Produktbild: Nachtbeeren

Nachtbeeren Roman

14

10,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

26695

Erscheinungsdatum

14.03.2022

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

248 (Printausgabe)

Dateigröße

510 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841229601

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

26695

Erscheinungsdatum

14.03.2022

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

248 (Printausgabe)

Dateigröße

510 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841229601

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  • hamburger.lesemaus

    aus Bargfeld-Stegen

    3/5

    31.08.2022

    eBook (ePUB 3)

    Streckenweise sehr gut ''Ich…

    Streckenweise sehr gut ''Ich bin eine 35-jährige gläubige, fromme und bekehrte Mennoniten, und mein Mann ist weg. Vielleicht, um bei der Frau zu sein, die er liebt. Ich frage mich, ob einer meiner Brüder ihn töten würde, wenn ich nur den Mund aufkriegen und fragen würde.’’ (Tolino S. 32) Nachtbeeren Elina Penner Die 35-jährige Nelli, ist fromm. Ein Nesthäkchen und Nachzügler, mit vier älteren Brüdern. Sie selbst wurde direkt nach ihrer Metzgerlehre, mit zwanzig Jahren, schwanger und heiratete den Kindesvater. Seitdem sie im Alter von vier Jahren nach Deutschland kam, wohnt sie in Minden und dort spricht sie mit ihrer Familie ‚Plautdietsch‘. Doch vor allem ist sie Tochter von 'Russlanddeutschen‘. ''Ich wusste, wenn ich Leuten erzählte, wo ich herkam und wer ich war, dann würden Hiesige an die russischen Schminktanten denken. Wir waren einfach Russen, die ins Land gekommen waren, Tausende von ihnen. Wir alle tranken Wodka, konnten kein Deutsch, hatten aber deutsche Nachnamen. So stellen sich die Hiesigen das vor. So machte es Sinn. Ich erklärte immer und immer wieder, alles, auch meinen Nachnamen, meine Sprache, doch niemand hörte richtig zu. Sie lächelten verständnisvoll und nickten nur.’’ (Tolino S. 73) Jeden Sonntag trifft sich die Familie bei 'Öma' oder bei den Brüdern, es wird gegessen und viel getrunken. Meistens sind es die selben Themen, über die sie sprechen: Über die Flucht, den Glauben und die Kartoffeln. Einst waren sie froh, nach der Flucht aus Russland, in einer Notunterkunft zu wohnen. In der Notunterkunft waren sie noch mit einer Herdplatte zufrieden gewesen. Hauptsache weg aus Russland! Doch im Laufe der Jahre schimpfen sie immer mehr auf die Deutschen, die Kartoffeln. Nelli, lehnte einst den Glauben ab, aber nach der Totgeburt ihres zweiten Kindes, und dem Tode ihrer geliebten ‚Öma‘ wurde sie depressiv, starrte tagelang ins Leere und fand Trost im Gebet. Als ihr Mann Kornelius ihr beichtet, dass er eine andere liebt, ist sie so verwirrt, dass sie sich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnern kann, ob sie ihren Mann vielleicht umgebracht hat - zumindest ist er weg. Der Debütroman von Elina Penner sprach mich mit seinem besonderen Cover sofort an. Die Schreibweise und die kurzen Sätze sind unaufgeregt, passen aber hervorragend zur Geschichte. Besonders gut gefiel mir der Einblick in die Denkweise, ja in die Zerrissenheit der Aussiedler, nach der Flucht. Dies wird sehr gut und glaubwürdig dargestellt. Auch die liebevolle Mutter-Sohn-Beziehung gefiel mir hervorragend. Worüber ich mich jedoch sehr gestört habe, sind die Vorurteile/Verallgemeinerungen über die Deutschen, sowie dass die Deutschen insgesamt 14 Mal als ‚Kartoffeln' bezeichnet wurden. Fazit: Ein interessantes Debüt, mit zartem schwarzem Humor, aber auch nicht mehr. 3/ 5

