Produktbild: Die Heilung der Welt

Die Heilung der Welt Das Goldene Zeitalter der Medizin 1840-1914

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

13.02.2021

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

8221 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608116434

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ePUB 3

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

13.02.2021

Verlag

Klett Cotta

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400 (Printausgabe)

Dateigröße

8221 KB

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Deutsch

EAN

9783608116434

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  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    17.03.2021

    eBook (ePUB 3)

    Medizingeschichte spannend erzählt

    Autor und Arzt Roland Gerste erfreut seine Leser wieder mit einem penibel recherchierten Buch über die Medizin und ihre Geschichte. Diesmal beschäftigt er sich mit dem sogenannten „Goldenen Zeitalter“ der Medizin. Es sind dies die Jahre zwischen 1840 und 1918, in denen die Medizin rasante Fortschritte macht, und alle jene Errungenschaften erfindet, die aus der heutigen Medizin nicht mehr wegzudenken sind: Hygiene, Anästhesie, Schmerzmittel oder Prothesen. Diese Entwicklungen sind sehr gut in den historischen Hintergrund eingebettet. Manchmal verliert sich der Autor in den historischen Details. So begeben wir uns mit Florence Nightingale und Henry Dunant auf die Schlachtfelder des Krimi-Krieges und von Solferino. Wir schlagen uns die Köpfe ein und die Gliedmaßen im amerikanischen Bürgerkrieg ab. Wir blicken Ignaz Semmelweis und Joseph Lister über die Schulter. Wir staunen mit Wilhelm Röntgen über das Bild der Knochen und legen uns bei Sigmund Freud auf die Couch. Natürlich darf ein Blick auf die aktuelle Covid-19-Pandemie und ein Vergleich zur Spanischen Grippe nicht fehlen. Fazit: Als Fan von medizin-historischen Büchern sind mir nahezu alle Persönlichkeiten und ihre Errungenschaften bekannt. Roland Gerste erzählt die Medizingeschichte Kurzweilig und gibt einen Abriss des gesellschaftlichen Umfeldes. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    17.03.2021

    eBook (ePUB 3)

    Spannender als ein Thriller

    Der Autor führt uns durch die Geschichte über die Dauer von nahezu 8 Jahrzehnten. Der Schwerpunkt liegt dabei nicht alleine auf medizinischen Entdeckungen sondern auch auf Erfindungen, die bis heute unser Leben mitgestalten. Die Rede ist unter anderem von der ersten Weltausstellung in London, der Erfindung von Eisenbahn und Fotografie sowie Berichte über Semmelweis, Koch und Morton. „Die Heilung der Welt“ wurde von einem Mann geschrieben, der sowohl Mediziner als auch Historiker ist. Sein Buch fesselte mich, weil er historische Persönlichkeiten so ganz anders als „normal“ porträtierte. Er berichtet über Fakten, die so nicht bekannt sind und das gilt auch für die Anfeindungen durch Kollegen unter anderem bei Semmelweis. Wussten Sie, wer das erste „Selfie“ machte oder warum die Fotografie so wichtig für die Medizin ist? Dass Hygiene und hier besonders das Waschen der Hände überlebenswichtig ist, wird nicht erst seit Corona vermittelt. Es war Herr Semmelweis, der dadurch die Todeszahlen der jungen Mütter im Kindbett drastisch verringerte. Heute ist es ganz normal, dass Patienten bei Operationen eine Narkose erhalten. Ein Segen, der heute zwar selbstverständlich jedoch ohne Erfindung des Äthers nicht möglich wäre. Einige Persönlichkeiten erwähne ich, da ihr Leben und ihre Werke den meisten Menschen bis heute bekannt sind. Da ist die Krankenschwester Florence Nightingale, die durch den Krimkrieg auf das Leid der Soldaten aufmerksam wurde. Während dieses Krieges gab es zudem eine Premiere, nämlich die der Kriegsberichterstattung. Hier begann „Die Macht der Medien“, welche (leider) bis heute anhält. Charles Darwin, Henry Dunant und Hodkin gehören auch zu den Persönlichkeiten, die im Buch einen Platz fanden. Dann noch etwas zum Thema impfen. Wer weiß denn von den Gegnern, dass der Deutsch-Französische Krieg durch das Impfen der Soldaten entschieden wurde? Es starben damals mehr Männer durch die Pocken als durch den Feind. Deutsche Soldaten wurden alle geimpft, während die französische Regierung keinen wert darauf legte. Vor jedem neuen Thema wurde ein Foto eines Ereignisses oder des Forschers gestellt. Danach folgt die Beschreibung der Erkrankung, dann die Vita des Forschers und die harte Zeit von den ersten Tests bis zum Durchbruch. Dabei kommen aber auch andere Ereignisse des betreffenden Zeitraums zur Sprache. Am Ende folgen dann Anmerkungen des Autors sowie Verweise auf die Quellen. Die Fußnoten werden ebenfalls erklärt und es folgen Bildnachweise sowie Namens- und Sachregister. Keine Frage, das Buch ist ein Muss für jeden, der mitreden möchte, wenn es um den Segen aber auch den „Fluch“ der Industrialisierung geht.

