Sie kennen sich seit der Kindheit und beginnen gerade, ihre eigenen Wege zu gehen, als plötzlich einer von ihnen als Mörder festgenommen wird. Er soll seinen Onkel aus Habgier erschlagen haben. In einem schier endlosen Indizienprozess wird das Unterste zuoberst gekehrt. Die Freunde kämpfen für den Angeklagten, denn er kann, er darf kein Mörder sein. Doch als 15 Jahre nach dem Urteil eine Journalistin sich der Sache noch mal annimmt, stellt sich die Frage der Loyalität wieder neu.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
begine
aus Lemwerder
5/5
23.03.2022
eBook (ePUB 3)
Aufarbeitung eines Urteils
Von dem Schriftsteller Christoph Poschenrieder habe ich noch nichts gelesen, obwohl er schon einige geschrieben hat.
Der Roman „Ein Leben lang“ hat einen eigenwilligen Stil.
Es geht um einen Freundeskreis, in dem ein Freund einen Onkel umgebracht haben soll. Angelehnt ist die Geschichte an einen tatsächlichen Fall.
Nachdem die Freunde für die Unschuld ihres Freundes gekämpft haben, wird er schuldig gesprochen. Nach 15 Jahren rollt eine Journalistin den Fall über diese Freundschaft neu auf.
Die Emotionen werden abwechselnd in kleingeschriebenen erzählt. So kommt die Freundschaft zu Wort, auch leise Zweifel werden laut. Aber einige Freunde bleiben ihm treu.
Man musste etwas aufpassen um die einzelnen Figuren nicht durcheinander zu bekommen. Die Berichte sind manchmal nur kurz und dann ist schon wieder jemand anderer dran.
Der Roman ist dem Autor gut gelungen.
Kristall86
aus an der Nordseeküste
5/5
23.03.2022
eBook (ePUB 3)
Es darf und kann nicht sein!
Klappentext:
„Sie kennen sich seit der Kindheit und beginnen gerade, ihre eigenen Wege zu gehen, als plötzlich einer von ihnen als Mörder festgenommen wird. Er soll seinen Onkel aus Habgier erschlagen haben. In einem schier endlosen Indizienprozess wird das Unterste zuoberst gekehrt. Die Freunde kämpfen für den Angeklagten, denn er kann, er darf kein Mörder sein. Doch als 15 Jahre nach dem Urteil eine Journalistin sich der Sache noch mal annimmt, stellt sich die Frage der Loyalität wieder neu.“
Autor Christoph Poschenrieder hat „Ein Leben lang“ verfasst. Ich will hier wirklich nicht zu viel vom Inhalt verraten, aber die Geschichte ist wirklich richtig, richtig gut. Da meint man, man kennt sich und dann DAS! Das ist doch nicht möglich! Oder doch? Ein Freund wird des Mordes bezichtigt? Kann nicht sein! Poschenrieder nimmt sich hier nicht nur einfach mal so einen Krimi/Thriller an sondern geht mit seinen Figuren auch sehr tief in psychologische Themen. Ich habe immer wieder dieses Buch zur Seite gelegt und überlegt. Einerseits die Lage für die Protagonisten aber wie würde man selbst damit umgehen? Man würde es doch keinem Freund aus Kindertagen zutrauen! Man kennt sich doch! Und genau darum geht es. Kennt man sich wirklich? Reicht es sich zu kennen? In die Seele eines Einzelnen kann man nicht blicken und da beginnt Poschenrieder mit dem feinen „Dreck“ im Prozessverlauf als Erstes. Hier erlesen wir eine besondere Situation und auch da bleibt das Gedankenkarusell nicht aus. Das war einfach nur „wow“! Hier stellt sich ein bisschen mehr die Frage nach der Wahrheit, hier würde es auch um Verrat an der Freundschaft gehen…Aber reicht das alles für Ehrlichkeit und Vertrauen seinen Freunden gegenüber?
Christoph Poschenrieder hat hier klare Worte gewählt und einen guten Leselauf eingeflochten. Sein Ausdruck ist klar und der Situation entsprechend sehr gut gewählt. Die Art und Weise wie er den Leser anspricht lässt viel Spiel für eigene Gedanken und genau das ist Sinn und Zweck. Diese Geschichte hallt unweigerlich nach und war, für meine Begriffe, in allen Punkten rund und sehr gelungen. Hierfür gibt es 5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!
brauneye29
aus Wachtendonk
4/5
31.03.2022
eBook (ePUB 3)
Ungewöhnlicher Stil
Zum Inhalt:
Einer aus der Clique wird plötzlich als Mörder verhaftet. Er soll seinen Onkel aus Habgier erschlagen haben. Die Freunde können das nicht glauben und kämpfen für den Angeklagten. 15 Jahre nach dem Urteil rollt eine Journalistin den Fall neu auf und die Freunde sehen sich den Fragen neu ausgesetzt.
