In Lock Haven, einer beschaulichen kleinen Stadt in Washington State, gibt es eine ganz besondere Straße. Die Bird Street. Wer in der Bird Street wohnt, ist erfolgreich, wohlhabend, gesund und glücklich. Die Kinder allesamt ausgeglichen, wohlerzogen und klug. Zumindest für elf Monate im Jahr. Im November jedoch brechen die dunklen Tage an. Pech, Misserfolg und Krankheit halten Einzug. Im November kommt der Fremde in die Bird Street, um bei den Bewohnern die Schulden einzutreiben. Im November ist die Zeit gekommen, den Preis für all das Glück zu zahlen. Denn es kehrt erst zurück, wenn ein Menschenleben geopfert wird ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Robert
aus Brandenburg
5/5
13.07.2025
eBook (ePUB)
Eines der besten Horrorbücher seit langem!
Seit Jahrzehnten lese ich in dem Genre vorzugsweise Bücher von Stephen King. November war mein erstes Buch von Thomas Olde Heuvelt. Und es war das gruseligste, spannendste und beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Ich kann es absolut empfehlen. Mr. King hat Konkurrenz bekommen und ich habe vielleicht einen neuen Lieblingsautor gefunden! Tolles Buch, absolute Empfehlung.
NiWa
5/5
26.11.2023
eBook (ePUB)
Ausgeburt höllischer Glückseligkeit
Die Bewohner der Bird Street in Lock Haven teilen eine Besonderheit: Sie sind allesamt überdurchschnittlich erfolgreich, erfreuen sich bester Gesundheit und strahlen vor Glück. Doch im November verkehrt sich das übersägliche Wohlbefinden ins absolute Gegenteil. Einmal pro Jahr zahlen sie den Preis für weitere elf Monate unverschämter Glückseligkeit.
Thomas Olde Heuvelt hat mit seinem Horror-Roman "November" bleibenden Eindruck hinterlassen, weil mir das Buch so richtig unter die Haut gegangen ist. Nachdem ich mich bereits in Katherine aus "Hex" verliebte und mein Olde-Heuvelt-Enthusiasmus durch ein für mich enttäuschendes "Echo" ausgebremst war, freue ich mich umso mehr, dass der Autor für mich zur wahren Größe unter den Horror-Autoren wird.
Dazu lädt er in Lock Havens Bird Street ein, wo man einer Familie inmitten einer höllischen Nachbarschaft zur Seite steht. Die Brasilianerin Luana ist bei einem Verkehrsunfall in ihrem Heimatland eigentlich gestorben. Doch ein Pakt rettete sie vor dem Tod, der ihr neben einem berauschenden Leben aus Glückseligkeit, einen liebevollen Ehemann und zwei gesunde Kinder bescherte.
Dies gilt allerdings nur für elf Monate im Jahr, denn im November kehrt sich alles ins Gegenteil: Statt von glücklichen Zufällen und Fügungen beseelt, werden sie vom Pech verfolgt und in eine düstere Abwärtsspirale gezogen, die selbst die tapfersten Bewohner der Bird Street in depressive Zustände versetzt.
Das Ende wird durch zweierlei Maßnahmen erreicht: Die dunkle Saison ist zeitlich auszusitzen und es wird der Preis für die nächsten glücklichen Monate bezahlt.
Der Roman wird in erster Linie anhand Luanas Familie erzählt. Dazu wechseln die Perspektiven zwischen Luana selbst, ihrem Ehemann Ralph, der Teenager-Tochter Kaila und dem kleineren Sohn Django. Durch deren Blick lernt man die Nachbarn kennen, welche allesamt eine Ausgeburt höllischer Glückseligkeit sind, erfährt mehr über den Pakt und verirrt sich ab und an in einen dunklen Wald, der voll unheimlicher Geschichten steckt.
Es beginnt mit der Saison, wie der düstere Monat des Jahres von den Bird-Street-Bewohnern bezeichnet wird. Halloween wird gefeiert, Familienbräuche werden praktiziert, es wird gut gegessen und der positiven Ereignisse des bisherigen Jahres gedacht. Alles geschieht im Bewusstsein, dass sich mit ersten November ein schwermütiges Getriebe in Gang setzt: Dunkle Gedanken, zwanghafte Befürchtungen und beängstigende Vorstellungen treiben bedrückendste Trostlosigkeit an.
Der Autor beschreibt die Gedankenwelt der Figuren ausgezeichnet. Genauso empfindet man, wenn man in ein elendiges Stimmungsrad gerät und sich das Leben als pessimistische Schattenseite zeigt.
Es erscheint sinnlos, sich überhaupt Mühe zu geben, wobei jeder melancholische Gedanke pures Gift für die eigene Existenz in sich trägt. Die düstere Spirale dreht sich weiter, immer weiter und weiter. Eine trübe Idee treibt die nächste an, bis man doch noch irgendwann die Abfahrt bemerkt, um von der selbstzerstörerischen Straße der gefühlten Sinn- und Hoffnungslosigkeit abzukommen.
