• Die Verlassenen
  • Die Verlassenen
  • Die Verlassenen
  • Die Verlassenen

Die Verlassenen

Roman

Buch (Gebundene Ausgabe)

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Die Verlassenen

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 18,00 €
Taschenbuch

Taschenbuch

ab 12,00 €
eBook

eBook

ab 9,99 €
Hörbuch

Hörbuch

ab 14,99 €

Beschreibung


Kein Mensch ist vor den Momenten sicher, die alles von Grund auf ändern

Was würde man lieber vergessen, wenn man könnte? Johannes blickt zurück auf eine ostdeutsche Kindheit, die von feinen Rissen durchzogen war. Der frühe Tod seiner Mutter, das rätselhafte Verschwinden seines Vaters. All seine Fragen dazu blieben unbeantwortet, weshalb er noch als Erwachsener vorsichtig tastend durchs Leben geht. Ein melancholischer Eigenbrötler, der sich in einer stillen Existenz eingerichtet hat. Als Johannes in einer alten Kiste auf einen Brief stößt – adressiert an seinen Vater und abgeschickt nur wenige Tage, bevor dieser den Sohn wortlos verlassen hatte –, verändert dieser Fund nicht nur seine Zukunft, sondern vor allem seine Vergangenheit als Kind der Vorwende-DDR. Seine Erinnerungen sortieren sich neu und mit ihnen sein Blick auf das eigene Leben.

In eindringlicher Dichte und mit kraftvoller Klarheit erzählt Matthias Jügler von Verlust und Verrat, vom Wert des Erinnerns und den drängenden Fragen einer ganzen Generation. Ein warmherziger, leuchtender Roman von außergewöhnlicher sprachlicher Intensität.

Matthias Jügler, geboren 1984 in Halle/Saale, studierte Skandinavistik und Kunstgeschichte in Greifswald sowie Oslo und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für seinen Debütroman »Raubfischen« (2015) erhielt er eine Reihe von Auszeichnungen, auch sein zweiter Roman »Die Verlassenen« stieß in der Presse auf große Begeisterung. Er lebt mit seiner Familie in Leipzig, wo er auch als freier Lektor arbeitet.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.03.2021

Verlag

Penguin

Seitenzahl

176

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.03.2021

Verlag

Penguin

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/2,2 cm

Gewicht

286 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60161-6

Das meinen unsere Kund*innen

4.8

9 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Die Achtung vor anderen Menschen ist unser höchstes Gut

Kaffeeelse am 28.12.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine absolut interessante Thematik hat sich Matthias Jügler hier ausgewählt. Es geht um die DDR, es geht um den Verlust, es geht um die Zerstörung einer ganzen Familie. Das Ganze wird anfänglich aus den Kinderaugen heraus erzählt und je älter der Junge wird, desto mehr erweitert sich der Blickwinkel auf die Geschehnisse und die erzählte Geschichte wird erfassbar. Einige Informationen zu seiner Familie bringen den jungen Mann Johannes dann später dazu Nachforschungen anzustellen und heraus kommt eine makabre und erschreckende Geschichte über die Stasi und ihre furchtbaren Machenschaften. Eine zutiefst albtraumhafte Geschichte über die zermürbenden Möglichkeiten einer Institution, die im realen Leben intensiv genutzt wurden und in der die Menschenleben nicht viel zählten. Und das obwohl sich die Machthaber so menschenfreundlich sahen und ihren Gegnern diese absprachen. Ohne Worte! Man mag sich gar nicht vorstellen, was dieser fortlaufende Verlust mit dem Charakter Johannes angestellt hat. Und da ist dies hier ein fiktiver Johannes. Wie viele Geschichten, die ähnlich wie die von Johannes klangen, mag es wohl im realen Leben gegeben haben? Die Geschichte, die der Autor Matthias Jügler hier aufs Papier zaubert, ist fesselnd und ebenso auch erstaunlich, denn der Autor ist 1984 in Halle geboren und hat von daher die Stasi nicht erlebt, aber von ihren Taten wohl durchs Hörensagen erfahren. Dies muss sehr nachhallend gewesen sein. Denn dieser Roman in seiner Kürze (170 Seiten) und der trotz dieser Kürze erreichten Intensität ist schon außergewöhnlich. Außergewöhnlich gut! Und absolut real rüberkommend. Ein Vier-Sterne-Buch! Als ich dann aber auf MDR Kultur einen Bericht über das Buch und dessen Entstehung las, änderte ich meine Bewertung. So viel Schaffenskraft und so viel Akribie gehören einfach gewürdigt. Lest dazu am besten selbst diesen Artikel auf MDR Kultur im Netz, "Matthias Jüglers Roman "Die Verlassenen": Ein Meisterwerk der Täuschung" von Rebekka Adler, MDR Kultur. Was der Autor hier geschaffen hat und vor allem wie er das geschaffen hat, ist schon außergewöhnlich. Außergewöhnlich gut!

