf jeden Fall ein bedrückendes aber doch wichtiges Gesamtbild der Soldaten der Wehrmacht welches nicht weniger erschreckend und oft schockierender ist als die ganze Zeit des Dritten Reiches. Dieses Buch gibt den Männern die von vorne rein von der Gesellschaft verurteilt wurden eine Stimme, lässt ihre Geschichte nochmals lebendig werden und wirken und ist ein unheimlich wichtiges Buch. Wir müssen weiterhin die Themen aufarbeiten die sich mit dem Dritten Reich beschäftigen und müssen alle Geschehnisse einbeziehen, dazu gehören auch die Soldaten die damals wie heute nur eines im Sinn hatten – ihrem Land dienen, es zu schützen und die Familien und Menschen die dort leben. Und die ebenso ehrenhaften Männer waren wie viele andere Soldaten auch, man darf und kann nicht alle Menschen in einen Topf werfen! „Da kommen sogenannte Neonazis und beschweren sich über ihr ach so schlimmes Leben in Deutschland. Und ich frage mich, was sie wohl andauernd zu beklagen haben, wenn sie doch augenscheinlich alle genug zu essen haben und nicht mit einer Waffe in der Hand jeden Tag um ihr Leben kämpfen müssen. Allein, dass man auf die Idee kommt, heute ein Nazi sein zu wollen, klingt für mich komplett absurd.“ (151/152, Johannes) Ein Buch welches wichtiger nicht sein könnte und von daher eine ganz klare Leseempfehlung für alle!

  • Bewertung

    aus Borken

    5/5

    04.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gegen das Vergessen Das Ende…

    Gegen das Vergessen Das Ende des 2. Weltkriegs jährt sich in diesem Jahr zum fünfundsiebzigsten mal. Eine lange Zeit, in der die Menschheit von solch verheerenden Kriegen verschont geblieben ist. Die Gefahr des Vergessens nimmt jedoch mit fortlaufender Dauer immer zu, so dass es aus meiner Sicht unendlich wertvoll ist, den noch wenigen Zeitzeugen dieser dunklen Stunden, Gehör zu verschaffen. Aus diesem Grunde hat sich auch der Historiker und Autor dieses Buches Christian Hardinghaus aufgemacht, um den spannenden und oft erschreckenden Geschichten zu lauschen und sie so für die Nachwelt festzuhalten. Insgesamt hat er Gespräche mit 13 Zeitzeugen geführt, von denen seit den Recherchen zum Buch mittlerweile schon sechs gestorben sind. Desto wertvoller erscheint mir der Inhalt von "Die verdammte Generation". In den einzelnen Kapiteln kommen sehr unterschiedliche Personen zu Wort, die während des 2. Weltkriegs in verschiedenen Regionen und Funktionen eingesetzt waren. Eines haben die Berichte aber gemeinsam, sie lassen den Leser nie kalt und führen die Schrecken der damaligen Zeit manchmal unbarmherzig vor Augen. Für mich sehr nachhaltig die Schilderung eines Angriffs der russischen Übermacht, wo sich der Soldat vorher eingegraben hat und mit viel Glück überlebt, da der ihn überrollende Panzer nicht dreht. Wie schrecklich muss der Umgang mit einer solchen Erfahrung auch für den Rest des Lebens sein. Geschildert werden so die Geschehnisse vor während und nach dem Krieg. Gerade die Tatsache, dass es sich bei den Schilderungen um persönliche Einzelschicksale handelt verleiht dem Buch eine unglaubliche Authentizität. Sehr geschickt verbindet Christian Hardinghaus die Aussagen dieser Zeitzeugen mit den historischen Fakten, die die Geschehnisse beschreiben. Es bleibt auf diesem Wege stets sehr lehrreich und emotional ergreifend. Eine Kombination, die für einen langen Nachhall sorgt. Sehr gut gefallen hat mir ebenfalls, dass der Autor den jeweiligen Zeitzeugen im Anschluss noch drei Fragen stellt. Eine immer wiederkehrende Frage ist dabei, wann die jeweilige Person vom Holocaust erfahren hat. Gerade um diese Frage rankt sich in der heutigen Zeit viel Unverständnis, wie die deutschen Soldaten solche Gräueltaten billigen konnten. Schaut man auf die glaubwürdigen Antworten, erfährt man von tiefer Betroffenheit und zu Kriegszeiten einheitlicher Unkenntnis. was diese menschenverachtenden Taten anbetrifft. Dies kann vielleicht auch mit dem verallgemeinerten Vorurteil aufräumen, dass es sich bei den deutschen Soldaten des 2. Weltkriegs grundsätzlich um Nazis gehandelt hat. Das Gegenteil ist der Fall, die meisten Betroffenen sind aus Irrglaube einer imaginären Gefahr von außerhalb und oft auch einer Alternativlosigkeit in den Krieg gezogen, ohne jemals das Nazi-Gedankengut gutgeheißen zu haben. Insgesamt ist "Die verdammte Generation" für mich ein sehr wichtiges Buch, welches uns die Schrecken eins solchen Krieges vor Augen führt. Wenn man die heutige Welt betrachtet, kommt man leider zu dem Schluss, dass einige Personen diesbezüglich deutlichen Nachholbedarf haben. Da kann das Lesen eines solchen Buches nur nützlich sein, was ich auch jeden ans Herz legen möchte. Auch wenn die Schilderungen nicht immer leicht zu ertragen sind, verfehlen sie so auch niemals ihre Wirkung. Ein tolles Buch, welches ich mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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    L. Schumacher

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    5/5

    09.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein anderer Blickwinkel

    Der Historiker Christian Hardinghaus führt in diesem Buch Gespräche mit 13 ehemaligen Wehrmachtssoldaten. Diese waren an den unterschiedlichsten Orten stationiert und berichten von ihren erschreckenden Erfahrungen. Es wird eine Seite der Geschichte beleuchtet, die selten Beachtung findet. Die der einfachen Wehrmachtssoldaten.

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