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Produktbild: Internat
Artikelbild von Internat
Serhij Zhadan

1. Internat

Internat

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8
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Frank Arnold

Spieldauer

11 Stunden und 29 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

15.05.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

19

Verlag

Audiobuch

Übersetzt von

Sabine Stöhr + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9788728366844

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Frank Arnold

Spieldauer

11 Stunden und 29 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

15.05.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

19

Verlag

Audiobuch

Übersetzt von

  • Sabine Stöhr
  • Juri Durkot

Sprache

Deutsch

EAN

9788728366844

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  • Sursulapitschi

    5/5

    19.02.2023

    Hörbuch-Download (MP3)

    Kaum auszuhalten

    Ich höre mich durch die Nominierungen für den Deutschen Hörbuchpreis. Dieses Buch ist auch nominiert worden und es ist tatsächlich sehr besonders. Hier geht es um Grauenhaftes, was gerade jetzt wieder traurig aktuell ist. In einer frisch besetzten Stadt auf der Krim möchte ein Mann seinen Neffen aus dem Internat abholen. Die offiziellen Wege sind nicht mehr benutzbar. An manchen Stellen wird noch gekämpft und wenn nicht gekämpft wird, wird kontrolliert. Mitten im Krieg sind noch nicht mal die eigenen Soldaten deine Freunde. „Temporäre Binnenflüchtlinge“ fliehen sinnlos hin und her, weil es nirgendwo Sicherheit gibt. Um Nahrung und Unterkunft zu finden, muss man erfinderisch sein. Serhij Zhadan beschreibt eindrucksvoll und poetisch diese furchtbare Situation. Die Lektüre ist wirklich deprimierend, kaum auszuhalten, aber damit auch umso realistischer. Hier wird eine einfache Fahrt durch die Stadt zu einer gemeingefährlichen kilometerlangen Reise, die hin und zurück drei Tage dauert. Ein großes Kompliment auch an Frank Arnold der es schafft, diesen erschütternden Text in einem sachlichen Ton zu lesen. Alles andere wäre in diesem Fall unerträglich, ist doch der Text selbst schon maximal aussagekräftig. Das Hörbuch dauert leidvolle 11 Stunden und 29 Minuten, ist aber auch zutiefst beeindruckend.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    28.12.2022

    Hörbuch-Download (MP3)

    Gefährliche Lage

    Der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan besticht durch seinen Winterroman,Internat. Das ist eine groteske Kriegsreportage aus der Ostukraine. Das Hörbuch wird gesprochen von Frank Arnold, der dieses düstere Buch spannend in Szene bringt. Sensibel wandelt sich seine Stimme, das man die Stimmung gut miterleben kann. Der Lehrer Protagonist Pascha soll seinen Neffen aus dem Internat holen. Er ist eine etwas skurrile Person. Der Weg zum Internat ist schon ziemlich gefährlich, immer wieder muss er sich mit verschiedenen Kampfgruppen auseinander setzen. Die Reise ist lebensgefährlich. Der Autor zeigt die schlimme Lage im Donbass und wenn man dann an die heutige Lage denkt, ist der Roman so aktuell. Der Roman ist ein Stück der erschreckenden Zeitgeschichte.

  • BücherBummler

    4/5

    29.06.2022

    Hörbuch-Download (MP3)

    Serhij Zhadan - Internat

    Pascha will seinen Neffen aus dessen Internat nach Hause holen. Zu unsicher ist die Situation geworden, der Junge soll Zuhause bei seiner Familie sein. Weit hat Pascha es nicht, das Internat liegt in der nächsten größeren Stadt, unweit seines Dorfes. Aber als er losfährt, merkt er schnell, dass sich das Kampfgeschehen verlagert hat, die Situation viel brenzliger ist, als er ahnte. Mitten durch die Front geht seine Reise und der Rückweg mit dem Jungen wird zu einer Odyssee, die mehrere Tage dauern und beide in Gefahr bringen wird. Bevor ich mir „Internat“ angehört habe, war mir der Name Serhij Zhadan unbekannt. Dabei sind schon mehrere seiner Romane, von denen einige mit diversen Preisen ausgezeichnet wurden, ins Deutsche übersetzt worden. Aber er ist nicht nur als Autor bekannt, sondern auch für seinen politischen und humanitären Einsatz in der und für die Ukraine. Wohl in Verbindung dieser beiden Tatsachen erhielt er erst vor wenigen Tagen den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Zhadan, der selbst in Starobilk in Luhansk geboren und in Charkiw aufgewachsen ist, geht auffallend sparsam mit der Nennung von Orten, Namen und Nationalitäten um. So ist fast immer nur die Rede von „unsere“ und „die anderen“, wobei vage bleibt, wer jetzt wer ist und wer zu wem gehört. Oder auch nicht. Dadurch entsteht eine Unklarheit, die mich auf der einen Seite verwirrt hat und etwas verloren zurückließ, auf der anderen Seite wurde es aber gerade dadurch möglich, besser zu begreifen, welchem Chaos die Zivilisten in einem Krieg ausgeliefert sind. Wie nicht nur die ganze eigene Welt aus den Fugen gerät, sondern man nicht mal mehr weiß, mit wem man über was sprechen darf, was offenbaren, wem vertrauen. Sprache wird zu einer Methode der Verschleierung, zu einer potenziellen Gefahrenquelle, zum Ausdruck eines Abstandes. So antwortet auch Pascha auf die Frage, was er als Lehrer unterrichten würde, immer nur mit „die Sprache“. Obwohl allen klar ist, welche Sprache damit gemeint ist, wird sie nicht genannt. Auf der Gefühlsebene hat mich der Roman ein wenig an einen düsteren Roadmovie erinnert. Für mich haben sich die verschiedenen Orte, an denen Pascha und sein Neffe stranden, irgendwann angefangen zu überlagern. Wenn ich jetzt zurückdenke, habe ich eher ein großes Durcheinander und nur wenige individuelle Szenen vor Augen. Vielleicht ist genau das etwas, was dieses Buch ausmacht, die Wirren des Krieges nicht nur zu erzählen, sondern spürbar zu machen, aber mich hat es ein wenig unbefriedigt zurückgelassen. Viel zu selten erwähnt, aber in diesem Fall unumgänglich sind die beiden Übersetzer Juri Durkot und Sabine Stöhr, die gemeinsam das Romanwerk von Zhadan übersetzt haben und für ihre Leistungen gleich mehrere Preise erhielten, unter anderem für die Übertragung von „Internat“ ins Deutsche den Preis der Leipziger Buchmesse. Die Hörbuchversion wird gelesen von Frank Arnold. Er hat mich mit seiner angenehmen Stimme und passenden Modulation auch durch die Passagen getragen, die für mich zu unüberschaubar und damit weniger interessant wurden. Alles in allem fällt es mir schwer, eine Rezension zu verfassen, die meinen Gefühlen für dieses Hörbuch gerecht werden. Etwas Konkretes, greifbares hat sich bei mir nicht rauskristallisiert. „Internat“ ist für mich ein weiteres neues Puzzleteil des Rätsels „Ukraine“. Eins, von dem ich noch nicht weiß, wo es hingehört, aber immerhin ein neues.

