• Produktbild: Ein Spalt Luft

Ein Spalt Luft Roman

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.03.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

270

Maße (L/B/H)

2,8/13,2/21,4 cm

Gewicht

362 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42989-1

Beschreibung

Rezension

»Gerade in seiner fragmentarischen Struktur kommt dieser kunstvolle Roman der Krankheit so nahe wie nur irgend möglich.« ("Der Tagesspiegel")
»Ein sehr gutes Buch, gerade weil es Mischa Mangel gelingt, sachliche und poetische Passagen miteinander zu verbinden.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Wer sich darauf einlässt, bekommt eine andere Art von Buch zu lesen.« ("Rhein-Neckar-Zeitung")
»Mit beeindruckender stilistischer Raffinesse wird in diesem Roman das Unerzählbare präzise eingekreist und gewinnt gerade dadurch besonders klare Konturen.« ("blauschwarzberlin")

»
Ein Spalt Luft
... entwickelt eine Sogwirkung, wenn man sich darauf einlässt.«
("BÜCHERmagazin")
»... poetisch, assoziativ, verwirrend, betörend.« ("tip")
»Das ist ziemlich gut gelungen. Die Bezüge sind kunstvoll, gerade dicht genug, die Lektüre unter Spannung zu setzen.« ("SR 2 KulturRadio")
»Großer Dank also an den Suhrkamp Verlag, dass er es auf sich nimmt und auch riskiert, ein tatsächlich nicht einfaches Buch zu verlegen – denn dass sich die Lektüre lohnt, diese gute ERfahrung muss man hier erlesen ...« ("MännerWege")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.03.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

270

Maße (L/B/H)

2,8/13,2/21,4 cm

Gewicht

362 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42989-1

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@suhrkamp.de

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  • Zum Bewerterprofil von Alex Husnik

    Alex Husnik

    Thalia Mayersche Lüdinghausen

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierende Leseerfahrung

    Der namenlose Protagonist dieses Romans versucht die gestörte Beziehung zwischen ihm und seiner Mutter zu ergründen. Was ist in seiner frühen Kindheit geschehen? Der Sohn kennt nur beunruhigende Fragmente. Und hier bedingen sich Form und Inhalt des Buches. Es ist ein Ärgernis, eine Zumutung, eine Verstörung, eine Suche. Aber auch eine große Faszination. Erst war ich wütend, vor allem auf mich selbst, weil diese Collage aus verschiedenen Text- und Gattungsformen scheinbar so unzugänglich und uneindeutig daherkommt - ich habe vieles nicht verstanden, da ich das Buch wie einen klassischen Roman lesen wollte. Doch an dieses Werk muss man anders herangehen, muss seine hermeneutischen Lesegewohnheiten abstreifen, jeden Teil auf sich wirken lassen. So hat der Text plötzlich einen ungeahnten Sog auf mich ausgeübt, die polyphonen Erzählstränge, die amtlichen Schreiben, Märchen, Gebrauchsanweisungen, Schimpftiraden, dadaistischen Wortspielereien. Man will unbedingt wissen, worauf das alles hinausläuft. Nach und nach ergibt sich irgendwie ein Gesamtbild, nein, das hört sich zu eindeutig an, nennen wir es besser: Zusammenhang. Ein loser, fragwürdiger. Und wahrscheinlich ein sehr subjektiver. Es schwingt hier so viel mit: Vernachlässigung, Misshandlung, Missbrauch, fehlende Empathie, garniert mit maßlosen, krankhaften Gewaltphantasien (wirklich nur Phantasien?). Und wer spricht da eigentlich? Alles bleibt vage, angedeutet, kaum etwas wird konkret. Für mich wirkt das Buch wie ein Einblick in ein schizophrenes Bewusstsein (die Mutter - nur die Mutter? - in dem „Roman“ leidet wohl unter Psychosen, die nicht genau definiert werden, für einen Experten wahrscheinlich aber relativ eindeutig zuzuordnen sind) und diese Übereinstimmung von Form und Inhalt finde ich genial. Der Text ist eine dekonstruktivistische (Fund-)Grube, in der jeder seine eigenen Erfahrungen machen muss.
  • Zum Bewerterprofil von Philip Szykulla

    Philip Szykulla

    Thalia Mayersche Herne

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geheimtipp?

    Kurz nach Beendigung dieses Romans muss ich meine Gedanken erst einmal ordnen. Ich weiß auch gar nicht, ob der Begriff „Roman“ überhaupt passend ist. Collage steht im Klappentext. Achterbahnfahrt schreibe ich. Gefühlvoller Alptraum. Der namenlose Protagonist verbringt nach seiner Geburt und der Trennung der Eltern ungefähr 21 Monate allein mit seiner Mutter. Was daran Achterbahn- oder gar Alptraumpotential besitzt? Die Mutter leidet an einer Psychose und hat während dieser Zeit mehrere Schübe. Jahre später - besagter Protagonist ist mittlerweile über dreißig und hat seine Kindheit und Jugend bei seinem Vater und Stiefmutter („die Mutter meiner Brüder“) verbracht - will er herausfinden, was in dieser Zeitspanne passiert ist. „Oho!“, dachte ich mir händereibend und lippenleckend. Und dann begann ich zu lesen. Mischa Mangel verwebt in einem regelrechten Strudel (unter anderem) Erzählungen seines Protagonisten, Gespräche mit dem Vater, Gerichtsakten, Märchenpassagen, psychologische Gutachten und immer wieder Passagen mit Innenansichten der Mutter. Gerade diese gingen mir beim Lesen sehr nah; sind sie doch mit einer schon lyrischen Intensität geschrieben, sind so erschreckend wirklichkeitsnah. Allgemein ist die Sprache dieses Achterbahn-Alptraum-Romans so virtuos, so flexibel, immer den jeweils zu Wort Kommenden angepasst. Über allem liegt eine tiefe Melancholie, ein Sehnen nach der verlorenen Zeit. Ich bin von Seite zu Seite gejagt, nein getrieben worden, war verwirrt, berührt, angeekelt, vor den Kopf gestoßen, verstört. Egal, was ich erwartet haben mag, das war es nicht. Dieses Buch ist definitiv keine leichte Lektüre und ich kann verstehen, dass es nicht etwas für jede:n ist. Ich bin mir ja noch nicht einmal sicher, ob es etwas für mich war. Was ich aber sagen kann: es ist etwas Besonderes. Es sucht seinesgleichen. Ist ein echter Geheimtipp. Oder eine Geheimwarnung.

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