Produktbild: Der Nachtwächter

Der Nachtwächter Roman

13

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

18,8/11,5/3,7 cm

Gewicht

389 g

Farbe

Bordeaux / Hellbraun

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Night Watchman

Übersetzt von

Gesine Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-4016-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

18,8/11,5/3,7 cm

Gewicht

389 g

Farbe

Bordeaux / Hellbraun

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Night Watchman

Übersetzt von

Gesine Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-4016-7

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

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  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    06.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Modernes Indianer-Epos Mit…

    Modernes Indianer-Epos Mit dem Roman «Der Nachtwächter» öffnet die US-amerikanische Schriftstellerin Louise Erdrich einen aufschlussreichen Einblick in die Kämpfe der indigenen Bevölkerung gegen die geplante Assimilierung. Im Nachlass ihres indianischen Großvaters fand die Autorin viele Briefe von ihm an seine Kinder, die «eine Fundgrube für spannende, lustige, klischeeferne Alltags-Geschichten aus dem Reservat» waren, wie sie im Nachwort schreibt, und die fiktional ergänzt in ihren Roman eingeflossen sind. Die Regierung in Washington verfolgte Anfang der 1950er Jahre Pläne zur Aufhebung der einst vertraglich festgelegten Sonderrechte der indianischen Bevölkerung, die, so lautet der Vertrag, gelten sollen, «solange das Gras wächst und die Flüsse fließen». In den USA gilt die in Deutschland weniger bekannte Louise Erdrich als eine der besten Gegenwarts-Autorinnen, der vorliegende Roman wurde 2021 mit dem begehrten ‹Pulitzer Prize for Fiction› ausgezeichnet. Am 1. August 1953 wurden in der House Concurrent Resolution 108 die Indianerstämme benannt, die zur «Terminierung» vorgesehen waren, unter ihnen auch der Turtle Mountain Band of Chippewa. Die sogenannte Terminations-Politik sollte angeblich die in prekären Verhältnissen lebende, indianische Bevölkerung wirtschaftlich dem Niveau der weißen Bevölkerung angleichen. Letztendlich aber zielte sie nur darauf ab, endlich die Reservate aufzulösen und damit im Immobilienboom jener Jahre das Land für die großen Konzerne verfügbar zu machen. Männlicher Protagonist des Romans ist Thomas Wazhashk, der titelgebende Nachtwächter. Er kämpft als Vorsitzender des Stammesrates an vorderster Front gegen diese Pläne, beschäftigt sich intensiv mit der listig verklausulierten Gesetzesvorlage, schreibt in den langen Nachtstunden Briefe an das Bureau of Indian Affairs, an den Senator von North Dakota, und er korrespondiert mit den weitverstreut siedelnden, anderen Stammesräten. Als er nach zähem Kampf schließlich erreicht, dass eine Anhörung vor dem zuständigen Unterausschuss im Kongress anberaumt wird, sammelt er auch noch Geld ein bei seinen Leuten, damit eine kleine Delegation mit ihm zusammen für einige Tage nach Washington reisen kann. Um diesen Handlungsrahmen herum schildert die Autorin in mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen vom Leben der Indianer im Reservat North Dakotas. Einziger Arbeitgeber ist dort eine in der Nähe angesiedelte Lagersteinfabrik, in der viele indigene Frauen beschäftigt sind. Sie bohren winzige Löcher in Edelsteine, die vor allem in der Uhrenindustrie gebraucht werden, eine Präzisionsarbeit, die für Männerhände nicht geeignet ist. Die beste Arbeiterin dort ist Patrice, die weibliche Protagonistin des Romans, eine blitzgescheite, toughe junge Frau, die von ihrem Lohn die ganze Familie ernähren muss. Ihre ältere Schwester ist nach Minneapolis gegangen und hat sich dann nicht mehr gemeldet. Monate später macht Patrice sich auf, um ihre verschollene Schwester und deren Baby zu finden. Sie findet das Baby auch und nimmt es mit nach Hause, ihre Schwester aber ist mutmaßlich in die Hände von Zuhältern geraten und wird irgendwo als Sexsklavin gefangen gehalten. Ein weiterer Handlungsstrang beschäftigt sich mit dem Boxsport, dessen Trainer für die schöne Patrice schwärmt, die ihm aber die kalte Schulter zeigt. In vielen Episoden, die kunstvoll zu einem beeindruckenden Epos miteinander verbunden sind, wird von weiteren Figuren aus dem Stamm der Chippewa erzählt. Sie sind allesamt sympathische Charaktere, die stimmig geschildert werden. Mit leichter Hand und trotz aller Tragik humorvoll wird hier vom drohenden Verlust der Identität indianischer Stämme berichtet, die alle nicht Farmer werden wollen. In ihnen ist das Erbe ihrer Vorfahren tief verwurzelt, die bekanntlich nomadisierende Jäger waren. Leicht lesbar und mit einem klug aufgebauten Plot ist dieses moderne Indianer-Epos eine bereichernde Lektüre.