  • Ele

    aus xxx

    4/5

    05.05.2021

    eBook (ePUB 3)

    Die goldenen Jahre der Medizin

    Die Heilung der Welt, Medizingeschichte, von Ronald D. Gerste, EBook 400 Seiten, erschienen bei Klett-Cotta Eine Zusammenfassung über die Jahre zwischen 1840 – 1914, Weltgeschichte, Technik und Fortschritte in der Medizin. 23. Interessante Kapitel, bei denen mich einzelne ganz besonders berührt haben, z.B. Todbringende Hände, Schwester Carolines Handschuhe oder Strahlenbilder waren informativ und aufregend geschildert. Dass es sich beim Autor nicht nur um einen Mediziner sondern auch um einen Historiker handelt ist sehr deutlich erkennbar. Nicht nur die medizinischen Neuheiten, medizinischen Forschungen, Heilung- und Behandlungsmethoden werden hier geschildert, sondern der Leser erfährt auch, was in dieser Zeit in der Weltgeschichte geschah und in Forschung und Technik Revolutionäres entdeckt und entwickelt wurde. Eine Zeitreise in eine aufregende Epoche ist dieses Buch allemal. Die großen Pioniere der Medizin dieser Epoche, Lister, Semmelweis, Koch, Röntgen und Florence Nightingale etc. ihnen allen ist ein Kapitel gewidmet und werden in anderen Kapitel nochmals angesprochen. Besonders gefallen haben mir die, an einige Kapitel angehängte Schicksale einzelner Patienten passend zum Thema im vorangegangenen Abschnitt. Obwohl mir sämtliche Sachverhalte schon bekannt waren, hatte es seinen Reiz für mich noch einmal zusammengefasst, über diese aufregenden Jahre zu lesen. Mir persönlich hätte es gereicht, nur über das Thema Medizingeschichte zu erfahren, deshalb wollte ich auch das Buch lesen. Einige Kapitel haben weniger mit Medizin als mit Kriegen, Fotografie der Eisenbahn etc. zu tun. Alles in allem wurde ich jedoch gut unterhalten, Die für mich wichtigen Kapitel s.o. hatte ich schnell gelesen, da konnte und wollte ich das Buch nicht aus der Hand legen, doch zwischendurch habe ich mich durch einige Kapitel tatsächlich gequält. Der Zeitstrahl am Ende des Buches ist für die Leser mit einem Reader unbrauchbar. Im Epilog ging der Autor noch einmal auf die Spanische Grippe im frühen 20. Jahrhundert im Vergleich zur aktuellen Covid-Pandemie ein, ein sehr interessanter Aspekt. Dieses Buch eignet sich auch als Lektüre für medizinische Laien, die Sachverhalte sind gut erklärt das Buch strotzt nicht mit medizinischen Fachbegriffen, die wenn verwendet auch gut erklärt sind. Eine Leseempfehlung von mir dafür 3,5 bzw. 4 Sterne.

