Produktbild: Der Nachtwächter

Der Nachtwächter Roman

13

10,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

23695

Erscheinungsdatum

01.07.2021

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

544 (Printausgabe)

Dateigröße

1026 KB

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

The Night Watchman

Übersetzt von

Gesine Schröder

Sprache

Deutsch

EAN

9783841228079

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

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23695

Erscheinungsdatum

01.07.2021

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

544 (Printausgabe)

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1026 KB

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3. Auflage

Originaltitel

The Night Watchman

Übersetzt von

Gesine Schröder

Sprache

Deutsch

EAN

9783841228079

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  • mrs-lucky

    aus Norddeutschland

    5/5

    05.08.2021

    eBook (ePUB 3)

    ein verdient preisgekrönter Roman

    In ihrem Roman „Der Nachtwächter“ weckt die bekannte amerikanische Autorin Louise Erdrich nicht nur die Aufmerksamkeit auf eine wichtige Epoche in der Geschichte der Native Americans, sondern ehrt auch den Einsatz ihres Großvaters für sein Volk. Seit dem 19.Jahrhundert wurden die amerikanischen Ureinwohner in Reservaten zusammengedrängt, oft auf zu kleinen Landflächen schlechter Qualität. Dort kämpfen sie ums Überleben, sind gezwungen, sich dem Lebenswandel und den Ideologien der Weißen anzupassen, und versuchen dabei, ihre eigene Identität und ihre Gebräuche aufrechtzuerhalten. Anfang der 1950er Jahre wird vom Kongress ein Gesetz verabschiedet, dass die zugesicherten Anrechte der Native Americans zurücknimmt, sie zur Zahlung von höheren Steuern verpflichten soll und zur Umsiedelung in die Städte bewegen, was einer Auslöschung der Stämme gleichkommt. Dies betrifft auch den Stamm der Turtle Mountain Band of Chippewa, dessen Vorsitz Louise Erdrichs Großvater zu dieser Zeit innehatte. Im Roman lebt Thomas Wazhashk diese Rolle, er kümmert sich um seine Farm, die Belange seines Stammes und schreibt während seiner Nachtwachen in der Lagersteinfabrik Briefe an öffentliche Stellen und Personen, um für ihre Rechte einzustehen. Als er von dem geplanten Terminierungsgesetz hört, kann er den Inhalt zunächst nicht glauben, setzt sich dann intensiv damit auseinander und organisiert eine Delegation nach Washington, um dort ihr Anliegen zu vertreten. Neben diesem Hauptthema gibt die Autorin einen Eindruck in das Leben der Chippewa zu dieser Zeit. Der Leser nimmt an den Gedanken und Eindrücken mehrerer Stammesmitglieder teil aber auch einiger Weißer, die im Reservat leben oder dieses besuchen. Es wird eindrucksvoll vermittelt, wie die verschiedenen Personen und unterschiedlichen Generationen mit dem Umbruch in ihrer Gesellschaft umgehen, sich der Lebensweise der Weißen anpassen oder an den Anforderungen scheitern, sich zum christlochen Glauben bekennen und dennoch ihre alten Gebräuche und Ahnen ehren. In vielen Szenen und Gesprächen zeigt sich, wie unterschiedlich die Werte der Weißen und der Chippewa sind, wie anders ihr Blick auf die Welt und ihr Umgang mit der Natur. Mich hat das Buch sowohl inhaltlich als auch sprachlich beeindruckt. Trotz der vielen Charaktere hatte ich nie den Eindruck, den Überblick zu verlieren. Die Autorin weckt auf sensible Weise Verständnis für das Leben und Denken der Native Americans für das Leid, dass sie erfahren haben, aber sie zeigt auch die Stärken auf, die in der Gemeinschaft einer Familie oder eines Stammes stecken können. Diese wunderbar feinsinnige Geschichte hat mein Interesse geweckt, noch weitere Geschichten dieser Autorin zu entdecken.