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    02.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine liebevolle Hommage

    Louise Erdrich, Autorin mit Chippewa-Wurzeln, 2021 mit dem Pulitzer 2021 für diesen Roman ausgezeichnet, zeigt in „Der Nachtwächter“ das dunkle Kapitel der „Termination Bill“ auf, die ihren Anfang zu Beginn der fünfziger Jahre hat. Verträge, die seit langem Bestand haben, werden gebrochen mit dem Ziel, die Stämme zu zerschlagen, die Ureinwohner von ihrem Land zu vertreiben und in Städte umzusiedeln. Schlussendlich Landraub mit legitimen Mitteln. Druck wird im Wesentlichen über die finanzielle Schiene aufgebaut. Den Stämmen wird der autonome Status aberkannt, die Entschädigungszahlungen für die Besiedlung von Stammesland eingestellt. Die Auswirkungen, die dies hat, sind bis heute deutlich zu sehen: Armut, Alkoholismus, Arbeitslosigkeit, fehlende Perspektiven und nicht zuletzt der Identitätsverlust der Vertriebenen. Erdrichs Großvater wurde im Turtle Mountain Reservat in North Dakota geboren, und seine Geschichte ist Inspiration und Grundlage für diesen Roman, in dessen Zentrum Thomas Wazhushk steht. Nachts bewacht er eine Fabrik, in der tagsüber die Frauen des Turtle-Mountain-Clans arbeiten, unter anderem auch seine Nichte Pixie. Thomas ist ein guter, ein mitfühlender Mensch und will die anstehende Vertreibung mit allen Mitteln verhindern, weshalb er einerseits innerhalb des Reservats versucht, zu informieren und einen Marsch nach Washington zu organisieren, andererseits aber auch viele Nächte damit verbringt, lange Briefe an die Verantwortlichen in Washington zu schreiben, um seinen Stamm vor der Auslöschung, aber auch den Erfahrungen zu bewahren, die Pixie machen muss, als sie in Minneapolis nach ihrer Schwester sucht, die das Reservat verlassen hat und spurlos verschwunden ist. Es ist ein buntes Kaleidoskop, zusammengesetzt aus unzähligen Einzelschicksalen, Drama und leisem Humor, übernatürlichen Erscheinungen, Mystik und Spiritualität. Eine liebe- und respektvolle Hommage an die Menschen, die trotz aller Widrigkeiten ihre Würde behalten und mit aller Entschlossenheit für ihre Traditionen und ihre Existenz kämpfen. Lesen!

  • Heidrun

    aus Klingenberg

    5/5

    24.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufrüttelnd

    Das Buch erzählt die Geschichte um den Nachtwächter Thomas, das Leben seiner Familie sowie der anderen Familien im Indianerreservat. Thomas kämpft neben seiner Arbeit gegen ein Gesetz, dass seinen Stamm auslöschen würde. Das Buch wird in Episoden aus Sicht verschiedener Personen erzählt. Der Erzählfluss ist aber in großen Teilen chronologisch. Louise Erdrich beschreibt bildhaft das Leben im Reservat aber auch der Personen außerhalb. Man erfährt viel über die Bräuche, die Lebensweise und das Spirituelle des Indianerstamms. Normalerweise mag ich es nicht, wenn ein Buch ins Spirituelle abdriftet. Hier passt es aber einfach. Der Autorin kommt ihre Abstammung zu gute. Die Figur des Nachtwächters ist an ihren Großvater angelehnt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe 5 Sterne.

