Die Liebe in den letzten Tagen des Patriarchats – der neue Roman der Nr.-1-Bestsellerautorin von »Three Women – Drei Frauen«Viel zu lange hat Joan die Grausamkeiten von Männern ertragen. Den einen liebt sie, doch er bleibt kalt. Und der, der sie liebt, gibt sich eines Tages vor ihren Augen die Kugel. Joan flieht aus New York nach Los Angeles und sucht die einzige Frau, die ihr helfen kann, ihre Vergangenheit zu überwinden und eine andere zu werden: ihre Halbschwester Alice. Während Alice ihr zuhört, muss Joan einsehen, dass es nicht zuletzt sie selbst war, die sich vor den Männern ihres Lebens erniedrigt hat. Sie will mehr als nur Opfer sein. Selbst wenn sie dafür zur Täterin werden muss.Provokant und verwundbar erzählt Lisa Taddeo von weiblichem Schmerz und weiblicher Wut, von Rache, Solidarität und Selbstermächtigung, mit der für Joan ein neues Leben beginnt.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
5/5
18.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Definitiv nichts für Zartbesaitete....
Definitiv nichts für Zartbesaitete. Wer sich auf einen Roman mit deutlichen Ecken und Kanten einstellt, bekommt hier ein großartiges Leseerlebnis.
Bewertung
aus Birkenfeld
5/5
10.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ebenso verstörend wie fesselnd!
Der Roman "Animal" von Lisa Taddeo ist wirklich alles andere als ein Durchschnittsbuch.
Ebenso kontraststark wie das Cover daherkommt, ist nämlich auch die Handlung. Eine kompromislose Konfrontation!
Stück für Stück erfährt man als Leser schockierende Details aus Joans Vergangenheit, gleichzeitig kämpft sie auch mit den Missständen in ihrem aktuellen Leben. Immer erfährt man eine weitere Unfassbarkeit, die man niemals hätte erahnen können. Alles geschrieben in einer prägnanten Mischung aus Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Alles ebenso fesselnd wie verstörend. Klar ist auf jeden Fall, dass Lisa Tadeo mich mit ihrem einzigartigen Schreibstil gebannt hat, wie kaum ein Autor je zuvor. Unglaublich pointiert stellt sie Joans Zwiespältigkeit dar. Joan, die so sehr zwischen Hass und Liebe, Opfer und Verführerin schwankt. Merkt man im einen Moment noch, wie ihr sexuelle Handlungen aufgezwungen werden, benötigt sie diese im nächsten Moment, um sich selbst mögen zu können. Ist sie Ausgenutzte oder Ausnutzende? Vielleicht ein wenig von beidem. Ein toxischer Kreislauf, dem sie entweder nicht mehr entfliehen kann oder will.
Insgesamt ein Roman, der mitreißt, bewegt, pikiert, einen gar nicht kalt lassen kann und einem auf jeden Fall die verschiedensten Emotionen entlockt.
Eine Geschichte, die nicht schön und harmonisch, sondern hässlich und brutal ist.
Ein Schreibstil, der jedem Wort Bedeutung verleiht.
Bewertung
4/5
29.07.2024
Buch (Taschenbuch)
4,5
"Animal" beginnt mit einem Knall.
Auf den ersten Seiten isst Joan mit ihrem neuen verheirateten Liebhaber zu Abend, als ihr ehemaliger verheirateter Liebhaber hereinkommt und sich vor ihr erschießt. Durch dieses Ereignis angetrieben, flieht Joan aus New York und begibt sich auf eine Reise nach Los Angeles, um eine junge Frau namens Alice zu finden, die helfen kann, die Geheimnisse von Joans Vergangenheit zu enthüllen.
"Animal" ist eine rohe und schonungslose Geschichte weiblicher Wut; ein Blick darauf, wie allein das Leben als Frau einen an den Rand des Zusammenbruchs treiben kann. Aber was den Roman so fesselnd macht, ist, dass Joans Wut zwanghaft subtil ist; es ist ein köchelnder Schmelztiegel, der am Rande der Explosion steht. Und selbst wenn sie unvermeidlich explodiert, ist die Explosion ebenso gedämpft, ein Augenblick, der Joans Wandel vom immer gejagten Opfer zur Jägerin markiert.
