Die Legende von Sleepy Hollow - Im Bann des kopflosen Reiters

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Verkaufsrang

2481

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

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Erscheinungsdatum

28.09.2022

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Penguin Random House

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Verkaufsrang

2481

Erscheinungsdatum

28.09.2022

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

4465 KB

Originaltitel

Horseman

Übersetzer

Sigrun Zühlke

Sprache

Deutsch

EAN

9783641291112

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Eine unglaubliche Geschichte, die mich wahnsinnig berührt hat.

Susi Aly am 15.11.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich von Christina Henry noch kein einziges Buch gelesen habe. Obwohl ich es immer vorhatte und sogar 2 Alice Bände auf dem Sub liegen. Aber bei der Legende von Sleepy Hollow konnte ich einfach nicht widerstehen und musste es einfach lesen. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich fesselnd und bildhaft. Ihre Art Geschichten zu erzählen ist unglaublich magisch. Ich bin absolut beeindruckt davon, wie intensiv und spannend sie es darbietet. Die Atmosphäre in dieser Geschichte ist sehr düster, aber auch sehr tragend und melancholisch, was ich unglaublich gern mochte. Ben erzählt uns hier ihre Geschichte und ich habe dieses Mädchen einfach nur so vergöttert und unfassbar geliebt. Ben ist etwas Besonderes und das zeigt sich in allem, was sie tut. Sie bringt Grenzen dazu, sich zu verschieben. Ihr Glaube versetzt Berge. Aber trotzdem trägt sie so unglaublich viel Verletzlichkeit und Wärme in sich, dass sie mich immer wieder damit berührt hat. Daneben hab ich Brom und Katrina unglaublich ins Herz geschlossen. Wie auch nicht? Sie sind eine feste Konstante, ohne sie fehlt es an Leben und Fülle. An Wertschätzung und Vertrauen. Die Autorin hat eine unglaubliche Art, ihre Charaktere zu erschaffen und sie wie selbstverständlich in das Geschehen einzufügen, als dürfte es nicht anders sein. Einmal begonnen, konnte ich mich nur schwer wieder davon lösen. Eine längst vergessene kleine Stadt, Rivalitäten, Intrigen und unglaublich geschickte Manipulationen manifestieren sich hier. Etwas passiert in diesen Wäldern, die als das wahrhaft Böse erscheinen und dazwischen ein Reiter, um den sich nicht nur ein Mysterium ringt. Sondern der mehr als Schatten und Licht aufzuweisen hat. Gott, ich liebe diese Geschichte. Sie ist so voller Leben, bitteren Wahrheiten, schmerzhaften Erkenntnissen. Voller Einsamkeit und Glück. Voller Schmerz und Wut. Mitunter wird es auch etwas blutig, was aber die Geschichte nur noch mehr unterstützt und intensiviert. Und genau diese Aspekte sorgen dafür, dass man hellhörig wird, dass man Angst hat. Die Autorin punktet jedoch nicht nur mit brutalen Details. Ganz im Gegenteil. Sie erzählt uns eine sanfte und so wunderschöne Geschichte, die unglaubliche Schmerzen bereitet. So viel fühlen, so viel erleben lässt. Dabei schmückt sie es so fantasievoll aus und sorgt damit für Nachdenklichkeit. Es geht nicht nur um die Legende. Es geht vor allem um den Glauben an sich selbst. Dass du niemals vergisst, was du fühlst, was du erwartest und wer du wirklich bist. Eine unglaubliche Geschichte, die mich wahnsinnig berührt hat. Ein absolutes Highlight. Definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin. Fazit: Ich bin von Christina Henrys Ideenreichtum und ihrer Art, Geschichten zu erschaffen, unglaublich beeindruckt. Die Legende von Sleepy Hollow ist so zerstörerisch, so tragend, so ehrlich, wunderschön und bittersüß zugleich. Ich bin absolut begeistert. Was für ein Ritt. Definitiv ein absolutes Highlight und mit Sicherheit nicht mein letztes Buch der Autorin.

Eine unglaubliche Geschichte, die mich wahnsinnig berührt hat.

