Gesang der Fledermäuse

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Beschreibung

Im Sommer tummeln sich wohlhabende Städter auf dem Hochplateau an der polnisch-tschechischen Grenze. Im Winter fliehen die allermeisten Einwohner den windumtosten Ort. An den langen dunklen Tagen widmet sich Janina Duszejko der Astrologie und der Lyrik des von ihr verehrten William Blake. Man hält die ältere Dame für verschroben, wenn nicht gar für ver- rückt, auch weil sie die Gesellschaft von Tieren der von Menschen vorzieht. Dann gibt es einen Toten. Janinas Nachbar Bigfoot ist grausam erstickt: In seiner Kehle steckt der Knochen eines Rehs. Und es bleibt nicht bei einer Leiche. Janina ermittelt auf eigene Faust. Kriminalfall, philosophischer Essay, Fabel, literarisches Spiel – auf ebenso komische wie ergreifende Weise zei- gen Olga Tokarczuk und ihre hinreißende Heldin, wie sehr es unserer Gesellschaft an Respekt mangelt, ob der Natur und den Tieren gegenüber oder jenen Menschen, die am Rande stehen.

Details

Verkaufsrang

21920

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.07.2020

Verlag

Kampa Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,1/11,2/2,9 cm

Gewicht

285 g

Beschreibung

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Verkaufsrang

21920

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.07.2020

Verlag

Kampa Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,1/11,2/2,9 cm

Gewicht

285 g

Auflage

1

Reihe

Kampa Pocket

Originaltitel

Prowadź swój pług przez kości umarłych

Übersetzer

Doreen Daume

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-311-15003-9

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Der erste Roman der polnischen Nobelpreisträgerin im Taschenbuch

Ursula Z. aus Zürich am 25.08.2020

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieser Roman (Krimi? Gesellschaftsroman? Literarische Fabel?) der Nobelpreisträgerin von 2018 hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Eingebettet in Zitate und Gedichte des von der Protagonistin (und mir selber) verehrten Dichters William Blake erzählt Tokarczuk eine Geschichte von Freundschaft, von Einsamkeit, von seltsamen Begebenheiten und von mehreren Toten. Mord? Im fast unbevölkerten Grenzland Polens zu Tschechien spielt sich eine perfekt inszenierte Geschichte ab. Nicht einfach so zu verschlingen, die Figuren wie auch die Geschichte haben Ecken und Kanten – aber die Autorin schenkt uns ein unvergessliches Leseerlebnis.

Der erste Roman der polnischen Nobelpreisträgerin im Taschenbuch

Ursula Z. aus Zürich am 25.08.2020
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieser Roman (Krimi? Gesellschaftsroman? Literarische Fabel?) der Nobelpreisträgerin von 2018 hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Eingebettet in Zitate und Gedichte des von der Protagonistin (und mir selber) verehrten Dichters William Blake erzählt Tokarczuk eine Geschichte von Freundschaft, von Einsamkeit, von seltsamen Begebenheiten und von mehreren Toten. Mord? Im fast unbevölkerten Grenzland Polens zu Tschechien spielt sich eine perfekt inszenierte Geschichte ab. Nicht einfach so zu verschlingen, die Figuren wie auch die Geschichte haben Ecken und Kanten – aber die Autorin schenkt uns ein unvergessliches Leseerlebnis.

Jenseits von Transsylvanien

Bewertung am 17.10.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Janina mag ihren Namen nicht. Sie ist etwas eigenartig, interessiert sich für Astrologie, erstellt Horoskope und hat den ganzen Tag den Fernseher an. Allerdings nur den Wetterkanal. Auf ihrer Hochebene an der polnisch-tschechischen Grenze spielt das Wetter eine große Rolle. Ist es doch unter anderem an ihrem Leiden schuld. Doch von vorn. Das Buch beginnt mit einem Toten. Die Ich-Erzählerin ist überzeugt, dass sich die Tiere des Waldes an dem Wilderer gerächt haben. Schließlich ist er an einem Rehknöchelchen erstickt. Zusammen mit einem jungen Freund übersetzt die ehemalige Brückenbauingenieurin, die heute Englisch unterrichtet, Gedichte ihres englischen Lieblingsdichters William Blake. Wie sie liebte er die Natur, die sie liebevoll beschreibt. Immer wieder leuchtet versteckter Humor auf. Zum Beispiel in der Kirche (Seite 262): „Ich setzte mich in eine Bank und verfiel in eine Art Halbschlaf. Mein Denken war träge, als kämen die Gedanken von weit her, von den Holzköpfen der Engel, die hier überall verteilt waren. Mir fielen hier immer andere Dinge ein, als wenn ich zu Hause nachdachte. In diesem Sinne ist die Kirche ein guter Ort“. Die 1962 geborene Olga Tokarczuk ist eine polnische Schriftstellerin und Psychologin. Sie erhielt 2019 rückwirkend den Nobelpreis für Literatur des Jahres 2018, der zuvor nicht vergeben worden war. Über ein halbes Dutzend ihrer in Polnisch geschriebenen Bücher liegen hierzulande in Übersetzung vor. Gleich mehrere Verlage können sich freuen, sind Tokarczuks Bücher in den vergangenen Jahren doch bei verschiedenen Verlagshäusern erschienen. Auch Filmliebhabern ist der Name geläufig, spätestens seit im Februar 2017 bei den Berliner Filmfestspielen "Die Spur" im Wettbewerb um den Goldenen Bären lief: Der mystisch-geheimnisvolle Film ihrer Landsfrau Agnieszka Holland über Umwelt-, Tierschutz und Feminismus ist eine Literaturverfilmung von Tokarczuks Roman "Der Gesang der Fledermäuse" (2009). Janina ist schrullig, hat eigene Ansichten und Maßstäbe. Ich habe mich bei der Lektüre teilweise köstlich amüsiert und war am Ende des Buches erstaunt über die unerwartete Auflösung dieses Kriminalfalles, der gar nicht als solcher wirkt. Leseempfehlung!

