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Monde vor der Landung Roman | Das neue Buch des Georg-Büchner-Preisträgers | Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Buchpreis 2023

7

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2023

Abbildungen

mit Abbildungen

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

21,2/13,4/4,2 cm

Gewicht

650 g

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43109-2

Beschreibung

Rezension

»Die kulturell, historisch und sprachlich ausgesprochen sensible Erzählinstanz ergreift niemals Partei und legt kein Urteil nahe. Auf diese Weise können Leser:innen ihren eigenen Zugang in die komplexe Thematik entwickeln und das soziale Abtriften eines trotz allem einnehmenden Menschen ›von Innen‹ erleben.« ("Jury des Österreichischen Buchpreises 2023")
»[Setz] beschert dem Lesepublikum einen monumentalen Roman.« ("DIE ZEIT")
»Clemens J. Setz erzählt in seinem fulminanten Roman Monde vor der Landung von einem verrückten Menschen und bösen Zeiten.« ("Frankfurter Rundschau")
»Der grandiose Roman Monde vor der Landung von Clemens J. Setz erzählt vom Wormser Hohlwelt-Verfechter Peter Bender und der Frage, wie eine offene Gesellschaft mit kruden Theorien umgehen soll.« ("taz am wochenende")
»Man merkt, mit wie viel Vergnügen sich Setz auf seine Hauptfigur eingelassen hat und seine spinnerten Ideen ausbreitet, ohne sie zu werten oder sich darüber lustig zu machen.« ("Der Tagesspiegel")
»Das ist das Erhellende am neuen Roman von Clemens Setz: Gegenwart und Vergangenheit werden nicht in einen Zustand wechselseitiger Denunziation gebracht. Der Roman fällt weder Urteile, noch zieht er seine Schlüsse. Er beobachtet und beschreibt.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»... mittels kühner Metaphern und synästhetischer Verknüpfungen [wird] noch das alltäglichste Realitätsfragment als Ausnahmefall individueller Wahrnehmung dargestellt. Kaum jemand in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur kann diese Verrückung des Blicks so suggestiv vorführen wie Setz ...« ("WELT AM SONNTAG")
»Immer wieder gewinnt er grandiose Sprachbilder aus der Weltwahrnehmung seines Protagonisten und auch viel Witz aus dem Zusammenstoß mit der ›Realität‹.« ("Die Presse (Wien)")
»Monde vor der Landung ist ein grandioser Roman: unterhaltsam und lustig wie eine Komödie, bitterernst und traurig wie eine Tragödie. Ein gelungener Spagat und vielleicht sogar Setz' bisher bester Roman.« ("MDR Kultur")
»Setz gelingt es, deutsche Geschichte durch die Augen eines Menschen zu erzählen, der in einem völligen Paralleluniversum lebt.« ("ORF")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2023

Abbildungen

mit Abbildungen

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

21,2/13,4/4,2 cm

Gewicht

650 g

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43109-2

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    4/5

    25.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Akribisch recherchierter Historienroman über einen Querdenker

    Ganz entgegen dem Trend der Autofiktion und dem gegenwärtigen Gegenwartsbezug der Gegenwartsliteratur, zieht Clemenz J. Setz uns in die eigensinnige Welt des Peter Bender, eines Utopisten und Querdenkers, der vor hundert Jahren in Rheinhessen lebte. »Monde vor der Landung« ist ein akribisch recherchierter Historienroman, eine Biographie in auktorialer Erzählform, die stets einen Spalt offen lässt, was der Bender sich eigentlich selber glaubt, wenn er die Hohlwelt-Theorie predigt, laut derer die Menschen auf der Innenseite der Erde leben und die Planeten in der Erdmitte sind, wenn er darüber sinniert, ob der Mond aus Eis ist und die Wahrhaftigkeit der offenen Liebe predigt. Fast opernhaft-verworren baut Setz Benders Gedankengebäude, die Jonglage mit den Frauen, seine Erfahrungen im Krieg, der Inflation und dann dem Nationalsozialismus zusammen. Flirtet der Roman im ersten Teil mit einem ereignisreichen Schelmenroman, so verpufft die Energie im zweiten. Bender ist in Haft, in "Nervenheilanstalten". Neben seinen alternativen Gedanken hat er epileptische Anfälle, die nur schwer zu verbergen sind. Seine Frau Charlotte lässt ihn Schriftsteller sein, kämpft, lauscht geduldig seinen Gedankengerüsten, unterstützt seine Korrespondenzen bis in die USA und hält die Familie zusammen. Doch sie ist Jüdin, schnell wird aus subtiler Ausgrenzung Verfolgung, Bedrohung und Tod. Der Roman hält uns Lesende so nahe an der ambivalenten Figur Bender, dass er fast sympathisch wird und das Bedürfnis nach Abgrenzung zu den eigenartigsten Theorien und Ideen schwindet. Finden wir etwas mehr Distanz zum Text, drängen sich Fragen auf. Welche Realitäten und Theorien sind eigentlich wahnhaft und verquer, seine oder die domonanten seiner Zeit? Wie kann eine Gesellschaft und auch wir selbst mit Menschen umgehen, die anders denken, die quere alternative Gedanken verbreiten? Setz' »Monde vor der Landung« landen damit mitten in wichtigen Fragen unserer Gegenwart.