Susi Aly am 15.11.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich von Christina Henry noch kein einziges Buch gelesen habe. Obwohl ich es immer vorhatte und sogar 2 Alice Bände auf dem Sub liegen. Aber bei der Legende von Sleepy Hollow konnte ich einfach nicht widerstehen und musste es einfach lesen. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich fesselnd und bildhaft. Ihre Art Geschichten zu erzählen ist unglaublich magisch. Ich bin absolut beeindruckt davon, wie intensiv und spannend sie es darbietet. Die Atmosphäre in dieser Geschichte ist sehr düster, aber auch sehr tragend und melancholisch, was ich unglaublich gern mochte. Ben erzählt uns hier ihre Geschichte und ich habe dieses Mädchen einfach nur so vergöttert und unfassbar geliebt. Ben ist etwas Besonderes und das zeigt sich in allem, was sie tut. Sie bringt Grenzen dazu, sich zu verschieben. Ihr Glaube versetzt Berge. Aber trotzdem trägt sie so unglaublich viel Verletzlichkeit und Wärme in sich, dass sie mich immer wieder damit berührt hat. Daneben hab ich Brom und Katrina unglaublich ins Herz geschlossen. Wie auch nicht? Sie sind eine feste Konstante, ohne sie fehlt es an Leben und Fülle. An Wertschätzung und Vertrauen. Die Autorin hat eine unglaubliche Art, ihre Charaktere zu erschaffen und sie wie selbstverständlich in das Geschehen einzufügen, als dürfte es nicht anders sein. Einmal begonnen, konnte ich mich nur schwer wieder davon lösen. Eine längst vergessene kleine Stadt, Rivalitäten, Intrigen und unglaublich geschickte Manipulationen manifestieren sich hier. Etwas passiert in diesen Wäldern, die als das wahrhaft Böse erscheinen und dazwischen ein Reiter, um den sich nicht nur ein Mysterium ringt. Sondern der mehr als Schatten und Licht aufzuweisen hat. Gott, ich liebe diese Geschichte. Sie ist so voller Leben, bitteren Wahrheiten, schmerzhaften Erkenntnissen. Voller Einsamkeit und Glück. Voller Schmerz und Wut. Mitunter wird es auch etwas blutig, was aber die Geschichte nur noch mehr unterstützt und intensiviert. Und genau diese Aspekte sorgen dafür, dass man hellhörig wird, dass man Angst hat. Die Autorin punktet jedoch nicht nur mit brutalen Details. Ganz im Gegenteil. Sie erzählt uns eine sanfte und so wunderschöne Geschichte, die unglaubliche Schmerzen bereitet. So viel fühlen, so viel erleben lässt. Dabei schmückt sie es so fantasievoll aus und sorgt damit für Nachdenklichkeit. Es geht nicht nur um die Legende. Es geht vor allem um den Glauben an sich selbst. Dass du niemals vergisst, was du fühlst, was du erwartest und wer du wirklich bist. Eine unglaubliche Geschichte, die mich wahnsinnig berührt hat. Ein absolutes Highlight. Definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin. Fazit: Ich bin von Christina Henrys Ideenreichtum und ihrer Art, Geschichten zu erschaffen, unglaublich beeindruckt. Die Legende von Sleepy Hollow ist so zerstörerisch, so tragend, so ehrlich, wunderschön und bittersüß zugleich. Ich bin absolut begeistert. Was für ein Ritt. Definitiv ein absolutes Highlight und mit Sicherheit nicht mein letztes Buch der Autorin.