  • bolie

    aus Langscheid

    5/5

    01.08.2021

    eBook (ePUB 3)

    Louise Erdrich schreibt in…

    Louise Erdrich schreibt in ihrem neuen Roman über den Großvater. Der setzte sich für seine Leute ein und wehrte sich gegen die Enteignung der Ureinwohner Amerikas. Was Einzelne damals zuwege brachten und wie schwer ihr Kampf für Gerechtigkeit war, das kommt in „Der Nachtwächter“ eindrücklich zum Vorschein. Die Autorin lebt mit der Natur und für sie. Sie beschreibt den Glauben an eine Himmelsfrau und in welcher Weise Pflanzen miteinander kommunizieren. Das Buch ist ein beeindruckendes Zeugnis einer Frau, die ihre Wurzeln bei den Ureinwohnern Amerikas hat. Nein, das bedarf für mich keines Beweises durch wissenschaftlichen Studien, dass Bäume, in welcher Weise auch immer, „Gespräche“ führen. Ihre Weisheit ist legendär und nicht nur bei diesem Thema kann ich viel von den „Indianern“ lernen. Welchen Einfluss hat die durch Menschenhand arg ausgenutzte Umwelt auf das Klima und das Wachstum der lebenswichtigen Pflanzen? Auch das beschreibt Frau Erdrich sehr deutlich. Das Buch faszinierte mich und das lag nicht nur an den Ausführungen. Die Sprache gefiel mir nämlich ebenfalls sehr gut und hier hat die Übersetzerin Gesine Schröder wirklich ganze Arbeit geleistet. Einzig Ruhe und Konzentration aufs Lesen sollten Interessierte mitbringen. Dann erleben sie nämlich kostbare und lehrreiche Stunden, wobei am Ende des Buches viele Themen zum Nachdenken übrig sind.

  • Wortwandeln

    5/5

    16.07.2021

    eBook (ePUB 3)

    Mitreißendes literarisches Denkmal

    September 1953, North Dakota, Reservat des Turtle Mountain Band of Chippewa. Stammesratsvorsitzender Thomas Wazhashk - benannt nach der tapferen Bisamratte - bewirtschaftet tagsüber sein Farmland und arbeitet nachts als Wächter der Lagersteinfabrik, deren Ansiedlung am Rande des Reservats den Bewohnern ein bescheidenes, aber stetes Einkommen ermöglicht. Zwischen den Kontrollgängen erledigt er die Post; Briefe an die Verwandten und die Politik, geschrieben in vollendet schönen Schwüngen und gewähltem Ausdruck. Thomas war einst Schüler in Fort Totten, einem jener Internate, in die viele Kinder der Ureinwohner zum Zwecke der Zivilisierung verschleppt wurden. Unsägliches ist ihnen dort widerfahren. Doch was er lernte, vermag sie jetzt vielleicht zu retten, denn den indianischen Nationen droht die Terminierung. Der Kongress in Washington hat mit der sogenannten House Concurrent Resolution 108 beschlossen, sie zu "emanzipieren", allen US-Bürgern gleichzustellen. Die Reservate sollen aufgelöst, die Ländereien verkauft, die Bewohner - von der Autorin schlicht Indianer genannt - in die Städte umgesiedelt und damit ausgelöscht werden, als hätte es sie nie gegeben. "Das ist es dann also, dachte Thomas, als er die nüchternen Satzgirlanden der Gesetzesvorlage vor sich sah. Wir haben die Pocken überlebt, die Winchester-Repetierbüchse, die Hotchkiss-Kanone, die Tuberkulose. Wir haben die Grippeepidemie von 1918 überlebt und in vier oder fünf Kriegen für die USA gekämpft. Und jetzt vernichtet uns diese Ansammlung knochentrockener Wörter. Die Veräußerung, das Einstellen, die Terminierung, Obiges, Folgendes, besagte." Doch der Legende zufolge war es die tapfere Bisamratte, die ihr Leben gab, um die Welt entstehen zu lassen, auf der sie immer noch lebten. Die Bisamratte, die Thomas Wazhashk seinen Namen gab... Mit dem vorliegenden Roman hat Louise Erdrich ihrem Großvater, der Ende 1953 den Protest der Ureinwohner mit einer kleinen Delegation von North Dakota bis in den Kongress nach Washington trug und dabei seine Gesundheit ruinierte, ein literarisches Denkmal gesetzt. Wie sie das tut, hat zu Recht den Pulitzer Preis verdient. Ihre bild- und detailreichen Schilderungen der indianischen Lebenswelt zeugen von intimer Milieukenntnis, tiefer Liebe und Verwurzelung. Der Roman ist mit vielen wunderschönen poetischen Details - etwa der Geschichte von Thomas' Flickendecke - und zarten lyrischen Bildern ausgestattet, die Gesine Schröder ebenso sanft ins Deutsche übertragen hat. Mir fallen jetzt zur Nachtzeit nicht mehr nur die Augen zu, sondern ich "treibe auf den Flusslauf des Schlafes hinaus". Obwohl ihre Charaktere, Lebende wie Geister, alle auffallend empathisch sind, zeichnet die Autorin sie keineswegs als idealisierte Heroen, sondern auch als Menschen in Zweifel und Zwiespalt. Sie irren, treffen fragwürdige, aber selten eigennützige Entscheidungen. Die Gemeinschaft, so die Botschaft, ist das einzige, was sie letztlich retten wird. Ein feiner untergründiger Humor durchdringt dabei fast den gesamten Text und lässt vor allem die Dialoge sehr lebendig wirken. "Es heißt, dass er uns beibringen will, auf eigenen Füßen zu stehen.« Die beiden schauten auf ihre Füße hinunter. »Ich glaub, das sind meine«, sagte Louis. »Tja, ich weiß nicht«, sagte Thomas. »Du weißt was nicht?« »Ob einer von denen jemals sagen wird:Mensch, diese Indianer, die hatten schon was drauf. Die hätten wir nicht ausrotten sollen. Da haben wir was verpasst.« Louis lachte. Thomas lachte. Diese Vorstellung fanden sie beide sehr komisch." Louise Erdrich hat die historisch verbürgte Handlung mit einer fiktiven Story rund um die starken Frauenfiguren Patrice 'Pixie' Paranteau und ihre Mutter Zhaanat verknüpft. Deren (auch übersinnliche) Suche nach Pixies verschollener Schwester Vera (TW: sexuelle Gewalt) verleiht der Geschichte einen zusätzlichen Spannungsbogen und macht sie auch zu einem Familien- und Entwicklungsroman. Ich habe das Buch fast atemlos und in einem Rutsch gelesen und wollte am Ende gleich wieder von vorn beginnen, um die Menschen nicht verlassen zu müssen, die einem wie Freunde ans Herz wachsen. Unbedingte Leseempfehlung!

