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Ein anderes Land Roman | »Das maßgebliche amerikanische Drama des 20. Jahrhunderts.« Colm Tóibín

Aus der Reihe Ein anderes Land
13

17,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.03.2023

Verlag

dtv

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/3,4 cm

Gewicht

436 g

Farbe

Silbergrau / Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Another Country

Übersetzt von

Miriam Mandelkow

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14863-4

Beschreibung

Rezension

Der afroamerikanische Autor konnte das alles sein, schwarz, weiss, jung, alt, hetero-, homosexuell. ("NZZ")
James Baldwin zählt nicht nur zu den bedeutendsten amerikanischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, er war auch einer der zentralen Intellektuellen der Bürgerrechtsbewegung rund um Martin Luther King. ("ORF-Bestenliste Juli")
James Baldwin hat schon 1962 aus den virulenten Identätsfragen große Literatur gemacht. ("Cicero")
Rassismus und große Gefühle: James Baldwins Hauptwerk ›Ein anderes Land‹ ist wieder da - endlich. ("Die Welt, Literarische Welt")
Die Baldwin-Neuedition hat einen der wichtigsten Baldwin-Romane erreicht, eine Studie in Schmerz. ("Die Welt, Literarische Welt")
Die Form des Romans entzieht sich einem Denken in Thesen und mit Argumenten, sie schöpft ihre Kraft aus dem Leben selbst, einschließlich der Reflexionen, die zum Leben dazugehören. ("taz am Wochenende, 05./06.06.2021")
Baldwin gelingt ein starkes Plädoyer gegen Rassismus aller Art. ("Passauer Neue Presse")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.03.2023

Verlag

dtv

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/3,4 cm

Gewicht

436 g

Farbe

Silbergrau / Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Another Country

Übersetzt von

Miriam Mandelkow

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14863-4

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

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  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    19.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Facettenreich und eine großartige Geschichte

    Diese Geschichte in Worte zu fassen ist nicht so einfach. Zu verstrickt und komplex sind die Protagonist*innen und deren Beziehungen untereinander. Immer geht es jedoch um Liebe, Hautfarbe, Sexualität und Anerkennung. Der Roman wurde 1962 veröffentlicht. 14 Jahre hat Baldwin daran geschrieben. Es geht um den schwarzen Jazzmusiker Rufus, der sich aufgrund des Rassismus in Amerika, insbesondere in Harlem, wo der Roman angesiedelt ist, das Leben nimmt. Seine Schwester Ida und seine Freunde bleiben zurück und versuchen zu verstehen, warum Rufus eine Selbsttötung begangen hat. Baldwins Freund, Eugene Worth, hatte sich 1946 ebenfalls auf diese Art das Leben genommen und dürfte die Vorlage für die Romanfigur des Rufus sein. Das Faszinierende an diesem Buch ist die Lebensrealität, wie sie sich Ende der 1950er Jahre in Amerika gezeigt hat: Rassismus, Homophobie und Ungerechtigkeiten in allen erdenklichen Lebensrealitäten. Ein nahegehender Roman, der sehr lesenswert ist, aufgrund der vielen Themen, die in vielen Facetten seziert werden. Aus dem Englischen: Miriam Mandelkow

  • Bewertung

    5/5

    18.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman des afroamerikanischen...

    Ein Roman des afroamerikanischen Autoren, der Intersektionalität, das Zusammenwirken verschiedener Unterdrückungsmechanismen, in der us-amerikanischen Gesellschaft eindrücklich und poetisch beschreibt. Hinter aller Verzweiflung der Protagonisten steht aber immer auch Hoffnung.

  • Bewertung

    5/5

    30.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine emotionale Achterbahn

    Zu meiner Überraschung hat mich das Buch geknebelt und kaum mehr losgelassen: Bildgewaltig, emotional und doch mit aktuellem Bezug auf "gemischtrassige" Liebes-Hass-Beziehungen und dem mittlerweile sich versteckenden Rassismus. Die Leserschaft wird hier beim Herzen gepackt... Viele Situationen waren zwar nicht neu. aber fesselt und für BLM UnterstützerInnen sicher auch beängstigend. Dieses Buch wirft mit Emotionen, Zerstreuung, Sozialen Missständen und unaufhaltsamen Aggressionen um sich in einer literarisch leichten Art. Wow.