Der Hauptfokus des Romans liegt auf der Erforschung der Beziehung zwischen dem Trauma von Frauen und der Kultur der sexuellen Gewalt. Joan als Charakter dient als Vehikel, um darzustellen, wie diese Erfahrungen unser eigenes Handeln und Verhalten beeinflussen. "Animal" ist die Geschichte einer Frau, aber es kann auch die Geschichte jeder Frau sein. Durch seine brutale Untersuchung von Machtverhältnissen, sexueller Politik und der heimtückischen Natur der Vergewaltigungskultur ist es leicht, irgendwo in diesem Buch etwas zu finden, mit dem man sich identifizieren kann, selbst wenn es nur die "kleineren" Demütigungen sexueller Gewalt sind, die uns beigebracht werden, einfach abzutun.
Joan ist die Verkörperung des Tieres / "Animals", das Frauen ihr ganzes Leben lang zu unterdrücken lernen, eine allegorische Darstellung der Wut, des Schmerzes und der Stärke, die mit dem Frausein einhergehen, davon, so weit getrieben zu werden, dass man seine Zähne in etwas schlagen muss.Im Einklang mit seinen Themen ist das Buch dunkel und brutal, mit einigen ziemlich erschütternden Szenen, die nichts für schwache Nerven sind. Aber "Animal" ist ein Beispiel für einen gelungenen literarischen Thriller, besonders durch sein meisterhaftes Tempo. Die spannenden Wendungen sind subtil, aber fesselnd genug, um einen bis zum Ende die Seiten umblättern zu lassen. Mit der schneidenden, atmosphärischen Schreibweise von Emma Cline und der rohen Charakterisierung von Ottessa Moshfegh ist "Animal" eine Geschichte weiblicher Wut, die gleichzeitig leise und aufregend ist.
Bewertung
4/5
04.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Filterlos
Lisa Taddeo - eine Frau, die wohl die stummen Gedanken von vielen Frauen ausspricht.
Mit ihrem ehrlichen, auf den Punkt zielenden Schreibstil zerfetzt sie wohl das eine oder andere Männerego und berichtet authentisch von der Geschichte der Protagonsitin.
Kein Filter - nur pure Gedanken, nicht auf die Waage gelegt.
Manche Menschen erschreckt wohl diese genaue Ehrlichkeit, diese nihilistischen Gedanken, der Lifestyle, die Handlungen der Protagonistin. Die Frage warum sie sich immer wieder von Männern schreckliches antun lässt.
Aber ich habe noch nie eine Autorin gelesen, die so sehr meine Gedanken in Wörter umpackt. Der Gedanke, Männern unbedingt etwas bieten zu müssen, ihnen gefallen zu müssen, obwohl man bereits von ihnen verletzt oder bloßgestellt wurde.
Ich fühle mich seltsam definiert durch dieses Buch, als würden all mein Ärger und meine Wut in klaren Worten ausgedrückt werden, durch pure Vulgarität.
Auch wenn das Buch manchmal etwas langwierig erscheint, habe ich jede Sekunde davon genossen.
Gleichzeitig hat es leider eine gewisse Leere in mir hinterlassen.
Bewertung
4/5
07.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Freud lässt grüßen
Joans Gedanken drehen sich fast ausschließlich um Männer und Sex. Wenn sie nicht gerade an einen ihrer Liebhaber denkt, dann daran, was sie mit den Möbelpackern anstellen könnte, oder dem neuen Nachbarn. Sie ist nach LA gezogen, um ihrer Vergangenheit zu entfliehen (einem Liebhaber, der sich vor ihren Augen erschoss und seine Familie zurückließ. Dort möchte sie sich ihrer Halbschwester vorstellen, um dieser ihre Geschichte zu erzählen.