  • Aischa

    aus Kissing

    2/5

    08.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Langweiliges misogynes Geschwurbel

    Was hatte ich mich auf diesen Roman gefreut! Und wie sehr bin ich nun, nach der Lektüre, davon enttäuscht. Über weite Strecken habe ich mich durch das Buch gequält, ich kann der Geschichte wenig Positives abgewinnen. Dabei war ich so sehr an der Geschichte über den vor einhundert Jahren in Worms lebenden Peter Bender interessiert. Laut den Feuilletons hat Autor Clemens J. Setz für seinen Historienroman akribisch recherchiert. Und so freute ich mich auf eine spannende und lehrreiche Einführung in die sogenannte Hohlwelt-Theorie samt Reaktionen seiner Mitmenschen auf die doch recht eigenwillige Weltsicht. Bekommen habe ich leider einen ziemlich wirren Text, den die eingestreuten Zitate und Faksimiles nicht wirklich erhellen. Ich habe mich tapfer durch etliche Wiederholungen der verqueren Theorien Benders gequält und mich dabei über seine frauenverachtende Einstellung und Lebensweise aufgeregt - die er überdies noch mit einer eigens erfundenen Religion moralisch-ethisch rechtfertigt. Setz schildert seine Hauptfigur mitfühlend; für meinen Geschmack definitiv zu empathisch. Ich konnte der Figur beziehungsweise dem Menschen Bender nichts Gutes abgewinnen und dem Roman nur wenig mehr.

  • Bewertung

    2/5

    05.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nobelpreis!

    Über den Inhalt des Romans möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, das haben andere Rezensenten bereits getan. Soviel ist sicher: Hr. Setz ist mit seinem, wie es im Klappentext bereits heißt, "originellem, sprachlichen" Schreibstil auf dem besten Weg eines Tages den Literaturnobelpreis zu gewinnen! Die Kritik scheint ihn zu lieben, wie die bereits gewonnenen Preise belegen. Und, er könnte sich in eine lange Reihe anderer Preisträger einreihen, die von der breiten Masse weder gekannt und noch weniger gelesen wird. Ich habe vorher schon "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" desselben Autors gelesen und war hier noch recht angetan von diesem Machwerk. Jetzt allerdings hat Hr. Setz ein sicher gut recherchiertes Buch entworfen, das eher als zäh, langatmig und sich in Pseudotheorien verlierendes Etwas entpuppt. Den historischen Hintergrund, der in meinen Augen mehr Gewicht verdient hätte, hat Hr. Setz hingegen nur durch die getrübte Brille seines Protagonisten beleuchtet. Die stilistischen, sprachlichen Sprünge legen den Verdacht nahe, dass Hr. Setz zeitweise selbst die psychiatrischen Behandlungspfade beschreiten musste wie seine Hauptperson. Ich habe das Buch bis zum Ende durchgehalten, das ist immerhin schon etwas, aber eine dringliche Leseempfehlung kann ich leider nicht aussprechen. Cleverer Schachzug übrigens des Suhrkamp- Verlags, der, ebenfalls im Klappentext, einen Querverweis auf das heutige Querdenkertum hinterlegt hat; ob dieser am Ende zielführend ist oder einen verkaufsfördernden Effekt erzielt hat, mag der geneigte Leser selbst entscheiden.

  • Eliza

    4/5

    17.03.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Querdenker in einer anderen Zeit

    Monumental mit ernsten aber auch manchmal süffisanten Anmerkungen verziert handelt dieser Roman von einem „Querdenker“ seiner Zeit. In der Story, welche den Zeitraum von 1920 bis 1942 umspannt geht es um einen ehemaligen Fliegerleutnant Peter Bender, der sich als Gründer einer neuen Religionsgemeinschaft proklamiert. Er ist besessen von der Theorie das die Menschheit in einer Kugel lebt und lehnt das heliozentrische Weltbild in vielen Punkten ab. Dabei stützt er sich auf Thesen von einer Bewegung aus den USA. Seine Frau versucht die Familie übers Wasser zu halten und wird immer wieder Opfer seiner sonderbaren Visionen. Irgendwann keimt ein Hoffnungsschimmer auf, doch das braune Schicksal seiner Zeit schlägt erbarmungslos zu. Peter Bender sorgt mit manchen Verhaltensweisen für ein wenig für Sympathie. Er wirkt verletzlich und sprunghaft und ist oft in sich gekehrt. Seine skurrilen Einfälle und Visionen, welche auf das Kriegstraumata aus dem ersten Weltkrieg zurückzuführen sind, sorgen aber auch für sehr viel Antipathie. Obwohl er seine Frau Charlotte liebt, führt er ein seltsames Doppeleben. Seine Frau hält trotz seiner sehr sonderbaren Verhaltensweisen und Ansichten zu ihm. Sie ist bodenständig und versucht z.B. durch Lern- bzw. Sprachhilfen bei Schülern für ein Auskommen der Familie zu sorgen. Doch auch sie ist gefangen in einer Spirale der Blasenbildung in Peter Benders Welt. Der Aufbau ist durch Zeitsprünge gekennzeichnet, welche den Lesefluss aber nicht beeinträchtigen. Sehr monumental, verschnörkelt beschreibend und manchmal auch abstrakt ist die Zusammenfassung des Schreibstils. Gerade die sprachliche Variabilität und Individualität ist eine Stärke des Romans. Die Handlung ist gut nachvollziehbar, auch wenn einzelne Passagen etwas zu langatmig erzählt wurden. Obwohl die Story sehr viel Ernsthaftigkeit enthält sorgen süffisanten Zwischenpassagen durchaus für Erheiterung beim Lesen. Zeichnungen und Grafiken in dem Roman helfen manche Ereignisse etwas transparenter darzustellen. Ein Roman, welcher das Querdenken in einer vergangenen sehr schweren Zeit literarisch schön beleuchtet.