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    3/5

    31.08.2022

    eBook (ePUB 3)

    Nicht durchgehend sehr gut

    ''Ich bin eine 35-jährige gläubige, fromme und bekehrte Mennoniten, und mein Mann ist weg. Vielleicht, um bei der Frau zu sein, die er liebt. Ich frage mich, ob einer meiner Brüder ihn töten würde, wenn ich nur den Mund aufkriegen und fragen würde.’’ (Tolino S. 32) Nachtbeeren Elina Penner Die 35-jährige Nelli, ist fromm. Ein Nesthäkchen und Nachzügler, mit vier älteren Brüdern. Sie selbst wurde direkt nach ihrer Metzgerlehre, mit zwanzig Jahren, schwanger und heiratete den Kindesvater. Seitdem sie im Alter von vier Jahren nach Deutschland kam, wohnt sie in Minden und dort spricht sie mit ihrer Familie ‚Plautdietsch‘. Doch vor allem ist sie Tochter von 'Russlanddeutschen‘. ''Ich wusste, wenn ich Leuten erzählte, wo ich herkam und wer ich war, dann würden Hiesige an die russischen Schminktanten denken. Wir waren einfach Russen, die ins Land gekommen waren, Tausende von ihnen. Wir alle tranken Wodka, konnten kein Deutsch, hatten aber deutsche Nachnamen. So stellen sich die Hiesigen das vor. So machte es Sinn. Ich erklärte immer und immer wieder, alles, auch meinen Nachnamen, meine Sprache, doch niemand hörte richtig zu. Sie lächelten verständnisvoll und nickten nur.’’ (Tolino S. 73) Jeden Sonntag trifft sich die Familie bei 'Öma' oder bei den Brüdern, es wird gegessen und viel getrunken. Meistens sind es die selben Themen, über die sie sprechen: Über die Flucht, den Glauben und die Kartoffeln. Einst waren sie froh, nach der Flucht aus Russland, in einer Notunterkunft zu wohnen. In der Notunterkunft waren sie noch mit einer Herdplatte zufrieden gewesen. Hauptsache weg aus Russland! Doch im Laufe der Jahre schimpfen sie immer mehr auf die Deutschen, die Kartoffeln. Nelli, lehnte einst den Glauben ab, aber nach der Totgeburt ihres zweiten Kindes, und dem Tode ihrer geliebten ‚Öma‘ wurde sie depressiv, starrte tagelang ins Leere und fand Trost im Gebet. Als ihr Mann Kornelius ihr beichtet, dass er eine andere liebt, ist sie so verwirrt, dass sie sich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnern kann, ob sie ihren Mann vielleicht umgebracht hat - zumindest ist er weg. Der Debütroman von Elina Penner sprach mich mit seinem besonderen Cover sofort an. Die Schreibweise und die kurzen Sätze sind unaufgeregt, passen aber hervorragend zur Geschichte. Besonders gut gefiel mir der Einblick in die Denkweise, ja in die Zerrissenheit der Aussiedler, nach der Flucht. Dies wird sehr gut und glaubwürdig dargestellt. Auch die liebevolle Mutter-Sohn-Beziehung gefiel mir hervorragend. Worüber ich mich jedoch sehr gestört habe, sind die Vorurteile/Verallgemeinerungen über die Deutschen, sowie dass die Deutschen insgesamt 14 Mal als ‚Kartoffeln' bezeichnet wurden. Fazit: Ein interessantes Debüt, mit zartem schwarzem Humor, aber auch nicht mehr. 3/ 5

  • Newspaper

    aus Wachtendonk

    2/5

    27.06.2022

    eBook (ePUB 3)

