Produktbild: Die Netanjahus

Die Netanjahus oder vielmehr der Bericht über ein nebensächliches und letztlich sogar unbedeutendes Ereignis in der Geschichte einer sehr berühmten Familie

2

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

26.01.2023

Verlag

Schöffling & Co.

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

843 KB

Auflage

1

Übersetzt von

Ingo Herzke

Sprache

Deutsch

EAN

9783731762249

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 A

Erscheinungsdatum

26.01.2023

Verlag

Schöffling & Co.

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

843 KB

Auflage

1

Übersetzt von

Ingo Herzke

Sprache

Deutsch

EAN

9783731762249

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  • Hamaru

    aus Nürtingen

    5/5

    27.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Alptraum bricht über die…

    Ein Alptraum bricht über die Familie des jüdischen Historikers Ruben Blum herein, als er einen Gastdozenten mit seiner Familie beherbergen muss. Dieser Ben-Zion Netanjahu ist ein konservativer Zionist, der verzweifelt versucht, eine Anstellung an der kleinen Provinzuni zu erlangen. Würde dieser Roman auch funktionieren, wenn dieser Netanjahu nicht der Vater des jetzigen israelischen Ministerpräsidenten wäre und dieser nicht selbst als einer der flegelhaften Söhne auftauchen würde? Ja! Dafür ist dieser Roman einfach zu gut geschrieben, der den Leser zwischen Fremdschämen und befreiendem Lachen hin und her schüttelt. Aber so bekommt dieses Buch, das anscheinend auf ein historisches Ereignis zurückgeht, natürlich eine besondere Note.

  • Bories vom Berg

    aus München

    5/5

    10.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Persiflage über unausrottbare…

    Persiflage über unausrottbare Aversionen Der amerikanische Schriftsteller Joshua Cohen hat für seinen Campusroman «Die Netanjahus» mit dem Untertitel «oder vielmehr der Bericht über ein nebensächliches und letztendlich sogar unbedeutendes Ereignis in der Geschichte einer sehr berühmten Familie» den Pulitzerpreis für das Jahr 2022 erhalten. Erzählt wird eine groteske Geschichte, die literarisch auf der Höhe des vergleichbaren Romans «Pnin» von Wladimir Nabokov angesiedelt ist. Anders als im Pnin ist hier aber der Held ein realitätsverhafteter jüdischer Geschichtsprofessor, der intelligente Chaot aber ein israelischer Bewerber um eine Professur. Ernste Thematik hinter dem erzählerischen Witz in diesem Roman sind die antisemitischen Ressentiments in den USA, der jüdische Selbsthass und die Israelkritik. In einem langen, mit «Abspann & Gastauftritte» betitelten Nachwort erläutert der Autor die realen Hintergründe seiner auf einer wahren Begebenheit beruhenden Geschichte. Denn tatsächlich hat der Vater des heutigen, heftig umstrittenen israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu sich einst vergeblich an einer amerikanischen Uni beworben, - der Rest aber ist Fiktion! Der Historiker Professor Ruben Blum ist der einzige Jude am Corbin College nördlich von New York, in einer öden, ländlichen Gegend. Er ist ein gutmütiger Mensch und lebt mit seiner Frau und der zum Studium angemeldeten, klugen und sehr selbstbewussten Tochter in der Diaspora. Er hat sich nicht geweigert, auf Wunsch seines Dekans, der das als ironischen Gag sieht, bei der jährlichen Feier ausgerechnet als Jude die Rolle des christlichen Weihnachtsmanns zu übernehmen. Und so kann er es im Winter 1959-1960 auch nicht ablehnen, einen jüdischen Bewerber bei seinem Besuch zu einer Probe-Vorlesung zu empfangen und zu betreuen. Zu seiner Überraschung steigt Netanjahu bei heftigem Schneefall nicht allein aus seinem klapprigen Auto, es sind gleich fünf Personen, mit ihm seine Frau und drei Söhne im Teenager-Alter. Und damit ist die häusliche Idylle bei den Blums mit dem zum Empfang liebevoll angerichteten Büffet dahin. Die Netanjahus schleppen mit ihren Schuhen und Mänteln Schnee herein, der das Parkett ruiniert, fallen wie die Wilden über das Büffet her, lümmeln sich in den Postersesseln herum und glotzen staunend auf den neuen Fernseher, der einer der ersten ist mit Farbe. Die Uni hat nur ein Einzelzimmer reserviert, und als Netanjahus Frau mit dem ausgebuchten Hotel telefoniert, beschimpft sie die Frau von der Rezeption und verzichtet schließlich wütend auf das Einzelzimmer. Die Blums müssen sich auf das Schlimmste vorbereiten, den fünf Netanjahus nun auch noch Logis anzubieten. Als Blum und Netanjahu mit ihren Frauen spätabends von der Probe-Vorlesung und dem nachfolgenden Empfang zurückkommen, ist der neue Fernseher zertrümmert und das Zimmer total verwüstet. Auf der Treppe kommt ihnen der älteste Sohn nackt und mit erigiertem Penis entgegen, und die sonst so brave Tochter tritt ungeniert ebenfalls nackt aus ihrem Zimmer heraus, - das Chaos ist perfekt. Der Roman lebt einerseits von seinem ironischen, satirischen Ton, der das Lesen zum reinen Vergnügen macht, auch wenn es zuweilen slapstickartig zugeht. Und dabei werden bewusst keine Klischees ausgespart, mit denen jüdisches Leben ja so reichlich gesegnet ist, sie werden vielmehr ins Groteske hinein gesteigert. Andererseits, und das macht diesen Campus-Roman auch zum intellektuellen Vergnügen, werden das Judentum, jüdische Diaspora und der Zionismus in erregten Disputen und kritischen Betrachtungen geistvoll hinterfragt. Stilistisch brillant und gekonnt Witz und Intellekt miteinander verknüpfend prallen die radikalen politischen Thesen Netanjahus auf die betont zurückhaltenden, eher versöhnlichen Positionen von Ruben Blum. Eine ironische, oft sogar zynische Persiflage über unausrottbare Aversionen biblischen Ausmaßes, die oft schon an der Frage scheitern, was genau einen Menschen denn zum Juden macht.

