Der neue Roman von Timur Vermes Nur noch fünf U-Bahn-Stationen trennen die junge Lektorin Anke Lohm von einer Dusche und dem frisch bezogenen Bett im Gästezimmer ihrer besten Freundin. Zwar nervt sie nach einer Bahnreise mit allen Komplikationen der einzige andere Fahrgast im leeren Zug, aber beim nächsten Halt will der junge Mann aussteigen, und dann ist endlich, endlich Ruhe. Sollte diese nächste Station nicht eigentlich längst da sein? Als aus zwei Minuten fünf werden, dann zehn, zwanzig, in denen die Bahn ungebremst durch die endlose Dunkelheit schießt, ahnt Anke Lohm, dass dies mehr sein könnte als nur eine U-Bahn-Fahrt: der größte Fehler ihres Lebens. Suggestiv erzählt, überraschend und nicht mehr aus der Hand zu legen: Timur Vermes erweist sich als Virtuose literarischer Spannung.
Kundinnen und Kunden meinen
3.2/5.0
Tabris
aus Kirkel
5/5
18.02.2022
eBook (ePUB)
Genial
Anfangs ist es etwas zwar zu verstehen weil man nicht genau weiß was der Autor alles einem sagen möchte. Dennoch kommt man recht schnell rein. Habe jede Sekunde genossen und hätte noch weiter lesen können.
Bewertung
5/5
10.01.2022
eBook (ePUB)
Genial anders
Lest die Leseprobe und wenn es euch auch nur ein bisschen gefällt: Gönnt euch dieses minimalistische Kopfkino. Jetzt schon eins der originellsten und besten Bücher der Jahres.
Dieses Buch ist nicht in Fleißtext geschrieben. Das ist auf den ersten 2-3 Seiten irritierend. Es erzeugt jedoch ein großes Tempo und eine sehr starke Nähe zur Handlung. Es ist meiner Meinung nach also ein Kunstgriff, der sehr gelungen ist. Es steht zu befürchten, dass der ein oder andere Deutschkurs diesen Text wird analysieren dürfen :)
Bewertung
3/5
15.01.2023
eBook (ePUB)
Eine U-Bahn-Fahrt ins Ungewisse
"U" ist ein interessantes Schreibexperiment, das vom Schreibstil her mal was komplett anderes ist. Halbsätze und Fragmente erwecken den Eindruck, dass man direkt im Kopf der Protagonistin ist. Zusammen mit dem Spiel der Typografie ergibt es eine teils wirre, teils atemlose Atmosphäre.
Für das sprachliche Konzept hat das Buch 5/5 Sternen verdient, allerdings konnte mich die Handlung nicht völlig überzeugen. Nach einem gelungenen Anfang wird die Handlung konfus und abgedreht, was erstmal nichts Schlechtes bedeuten muss. Doch das Ende ist eher schwach und lässt mich ein wenig ratlos zurück.
Bewertung
3/5
27.12.2021
eBook (ePUB)
In diesem Zug möchte niemand sitzen!
Unberechenbar, voller Wendungen und im wahrsten Sinne des Wotes abgefahren: "U" ist so schwer zu durchschauen wie ein U-Bahn-Tunnel, in dem die Beleuchtung ausgefallen ist. Auf jeden Fall mal etwas anderes, wenn auch bestimmt nicht für jeden...
Meggie
aus Mertesheim
3/5
23.12.2021
eBook (ePUB)
genial, aber unvollständig
Anke Lohm will nur noch in die Wohnung ihrer besten Freundin, um endlich zu duschen und sich schlafen zu legen. Der schnellste Weg dahin ist mit der U-Bahn. Fünf Stationen. Kurz vor der Losfahrt steigt noch ein weiterer Fahrgast zu. Nervig und laut. Doch er will nur eine Station weit fahren. Anke ist froh, ihn dann los zu sein.
Doch nach einer Fahrt von 5 Minuten merken beiden, dass die U-Bahn nicht anhält. Es vergehen weitere Minuten, doch die Bahn hält nicht. Keiner der beiden weiß, warum die Bahn immer weiter fährt und glauben erst an einen Scherz. Doch bald merken beide, dass ein Scherz ihnen eigentlich sehr viel lieber gewesen wäre.
Welch ungewöhnliche Geschichte. Denn gleich am Anfang werden nur "Gedankenfetzen" präsentiert. Und zwar die Gedanken, die Anke Lohm durch den Kopf gehen. Abgehackte Sätze, Kurze Infos. Dinge, die sie liest, sieht, hört, riecht. Zwischendurch geführte Monologe oder Dialoge.
Ich hatte erst etwas Mühe, herauszufinden, was genau der Autor mir sagen will, doch dann war ich regelrecht begeistert. Begeistert von Ankes Gedanken.
Später kommt ein junger Mann dazu, der zusammen mit Anke in einem U-Bahn-Wagen sitzt. Die beiden sind alleine und der junge Mann möchte mit Anke ins Gespräch kommen, die sich aber gar nicht in ein solches verwickeln lassen will. Dann lässt sie sich aber drauf ein.
Und plötzlich merken beide, dass die Bahn fährt und fährt und fährt. Und einfach nicht anhält. Und nun kommt natürlich die große Frage: Warum?
Und das fragen sich nicht nur Anke und der junge Mann, sondern auch die Hörer*innen. Zumindest war es bei mir so. Denn ich wollte unbedingt wissen, warum. Also habe ich gespannt zugehört. Habe auf Ankes Gedanken gehört, auf die geführten Dialoge und auf die Zwischentöne, die mir aber auch nicht so richtig weiterhelfen konnten.
Die Sprecher sind einfach genial, vor allem Eva Meckbach, die die Anke spricht. Man könnte wirklich meinen, dass man in Ankes Kopf ist und alles haargenau mitbekommen - was wohl auch gewollt ist durch die abgehackte Weise.