    Irgendwie eigenartig und anstrengend

    Inhalt: 
„In ihrem Debütroman erzählt Elina Penner von Nelli, die als kleines Mädchen als Russlanddeutsche nach Minden kommt. Sie spricht Plautdietsch und isst Tweeback und versucht, in der Provinz und dem neuen deutschen Leben anzukommen. Aber die Geschichten über ihr früheres Leben lassen sie nicht los, und als ihre geliebte Oma stirbt, gerät in Nelli etwas durcheinander. Ihr Mann Kornelius eröffnet ihr, sie für eine andere zu verlassen. Und Nelli ist sich am nächsten Morgen nicht sicher, ob sie ihn nicht aus Versehen umgebracht hat …“


 Schreibstil/Art: 
Der zunächst so viel versprechende Anfang ließ mich euphorisch und begeistert in die Geschichte einsteigen. Doch was sich anfänglich so aussichtsvoll lesen ließ, entpuppte sich unmittelbar danach als eine anstrengende und langweilige Lektüre. 
Nelli selbst war für mich nicht greifbar und ihre Gedankengänge zu verwaschen. Mit ihren Ansichten konnte ich nicht immer etwas anfangen. 

 Was mich an diesem Buch so besonders reizte, ist die Tatsache, dass ich genau wie sie als Russlanddeutsche nach Deutschland gekommen bin. Und auch meine Vorfahren sprechen Plautdietsch aber eine Verbindung konnte ich leider trotzdem nicht aufbauen.



 Schade! Fazit: 
Trotz vieler Parallelen und dem einen oder anderen Sympathiepunkten kann ich leider nicht mehr als 2 Punkte vergeben. Für mich beinhaltet das Buch einfach zu viele Vorurteile, die stellenweise zu drüber sind. Außerdem hätte ich mir die plautdietschen Ausdrücke nochmal übersetzt gewünscht.

  • Bewertung

    aus Worms

    5/5

    04.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So anders und doch so gut

    Ich selbst habe einen russlanddeutschen Background. Deswegen war ich sehr neugierig auf diesen Roman. Bei schwarzem Humor bin ich mir immer sehr unsicher, doch hier hat es mich überzeugt. Man hat sich aber auch ein bisschen verstanden gefühlt. Denn einiges was Nelli so erlebt, haben viele Russlanddeutsche so erlebt. Besonders die Kinder die dann nach Deutschland gekommen sind. Dazu ist Nelli noch Mennonitin, was ich wirklich sehr interessant fand. Ihre Bekehrung und wie sie sich in ihren Glauben flüchtet. Es ist ungewöhnlich und ich kann mir vorstellen, dass manche diesen Roman nicht verstehen oder mögen werden. Mich hat es aber überzeugt. Fazit: Ein dünnes Büchlein welches mir wirklich gut gefallen hat! Es gibt um Migration, Familienzusammenhalt und Glaube. Es ist so anders und doch so gut. Ich kann es von Herzen weiterempfehlen!

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    31.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr außergewöhnlicher Roman über Migration und Ankunft