Coming of Age Geschichte mit Gruselelementen

Miss Pageturner am 27.11.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Achtung: Ich kann diese Rezension leider nicht schreiben, ohne einen der ersten Plottwist des Romans bezüglich Protagonist Ben zu verraten. Wenn ihr euch also überraschen lassen wollt, lest bitte nur das Fazit. Von Christina Henry habe ich ja nun schon mehrere Bücher gelesen. Daher wanderte auch ihr neustes Werk zugleich auf meine Leseliste Zurück in Sleepy Hollow The Legend of Sleepy Hollow von Washington Irving 1820 veröffentlicht, gilt als eine der ersten Kurzgeschichten der amerikanischen Literatur. Ein echter Klassiker also, den Christina Henry hier adaptiert, wobei das vielleicht nicht ganz das richtige Wort ist. Vielmehr stellt Christina Henrys Horseman eine Ergänzung zu Irvings Erzählung dar. So lässt sie alle Ereignisse aus der Originalerzählung nahezu unverändert stehen und knüpft ihre Geschichte 30 Jahre später an. Tatsächlich fühlt sich diese Verbindung relativ nahtlos und passend an, da die Autorin immer wieder ihre Figuren die Geschehnisse aus Irvings Erzählung rekapitulieren lässt, Verbindungen herstellt Dazu kommt eine gelungene und atmosphärische Beschreibung des verschlafenen, doch auch mythischen Sleepy Hollow, in dem Abseits vom restlichen Amerika des 19. Jahrhunderts die Uhren anders zu laufen scheinen und in dem Aberglaube und das Zusammengehörigkeitsgefühl als Dorfgemeinschaft noch andere Dimensionen hat, als im restlichen Land. Den Roman zu lesen fühlt sich wie ein zurückkommen in das geheimnisvolle Örtchen an und Christian Henry gelingt es hervorragend, diese aus der Zeit gefallene Gemeinschaft zu schildern, ihre Eigenarten und Marotten dem*die Leser*in näherzubringen und die dunklen Wälder bedrohlich und geheimnisvoll erscheinen zu lassen.   Eine Coming of Age Geschichte Und an diesem verwunschenen Ort aufgewachsen ist Protagonist Ben, mit dem uns Christina Henry gleich im zweiten Kapitel ein Plottwist beschert, denn Ben ist eigentlich Bente und biologisch als Mädchen zur Welt gekommen. Ich gebe gerne zu, dass mich die Tutorin hier echt erwischt hat und dieser Twist mich überrascht hat, so beginnt ein Buch schon mal vielversprechend. Es zeigt sich auch ziemlich schnell, dass Bens Kampf um Anerkennung als Junge , aber auch seine eigene innere Suche nach Identität einen großen Raum in diesem Buch einnehmen. Es gibt zwar auch, ein paar schaurige Stellen und Magie, die am Werke ist, doch in vielerlei Hinsicht ist Henrys Die Legende von Sleepy Hollow vor allem eine Coming of Age Geschichte. Das kann enttäuschen, wenn man sich auf ein richtig grusliges Horrorbuch eingestellt hat, ist aber objektiv betrachtet nicht schlecht gemacht und liest sich durchaus ebenfalls spannend. So kommt es auch, dass der sagenumwobene Reiter deutlich weniger Präsenz hat, als man annehmen würde, wenngleich er gerade zum Ende trotzdem eine zentrale Rolle erfüllt. Das ist jetzt alles nicht, was ich als besonders gut, oder besonders schlecht werte, ich erzähle es euch einfach, damit ihr wisst, was euch erwartet und nicht allein von falschen Erwartungen her enttäuscht seit. Denn insgesamt hat mir die Handlung doch recht gut gefallen, auch wenn es in eine andere Richtung ging, als gedacht. Die Vorhersehbarkeit, was die Mysterien um die Identitäten von Reiter und Monster im Wald angeht, und ein ziemlich schwacher Antagonist, der seinen eigenen Worten nach einfach böse Dinge tut, weile er eben böse ist, machen das Buch zwar zu keinem Highlight, konnten im Großen und Ganzen aber dennoch unterhalten.   Was es heißt ein Mann/Junge zu sein Leider gab es auch etwas, was mir gar nicht zugesagt hat, und das ist, wie in diesem Buch Rollenbilder idealisiert werden. Denn während die Autorin zwar mit ihrem Transgender Protagonist eine zeitgemäße Auseinandersetzung anstrebt, zementiert sie im restlichen Buch Klischeerollenbilder. Und dabei rede ich nicht von den Reaktionen in Bens Umfeld, diese sind in einem amerikanischen Dorf des 19. Jh. ja kaum anders zu erwarten, vielmehr waren es Bens eigene Gedankengänge, die mir sauer aufstießen. Für Ben heißt ein Junge zu sein, stark, mutig und furchtlos (selbst bei offensichtlicher Gefahr) zu sein, auf keinen Fall je zu weinen und Probleme mit den Fäusten zu lösen. Dieses ermüdendes Rollenbild des starken Mannes wird kommentarlos idealisiert. Das Weibliche hingegen wird mit schwach, emotional, albern, oberflächlich und schwätzerisch etc. verbunden. Bens Gedankengänge drehen sich ständig darum, nur ja nicht feige wie ein Mädchen zu sein, der Großvater, der das Rollenbild des starken, mit den Fäusten denkenden Mannes erfüllt, wird bis zum Gehtnichtmehr idealisiert. Das alles hätte ich mit Zähneknirschen Ben als 14-jährigen noch durchgehen lassen, wenn nach dem Zeitsprung mehr Einsicht gekommen wäre, doch auch als Erwachsener hält Ben an diesen Rollenbildern fest, was ich sehr schade fand. Wenn man sich die Freiheit nimmt, einen Transgender Charakter ins 19. Jh. zu setzten, hätte man es ja wenigstens komplett durchziehen können. Fazit: Das Buch ist gerade in der Beschreibung des Dorfes Sleepy Hollow und des Waldes sehr atmosphärisch, liest sich flott durch und kann unterhalten, solange man sich auf eine Coming of Age Geschichte mit Gruselelementen statt eines reinen Horrorbuches einstellen kann. Punktabzug gibt es aber für sehr ermüdende Rollenklischees in Bezug auf idealisierte Männlichkeit.