Meine Meinung:
Irgendwie hatte ich etwas völlig anderes erwartet als man dann mit dem Buch bekommt. Völlig irritiert war ich zunächst über die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird. Daran musste man sich echt erst mal gewöhnen, weil man etwas mit den ständigen Perspektivwechseln zu kämpfen hatte, die teilweise auch den roten Faden verlieren ließen. Dennoch ist das Buch gut, wenn man es erst mal geschafft hat, sich auf diesen sonderbaren Buchstil einzulassen. Ein Buch der besonderen Art, dass aber einen gewissen Reiz hat.
Fazit:
Ungewöhnlicher Stil
Nele33
4/5
28.03.2022
eBook (ePUB 3)
nachdenklich machend
Wieder einmal hat mich der Autor Christoph Poschenrieder mit seinem Roman "Ein Leben lang"vollkommen überzeugen können.
Wie gewohnt erwartete mich der typische, eigenwillige Poschenrieder Schreibstil- den ich sehr mag. Ein wahrer Kriminalfall bietet die Vorlage für den Roman. Wo beginnt und hört Freundschaft auf? Diese Frage habe ich mir als Leserin während des Lesens häufig gestellt.
Eine Clique bestehend aus Sebastian, Benjamin, Sabine Emilia und dem "Freund" der seinen Onkel ermordet haben soll. Kurz vor der Entlassung des Freundes wendet sich eine Journalistin an die Clique und möchte den Fall von neuem beleuchten. Sie sind mittlerweile andere geworden, und erzählen in den Interviews wie es ihnen mit der "Tat" bzw. der Verurteilung des Freundes gegamgen ist-´nie wird er bei Namen genannt. Ebenso wird der Anwalt interviewt.
Die zentrale Frage des Buches: Wie weit geht Freundschaft, wo bleibt die Moral wurde vom Autor auf sehr gute Art und Weise ausgearbeitet. Die Auswirkungen die solch eine Verurteilung auf Familie, Freunde und das Umfeld des Verurteilten sind erschreckend und lebensverändernd.
Mich hat das Buch überzeugt und ich freue mich auf das nächste Buch von Poschried.
Bewertung
5/5
19.07.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine gelungene Mixtur aus Fakten und Fiktion
Ein guter Freund wird des Mordes angeklagt. Was passiert mit einem selbst, was passiert mit der ganzen Clique, die seit Kindertagen eine verschworene Gemeinschaft war- und wie weit geht die Loyalität?
Inspiriert von dem realen Münchener Mordfall aus dem Jahr 2006, der in Deutschland für großes Aufsehen sorgte, geht Poschenrieder diesen Fragen nach.
Hier steht, im Gegensatz zum klassischen Krimi, gar nicht so sehr die Frage der Schuld im Vordergrund. Vielmehr der Umgang aller Beteiligten mit einer fundamentalen Verunsicherung.
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5/5
03.07.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nüchtern wie ein Protokoll kommt...
Nüchtern wie ein Protokoll kommt dieser Roman daher und lädt uns ein, uns die gleiche Frage zu stellen, wie die Protagonisten : kann ein Freund ein Mörder sein und kann man mit einem Mörder befreundet sein oder bleiben? Ein wirklich interessanter Denkanstoß!
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5/5
01.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kann man mit einem Mörder befreundet sein?
Kann man mit einem Mörder befreundet sein? Christoph Poschenrieder beschreibt in diesem Buch eine wahre Kriminalgeschichte. Passiert vor 15 Jahren in München, der sogenannte Parkhausmord. Der Täter/Mörder sitzt im Gefängnis und nun rollt eine Journalistin den Fall neu auf. Besonders fesselnd, im Interviewstil geschrieben...
"Wenn du dem Freund nicht mehr traust, kannst du dir selbst noch trauen?"
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5/5
26.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Besonders interessant war die...
Besonders interessant war die Erzählweise. 5 Freunde reden über ihren Freund, der seit 15 Jahren im Gefängnis sitzt wegen Mordes, geschrieben in Antworten auf Interviewfragen, die nicht laut gestellt werden. Das war faszinierend zu lesen.
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5/5
26.04.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Vergangenheit lässt sechs...
Die Vergangenheit lässt sechs Freunde nicht los.Einer von Ihnen soll vor 15 Jahren einen Mord begangen haben und sitzt seit dem im Gefängnis.Eine Journalistin rollt diesen Fall wieder auf. Gleichzeitig reflektieren die Freunde die damalige Zeit.Ein Roman über die Freundschaft !
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4/5
30.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unter Freunden...
Christoph Poschenrieder schreibt in seinem neuen Roman über einen Mordfall, der sich 2006 in München tatsächlich ereignete, mixt gelungen Fakten und Fiktion. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen verschiedene Leute, verbunden durch langjährige Freundschaft. Einer aus ihrer Mitte wurde für fünfzehn Jahren des Mordes an seinen wohlhabenden Onkel für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt. Jetzt will eine Journalistin über den Fall schreiben, nimmt Kontakt zu allen auf. Spannend zu lesen ist, was die Freunde heute über die Sache zu berichten haben. Verfasst ist dieser schmale Band in einem nüchternen Ton, was ausgesprochen gut passt.
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