Die Achtung vor anderen Menschen ist unser höchstes Gut

Kaffeeelse am 28.12.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine absolut interessante Thematik hat sich Matthias Jügler hier ausgewählt. Es geht um die DDR, es geht um den Verlust, es geht um die Zerstörung einer ganzen Familie. Das Ganze wird anfänglich aus den Kinderaugen heraus erzählt und je älter der Junge wird, desto mehr erweitert sich der Blickwinkel auf die Geschehnisse und die erzählte Geschichte wird erfassbar. Einige Informationen zu seiner Familie bringen den jungen Mann Johannes dann später dazu Nachforschungen anzustellen und heraus kommt eine makabre und erschreckende Geschichte über die Stasi und ihre furchtbaren Machenschaften. Eine zutiefst albtraumhafte Geschichte über die zermürbenden Möglichkeiten einer Institution, die im realen Leben intensiv genutzt wurden und in der die Menschenleben nicht viel zählten. Und das obwohl sich die Machthaber so menschenfreundlich sahen und ihren Gegnern diese absprachen. Ohne Worte! Man mag sich gar nicht vorstellen, was dieser fortlaufende Verlust mit dem Charakter Johannes angestellt hat. Und da ist dies hier ein fiktiver Johannes. Wie viele Geschichten, die ähnlich wie die von Johannes klangen, mag es wohl im realen Leben gegeben haben? Die Geschichte, die der Autor Matthias Jügler hier aufs Papier zaubert, ist fesselnd und ebenso auch erstaunlich, denn der Autor ist 1984 in Halle geboren und hat von daher die Stasi nicht erlebt, aber von ihren Taten wohl durchs Hörensagen erfahren. Dies muss sehr nachhallend gewesen sein. Denn dieser Roman in seiner Kürze (170 Seiten) und der trotz dieser Kürze erreichten Intensität ist schon außergewöhnlich. Außergewöhnlich gut! Und absolut real rüberkommend. Ein Vier-Sterne-Buch! Als ich dann aber auf MDR Kultur einen Bericht über das Buch und dessen Entstehung las, änderte ich meine Bewertung. So viel Schaffenskraft und so viel Akribie gehören einfach gewürdigt. Lest dazu am besten selbst diesen Artikel auf MDR Kultur im Netz, "Matthias Jüglers Roman "Die Verlassenen": Ein Meisterwerk der Täuschung" von Rebekka Adler, MDR Kultur. Was der Autor hier geschaffen hat und vor allem wie er das geschaffen hat, ist schon außergewöhnlich. Außergewöhnlich gut!