  • Ele

    aus xxx

    4/5

    02.05.2021

    eBook (ePUB 3)

    Die Heilung der Welt,…

    Die Heilung der Welt, Medizingeschichte, von Ronald D. Gerste, EBook 400 Seiten, erschienen bei Klett-Cotta Eine Zusammenfassung über die Jahre zwischen 1840 – 1914, Weltgeschichte, Technik und Fortschritte in der Medizin. 23. Interessante Kapitel, bei denen mich einzelne ganz besonders berührt haben, z.B. Todbringende Hände, Schwester Carolines Handschuhe oder Strahlenbilder waren informativ und aufregend geschildert. Dass es sich beim Autor nicht nur um einen Mediziner sondern auch um einen Historiker handelt ist sehr deutlich erkennbar. Nicht nur die medizinischen Neuheiten, medizinischen Forschungen, Heilung- und Behandlungsmethoden werden hier geschildert, sondern der Leser erfährt auch, was in dieser Zeit in der Weltgeschichte geschah und in Forschung und Technik Revolutionäres entdeckt und entwickelt wurde. Eine Zeitreise in eine aufregende Epoche ist dieses Buch allemal. Die großen Pioniere der Medizin dieser Epoche, Lister, Semmelweis, Koch, Röntgen und Florence Nightingale etc. ihnen allen ist ein Kapitel gewidmet und werden in anderen Kapitel nochmals angesprochen. Besonders gefallen haben mir die, an einige Kapitel angehängte Schicksale einzelner Patienten passend zum Thema im vorangegangenen Abschnitt. Obwohl mir sämtliche Sachverhalte schon bekannt waren, hatte es seinen Reiz für mich noch einmal zusammengefasst, über diese aufregenden Jahre zu lesen. Mir persönlich hätte es gereicht, nur über das Thema Medizingeschichte zu erfahren, deshalb wollte ich auch das Buch lesen. Einige Kapitel haben weniger mit Medizin als mit Kriegen, Fotografie der Eisenbahn etc. zu tun. Alles in allem wurde ich jedoch gut unterhalten, Die für mich wichtigen Kapitel s.o. hatte ich schnell gelesen, da konnte und wollte ich das Buch nicht aus der Hand legen, doch zwischendurch habe ich mich durch einige Kapitel tatsächlich gequält. Der Zeitstrahl am Ende des Buches ist für die Leser mit einem Reader unbrauchbar. Im Epilog ging der Autor noch einmal auf die Spanische Grippe im frühen 20. Jahrhundert im Vergleich zur aktuellen Covid-Pandemie ein, ein sehr interessanter Aspekt. Dieses Buch eignet sich auch als Lektüre für medizinische Laien, die Sachverhalte sind gut erklärt das Buch strotzt nicht mit medizinischen Fachbegriffen, die wenn verwendet auch gut erklärt sind. Eine Leseempfehlung von mir dafür 3,5 bzw. 4 Sterne.

  • annlu

    5/5

    23.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein neues Zeitalter der Heilkunde dämmert herauf