  • mrs-lucky

    aus Norddeutschland

    5/5

    05.08.2021

    eBook (ePUB 3)

    ein verdient preisgekrönter Roman

    In ihrem Roman „Der Nachtwächter“ weckt die bekannte amerikanische Autorin Louise Erdrich nicht nur die Aufmerksamkeit auf eine wichtige Epoche in der Geschichte der Native Americans, sondern ehrt auch den Einsatz ihres Großvaters für sein Volk. Seit dem 19.Jahrhundert wurden die amerikanischen Ureinwohner in Reservaten zusammengedrängt, oft auf zu kleinen Landflächen schlechter Qualität. Dort kämpfen sie ums Überleben, sind gezwungen, sich dem Lebenswandel und den Ideologien der Weißen anzupassen, und versuchen dabei, ihre eigene Identität und ihre Gebräuche aufrechtzuerhalten. Anfang der 1950er Jahre wird vom Kongress ein Gesetz verabschiedet, dass die zugesicherten Anrechte der Native Americans zurücknimmt, sie zur Zahlung von höheren Steuern verpflichten soll und zur Umsiedelung in die Städte bewegen, was einer Auslöschung der Stämme gleichkommt. Dies betrifft auch den Stamm der Turtle Mountain Band of Chippewa, dessen Vorsitz Louise Erdrichs Großvater zu dieser Zeit innehatte. Im Roman lebt Thomas Wazhashk diese Rolle, er kümmert sich um seine Farm, die Belange seines Stammes und schreibt während seiner Nachtwachen in der Lagersteinfabrik Briefe an öffentliche Stellen und Personen, um für ihre Rechte einzustehen. Als er von dem geplanten Terminierungsgesetz hört, kann er den Inhalt zunächst nicht glauben, setzt sich dann intensiv damit auseinander und organisiert eine Delegation nach Washington, um dort ihr Anliegen zu vertreten. Neben diesem Hauptthema gibt die Autorin einen Eindruck in das Leben der Chippewa zu dieser Zeit. Der Leser nimmt an den Gedanken und Eindrücken mehrerer Stammesmitglieder teil aber auch einiger Weißer, die im Reservat leben oder dieses besuchen. Es wird eindrucksvoll vermittelt, wie die verschiedenen Personen und unterschiedlichen Generationen mit dem Umbruch in ihrer Gesellschaft umgehen, sich der Lebensweise der Weißen anpassen oder an den Anforderungen scheitern, sich zum christlochen Glauben bekennen und dennoch ihre alten Gebräuche und Ahnen ehren. In vielen Szenen und Gesprächen zeigt sich, wie unterschiedlich die Werte der Weißen und der Chippewa sind, wie anders ihr Blick auf die Welt und ihr Umgang mit der Natur. Mich hat das Buch sowohl inhaltlich als auch sprachlich beeindruckt. Trotz der vielen Charaktere hatte ich nie den Eindruck, den Überblick zu verlieren. Die Autorin weckt auf sensible Weise Verständnis für das Leben und Denken der Native Americans für das Leid, dass sie erfahren haben, aber sie zeigt auch die Stärken auf, die in der Gemeinschaft einer Familie oder eines Stammes stecken können. Diese wunderbar feinsinnige Geschichte hat mein Interesse geweckt, noch weitere Geschichten dieser Autorin zu entdecken.

  • Hanna von Buchsichten

    aus Düsseldorf

    5/5

    01.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrucksvolle Einblicke in den Kampf gegen die Terminationspolitik