  • wortwandeln

    5/5

    16.07.2021

    eBook (ePUB 3)

    September 1953, North Dakota,…

    September 1953, North Dakota, Reservat des Turtle Mountain Band of Chippewa. Stammesratsvorsitzender Thomas Wazhashk - benannt nach der tapferen Bisamratte - bewirtschaftet tagsüber sein Farmland und arbeitet nachts als Wächter der Lagersteinfabrik, deren Ansiedlung am Rande des Reservats den Bewohnern ein bescheidenes, aber stetes Einkommen ermöglicht. Zwischen den Kontrollgängen erledigt er die Post; Briefe an die Verwandten und die Politik, geschrieben in vollendet schönen Schwüngen und gewähltem Ausdruck. Thomas war einst Schüler in Fort Totten, einem jener Internate, in die viele Kinder der Ureinwohner zum Zwecke der Zivilisierung verschleppt wurden. Unsägliches ist ihnen dort widerfahren. Doch was er lernte, vermag sie jetzt vielleicht zu retten, denn den indianischen Nationen droht die Terminierung. Der Kongress in Washington hat mit der sogenannten House Concurrent Resolution 108 beschlossen, sie zu "emanzipieren", allen US-Bürgern gleichzustellen. Die Reservate sollen aufgelöst, die Ländereien verkauft, die Bewohner - von der Autorin schlicht Indianer genannt - in die Städte umgesiedelt und damit ausgelöscht werden, als hätte es sie nie gegeben. "Das ist es dann also, dachte Thomas, als er die nüchternen Satzgirlanden der Gesetzesvorlage vor sich sah. Wir haben die Pocken überlebt, die Winchester-Repetierbüchse, die Hotchkiss-Kanone, die Tuberkulose. Wir haben die Grippeepidemie von 1918 überlebt und in vier oder fünf Kriegen für die USA gekämpft. Und jetzt vernichtet uns diese Ansammlung knochentrockener Wörter. Die Veräußerung, das Einstellen, die Terminierung, Obiges, Folgendes, besagte." Doch der Legende zufolge war es die tapfere Bisamratte, die ihr Leben gab, um die Welt entstehen zu lassen, auf der sie immer noch lebten. Die Bisamratte, die Thomas Wazhashk seinen Namen gab... Mit dem vorliegenden Roman hat Louise Erdrich ihrem Großvater, der Ende 1953 den Protest der Ureinwohner mit einer kleinen Delegation von North Dakota bis in den Kongress nach Washington trug und dabei seine Gesundheit ruinierte, ein literarisches Denkmal gesetzt. Wie sie das tut, hat zu Recht den Pulitzer Preis verdient. Ihre bild- und detailreichen Schilderungen der indianischen Lebenswelt zeugen von intimer Milieukenntnis, tiefer Liebe und Verwurzelung. Der Roman ist mit vielen wunderschönen poetischen Details - etwa der Geschichte von Thomas' Flickendecke - und zarten lyrischen Bildern ausgestattet, die Gesine Schröder ebenso sanft ins Deutsche übertragen hat. Mir fallen jetzt zur Nachtzeit nicht mehr nur die Augen zu, sondern ich "treibe auf den Flusslauf des Schlafes hinaus". Obwohl ihre Charaktere, Lebende wie Geister, alle auffallend empathisch sind, zeichnet die Autorin sie keineswegs als idealisierte Heroen, sondern auch als Menschen in Zweifel und Zwiespalt. Sie irren, treffen fragwürdige, aber selten eigennützige Entscheidungen. Die Gemeinschaft, so die Botschaft, ist das einzige, was sie letztlich retten wird. Ein feiner untergründiger Humor durchdringt dabei fast den gesamten Text und lässt vor allem die Dialoge sehr lebendig wirken. Louise Erdrich hat die historisch verbürgte Handlung mit einer fiktiven Story rund um die starken Frauenfiguren Patrice 'Pixie' Paranteau und ihre Mutter Zhaanat verknüpft. Deren (auch übersinnliche) Suche nach Pixies verschollener Schwester Vera (TW: sexuelle Gewalt) verleiht der Geschichte einen zusätzlichen Spannungsbogen und macht sie auch zu einem Familien- und Entwicklungsroman. Ich habe das Buch fast atemlos und in einem Rutsch gelesen und wollte am Ende gleich wieder von vorn beginnen, um die Menschen nicht verlassen zu müssen, die einem wie Freunde ans Herz wachsen. Unbedingte Leseempfehlung.