DDR Nachwehen – eine Aufarbeitung

nil_liest am 04.09.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser schmale Band bring mich ins Schwärmen, denn Matthias Jügler hat einen richtig guten Roman geschrieben. „Die Verlassenen“ ist zwar kein sonderlich einladender Titel und das Sujet der DDR-Aufarbeitung auch nicht innovativ, aber es ist sehr gut umgesetzt und das auf knapp 170 Seiten. Ein Mosaik, dass sich so nach und nach zusammensetzt zu einem großen Bild. Der Protagonist des Romans ist Johannes, der zu DDR Zeiten groß wird in Halle an der Saale, ungefähr 1994 mit 13 Jahren wird er bei seiner Oma vom Vater zurückgelassen, wo er doch wohl schon mit 5 Jahren seine Mutter verlor. Als Erwachsener fängt er erst an sich Gedanken zu machen und stößt auf Unerhörtes! Natürlich hatte die Stasi ihre Finger im Spiel. Dies ist eine literarisierte wahre Geschichte, aber nicht die des Autors, sondern einer anderen Familie, die zu DDR-Zeiten von der Stasi überwacht wurden. Matthias Jügler dürfte sie für seinen Roman verwenden und hat es toll umgesetzt. Dieser wahre Hintergrund macht diesen Roman noch erschütternder. Wobei auch noch mal gesagt werden muss, dass die Stasi-Dokumente im Buch auch reine Fiktion sind. Großartig ist wie der Ich-Erzähler Johannes modellierte. Zunächst ein zurückhaltendes Kind, was wenig hinterfragt und still ist. Dann die Entwicklungskurve mit der Neugier über die eigene Vergangenheit. Sprachlich wird auch viel vom Autor zwischen den Zeilen transportiert. Vieles bleibt ungesagt und dieses großes Schweigen der Beteiligten wird deutlich. Matthias Jügler hat diese erdrückende Stimmung, die wie eine Glocke über dem Text hängt aus meiner Sicht sehr gut beschrieben. Eine absolute Leseempfehlung!

DDR Nachwehen – eine Aufarbeitung

nil_liest am 04.09.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser schmale Band bring mich ins Schwärmen, denn Matthias Jügler hat einen richtig guten Roman geschrieben. „Die Verlassenen“ ist zwar kein sonderlich einladender Titel und das Sujet der DDR-Aufarbeitung auch nicht innovativ, aber es ist sehr gut umgesetzt und das auf knapp 170 Seiten. Ein Mosaik, dass sich so nach und nach zusammensetzt zu einem großen Bild. Der Protagonist des Romans ist Johannes, der zu DDR Zeiten groß wird in Halle an der Saale, ungefähr 1994 mit 13 Jahren wird er bei seiner Oma vom Vater zurückgelassen, wo er doch wohl schon mit 5 Jahren seine Mutter verlor. Als Erwachsener fängt er erst an sich Gedanken zu machen und stößt auf Unerhörtes! Natürlich hatte die Stasi ihre Finger im Spiel. Dies ist eine literarisierte wahre Geschichte, aber nicht die des Autors, sondern einer anderen Familie, die zu DDR-Zeiten von der Stasi überwacht wurden. Matthias Jügler dürfte sie für seinen Roman verwenden und hat es toll umgesetzt. Dieser wahre Hintergrund macht diesen Roman noch erschütternder. Wobei auch noch mal gesagt werden muss, dass die Stasi-Dokumente im Buch auch reine Fiktion sind. Großartig ist wie der Ich-Erzähler Johannes modellierte. Zunächst ein zurückhaltendes Kind, was wenig hinterfragt und still ist. Dann die Entwicklungskurve mit der Neugier über die eigene Vergangenheit. Sprachlich wird auch viel vom Autor zwischen den Zeilen transportiert. Vieles bleibt ungesagt und dieses großes Schweigen der Beteiligten wird deutlich. Matthias Jügler hat diese erdrückende Stimmung, die wie eine Glocke über dem Text hängt aus meiner Sicht sehr gut beschrieben. Eine absolute Leseempfehlung!