    Der Geschichte vorangestellt sind einige Informationen zur historischen Einordnung: In den USA wurde am 1. August 1953 die House Concurrent Resolution 108 verabschiedet, welche die auf unbegrenzte Dauer gültigen Verträge mit den amerikanischen Ureinwohnern für nichtig erklärt. Diese sollten in der Konsequenz wie alle anderen Einwohnern der USA behandelt werden, also: Keine Reservate mehr, keine Sonderrechte und -zahlungen. Als Vorsitzender des Stammesrats wehrte sich der Großvater der Autorin zu jener Zeit gegen das als Terminationspolitik bezeichnete Vorgehen. Auf ihm basiert die Romanfigur Thomas Wazhashk. Im September 1953 arbeitet Thomas Wazhashk als Nachtwächter in einer Lagersteinfabrik in der Nähe des Reservats des Turtle Mountain Band of Chippewa. Er nutzt jede Sekunde des Tages, für Schlaf bleibt ihm kaum Zeit. Während der nächtlichen Stunden schreibt er Brief und Brief an politische Vertreter und Verbündete, um die Zukunft des Reservats zu sichern. Tagsüber nimmt er weitere Pflichten seines Amts als Vorsitzender des Stammesrat wahr, für die er sich aufgrund leerer Kassen noch nie die vorgesehene Vergütung ausgezahlt hat. In der Lagersteinfabrik arbeiten auch viele Frauen der Chippewa, die in Sachen Fingerfertigkeit den Männern überlegen sind. Eine von ihnen ist Patrice Paranteau, die trotz Protest von ihrer Seite meist Pixie genannt wird. Ihre Schwester hat vor einiger Zeit mit ihrem Mann das Reservat in Richtung Minneapolis verlassen, doch seit einiger Zeit hat niemand mehr etwas von ihr gehört. Patrice ist fest entschlossen, mehr über den Verbleib ihrer Schwester herauszufinden. Über die Terminationspolitik der USA und den damit verbundenen Kampf der Ureinwohner wusste ich vor der Lektüre nur wenig. Als Leserin erhielt ich vielfältige Einblicke in das Geschehen. Es war schön zu sehen, wie sich Menschen wie Thomas Wazhashk im Angesicht des Unrechts, das ihnen widerfahren soll, zur Wehr setzen und mit geringen Mitteln, dafür aber umso größerer Beharrlichkeit etwas bewirken können. Neben allerlei wissenswerten Informationen erhielt ich viele interessante und emotionale Einblicke in das Leben im Reservat. Die Ureinwohner führen ein einfaches, naturverbundenes Leben, sie betreiben Landwirtschaft und Familie spielt eine große Rolle. Nur wenige haben eine Arbeitsstelle außerhalb des Reservats, viele in der Lagersteinfabrik, von dem Gehalt profitiert die ganze Familie. Besonders faszinierend fand ich die Einblicke in die Bräuche und Riten der Chippewa. Auch Träume und Visionen spielen eine wichtige Rolle. Um mehr über den Verbleib von Patrice’ Schwester Vera zu erfahren wird gar ein Jiisikid engagiert, der sich in Trance versetzen und bestätigen kann, dass sie am Leben ist. Der Roman wird in ruhigen, eindringlichen Tönen erzählt, die mich fesseln konnten. Ich bangte mit, ob Thomas sich mit seinen Einwänden Gehör verschaffen kann und Patrice eine Spur ihrer Schwester findet. Auch viele Nebencharaktere sind sorgfältig ausgearbeitet, zum Beispiel der weiße Boxtrainer Lloyd Barnes, der die Jungen des Reservats trainiert und in Patrice verliebt ist, sowie sein bester Schüler Wood Mountain, der von einem Sieg gegen den weißen Joe Wobleszynski träumt. Eine lesenswerte Lektüre, die mir eindrucksvolle Einblicke in den Kampf gegen die Terminationspolitik gab und die ich gerne weiterempfehle!

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Annette W.

    Annette W.

    Thalia Berlin – Alexa

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    5/5

    17.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Roman basiert auf dem außergewöhnlichen...

    Der Roman basiert auf dem außergewöhnlichen Leben von Erdrichs Großvater, der den Protest gegen die Enteignung der amerikanischen Ureinwohnerinnen vom ländlichen North Dakota bis nach Washington trug. Auch dieses Buch der Autorin hat mich wieder mehr als begeistert !
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike Walther

    Ulrike Walther

    Thalia Gotha

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Nachtwächter - ein wahrer Held

    Für diesen, mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Roman, wurde die bekannte amerikanische Autorin von der Geschichte ihres Großvaters inspiriert. Erzählt wird die Geschichte der Bewohner eines Reservates der Chippewa in North Dakota im Jahr 1953 und der aussichtslos scheinende Kampf des Nachtwächters Thomas Wazhashk gegen ein Gesetz, dass die Auslöschung der indianischen Nationen zur Folge haben könnte. Diese Geschichte ist unglaublich spannend, erstaunlich und emotional packend. Trotzdem geht von ihr eine fast unerklärliche postive Energie aus und sie besticht durch ihren eigenwilligen Humor. Ein großartiges Buch, das eigentlich auf die Bestsellerliste gehört.
  • Zum Bewerterprofil von Konstanze Mletzko

    Konstanze Mletzko

    Thalia Varel

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was kann ein Mann gegen einen Staat ausrichten?

