Silverview
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Silverview

Beschreibung

Zum 90. Geburtstag des großen Schriftstellers und Bestsellerautors John le Carré
JulianLawndsleyhat seinen Überflieger-Job in London drangegeben für ein einfacheres Leben als Buchhändler in einem kleinen englischen Küstenort. Kaum ist er ein paar Monate dort, stört ein abendlicher Besucher seine Ruhe. Edward, ein polnischer Emigrant, der aufSilverviewlebt, dem großen Anwesen am Ortsrand, scheint viel über Julians Familie zu wissen und zeigt großes Interesse anden Details seines neuen kleinen Unternehmens.
Gleichzeitig erhält in London ein Agentenführer des britischen Geheimdienstes einen Brief, der ihn vor einer undichten Stelleim Dienstwarnt, und die Ermittlungen führen ihn in einen kleinen Ort an derenglischenKüste …
"Silverview"ist die faszinierende Geschichte einer Begegnung, Erfahrungtrifft aufUnschuld, Integrität auf Loyalität. John le Carré, einer der großen Chronisten unserer Zeit,konfrontiert uns mit der Frage, was wir den Menschen, die wir lieben,wirklichschuldig sind.
In"Silverview" betrachtetJohn le CarréseinLebensthemawie unter einem Brennglas–die Welt derGeheimdienste.

Details

  • Verkaufsrang

    1998

  • Sprecher Achim Buch
  • Spieldauer

    380 Minuten

  • Fassung

    ungekürzt

  • Abo-Fähigkeit

    Ja

  • Medium

    MP3

  • Family Sharing

    Ja

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Family Sharing

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  • Verkaufsrang

    1998

  • Sprecher Achim Buch
  • Spieldauer

    380 Minuten

  • Fassung

    ungekürzt

  • Abo-Fähigkeit

    Ja

  • Medium

    MP3

  • Erscheinungsdatum

    18.10.2021

  • Verlag Hörbuch Hamburg
  • Hörtyp

    Lesung

  • Übersetzer

    Peter Torberg

  • Sprache

    Deutsch

  • EAN

    9783844929164

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5/5

John le Carré – Silverview

Miss.mesmerized am 12.11.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Julian Lawndsley hat seinen stressigen Job in London aufgegeben, um in einem kleinen englischen Küstenort eine Buchhandlung zu eröffnen, auch wenn er bislang nur wenig Erfahrung in diesem Bereich hat. Eines Abends kommt ein ungewöhnlicher Kunde in seinen Laden, der auf dem nahegelegenen Herrschaftssitz Silverview wohnt und sich als Jugendfreund von Julians Vater vorstellt. Mit Ratschlägen will er den Neubuchhändler unterstützen, der nicht sicher ist, was er von Edward Avon halten soll. Sein Vater hatte ihn nie erwähnt, aber er scheint bestens informiert über Julians Familie und da Edwards Frau schwerkrank ist, will er den älteren Herren auch nicht gleich der Lüge bezichtigen. Zur selben Zeit klingeln bei den Geheimdiensten alle Alarmglocken, eine undichte Stelle weist auf den kleinen Küstenort und setzt eine Maschinerie von Agenten in Gang. „Silverview“ ist der letzte Roman des großen britischen Krimiautors, der selbst für die Geheimdienste gearbeitet hat und immer wieder sein Insiderwissen geschickt für seine Romane einsetzte. John le Carré bleibt auch in diesem Krimi dem Stil treu, den man von seinen letzten Geschichten kennt. Es ist nicht mehr der Agent in Action, der zwischen die Fronten gerät und selbst den eigenen Leuten nicht trauen kann, sondern eine komplexe Hintergrundgeschichte, die sich erst langsam enthüllt und vor allem von dem erzählerischen Geschickt des Autors lebt. Julian ist offenkundig ein unschuldiger Zivilist, der die Bitten des älteren Herren nicht wirklich abschlagen kann und so in die Handlungen verstrickt wird, die er nicht mehr abschätzen oder gar stoppen kann. Dass er sich in Edwards Tochter verliebt, ist geradezu klassisch und geschieht dezent nebenbei. Man hat es mit distinguierten und höchst zivilisierten Menschen zu tun, deren kriminelles Potenzial woanders liegt. Als geübter le Carré Leser weiß man, dass man den harmlosen Figuren genauso wenig trauen darf wie den offenkundig verdächtigen. Mit feinem Humor präsentiert der Brite dann auch eine Spionagegeschichte in Reinform, die sich vor aller Augen und doch im Verborgenen abspielt und aus dem netten, freundlichen Nachbarn plötzlich einen ganz großen Player im globalen Spiel der Mächte macht. All das geschieht ohne moderne Technik auf herrlich klassische Weise mit Briefen, die heimlich überbracht werden, und konspirativen Verabredungen an öffentlichen Orten. Mit dem Roman taucht man ein wenig ab in eine längst vergangene Zeit und kann noch einmal einen großen Autor erleben. Und wieder einmal reißt dieser die großen Fragen auf, nämlich danach, wo letztlich die Loyalitäten liegen, wie weit Integrität geht und wo schlicht Menschlichkeit über strategische Überlegungen siegt. Vielleicht nicht der größte Roman le Carrés, aber auf jeden Fall ein würdiger Abschied.