Unsere Kund*innen meinen

Die Verlassenen

von Matthias Jügler

4.8

0 Bewertungen filtern

Unsere Buch­händler*innen meinen

Profilbild von Ingbert Edenhofer

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Ingbert Edenhofer

Thalia Essen - Allee-Center

Zum Portrait

3/5

Etwas zu einseitig

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gibt durchaus intensive Momente in Matthias Jüglers Geschichte voller Verlust. Wenn Protagonist Johannes z.B. als Student eine Freundschaft mit seinem Kommilitonen Friedrich aufbaut und sie dann sabotiert, kommt Mitgefühl auf - und zwar für beide Seiten. Zumeist aber begibt sich Johannes aber sehr in eine Opferrolle. Das ist durchaus nicht immer ohne Grund. Was er mit seinen Eltern erleben muss, ist nichts, was er hätte beeinflussen können - im Gegenteil, er schlägt sich eigentlich recht patent. Als Erwachsener hingegen ist seine Lamentierneigung ein wenig sehr hoch. Ich mag einige Momente sehr - wenn er seinen Vater tröstet oder wenn er seine zukünftige Exfrau kennenlernt, andere Handlungsstränge bleiben mir aber sehr fern und wirken zu konstruiert, als dass ich mich komplett darauf einlassen könnte.
3/5

Etwas zu einseitig

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gibt durchaus intensive Momente in Matthias Jüglers Geschichte voller Verlust. Wenn Protagonist Johannes z.B. als Student eine Freundschaft mit seinem Kommilitonen Friedrich aufbaut und sie dann sabotiert, kommt Mitgefühl auf - und zwar für beide Seiten. Zumeist aber begibt sich Johannes aber sehr in eine Opferrolle. Das ist durchaus nicht immer ohne Grund. Was er mit seinen Eltern erleben muss, ist nichts, was er hätte beeinflussen können - im Gegenteil, er schlägt sich eigentlich recht patent. Als Erwachsener hingegen ist seine Lamentierneigung ein wenig sehr hoch. Ich mag einige Momente sehr - wenn er seinen Vater tröstet oder wenn er seine zukünftige Exfrau kennenlernt, andere Handlungsstränge bleiben mir aber sehr fern und wirken zu konstruiert, als dass ich mich komplett darauf einlassen könnte.

Ingbert Edenhofer
  • Ingbert Edenhofer
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Profilbild von Carola Ludger

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Carola Ludger

Thalia Lippstadt

Zum Portrait

4/5

Über allem herrscht das Schweigen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Halle an der Saale/ DDR 1986, der fünfjährige Johannes fühlt sich verlassen. Seine Mutter verstarb. Acht Jahre später wird Johannes erneut verlassen. Dieses Mal verschwindet sein Vater auf mysteriöse Weise. Er wächst bei der Oma auf. Als Erwachsener macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit. Denn ein Brief hat sein bisher irgendwie geordnetes Leben ins Wanken gebracht. Er macht sich auf die Reise, kommt nach Norwegen und findet mehr als er verloren glaubte. Er erkennt, dass sein Leben auf einem Lügengebilde aufgebaut war, erkennt dass das Schweigen noch immer über allem liegt. Schließlich muss er sich die Frage nach der Wahrheit erneut und verändert stellen: Ist es überhaupt gut sie zu kennen? Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Neben seiner schnörkellosen Erzählweise wählt Matthias Jügler Bilder und Akten, die er frei erfindet.
4/5

Über allem herrscht das Schweigen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Halle an der Saale/ DDR 1986, der fünfjährige Johannes fühlt sich verlassen. Seine Mutter verstarb. Acht Jahre später wird Johannes erneut verlassen. Dieses Mal verschwindet sein Vater auf mysteriöse Weise. Er wächst bei der Oma auf. Als Erwachsener macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit. Denn ein Brief hat sein bisher irgendwie geordnetes Leben ins Wanken gebracht. Er macht sich auf die Reise, kommt nach Norwegen und findet mehr als er verloren glaubte. Er erkennt, dass sein Leben auf einem Lügengebilde aufgebaut war, erkennt dass das Schweigen noch immer über allem liegt. Schließlich muss er sich die Frage nach der Wahrheit erneut und verändert stellen: Ist es überhaupt gut sie zu kennen? Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Neben seiner schnörkellosen Erzählweise wählt Matthias Jügler Bilder und Akten, die er frei erfindet.

Carola Ludger
  • Carola Ludger
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Unsere Buchhändler*innen meinen

Die Verlassenen

von Matthias Jügler

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Die Verlassenen
  • Die Verlassenen
  • Die Verlassenen
  • Die Verlassenen