    Eine ganze Menge - beweist dieser Roman, der auf dem Leben von Erdrichs Großvater beruht. Während er als Nachtwächter arbeitet, kämpft er gegen die Enteignung der amerikanischen Ureinwohner. Doch nicht nur sein Kampf wird thematisiert. Es geht hier um so viel mehr als Politik. Man bekommt nicht nur ein gutes Gefühl für die Kultur der amerikanischen Ureinwohner, sondern lernt gleichzeitig auch unglaublich viel über die Verbindung von Tradition und Moderne. Starke und schillernde Persönlichkeiten kämpfen in einfachsten Verhältnissen für ihr Glück und ihre Kultur.
  • Zum Bewerterprofil von Julia Weßbecher

    Julia Weßbecher

    Thalia Karlsruhe

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kann eine Minderheit sich gegen...

    Kann eine Minderheit sich gegen die Staatsgewalt wehren? Die Pulitzerpreisträgerin Louise Erdrich greift hier ein hochaktuelles und brisantes Thema auf meisterhafte Weise auf.
  • Zum Bewerterprofil von Anja Söllner

    Anja Söllner

    Thalia Hof

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    5/5

    01.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Indianische Mythen und die Suche nach Freiheit.

    Pixie, bzw. Patrice ( das klingt ernsthafter und autarker), arbeitet zusammen mit vielen Frauen in einer Fabrik für Feinarbeiten an Diamanten und anderen Steinen. Diese Arbeiten setzen präzise Handhabung voraus, somit werden, weniger Männer eingestellt, als Frauen. Es sind die 50er Jahre, es geht um die großen Reservate der letzten Indianer im Norden an den großen Seen, die seitens der amerikanischen Politik zurück gedrängt wurden und dort das magere Land bewirtschaften, welches ihnen zur Verfügung gestellt wurde. Außer Ackerbau ist der Boxkampf ein beliebter Zeitvertreib für die Männer, die damit ihre alten Stärken unter Beweis stellen können. Der zweite Hauptprotagonist dieser Geschichte ist Thomas, er ist Nachtwächter der Fabrik und Stammesoberhaupt der Chipewas. Er setzt sich für eine Verzögerung der neuen Pläne der Regierung ein, die die gänzliche Vertreibung aller Indianer aus ihren Gebieten bedeuten würde, Schöngeredet mit der Option auf Ausgleich von Wohnraum in den Städten, was schlicht ihren Untergang bedeuten würde, weit weg von Land, Tieren und dem was im Grunde ihnen gehörte. Aufrührer ist Senator Watkins, der Mormone ist und die Meinung vertritt, der farbige Mensch wäre minderen Wertes... Patrice derweilen sucht ihre große Schwester, die in Minneapolis verloren ging. Ihr Begleiter kämpft als Boxer nicht nur zum Broterwerb, sondern auch um ihre Achtung! Eng verbunden fühlte ich mich in ihrer Suche nach Gerechtigkeit, Selbständigkeit, Geborgenheit & Liebe, so dass es mir schwer fiel, die Figuren nach Beenden des Buches ziehen zu lassen. Donald Trump hatte übrigens vor, die Terminationspolitik zur Vertreibung der indigenen Bevölkerung wieder aufzunehmen... Ein großes schönes interessantes Buch, welches deutlich macht, wie schwer nach wie vor das Leben der indianischen Bevölkerung ist und Menschen braucht, die sich für ihre Rechte einsetzen! Gute lebhafte Unterhaltung, die Politik ungemein lesbar macht. Louise Erdrich erhielt dafür den Pulitzer Preis.

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