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  • Zum Bewerterprofil von P. Kurbach

    P. Kurbach

    Thalia Osnabrück

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    5/5

    04.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarische Unterhaltung.

    Wow! Der Autor öffnet den Lesenden mit seiner Geschichte einen wahren Kosmos aus Zusammenhängen, Gedanken und Einblicken in das Campusleben der 50er in den USA. Ebenso humorvoll wie kritisch erzählt Joshua Cohen eine besondere Episode der Zeitgeschichte. Literarische Unterhaltung. Diese gelungene Mischung aus sehr schrägen Szenen und dem Sinnieren und Reflektieren des Erzählers machen ein besonderes Buch aus.
  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    4/5

    27.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Pulitzerpreisträger Cohen nimmt...

    Pulitzerpreisträger Cohen nimmt sich der Familie Netanjahu an und schreibt nebenbei eine bissig amüsante Geschichte über jüdisches Leben im Amerika der 50er und 60er Jahre. Wie kaum ein zweiter schafft es Cohen jüdische Identität mit großartiger Literatur zu verbinden.
  • Zum Bewerterprofil von K. Plesovskich

    K. Plesovskich

    Thalia Cuxhaven

    Buchhändler*in

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    2/5

    17.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein interessanter Einblick in...

    Ein interessanter Einblick in die jüdische Gesellschaft Amerikas im Jahre 1960. Viele historische Daten und Fakten.
  • Zum Bewerterprofil von Friederike Foerster

    Friederike Foerster

    Thalia Bonn Duisdorf

    Buchhändler*in

    3/5

    18.06.2023

    eBook (ePUB)

    Pulitzer-Preis 2023, Campusroman

    Detailliert beschreibt Joshua Cohen den Besuch der Netanjahu Familie am Corbin College Ende der 50 Jahre. Antisemitismus ist noch systemimmanent und gesellschaftlich etabliert. Das hochgelobte Werk bedarf für mich noch einen zweiten Anlauf, weil es doch zu kleinteilig einen einzigen Abend beschreibt. Mit hat zunächst die politische Einordnung gefehlt. Wie gesagt: Nochmal lesen.

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