Jenseits von Transsylvanien

Bewertung am 17.10.2021
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Janina mag ihren Namen nicht. Sie ist etwas eigenartig, interessiert sich für Astrologie, erstellt Horoskope und hat den ganzen Tag den Fernseher an. Allerdings nur den Wetterkanal. Auf ihrer Hochebene an der polnisch-tschechischen Grenze spielt das Wetter eine große Rolle. Ist es doch unter anderem an ihrem Leiden schuld. Doch von vorn. Das Buch beginnt mit einem Toten. Die Ich-Erzählerin ist überzeugt, dass sich die Tiere des Waldes an dem Wilderer gerächt haben. Schließlich ist er an einem Rehknöchelchen erstickt. Zusammen mit einem jungen Freund übersetzt die ehemalige Brückenbauingenieurin, die heute Englisch unterrichtet, Gedichte ihres englischen Lieblingsdichters William Blake. Wie sie liebte er die Natur, die sie liebevoll beschreibt. Immer wieder leuchtet versteckter Humor auf. Zum Beispiel in der Kirche (Seite 262): „Ich setzte mich in eine Bank und verfiel in eine Art Halbschlaf. Mein Denken war träge, als kämen die Gedanken von weit her, von den Holzköpfen der Engel, die hier überall verteilt waren. Mir fielen hier immer andere Dinge ein, als wenn ich zu Hause nachdachte. In diesem Sinne ist die Kirche ein guter Ort“. Die 1962 geborene Olga Tokarczuk ist eine polnische Schriftstellerin und Psychologin. Sie erhielt 2019 rückwirkend den Nobelpreis für Literatur des Jahres 2018, der zuvor nicht vergeben worden war. Über ein halbes Dutzend ihrer in Polnisch geschriebenen Bücher liegen hierzulande in Übersetzung vor. Gleich mehrere Verlage können sich freuen, sind Tokarczuks Bücher in den vergangenen Jahren doch bei verschiedenen Verlagshäusern erschienen. Auch Filmliebhabern ist der Name geläufig, spätestens seit im Februar 2017 bei den Berliner Filmfestspielen "Die Spur" im Wettbewerb um den Goldenen Bären lief: Der mystisch-geheimnisvolle Film ihrer Landsfrau Agnieszka Holland über Umwelt-, Tierschutz und Feminismus ist eine Literaturverfilmung von Tokarczuks Roman "Der Gesang der Fledermäuse" (2009). Janina ist schrullig, hat eigene Ansichten und Maßstäbe. Ich habe mich bei der Lektüre teilweise köstlich amüsiert und war am Ende des Buches erstaunt über die unerwartete Auflösung dieses Kriminalfalles, der gar nicht als solcher wirkt. Leseempfehlung!

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Melanie Burgner

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4/5

Im Fokus steht die Macht der Astrologie, Gesellschaftskritik und die Beseeltheit der Tiere

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein gelungener Mix aus Krimi, Gesellschaftskritik, Tierschutz und philosophischen Ansätzen. Mit gehobener Sprache, die nebenbei sehr schön übersetzt wurde, wird die Hauptperson Janina vorgestellt. Sie lebt allein, wirkt für andere verrückt und kann als Tierschützerin angesehen werden, denn sie versteht sich nicht sonderlich gut mit den Jägern in der Nachbarschaft . Zudem ist sie Esoterikerin und hat sich auch der Astrologie verschrieben. Bei jeden, den sie trifft versucht sie ein Horoskop zusammen zu stellen. Sie spricht mit Tieren, aber auch mit ihrer verstorbenen Mutter. Ihr Nachbar stirbt plötzlich. Ein Rehknochen steckt in seinem Hals. Für sie ganz klar, die Tiere wollten sich rächen...Doch die Polizei glaubt ihr einfach nicht und dann passiert ein weiterer Mord. Ein wenig langatmig kamen mir manche Passagen schon vor, aber die Handlung hat mich sehr fasziniert und hat mir zu Denken gegeben. Absolute Leseempfehlung!
4/5

Im Fokus steht die Macht der Astrologie, Gesellschaftskritik und die Beseeltheit der Tiere

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Die Natur schlägt zurück

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Scharfe Gesellschaftskritik verpackt in einem ironischen Krimi, mit viel skurrilem Witz und herrlich verschrobenen Figuren. Olga Tokarczuk zaubert mit Leichtigkeit Charaktere, Bilder und Stimmungen. Ganz großartig gelesen von Angelika Thomas.
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Die Natur schlägt zurück

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Scharfe Gesellschaftskritik verpackt in einem ironischen Krimi, mit viel skurrilem Witz und herrlich verschrobenen Figuren. Olga Tokarczuk zaubert mit Leichtigkeit Charaktere, Bilder und Stimmungen. Ganz großartig gelesen von Angelika Thomas.

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