    Nun, das ist ein wirklich zu tiefst eindrücklicher Roman, welcher stark nachhallt und im Geiste noch weiter reift. Er zählt für mich zu jener bemerkenswerter Lektüre, dessen Gesamtheit ich erst ein paar Tage später so richtig begreifen konnte – und noch mehr genießen durfte. Erzählt wird die Geschichte von Nelli Neufeld, Mennonitin und Russlanddeutsche. Ihre Muttersprache ist Plautdietsch (da musste ich erstmal googeln), und das kommt in so manchen Zitaten im Roman immer wieder mal vor. So wie es damals möglich war, kam sie mit ihrer Familie zu Beginn der 1990er Jahre nach Deutschland. Dies alles trifft auch für die Autorin zu. Nelli ist und bleibt eine Außenseiterin, sowohl in der Gesellschaft als auch in der Familie. Ungeliebt und ungewollt – das sind nicht die besten Voraussetzungen für ein glückliches Leben, gar eine glückliche Kindheit. Von den Mitschülern gehänselt und ausgelacht, von den Eltern … ja, was wohl? Die einzigen, welche ihr am ehesten so etwas wie Liebe entgegen bringen konnten, waren ihre „Öma“, und ihr Bruder Eugen. Letzterer hat es selbst nicht leicht und verlässt die Familie. In ihrer eigene Familie mit Ehemann Kornelius und Sohn Jakob, den sie wirklich sehr liebt, bleibt ihr ebenfalls das erhoffte Glück versagt. Kornelius ist: „… kein Ehemann, sondern ein Mann in der Ehe ...“. Als Öma stirbt, zieht es Nelli restlich den Boden unter den Füssen weg. Nelli, Jakob und Eugen erzählen die Geschichte über ihr Leben als Russlanddeutsche, über ihren Glauben und ihre Religion, Sprache und Familie. Sie versuchen darzustellen, wie es so ist, in einer entwurzelten Umgebung zu recht zu kommen, das „neue“ Leben in Deutschland contra den uralten Gepflogenheiten der Familie mit all ihren sonntäglichen Treffen und Ritualen zu meistern. Wie kann man (und frau) loslassen, wenn die Ketten derart stark sind. Es fängt von klein auf an bei Nelli, und der Bogen der verletzten und zerquetschten Seele reicht weit, beginnend von Essstörungen bis zu Misshandlungen und noch vielem mehr. Ich könnte noch so viel darüber erzählen … auch darüber, dass trotz all der Tragik der Grundtenor gar nicht so schwarz war … obwohl, auch ein wenig schwarzer Humor taucht auf, wenn man dem Geheimnis einer Kühltruhe nachgeht, welches sich wie ein kleiner (schwarzer) Faden durch den Roman zieht. Es ist ein sehr besonderes Buch, welches etwas Ruhe und viel Empathie beim Lesen benötigt. Letztendlich wird man mit einem außergewöhnlichen Lesegenuss und vielen Gedanken belohnt, welche es mehr als wert sind, bedacht zu werden.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (14)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Tina Lampe

    Tina Lampe

    Thalia Bad Zwischenahn

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman, der mich lange beschäftigt...

    Ein Roman, der mich lange beschäftigt hat. Von drei Familienmitgliedern erzählt, erfährt man etwas von den Mennoniten, dem Heimatgefühl, Erinnerungen. Ein Highlight in fantastischer Sprache, die den Charakteren angepasst ist, obwohl viele Fragen offen bleiben. Top!
  • Zum Bewerterprofil von Leslie Samland-Voigt

    Leslie Samland-Voigt

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    4/5

    24.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman, der sprachlos macht....

    Ein Roman, der sprachlos macht. Nelli - Russlanddeutsche, gestrandet in einem Land, das Teil ihrer Herkunft ist und doch auch wieder nicht. Unglaublich verworren, berührend und triefend vor schwarzem Humor. Bittersüß, aber absolut lesenswert.
  • Zum Bewerterprofil von Konstanze Mletzko

    Konstanze Mletzko

    Thalia Varel

    Buchhändler*in

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    3/5

    01.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Idee dieses Romans hat mich...

    Die Idee dieses Romans hat mich sofort fasziniert. Der Stil ist rasant und mehr oder weniger ein innerer Monolog der Protagonistin. Ein temporeicher, düsterer Roman über die Abgründe einer Ehe.
  • Zum Bewerterprofil von Sarah Heckhoff

    Sarah Heckhoff

    Thalia Mayersche Bocholt

    Buchhändler*in

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    1/5

    02.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das war ein ziemlicher Flop für...

    Das war ein ziemlicher Flop für mich. Mich hat unglaublich gestört, dass eigentlich die ganze Zeit über nur gejammert und geschimpft wurde - und im 'spannenden' Punkt der Geschichte blieben für mich so ziemlich alle Fragen offen. Immerhin ist´s gut geschrieben.

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