  • Xirxe

    aus Hannover

    5/5

    23.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Rassismus das Leben bestimmt

    Rufus, ein junger begabter Jazzmusiker aus Harlem, nimmt sich das Leben, weil er mit dem rassistischen Alltag nicht mehr klar kommt. Seine besten Freunde und seine Familie sind entsetzt, haben jedoch mit ihren eigenen Problemen schwer zu kämpfen. Rufus' bester Freund Vivaldo, ein erfolgloser Schriftsteller aus armen Verhältnissen, hat sich in dessen Schwester Ina verliebt, doch diese ist trotz ihrer Beziehung zu Vivaldo völlig von ihrem Hass auf Weiße erfüllt. Cass und Richard, ein gut situiertes Paar Ende Dreißig mit zwei Kindern, wirken wie das Ideal einer glücklichen Familie. Doch auch ihr Leben zeigt Risse, sie scheinen sich auseinanderzuleben. Und da ist Eric, ein früherer Geliebter Rufus', der mittlerweile zufrieden in Frankreich lebt und jetzt plant, gemeinsam mit seinem französischen Freund Yves nach New York zurückzukehren. Baldwin zeigt eindringlich, wie der alltägliche Rassismus es den davon betroffenen Menschen fast unmöglich macht, sich selbst zu lieben geschweige denn einen anderen Menschen. Ihm gelingen beeindruckende Beschreibungen von Zärtlichkeit, der Sehnsucht nach Nähe, aber auch von Wut und Zorn. Wir, die solchen Rassismus zum Glück nie erleben mussten, erfahren von dem Schmerz und den Wunden, die dadurch verursacht werden und nicht so ohne weiteres zu heilen sind. 1962 wurde dieses Buch erstmals veröffentlicht, doch es könnte kaum einen besseren Zeitpunkt für die jetzige Neuerscheinung geben. Heute, wo Rassismus in aller Munde ist, aber vermutlich Viele gar nicht richtig wissen, was er für die Einzelnen bedeutet und welche Auswirkungen er hat, hilft dieses Buch beim Verstehen. Aber auch die Probleme von queeren Menschen hat Baldwin in diesem Buch bereits aufgegriffen, zu einer Zeit, als dieser Begriff noch lange nicht verwendet wurde. Wer die gesellschaftlichen Probleme der USA (und auch die anderer Länder) besser verstehen möchte, sollte dieses Buch lesen.

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    26.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Ein anderes Land“ ist der…

    „Ein anderes Land“ ist der dritte Roman des US-amerikanischen Schriftstellers James Baldwin (1924-1987) aus dem Jahre 1962, der bisher unter dem Titel „Eine andere Welt“ bekannt war. Die Handlung ist im New York der späten 1950er angesiedelt. Erzählt wird von sieben Menschen für die die Tabus des Geschlechts und der Hautfarbe nicht existieren. Der schwarze Jazz-Drummer Rufus aus Harlem hat eine Beziehung zu der „armen Weißen“ Leona aus dem Süden. Eine Beziehung voller Misstrauen, Feindseligkeiten und häuslicher Gewalt. Nachdem sie in einer psychiatrischen Klinik untergebracht ist, verliert Rufus jeden Halt und begeht Selbstmord. Rufus’ Schwester Ida sucht verzweifelt nach einer Erklärung. Sie beginnt eine Beziehung mit Vivaldo, einem Schriftstellerfreund von Rufus, der sich mit seinem ersten Roman herumquält. Dazu kommen Cass und ihr Mann Richard, Sohn eines armen polnischen Einwanderers, der mit Cass eine Frau aus einer beinahe aristokratischen amerikanischen Familie geheiratet hat. Und da ist schließlich noch der Schauspieler Eric, ein rothaariger Südstaatler aus ebenfalls reicher Familie, der auf die Ankunft seines Geliebten Yves aus Frankreich wartet. Baldwin spricht zum LeserInnen mit den Erfahrungen eines Afroamerikaners, der sich mit der Realität der „Schwarzen“ in den USA der 1960er Jahre auseinandersetzt. Menschen wie die Protagonisten des Romans werden von der bürgerlichen Gesellschaft nur allzugern als „Außenseiter“ abgestempelt. Sie sind rassisch Verfolgte, Künstler, aber auch Homosexuelle, die gar nicht in das Bild von „Gottes eigenem Land“ passen wollen. Nun liegt der Roman im Deutschen Taschenbuch Verlag in einer Neuübersetzung von Miriam Mandelkow vor. Die Neuerscheinung wird zudem durch ein Nachwort von René Aguigah und eine Nachbemerkung der Übersetzerin ergänzt.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Dermot Willis