Coming of Age Geschichte mit Gruselelementen

Miss Pageturner am 27.11.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Achtung: Ich kann diese Rezension leider nicht schreiben, ohne einen der ersten Plottwist des Romans bezüglich Protagonist Ben zu verraten. Wenn ihr euch also überraschen lassen wollt, lest bitte nur das Fazit. Von Christina Henry habe ich ja nun schon mehrere Bücher gelesen. Daher wanderte auch ihr neustes Werk zugleich auf meine Leseliste Zurück in Sleepy Hollow The Legend of Sleepy Hollow von Washington Irving 1820 veröffentlicht, gilt als eine der ersten Kurzgeschichten der amerikanischen Literatur. Ein echter Klassiker also, den Christina Henry hier adaptiert, wobei das vielleicht nicht ganz das richtige Wort ist. Vielmehr stellt Christina Henrys Horseman eine Ergänzung zu Irvings Erzählung dar. So lässt sie alle Ereignisse aus der Originalerzählung nahezu unverändert stehen und knüpft ihre Geschichte 30 Jahre später an. Tatsächlich fühlt sich diese Verbindung relativ nahtlos und passend an, da die Autorin immer wieder ihre Figuren die Geschehnisse aus Irvings Erzählung rekapitulieren lässt, Verbindungen herstellt Dazu kommt eine gelungene und atmosphärische Beschreibung des verschlafenen, doch auch mythischen Sleepy Hollow, in dem Abseits vom restlichen Amerika des 19. Jahrhunderts die Uhren anders zu laufen scheinen und in dem Aberglaube und das Zusammengehörigkeitsgefühl als Dorfgemeinschaft noch andere Dimensionen hat, als im restlichen Land. Den Roman zu lesen fühlt sich wie ein zurückkommen in das geheimnisvolle Örtchen an und Christian Henry gelingt es hervorragend, diese aus der Zeit gefallene Gemeinschaft zu schildern, ihre Eigenarten und Marotten dem*die Leser*in näherzubringen und die dunklen Wälder bedrohlich und geheimnisvoll erscheinen zu lassen.   Eine Coming of Age Geschichte Und an diesem verwunschenen Ort aufgewachsen ist Protagonist Ben, mit dem uns Christina Henry gleich im zweiten Kapitel ein Plottwist beschert, denn Ben ist eigentlich Bente und biologisch als Mädchen zur Welt gekommen. Ich gebe gerne zu, dass mich die Tutorin hier echt erwischt hat und dieser Twist mich überrascht hat, so beginnt ein Buch schon mal vielversprechend. Es zeigt sich auch ziemlich schnell, dass Bens Kampf um Anerkennung als Junge , aber auch seine eigene innere Suche nach Identität einen großen Raum in diesem Buch einnehmen. Es gibt zwar auch, ein paar schaurige Stellen und Magie, die am Werke ist, doch in vielerlei Hinsicht ist Henrys Die Legende von Sleepy Hollow vor allem eine Coming of Age Geschichte. Das kann enttäuschen, wenn man sich auf ein richtig grusliges Horrorbuch eingestellt hat, ist aber objektiv betrachtet nicht schlecht gemacht und liest sich durchaus ebenfalls spannend. So kommt es auch, dass der sagenumwobene Reiter deutlich weniger Präsenz hat, als man annehmen würde, wenngleich er gerade zum Ende trotzdem eine zentrale Rolle erfüllt. Das ist jetzt alles nicht, was ich als besonders gut, oder besonders schlecht werte, ich erzähle es euch einfach, damit ihr wisst, was euch erwartet und nicht allein von falschen Erwartungen her enttäuscht seit. Denn insgesamt hat mir die Handlung doch recht gut gefallen, auch wenn es in eine andere Richtung ging, als gedacht. Die Vorhersehbarkeit, was die Mysterien um die Identitäten von Reiter und Monster im Wald angeht, und ein ziemlich schwacher Antagonist, der seinen eigenen Worten nach einfach böse Dinge tut, weile er eben böse ist, machen das Buch zwar zu keinem Highlight, konnten im Großen und Ganzen aber dennoch unterhalten.   Was es heißt ein Mann/Junge zu sein Leider gab es auch etwas, was mir gar nicht zugesagt hat, und das ist, wie in diesem Buch Rollenbilder idealisiert werden. Denn während die Autorin zwar mit ihrem Transgender Protagonist eine zeitgemäße Auseinandersetzung anstrebt, zementiert sie im restlichen Buch Klischeerollenbilder. Und dabei rede ich nicht von den Reaktionen in Bens Umfeld, diese sind in einem amerikanischen Dorf des 19. Jh. ja kaum anders zu erwarten, vielmehr waren es Bens eigene Gedankengänge, die mir sauer aufstießen. Für Ben heißt ein Junge zu sein, stark, mutig und furchtlos (selbst bei offensichtlicher Gefahr) zu sein, auf keinen Fall je zu weinen und Probleme mit den Fäusten zu lösen. Dieses ermüdendes Rollenbild des starken Mannes wird kommentarlos idealisiert. Das Weibliche hingegen wird mit schwach, emotional, albern, oberflächlich und schwätzerisch etc. verbunden. Bens Gedankengänge drehen sich ständig darum, nur ja nicht feige wie ein Mädchen zu sein, der Großvater, der das Rollenbild des starken, mit den Fäusten denkenden Mannes erfüllt, wird bis zum Gehtnichtmehr idealisiert. Das alles hätte ich mit Zähneknirschen Ben als 14-jährigen noch durchgehen lassen, wenn nach dem Zeitsprung mehr Einsicht gekommen wäre, doch auch als Erwachsener hält Ben an diesen Rollenbildern fest, was ich sehr schade fand. Wenn man sich die Freiheit nimmt, einen Transgender Charakter ins 19. Jh. zu setzten, hätte man es ja wenigstens komplett durchziehen können. Fazit: Das Buch ist gerade in der Beschreibung des Dorfes Sleepy Hollow und des Waldes sehr atmosphärisch, liest sich flott durch und kann unterhalten, solange man sich auf eine Coming of Age Geschichte mit Gruselelementen statt eines reinen Horrorbuches einstellen kann. Punktabzug gibt es aber für sehr ermüdende Rollenklischees in Bezug auf idealisierte Männlichkeit.