  • Bewertung

    aus Ennepetal

    5/5

    03.07.2021

    eBook (ePUB 3)

    Louise Erdrich - Der Nachtwächter

    Klappentext: Der Nachtwächter«, der neue Roman der mit dem National Book Award ausgezeichneten Autorin Louise Erdrich, basiert auf dem außergewöhnlichen Leben von Erdrichs Großvater, der den Protest gegen die Enteignung der amerikanischen Ureinwohnerinnen vom ländlichen North Dakota bis nach Washington trug. Meinung: Glückwunsch zum Pulitzer Preis 2021 Ich hab mich mit der Schreibweise zuerst etwas schwer getan, aber tapfer weiter gelesen. Aber dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonisten sind wirklich gut entwickelt und es fühlt sich an, als würde ich sie alle kennen. Es ist wunderschön geschrieben und zeigt einen starken Sinn für Gemeinschaft, für Familie und für das harte Leben in Reservation in North Dakota. Es geht um die Eliminierung" der Indianer. Ich wollte alles über das neue Gesetz, das der Kongress verabschieden wollte, wissen und habe es nachgeschlagen. Es ist 1953, in der Turtle Mountain Reservation im ländlichen North Dakota, und wieder einmal versucht der Kongress der Vereinigten Staaten, die Rechte der amerikanischen Ureinwohner unter dem Deckmantel der Emanzipation zu beenden. Authentisch und erstaunlich, das sind die beiden Worte, die mir einfallen, um diesen Roman zu beschreiben. Ich wollte sehen, wie es für diese Menschen weitergeht. Die Geschichte ihres Großvaters ist wundervoll, ein Mann, der seine eigene Gesundheit riskierte und für das kämpfte, woran er wirklich glaubte. Fazit: Ein wundervolles Buch, ich bin noch immer begeistert und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter! ;-)

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Bewertungen (13)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Annette W.

    Annette W.

    Thalia Berlin – Alexa

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Roman basiert auf dem außergewöhnlichen...