  • Novalie

    aus Graz

    3/5

    15.01.2024

    eBook (ePUB)

    Kontextlos Komplex

    Peter Bender lebt Anfang des 20. Jahrhunderts in Worms und ist Gründer einer Religionsgemeinschaft. Er glaubt, dass die Menschen nicht auf der Erde, sondern in einer Hohlkugel leben. Die Geschichte scheint sehr gut recherchiert und punktet durch Quellenverweise und Fotos. Anfangs hat mich das Buch sehr verwirrt. Ich war mir oft nicht sicher, ob ich mir manche Dinge wörtlich vorstellen, oder als Metapher verstehen soll. Es wirkt einiges sehr skurril. Der Protagonist war nicht wirklich sympathisch und das frauenfeindliche Gedankengut dieser Zeit hat es mir manchmal schwer gemacht, weiterzulesen. Rückblickend gesehen ist die Perspektive des Protagonisten aber sehr gut rübergekommen und im Nachhinein machen die viele Fragezeichen, die ich während des Lesens hatte, durchaus Sinn. Inhaltlich hat das Buch einige Längen, aber sprachlich hat es mir außergewöhnlich gut gefallen. Obwohl die Geschichte in der Vergangenheit spielt, hatte ich schon fast das Gefühl in einer dystopischen Zukunft gelandet zu sein. Die Geschichte wirkt sehr losgelöst von Gesellschaftspolitik und wird mit einem Tunnelblick erzählt, der keinen Platz für Kontext liefert. Die wahre Heldin ist für mich die Frau des Protagonisten, die als Jüdin in dieser Zeit eine ganz andere Sichtweise auf die Welt hat. Ich fand es sehr befremdlich, wie jüdisch sein in Nazideutschland schon fast ignoriert wurde und wie der Fokus der Aufmerksamkeit auf einer skurrilen Religion lag. Monde vor der Landung ist ein spannendes Buch, bei dem man aber viele Pausen braucht, selbst mitdenken und einiges googeln muss.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Woldemar Deines

    Woldemar Deines

    Thalia Worms

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Clemens Setz lädt den Leser mit...

    Clemens Setz lädt den Leser mit diesem Roman in die Welt des Wormser Querdenkers Peter Bender ein, der Anfang des 20. Jahrhunderts die Hohlerde-Theorie propagierte. Dank der tollen Bildsprache liest es sich wie ein Märchen! Zurecht für den Leipziger Buchpreis nominiert!
  • Zum Bewerterprofil von E. Schwind

    E. Schwind

    Thalia Münster – Münster-Arkaden

    Buchhändler*in

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    4/5

    15.02.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Interessant und verstörend zugleich

    Der in den 20er Jahren lebende Wormser Fliegerleutnant Peter Bender gründet nach Ende des ersten Weltkrieges eine kleine Religionsgemeinschaft und versucht die „Hohlwelt-Theorie“ zu verbreiten: Die Menschheit lebe angeblich im Inneren der Erde. Das ist aber nur ein Teil der Geschichte. Seine Frau wird als Jüdin nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verfolgt und wird im Laufe des Buches für mich immer mehr zur starken Persönlichkeit des Buches. Eine reale und verstörende Lebens- und Familiengeschichte. Neben der schrägen Geschichte, hat mich das Buch auch deswegen neugierig gemacht, weil Setz 2021 den Georg-Büchner-Preis gewonnen hat.
  • Zum Bewerterprofil von Laura Franowski

    Laura Franowski

    Thalia Essen – Limbecker Platz

    Buchhändler*in

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    3/5

    21.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein historischer Querdenker in...

    Ein historischer Querdenker in Zeiten des Nationalsozialismus. Zwischen Frauen und der Hohlwelttheorie, belgeiten wir die Romanfigur Peter Bender auf seinem ungewöhnlichen Lebensweg.

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