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Christina Henry gibt klassischen Märchen und Sagen den extra Twist. Die Geschichte um Ichabod Crane und den kopflosen Reiter ist noch nicht zu Ende. Wir kehren in das kleine Dorf zurück und müssen uns erneut dem Schrecken und der Angst stellen. Denn die Monster verstecken sich dort, wo wir sie am wenigsten erwarten.
5/5

Bloß nicht den Kopf verlieren

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Kurzweiliger Lesespaß mit Gruselfaktor

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Christina Henry erzählt uns eine neue Geschichte aus dem geheimnisvollen Ort Sleepy Hollow. Protagonist ist der vierzehnjährige Ben van Brunt, welcher die Ereignisse aus seiner Sicht erzählt. Von mysteriösen Mordfällen über rätselhafte Schatten und Geister findet man hier viel Lesestoff für eine gelungene Schauergeschichte. Ist alles hier von Menschenhand geschehen oder war es doch etwas Übernatürliches? Ein nettes Buch für Zwischendurch, vor allem jetzt im Herbst und in der Zeit vor Halloween. Die Story schreitet zügig voran, wobei einige Handlungsstränge etwas mehr hätten ausgebaut werden können. Am Ende konnte es mich dadurch leider nicht ganz überzeugen.
3/5

Kurzweiliger Lesespaß mit Gruselfaktor

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