Shenja Lacher spricht den jungen Mann und ist ebenfalls genial.
Die beiden bilden eine perfekte Einheit.
Ich hatte sehr viel Spaß beim Zuhören, eben weil ich die ungewöhnliche Umsetzung einfach nur genial finde. Es kommen Passagen wie: Blick zu ihm. Blick zurück - oder - Spanplatten. Gipssäcke. Umkehren. - oder - Luft ist rein. U-Bahn-Luft. Wieder Vierersitz. Herausschauen. Bahnsteig. Leer. Spät....
Und dann kommt das dicke Ende. Das eigentlich gar kein Ende ist. Denn es gibt eigentlich keins. Es ist unfertig, es fehlen Dinge. Erklärungen, Auflösungen oder einfach nur der Hinweis: Und als Anke im Krankenhaus aufwachte, war alles nur ein Traum.
Aber nein. Es gibt einfach nichts. Man hat so viele Fragen, so viele weitere Gedanken und will wissen, warum, warum, warum. Und das hat mir das ganze Hörbuch, die ganze Story, die so genial angefangen hat., total kaputt gemacht.
Sehr schade.
Meggies Fussnote:
Ein genialer Anfang mit kaputtem Ende.
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5/5
08.12.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ratter, ratter, ratter...
Das neue Buch von Timur Vermes ist nicht leicht zu beschreiben. Man begleitet die junge Frau Anke auf dem Weg zu ihrer Freundin Kiki. Sie steigt in die U-Bahn ein, in der außer ihr nur noch eine Schwangere und ein schräger Typ sitzen. Die Türen schließen und die Bahn fährt los. Fünf Haltestellen sind es zu Kiki, doch diese U-Bahn hält nicht...nicht ein einziges Mal.
An diesem Buch ist nicht nur die Geschichte besonders, sondern auch der Stil. Denn man liest das Buch in Gedankenfetzen, also bestehen die Sätze manchmal nur aus Geräuschen oder ein bis zwei Wörtern. Es ist gewöhnungsbedürftig, doch man hat nach kurzer Zeit den Dreh raus und sich an den Stil gewöhnt. Der Autor hat einen sehr bildlichen Schreibstil, so schafft er es auch bei diesem besonderen Stil den Film im Kopf des Lesers ablaufen zu lassen.
Ein ganz besonderer kleiner Schatz der in keinem Bücherregal fehlen sollte, denn so kurz die Geschichte auch ist, umso länger bleibt sie einem nach dem Lesen noch im Gedächtnis.
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5/5
03.12.2021
Hörbuch (CD)
Ziemlich super
Timur Vermes ist fraglos ein Autor mit Mainstream-Erfolg. Damit will ich sein Werk nicht kleinreden - bisher kam ich nur an "Er ist wieder da" vorbei, aber ich war gut unterhalten. Und einem Buch, das Hitlers Rückkehr satirisch aufbereitet, kann man nicht gerade vorwerfen, nur gefällig zu sein.
"U" ist allerdings ganz anders und wirkt wie mit einer vollkommen neuen Feder geschrieben. Tatsächlich erinnert es mich in seiner Momentaufnahmigkeit eher an Wolfgang Herrndorfs "Tschick", wenn die Momente hier auch vergleichsweise absurder sind - also als hätte Harold Pinter "Tschick" geschrieben.
Die besten Stücke von Pinter und Samuel Beckett, das Frühwerk von Edward Albee und vieles von Eugene Ionesco und Christopher Durang liebäugeln mit dem Nichts und der Bedeutungslosigkeit, und darauf lässt sich Vermes hier ebenfalls ein. Er nutzt eine Sprache, die häufig wirkt, als sei sie sich ihrer eigenen Künstlichkeit bewusst, und er schafft damit ein Werk, das gerade für einen Autoren, bei dem zu erwarten ist, dass sich viele Menschen sein neues Buch kaufen, wunderbar experimentell anmutet. Nein, er erfindet das Rad nicht neu, aber er schickt damit einige Leser*innen in Gefilde, die sie nicht regelmäßig lesen.
Die Fragezeichen, die Vermes aufwirft, werden zwar nicht mit der gleichen Finesse und Emotion aufgelöst, wie Markus Orths das in "Picknick im Dunkeln" schafft, aber "U" ist für mich ein Hit!
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5/5
29.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein packender, äußerst kurzweiliger...
Ein packender, äußerst kurzweiliger Roman über eine Angst, von der manche wahrscheinlich nicht einmal gedacht hätten, dass diese existiert. Man verfolgt nur den Gedankenstrom der Protagonistin und die Dialoge. Eine besondere und sehr angenehme Art der Erzählung.
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4/5
18.01.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gedankensplitter, Halbsätze, abgehackte...
Gedankensplitter, Halbsätze, abgehackte schnelle Mono- oder Dialoge, dazu ein Text, der sich graphisch dem Erzählten anpasst. Ein albtraumhafter Horrortrip in der U-Bahn, atemlos erzählt.
Aussergewöhnlich und gewöhnungsbedürftig. Mal was anderes.
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4/5
26.12.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ganz schön abgefahren...
Zwei Menschen, die sich nicht kennen, mutterseelenallein in einer Berliner U-Bahn, die durch die Nacht rast und nirgends anhält...in kurzen treibenden Sätzen, manchmal nur einzelnen Wörtern gerät man schnell in den Strudel der Ereignisse und bleibt am Ende atemlos zurück. Ein ungewöhnliches Schreibexperiment, eine ungewohnte Leseerfahrung und ein phantastisches Gedankenexperiment, das mich schon gefesselt hat, aber auch etwas ratlos zurücklässt.
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