Anfangs irritierte mich Joans Fixierung auf Sex sehr. Nachdem ich jedoch erfuhr, was ihr bereits als Kind für schreckliche Dinge widerfahren waren, ergab diese Fixierung Sinn. Ich würde auch ganz gern einige Triggerwarnungen aussprechen:
- Sexueller Missbrauch, auch an Kindern – Suizid - Mord an Familie – Abtreibung - Fehlgeburt.
Ich habe grundsätzlich kein Problem mit Büchern, die einen mit schwer verdaulichem Inhalt konfrontieren, das hier hat mich aber ziemlich kalt erwischt. Nachdem ich das Buch anfangs stockend las, ab der Hälfte immer schneller und am Ende nur noch durch die Seiten geflogen bin (ich wollte es dann wirklich schnell hinter mich bringen.), musste ich erst einmal klarkommen. Warum? Ich hatte einen feministischen Roman erwartet, in dem sich eine Frau vom jahrelangen Einfluss und Missbrauch durch Männer lossagt und endlich zu eigener Stärke findet. Das gab es auch in Ansätzen, aber eher in Form von Rache. Trotzdem musste die arme Joan unglaublich viel leiden. Und sie ist damit nicht die einzige: Grundsätzlich schienen die meisten Männer in diesem Roman entweder dumme oder schlechte Menschen zu sein: Sie missbrauchen, gehen fremd, sind eifersüchtig und nutzen ihre Frauen aus. Die Frauen sind die Opfer, wehren sich jedoch manchmal mit purer Rache, a la Medea.
Ich fand das Buch keineswegs schlecht. Im Gegenteil: Es hätte mich bestimmt nicht so wirkungsvoll schockiert, wäre es weniger gut geschrieben. ‘Animal’ erzeugt ein interessantes Bild von traumatisierten Frauen, die sich von Männern emanzipieren.
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5/5
25.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Eine junge Frau, die sich komplett...
Eine junge Frau, die sich komplett verloren hat und sich nun wehrt. Ihre Gegenerin sucht Sie in der Rivalin und findet Sie in sich selbst. Sie stellt Ihre Vergangenheit und die ganze Idee ihrer Zukunft in Frage.
Ziemlich harter Roman und doch so lesenwert!
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5/5
22.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lisa Taddeo die Zweite.
Was soll ich sagen, ich habe gebraucht, bis ich reingekommen bin und mit der Geschichte von Joan warm geworden bin. Aber als es dann passiert ist, konnte ich „Animal“ nicht mehr aus der Hand legen. Eine Familiengeschichte mal ganz anders. Lisa Taddeo punktet mit Abgründen und Wendungen, die man so nicht erwartet. Ich freue mich auf jeden Fall auf ihre kommenden Werke.
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5/5
26.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein starkes Buch mit einer starken...
Ein starkes Buch mit einer starken Protagonistin, die nicht mehr nur das Opfer sein will. Lisa Taddeo zeigt mit voller Bandbreite die vielen schichten der weiblichen Wut. Ganz klare Leseemfpehlung für alle, die sich nicht mehr alles gefallen lassen möchten.
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4/5
13.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Von allen Tieren ist der Mensch das einzige, das grausam ist...
Lisa Taddeo schreibt keine Wohlfühlromane. Punkt. In „Animal“ geht es ums nackte Überleben und die tiefen Abgründe unserer Gesellschaft. Es ist die Geschichte von Joan, Antiheldin und „die Affäre“. Bis sich der Mann, der sie liebt, vor ihren Augen eine Kugel in den Kopf schießt. Und Joan, die sich ihr Leben lang selbst erniedrigt hat, beschließt, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. „Animal“ ist äußerst drastisch, roh und manchmal einfach nur seltsam. Das muss man schon mögen. Aber wer sich darauf einlässt, den erwartet ein sehr fesselndes Familiendrama und eine Frau, die ihrer Wut schließlich freien Lauf lässt.
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4/5
26.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Ich-Erzählerin berichtet schonungslos....
Die Ich-Erzählerin berichtet schonungslos. Sie erzählt, warum sie ist, wie sie ist. Warum sie "verdorben" ist. Manchmal musste ich kurz pausieren und erstmal verarbeiten.
Der derbe Schreibstil passt perfekt zur Story.
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