    Der Roman basiert auf dem außergewöhnlichen Leben von Erdrichs Großvater, der den Protest gegen die Enteignung der amerikanischen Ureinwohnerinnen vom ländlichen North Dakota bis nach Washington trug. Auch dieses Buch der Autorin hat mich wieder mehr als begeistert !
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike Walther

    Ulrike Walther

    Thalia Gotha

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Nachtwächter - ein wahrer Held

    Für diesen, mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Roman, wurde die bekannte amerikanische Autorin von der Geschichte ihres Großvaters inspiriert. Erzählt wird die Geschichte der Bewohner eines Reservates der Chippewa in North Dakota im Jahr 1953 und der aussichtslos scheinende Kampf des Nachtwächters Thomas Wazhashk gegen ein Gesetz, dass die Auslöschung der indianischen Nationen zur Folge haben könnte. Diese Geschichte ist unglaublich spannend, erstaunlich und emotional packend. Trotzdem geht von ihr eine fast unerklärliche postive Energie aus und sie besticht durch ihren eigenwilligen Humor. Ein großartiges Buch, das eigentlich auf die Bestsellerliste gehört.
  • Zum Bewerterprofil von Konstanze Mletzko

    Konstanze Mletzko

    Thalia Varel

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was kann ein Mann gegen einen Staat ausrichten?

    Eine ganze Menge - beweist dieser Roman, der auf dem Leben von Erdrichs Großvater beruht. Während er als Nachtwächter arbeitet, kämpft er gegen die Enteignung der amerikanischen Ureinwohner. Doch nicht nur sein Kampf wird thematisiert. Es geht hier um so viel mehr als Politik. Man bekommt nicht nur ein gutes Gefühl für die Kultur der amerikanischen Ureinwohner, sondern lernt gleichzeitig auch unglaublich viel über die Verbindung von Tradition und Moderne. Starke und schillernde Persönlichkeiten kämpfen in einfachsten Verhältnissen für ihr Glück und ihre Kultur.
  • Zum Bewerterprofil von Julia Weßbecher

    Julia Weßbecher

    Thalia Karlsruhe

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kann eine Minderheit sich gegen...

    Kann eine Minderheit sich gegen die Staatsgewalt wehren? Die Pulitzerpreisträgerin Louise Erdrich greift hier ein hochaktuelles und brisantes Thema auf meisterhafte Weise auf.
  • Zum Bewerterprofil von Anja Söllner

    Anja Söllner

    Thalia Hof

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Indianische Mythen und die Suche nach Freiheit.

    Pixie, bzw. Patrice ( das klingt ernsthafter und autarker), arbeitet zusammen mit vielen Frauen in einer Fabrik für Feinarbeiten an Diamanten und anderen Steinen. Diese Arbeiten setzen präzise Handhabung voraus, somit werden, weniger Männer eingestellt, als Frauen. Es sind die 50er Jahre, es geht um die großen Reservate der letzten Indianer im Norden an den großen Seen, die seitens der amerikanischen Politik zurück gedrängt wurden und dort das magere Land bewirtschaften, welches ihnen zur Verfügung gestellt wurde. Außer Ackerbau ist der Boxkampf ein beliebter Zeitvertreib für die Männer, die damit ihre alten Stärken unter Beweis stellen können. Der zweite Hauptprotagonist dieser Geschichte ist Thomas, er ist Nachtwächter der Fabrik und Stammesoberhaupt der Chipewas. Er setzt sich für eine Verzögerung der neuen Pläne der Regierung ein, die die gänzliche Vertreibung aller Indianer aus ihren Gebieten bedeuten würde, Schöngeredet mit der Option auf Ausgleich von Wohnraum in den Städten, was schlicht ihren Untergang bedeuten würde, weit weg von Land, Tieren und dem was im Grunde ihnen gehörte. Aufrührer ist Senator Watkins, der Mormone ist und die Meinung vertritt, der farbige Mensch wäre minderen Wertes... Patrice derweilen sucht ihre große Schwester, die in Minneapolis verloren ging. Ihr Begleiter kämpft als Boxer nicht nur zum Broterwerb, sondern auch um ihre Achtung! Eng verbunden fühlte ich mich in ihrer Suche nach Gerechtigkeit, Selbständigkeit, Geborgenheit & Liebe, so dass es mir schwer fiel, die Figuren nach Beenden des Buches ziehen zu lassen. Donald Trump hatte übrigens vor, die Terminationspolitik zur Vertreibung der indigenen Bevölkerung wieder aufzunehmen... Ein großes schönes interessantes Buch, welches deutlich macht, wie schwer nach wie vor das Leben der indianischen Bevölkerung ist und Menschen braucht, die sich für ihre Rechte einsetzen! Gute lebhafte Unterhaltung, die Politik ungemein lesbar macht. Louise Erdrich erhielt dafür den Pulitzer Preis.

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