Visionär und rasend schnell erzählt: Das zentrale Werk des Cyberpunks jetzt in neuer Übersetzung. Hiro Protagonist war mal Programmierer, aber seit auch hier die Konzerne alles gleichgeschaltet haben, zieht er jeden Bullshit-Job vor: Pizza-Auslieferer für die Mafia. Oder Information Broker für die ehemalige CIA. Wichtiger als die echte Welt ist für ihn ohnehin das Metaverse, ein virtueller Ort, an dem sich die Menschen mit ihren selbst gestalteten Avataren treffen. Dort begegnet er auch zum ersten Mal der Droge »Snow Crash«. Das Besondere: Snow Crash ist ein Computervirus, der auch Menschen befallen kann. Zusammen mit seiner Partnerin Y. T. ermittelt Hiro - und kommt einer Verschwörung auf die Spur, die bis in die menschliche Vorgeschichte zurückreicht. Für Leser*innen von William Gibson, Richard Morgan und Fans von Cyberpunk 2077.
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Schmerzhaft (und) witzig!
Bewertung am 14.01.2022
Bewertungsnummer: 1638578
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Snow Crash gehört zur exklusiven Gruppe der Werke, die als Unterhaltung geschrieben wurden und als Dokumentation in die Geschichte eingehen.
Neal Stephenson hat in diesem Klassiker viele Begriffe geprägt, die heute im Internet standardmäßig verwendet werden. Dabei schafft er es die Zukunft auf faszinierende Weise mit altbabylonischer Geschichte, Keilschrift und der menschlichen Psychologie zu verbinden - alles durchzogen von einem unterschwelligen Sarkasmus.
Genau zum richtigen Zeitpunkt neu übersetzt, an dem die Technikwelt über ein neues "Metaverse" redet!
Eine Verschwörung die es aufzudecken gilt …
Solara300/ Blogger v. Bücher aus dem Feenbrunnen aus Contwig am 02.02.2022
Bewertungsnummer: 1649350
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Alles gut im Metaverse?
Wenn es nach Hiro geht ja, aber eine seltsame Droge macht die Runde namens Snow Crash.
Diese Droge scheint mehr Geheimnisse in sich zu tragen als Anfangs vermutet und somit gerät Hiro inmitten einer Verschwörung, deren er mit Hilfe von Y.T. auf den Grund gehen will.
Ein gefährliches Spiel beginnt in der es gilt zu überleben.
Meine Meinung
Erst einmal möchte ich zum Cover kommen, das mir mit seinem spacigen Design sofort ins Auge fiel.
Der Titel macht eindeutig neugierig und nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte war ich gespannt.
Zum Inhalt kann ich sagen, dass ich die Story mega finde, aber sie lässt sich nicht so leicht runterlesen.
Hier wird man mitgenommen in eine Welt die in der Neuauflage von Stephenson im Sci-Fi Genre für mich klasse rübergebracht wurde.
Ich finde die Idee sehr gut umgesetzt und hier findet man neben den technischen Neuerungen einen Hacker namens Hiro der inmitten einer Verschwörung gerät. Viel dazu kann ich euch nicht verraten, ich will ja nicht spoilern.
Aber Hiro macht schon gleich neugierig mit seiner interessanten Charakteristika eines Pizzaboten der ein freiberuflicher Hacker ist und lieber im Metaverse unterwegs ist als im Realen Leben.
Hier gefällt mir die Thematik eines Mannes der in etwas reingerät das ihn neugierig werden lässt.
Für mich eine Story, in die man eintauchen kann in eine virtuelle Welt die eine Zukunftsversion zeigt die hoffentlich nie so bei uns eintritt.
Meinung aus der Buchhandlung
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"Snow Crash, ist das nun ein Virus, eine Droge oder eine Religion?" - "Wo ist da der Unterschied?"
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In ganz naher Zukunft: Amerika als Staat existiert nicht mehr, ist aufgeteilt in unzählige kleinere und größere "Länder", die als reine Wirtschaftsunternehmen betrieben werden. Die Lebensverhältnisse sind relativ gut, Territorial-Kämpfe gehören der Vergangenheit an. Zu beachten ist selbstverständlich der Hintergrund der Eigner, die Mafia unter "Onkel" Enzo regiert anders als es die HongKong-Gruppe tut, die "FEDs" klammern sich an die Reste der USA, in dem sie die Bürokratie auf ungeahnte Höhen liften.Den meisten Menschen ist das ziemlich egal, sie verbringen den größeren Teil ihrer Zeit eh in einer virtuellen Paralellwelt, dem Metaverse. Die Grenzen zwischen diesen beiden Lebensbereichen sind fliessend, weil die Programmierer des Metaverse in den Anfängen eine geniale, aber auch Furcht erregende, Arbeit abgeliefert haben. "Hiro Protagonist" war einer von ihnen.
Bei einem seiner Besuche in der Virtualität sieht er sich das erste Mal mit einer neuen Droge konfrontiert - Snow Crash, deren Wirkung beglückend ist, auf längere Zeit eingenommen aber zu einer völligen Auflösung der Kommunikations-Möglichkeiten der User führt, leider auch in der realen Welt. Das pikante dabei: Snow Crash ist eigentlich ein Computer-Virus. Hiro, der in den letzten Jahren sein Auskommen der Ausübung verschiedenster Drecks-Jobs verdankte, begibt sich auf die Suche nach der Quelle dieses Stoffs. "Y. T.", eine junge Frau, Kurierfahrerin mit getuntem Skateboard, arbeitet mit ihm zusammen, der notorische Einzelgänger Hiro hat sie zögerlich als "Mitarbeiterin" anerkannt. Bei ihren "Ermittlungen" stoßen die beiden schnell, immer wieder, auf einen Mann namens "Raven", der, von den Aleuten stammend, wohl nicht weniger als die komplette Zerstörung der Gesellschaft zum Ziel hat.....
Neil Stephenson gilt als Erfinder des sog. Cyber-Punks, einer extrem schnellen, anarchischen Form der Science Fiction. "Snow Crash", auf Deutsch erstmals Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, ist absolut visionär. Es ist einfach unglaublich, wie prophetisch der Autor so vieles voraus gesehen hat. Die Story geht, bei aller Action, sehr tief, ist bis in die kleinsten Winkel und Ecken logisch und wohl durchdacht. Und schnell, rotzig geschrieben, ein Meisterwerk!
Ich selber habe das Buch jetzt erneut gelesen, habe es verglichen mit der alten Übersetzung, "Hut ab" vor der Leistung von Alexander Weber. Er hat ein phantastisches Buch noch besser gemacht. Seine Übertragung strotzt nur so vor Kraft, sie ist perfekt. Selbst Stephensons eminent wichtige Einschübsel, die den Leser weit in die Vergangenheit und die sumerische Sprache führen, sind jetzt extrem spannend. Ebenso wie die einst etwas langatmigen Exkurse zurück zu den Schöpfungsmythen der einzelnen Kulturen.
Fazit: Alles ist nur "Binär-Code", wirklich alles :-)
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Tolle Story und ein einzigartiger Schreibstil. Jede Seite sprüht vor Einfallsreichtum und Humor. Etwas ruhiger erzählt, aber es ist definitiv jede Seite wert.
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