5/5

John le Carré – Silverview

Miss.mesmerized am 12.11.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Julian Lawndsley hat seinen stressigen Job in London aufgegeben, um in einem kleinen englischen Küstenort eine Buchhandlung zu eröffnen, auch wenn er bislang nur wenig Erfahrung in diesem Bereich hat. Eines Abends kommt ein ungewöhnlicher Kunde in seinen Laden, der auf dem nahegelegenen Herrschaftssitz Silverview wohnt und sich als Jugendfreund von Julians Vater vorstellt. Mit Ratschlägen will er den Neubuchhändler unterstützen, der nicht sicher ist, was er von Edward Avon halten soll. Sein Vater hatte ihn nie erwähnt, aber er scheint bestens informiert über Julians Familie und da Edwards Frau schwerkrank ist, will er den älteren Herren auch nicht gleich der Lüge bezichtigen. Zur selben Zeit klingeln bei den Geheimdiensten alle Alarmglocken, eine undichte Stelle weist auf den kleinen Küstenort und setzt eine Maschinerie von Agenten in Gang. „Silverview“ ist der letzte Roman des großen britischen Krimiautors, der selbst für die Geheimdienste gearbeitet hat und immer wieder sein Insiderwissen geschickt für seine Romane einsetzte. John le Carré bleibt auch in diesem Krimi dem Stil treu, den man von seinen letzten Geschichten kennt. Es ist nicht mehr der Agent in Action, der zwischen die Fronten gerät und selbst den eigenen Leuten nicht trauen kann, sondern eine komplexe Hintergrundgeschichte, die sich erst langsam enthüllt und vor allem von dem erzählerischen Geschickt des Autors lebt. Julian ist offenkundig ein unschuldiger Zivilist, der die Bitten des älteren Herren nicht wirklich abschlagen kann und so in die Handlungen verstrickt wird, die er nicht mehr abschätzen oder gar stoppen kann. Dass er sich in Edwards Tochter verliebt, ist geradezu klassisch und geschieht dezent nebenbei. Man hat es mit distinguierten und höchst zivilisierten Menschen zu tun, deren kriminelles Potenzial woanders liegt. Als geübter le Carré Leser weiß man, dass man den harmlosen Figuren genauso wenig trauen darf wie den offenkundig verdächtigen. Mit feinem Humor präsentiert der Brite dann auch eine Spionagegeschichte in Reinform, die sich vor aller Augen und doch im Verborgenen abspielt und aus dem netten, freundlichen Nachbarn plötzlich einen ganz großen Player im globalen Spiel der Mächte macht. All das geschieht ohne moderne Technik auf herrlich klassische Weise mit Briefen, die heimlich überbracht werden, und konspirativen Verabredungen an öffentlichen Orten. Mit dem Roman taucht man ein wenig ab in eine längst vergangene Zeit und kann noch einmal einen großen Autor erleben. Und wieder einmal reißt dieser die großen Fragen auf, nämlich danach, wo letztlich die Loyalitäten liegen, wie weit Integrität geht und wo schlicht Menschlichkeit über strategische Überlegungen siegt. Vielleicht nicht der größte Roman le Carrés, aber auf jeden Fall ein würdiger Abschied.