  • Grete

    aus Gudensberg

    5/5

    29.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ostukraine

    Den Krieg, den der Wester ignoriert hat. Wenn man sich nicht einmischt passiert einem nichts, so glauben viele Bewohner der Station über die Auseinandersetzung im Donbass herumzukommen. Auch Pascha ein Ukrainischlehrer, versucht seinen Alltag zu leben, ungeliebt von den Schülern und nicht ernstgenommen von seiner Familie. Nun muss er seinen Neffen aus dem Internat aus der Stadt abholen - viel zu spät "die anderen" übernehmen die Stadt. Pascha stellt sich der Aufgabe und will seinen Neffen heimholen, der HInweg vom Aufbruch, Stillstand und Flucht geprägt. Zhadan findet Worte und Bilder, die den Konflikt für den Leser sehr nah erlebbar machen, die Zermürbung, die Wehrlosigkeit, die Sinnlosigkeit und das Leiden der Zivilbevölkerung. Und immer wieder die Sprache russisch/ukrainisch die immer wieder zum Ausdruck bringt ob Freund und Feind. Frank Arnold hat gut gelesen und auch den aufmüpfigen Sascha eine Stimme gegeben. Kommen sie nach Hause?

  • Bewertung

    aus Saas-Fee

    5/5

    19.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dem Krieg in der Ukraine über die Schultern schauen

    Bilder von einem zerrissenen Land, die sich eingravieren und bleiben, gerade auch, weil im Hintergrund des Lesens der furchtbare Krieg in der Ukraine seit gut drei Wochen mit erbitterten Kämpfen am Wüten ist.

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von L. Pawletko

    L. Pawletko

    Thalia Hamburg – Tibarg-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.03.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Eine apokaplyptische Flucht durch die Ukraine

    2014. Ein junger Lehrer will seinen 13-jährigen Neffen aus dem Internat in Donbass in der Ukraine holen. Die Stadt ist unter Beschuss geraten. Zusammen schlagen sich die beiden durch Nebel und eine ratternde Maschinengewehrkulisse. Eine apokalyptische Flucht, Trümmer und apathische Menschen, die durch diese stolpern. Bizarr, unfassbar. Top aktuell.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei Tage im Januar

    In seinem 2018 in Deutschland erschienenen Roman ‘Internat’ schickt der Dichter und Musiker Serhij Zhadan den Lehrer Pascha durch das Konfliktgebiet im Donbass. Dieser will seinen erkrankten, jugendlichen Neffen aus dem Internat abholen und nach Hause bringen. Der Weg führt durch eine kurz vor der Kapitulation stehende Stadt, überall lauert Gefahr. Roadtrip und positive Entwicklungsgeschichte zugleich, mit hoffnungsfrohem Ende. Bildhaft beschrieben, sprachlich einnehmend. Ergreifend in jeder Hinsicht.
  • Zum Bewerterprofil von Davis Jefferson Richter

    Davis Jefferson Richter

    Thalia Großpösna – Pösna Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von einem, der "doch nichts mit Politik zu tun hat"

    Wegducken, sich raushalten, keine Meinung zu nichts haben und einfach nur der eigenen Arbeit nachgehen - Wie lange kann man sich in die Normalität des Alltags flüchten, wenn rundherum die Welt zusammenbricht? Zhadan zeichnet den Krieg aus der Sicht der Zivilisten, die Willkür und Waffengewalt schutzlos ausgeliefert sind. Ein eindrucksvolles Porträt des Sterbens vor unserer Haustür!

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