    Das 19. Jahrhundert gilt als goldenes Zeitalter der medizinischen Entwicklungen. Die Fortschritte wurden hart und unter Opfern erkämpft. Die Menschen, die hinter dem Fortschritt standen, die Neuerungen in technischer Hinsicht aber auch in der Geisteshaltung der Gesellschaft ebenso wie die Hintergründe dazu, werden in diesem Buch beleuchtet. Das goldene Zeitalter und das 19. Jahrhundert werden hier etwas weiter gefasst. Die Zeit, die näher betrachtet wird, reicht von 1840 bis 1918. Eingerahmt werden die Ausführungen durch eine Einleitung und ein Nachwort zur aktuellen Pandemie. Allerdings geht es dabei mehr um die hygienischen und medizinischen Maßnahmen, die für uns eine Selbstverständlichkeit sind und die in der fraglichen Zeit ihren Anfang nahmen. Im Epilog wird zusätzlich auf den vielfach herangezogenen Vergleich zwischen der Spanischen Grippe und der aktuellen Situation eingegangen. Von der ersten Anästhesie, über das Händewaschen beim Betreten eines Hospitals, von der Neuorganisation der Krankenpflege, über die Erforschung psychosomatischer Leiden, von Entdeckungen der Ursache vieler Krankheiten – und der Bakterien – über die Begründung der modernen Epidemologie, von der Gründung des Roten Kreuzes über Erkenntnisse zur Antisepsis, von der Grundlegung moderner Augenheilkunde und Bakteriologie über die erste Herzoperation, von der Psychoanalyse zur Einführung von Handschuhen im Operationssaal, bis hin zum Röntgen... in dem behandelten Jahrhundert ist medizinisch wirklich viel passiert. Bei den Ausführungen dazu begegnet vielen bekannten Größen (wie Ignaz Semmelweis, Louis Pasteur, Sigmund Freud, Wilhelm Röntgen und einige mehr) aber auch eigen Persönlichkeiten, die (zumindest mir) weniger bekannt sind und doch große Fortschritte angeregt haben. Besonders ansprechend an dem Konzept des Buches ist die Tatsache, dass die Medizingeschichte hier nicht losgelöst steht. Sie wird durch die Beschreibung des technischen Fortschritts ergänzt, der ein neues Lebensgefühl auslöst. Nicht nur die Eisenbahn und das Telegrafieren haben den Lebensrhythmus beschleunigt. Beschrieben werden auch politische und gesellschaftliche Verhältnisse sowie die Kriegshandlungen, die die Zeit geprägt haben. Nicht nur dabei zeigte der Autor die Zusammenhänge auf. Auch die handelnden Persönlichkeiten und ihre Errungenschaften stehen nicht isoliert da. Im Gegenteil wird aufgezeigt, wo sie Berührungspunkte zueinander haben und wie sie sich gegenseitig beeinflusst haben. Fazit: (Medizin-)Geschichte wird hier kurzweilig und sehr angenehm erzählt. Der Leser bekommt einen Eindruck der historischen Fortschritte aber auch einen Einblick in den herrschenden Zeitgeist. Interessante Lektüre!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Sandra Bähr

    Sandra Bähr

    Thalia Berlin Köpenick – Forum Köpenick

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Zurecht wird diese Epoche als das "Goldene Zeitalter der Medizin" betitelt

    In dieser wissensgeladenen Lektüre stellt uns Autor Ronald D. Gerste faszinierende medizinische Fortschritte, technische Innovationen und bedeutende Umbrüche vor. Informative und faktenbasierendes Sachbuch, das von der ersten bis zu letzten Seite einen enorm interessanten Einblick in die Medizingeschichte des 19. Jahrhunderts biete. Für mich war es ein absolutes Lesevergnügen, das ich jedem, der sich für die Entwicklung der Medizingeschichte oder allgemein Geschichte begeistert, nur wärmstens ans Herz legen kann. Nicht nur ist es beeindruckend zu erfahren, was in dieser Zeitspanne alles erforscht, entdeckt und entwickelt wurde, sondern auch, wie sich die politische und wirtschaftliche Ordnung reformiert hat, Charles Darwins Publikation von "Der Entstehung der Arten", die Fachbereichsspezifikation von Augenheilkunde und Schönheitschirurgie sowie oder die Entdeckung der Blutgruppen, um nur einige Bespiele zu nennen.
  • Zum Bewerterprofil von Alex Husnik