5/5

Spione werden auch älter!

Hornita aus Augsburg am 09.11.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Der letzte Roman des großen Spionagethriller-Autoren le Carré hat mich sehr gereizt, da ich mir nicht vorstellen konnte, wie er seine „Kalter Krieg-Spione“ in die Gegenwart bringt. Dennoch gelingt es ihm, dem Leser das Leben eines Spions an einigen Protagonisten näher zu bringen, die in Rente sind, kurz davor oder aus anderen Gründen „ausgemustert“ wurden und nicht aus ihrer „Spion-Haut“ können. Man erlebt, was ein Spionleben mit den persönlichen Beziehungen der Spione und ihren Angehörigen macht, wie sie ihr Leben wie auf Eierschalen und immer auf der Hut leben und wie problemlos sie Unschuldige und Ahnungslose in ihrem Sinne manipulieren können. Die gute alte analoge Welt hat immer noch ihre Berechtigung, da Briefe aus Papier nicht so schnell nachzuvollziehen sind und der Spion alter Schule sich zu helfen weiß. Spannend und interessant liest sich Silverview und ist modern und melancholisch zugleich.

5/5

Spione werden auch älter!

Hornita aus Augsburg am 09.11.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Der letzte Roman des großen Spionagethriller-Autoren le Carré hat mich sehr gereizt, da ich mir nicht vorstellen konnte, wie er seine „Kalter Krieg-Spione“ in die Gegenwart bringt. Dennoch gelingt es ihm, dem Leser das Leben eines Spions an einigen Protagonisten näher zu bringen, die in Rente sind, kurz davor oder aus anderen Gründen „ausgemustert“ wurden und nicht aus ihrer „Spion-Haut“ können. Man erlebt, was ein Spionleben mit den persönlichen Beziehungen der Spione und ihren Angehörigen macht, wie sie ihr Leben wie auf Eierschalen und immer auf der Hut leben und wie problemlos sie Unschuldige und Ahnungslose in ihrem Sinne manipulieren können. Die gute alte analoge Welt hat immer noch ihre Berechtigung, da Briefe aus Papier nicht so schnell nachzuvollziehen sind und der Spion alter Schule sich zu helfen weiß. Spannend und interessant liest sich Silverview und ist modern und melancholisch zugleich.

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Simone Büchner

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Das war nix

Bewertet: Hörbuch-Download

Achim Buch trägt den Roman überambitioniert-betont vor, das wirkt etwas übertrieben und geht am Inhalt vorbei, von dem ich mir beste Unterhaltung versprach. So konnte ich weder in die Handlung versinken, noch wurde ich mit den Charakteren richtig warm und schweifte gedanklich häufig ab. Hinzu kam, dass zwischen den Szenen die Übergänge knapp markiert sind und volle Konzentration erforderlich ist, um dem diffizilen Plot zu folgen - also schon mal kein Hörbuch für nebenbei und zwischendurch. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich lieber das Buch lesen.
3/5

Das war nix

Bewertet: Hörbuch-Download

Achim Buch trägt den Roman überambitioniert-betont vor, das wirkt etwas übertrieben und geht am Inhalt vorbei, von dem ich mir beste Unterhaltung versprach. So konnte ich weder in die Handlung versinken, noch wurde ich mit den Charakteren richtig warm und schweifte gedanklich häufig ab. Hinzu kam, dass zwischen den Szenen die Übergänge knapp markiert sind und volle Konzentration erforderlich ist, um dem diffizilen Plot zu folgen - also schon mal kein Hörbuch für nebenbei und zwischendurch. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich lieber das Buch lesen.

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Silverview deutet ein Ende der der klassischen Spionage an, die alten Herren blicken zurück auf ihre Welt und es macht mich traurig, daß dies vermutlich LeCarre's letztes Werk ist. Keiner hat diese Eleganz seiner Dialoge und beherrscht besser das Verwirrspiel der Geheimdienste.
5/5

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Silverview deutet ein Ende der der klassischen Spionage an, die alten Herren blicken zurück auf ihre Welt und es macht mich traurig, daß dies vermutlich LeCarre's letztes Werk ist. Keiner hat diese Eleganz seiner Dialoge und beherrscht besser das Verwirrspiel der Geheimdienste.

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