    Dermot Willis

    Thalia Korbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein geniales Buch, tiefgründig...

    Ein geniales Buch, tiefgründig und ernüchternd, was das Thema Rassismus in Amerika anspricht auf eine Art und Weise, die kaum jemand anders geschafft hat.
  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Intensität mit der Baldwin...

    Die Intensität mit der Baldwin seine Charaktere und die Situationen, in denen sich diese befinden beschreibt, ist einfach unglaublich. Man spürt ihren Schmerz und ihre Leidenschaft in jedem fein geschliffenen Satz. Ganz große, zeitlose Literatur.
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    4/5

    16.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Männer auf der Pirsch

    Ich habe immer noch nicht so komplett verstanden, wieso in den letzten Jahren das Oeuvre von James Baldwin neu aufgelegt wird. Das begann schon, bevor "Black Lives Matter" die Aufmerksamkeit bekam, die es verdiente, sodass ich nicht davon ausgehe, dass es darum geht, halbverlorene schwarze Stimmen stärker zu machen - jeder Verlag, dem das ein Anliegen ist, sollte aber das Auge auf Gloria Naylor richten! Nach "Giovannis Zimmer" und "Von dieser Welt" ist das mein dritter Baldwin, und ich weiß, er hatte offenbar tiefe persönliche Bindungen zu Leuten wie Maya Angelou, Langston Hughes und Toni Morrison, aber speziell hier klingt er äußerst misanthrop. Es hilft da aber auch nicht, dass alle Figuren hin- und hergerissen sind zwischen Hedonismus und Selbsthass. Alle Männer scheinen bisexuell zu sein. Und ich will Bisexualität nicht kleinreden - vermutlich ist das B in LGBTQ der Buchstabe, der am wenigen Respekt erhält - allerdings ist es doch ein bisschen sehr gehäuft hier - gerade da einige der Männer hier sich bewusst für ein Leben mit Männern entschieden haben, sodass Affären mit Frauen dann nicht einer Fassade dienen, sondern tatsächlich Ausdruck von Bisexualität zu sein scheinen. Zwei der zentralen Figuren sind schwarz, und der Exotismus dessen ist häufiges Thema - bis hin zum Fetisch. Und Rufus und Ida scheinen beide keine Figuren zu sein, die Baldwin besonders viel bedeuten - aber irgendwie ist er recht kühl all seinen Figuren gegenüber. Natürlich bin ich nicht die Messlatte zu entscheiden, wie ein schwarzer Autor vor grob 50 Jahren mit schwarzen Figuren umzugehen hatte, aber Baldwin macht es mir nicht leicht, mich emotional auf irgendwelche Figuren hier einzulassen. Das heißt nicht, dass "Ein anderes Land" keine Daseinsberechtigung hat. Nein, Baldwin taucht mit jedem neuen Kapitel tiefer in die Verstrickungen zwischen den verschiedenen Figuren, und nachdem ich nach vielleicht einem Fünftel überrascht war, dass das Buch noch weitergeht und es nicht einfach nur eine Novelle in einer Sammlung ist, bringt Baldwin sein Personal in unerwartete Situationen. Trotzdem würde ich wohl immer "Giovannis Zimmer" empfehlen, wenn mich jemand um ein Buch von James Baldwin bittet. (Und "Mama Day", wenn ich mir etwas von Gloria Naylor wünschen darf.)

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