    Alex Husnik

    Thalia Mayersche Lüdinghausen

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannend wie ein guter Roman

    Dieses Sachbuch über die medizinischen Errungenschaften des 19. Jh. liest sich spannend wie ein Roman. Es ist eine Fundgrube bewegender Anekdoten und Einzelschicksale (bspw. die Krankheit des „Elefantenmenschen“, die medizinische Unbeholfenheit bei den Ermordungen Lincolns und Sissis, die erste Schönheits-OP aufgrund einer abnorm großen Nase u.v.m). Besonders gefallen hat mir, dass Gerste überhaupt nicht theoretisiert, sondern anhand biografischer Auszüge von Ärzten, Wissenschaftlern und Patienten die oft aus schierer Verzweiflung und unter heute unvorstellbaren Bedingungen entstandene Motivation für die immensen Innovationen jener Zeit herausstellt. Dabei blickt er über den Tellerrand und geht auch immer wieder auf bahnbrechende Erfindungen abseits der Medizin ein. So konnten sich bspw. dank der Eisenbahn und der Telegrafie Informationen über neue Entdeckungen innerhalb weniger Tage in der ganzen Welt verbreiten. Gerste verdeutlicht eindrücklich, dass unzählige Menschenleben durch die Innovationen auf dem Gebiet der Anästhesie, Chirurgie, Hygiene und Seuchenbekämpfung plötzlich gerettet werden konnten - kein Wunder, dass Wissenschaftler und Ärzte zu regelrechten Stars wurden und die Menschheit darauf vertraute, dass bald jegliche Weltprobleme dank der Wissenschaft gelöst werden könnten. Diesen naiv erscheinenden Optimismus jener Zeit, der uns heute eher befremdlich ist, hätte ich gern genauer belegt und differenziert gesehen, aber das wäre schon eine eigene Abhandlung wert. Genauso wie der hochinteressante Aspekt der dunklen Kehrseite jenes Fortschritts, der schließlich mit aller Macht im 20. Jh. zu Tage trat, den Gerste allerdings auch immer wieder erwähnt: Denn schließlich stellte sich heraus, dass sich die Natur eben doch nicht vollständig mithilfe der Wissenschaft besiegen lässt (bspw. Untergang der Titanic, Umweltprobleme, das Aufkommen neuer Seuchen wie Corona), und dass sie gar imstande war, Moral und Werte zu vernichten bis hin zum maschinisierten, technisierten, massenhaften Töten. Und somit wird deutlich, dass jene große Hoffnung der Menschheit nicht erfüllbar ist (und wohl niemals sein wird): Die Heilung der Welt.
  • Zum Bewerterprofil von Andreas Koch

    Andreas Koch

    Thalia Bergisch Gladbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine wirklich gelungene Darstellung...

    Eine wirklich gelungene Darstellung der Entwicklung der Medizin von 1840 bis 1914. Wir lernen herausragende Persönlichkeiten kennen und die wichtigsten Fortschritte, von denen wir heute noch profitieren. Das Ganze wird im historischen Gesamtkontext gesehen. Unbedingt lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Anabela Marques

    Anabela Marques

    Buchhaus Thalia Stuttgart – Am Schlossplatz

    Buchhändler*in

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    4/5

    06.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So spannend kann Medizingeschichte sein!

    In kaum einer Zeit war der Glaube an den Fortschritt ähnlich groß. Eifrig betriebene Wissenschaft und Forschung brachten in Medizin und Technik viele neue Erkenntnisse, die gleich praktisch umgesetzt wurden. Vieles davon war bahnbrechend, bei vielem stieß der Mensch jedoch an die Grenzen des Machbaren. Ein auch für Nichtmediziner bestens verständliches Buch, das weit über Medizingeschichtliches hinausgehend ein hervoragendes Gesellschaftsbild dieser Zeit skizziert.
  • Zum Bewerterprofil von eine Kollegin

    eine Kollegin

    Thalia Dallgow-Döberitz – HavelPark

    Buchhändler*in

    5/5

    21.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lieblingsbuch: unterhaltsam und hochaktuell!

    Der Augenarzt und Historiker kann seine beiden Fachgebiete so miteinander verknüpfen und unterhaltsam verpacken, dass das Buch auch für Laien sehr gut und spannend zu lesen ist. Seine Ausführungen sorgen für eine Reihe von Gänsehautmomente. Man ist praktisch bei der Entdeckung der Röntgenstrahlung dabei. Oder leidet mit einem jungen ungarischen Arzt mit, der mit seinem simplen, aber effektiven Mantra - gründliches Händewaschen - tausenden Frauen das Leben rettet, aber später selbst an einer Infektion sterben wird, weil seinen ignoranten Kollegen soetwas ziemlich egal ist. Da gibt es die Krankenschwestern, die sich im Krimkrieg um das Seelenleben schwer traumatisierter Soldaten kümmern. Eine wird weltberühmt, die andere auf Grund ihrer Hautfarbe nicht! Oder das sehr krasse Beispiel, dass Impfungen kriegsentscheidend sein können: im Deutsch-Französischen Krieg anno 1870/71 waren die Preußen gegen die Pocken durchgeimpft. Die Franzosen waren es nicht! Bitte nicht nur an Ärzte, Pflegepersonal und Hobby-Historiker verschenken! DAS Buch ist auch meine Allzweckwaffe, wenn wieder die vorweihnachtliche Frage kommt: was schenken wir Onkel Gerd? Funktioniert im übrigen auch bei der allseits interessierten, "Charité"-lesenden Großmutter.

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