Damit allein ist noch kein packender Horror-Roman gefüllt. Der Autor nimmt den Vertragspartner der Hölle zur Hand und gibt ihm sozusagen die Bird Street zum Spielen. Wohl durchdacht und überlegt fängt daher mit November der Horror für alle Beteiligten an.
„Wir leben in einer Spukgeschichte, hast du das noch nicht bemerkt?“ (S. 348, eBook)
Hierfür haut Thomas Olde Heuvelt in die Tasten und wühlt mit jedem Anschlag ein facettenreiches Ensemble genialster Horror-Elemente auf. Die intensive Melodie ist von subtilem Grauen und beängstigender Dichte geprägt: Spiegel, die viel mehr zeigen als man sehen will, ruhelose Geschöpfe, die sich aus der Dunkelheit der Erde wühlen, verschlagene Menschen und abstoßende Intrigen, deren Ausgeburten in einer mitreißenden Kakophonie durch die Straße hallen.
Mit dem Ohrwurm des Teufels versehen, steht die gesellschaftskritische Frage im Raum, wie viel Glück man erträgt, wenn es auf Kosten von anderen geht?
Die Handlung ist mitreißend beschrieben, subtil und meisterhaft durchdacht. Sie ist facettenreich und voll überraschender, grauenhafter sowie nachdenklich stimmender Wendungen, die mancher Moment wahren Horrors zu einem Paukenschlag als Ende führt.
Ein weiteres Mal hat mir Thomas Olde Heuvelt bewiesen, dass er sich mit packender Atmosphäre, einem eindringlichen Erzählstil und seiner genialen Art Horror zu kreieren zum Maestro des Genres erhebt. Ich hoffe inständig, dass es viel mehr solcher Romane von ihm zu lesen geben wird.
Bewertung
aus Madetswil
5/5
24.10.2023
eBook (ePUB)
Die hässliche Seite des Glücks
Das war einer der besten Horror-Romane den ich je gelesen habe! Weit entfernt von Splatter-Horror und dennoch nervenzerreißend gruselig und zeitweise brutal. Gleichzeitig ein Psychothriller der Extraklasse, der mich als Leserin immer wieder innehalten und mich selber fragen ließ: „Shit, wie hätte ich in so einer Situation gehandelt?“ Ein Buch, das wahnsinnig nahegeht und gleichzeitig einfach grandios unterhält und Spaß macht!
Dies ist der dritte, auf deutsch übersetzte, Roman von Thomas Olde Heuvelt, dem Autor von HEX und ECHO und ich bin der Meinung, dass NOVEMBER die Vorgänger noch toppt.
Wer HEX mochte, wird NOVEMBER lieben!
Hortensia13
3/5
16.12.2025
eBook (ePUB)
Der Preis des Glücks
In Lock Haven gibt es eine besondere Strasse: die Bird Street. Elf Monate lang leben ihre Bewohner erfolgreich, gesund und glücklich. Doch im November kehrt das Pech ein. Ein geheimnisvoller Fremder erscheint, um den grausamen Preis für das Jahresglück einzufordern. Erst wenn ein Menschenleben geopfert wird, endet der Fluch und das Glück kehrt zurück.
Die Geschichte erzeugt von Anfang an eine beängstigende, düster-bedrückende Atmosphäre, in der ständig etwas Böses in der Luft liegt. Die Grundidee fand ich packend, und die Spannung ist durchaus vorhanden, doch ich hätte mir eine stärkere Steigerung gewünscht. Viele Szenen bauen Kraft auf, ohne sie wirklich auszuspielen, und an überraschenden Wendungen mangelt es leider. Gegen Ende zieht sich die Handlung zunehmend, sodass die bedrohliche Stimmung an Intensität verliert. Trotz einzelner gelungener Momente bleibt das Buch hinter seinem Potenzial etwas zurück.
Mein Fazit: Ein atmosphärisch dichter Roman mit interessanter Idee, der jedoch nicht immer überzeugt. Solide, aber ohne nachhaltigen Schockeffekt. 3 Sterne.
Bewertung
5/5
14.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein Pakt mit dem Teufel und ein schrecklicher Unfall, der alles zu zerstören droht.
Ist es verwerflich, sich und seiner Familie nur alles erdenkliche Glück und einen gewissen Wohlstand zu ermöglichen? Auf keinen Fall. Doch die Bewohner der Bird Street in in dem kleinen Ort Lock Haven sind hierfür einen teuflischen Pakt mit dem sogenannten Buchhalter eingegangen. Wie jedes Jahr für alles Glück und Reichtum vom düsteren November überschattet. Mit Anbruch dieses Monats endet nämlich alles Gute und die Bewohner schotten sich so gut wie möglich vom normalen Alltag ab. Doch der Wahnsinn kehrt dieses Jahr mit voller Wucht in die Familie Lewis ein und bedroht die gesamte Gemeinde. Suspense pur und absolut nichts für schwache Nerven. Die zwischenmenschlichen Abgründe die Thomas Olde Heuvelt auf Papier darstellt, haben mich noch lange grübeln lassen.
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5/5
31.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Das war einer der besten Horror-Romane...
Das war einer der besten Horror-Romane den ich je gelesen habe! Weit entfernt von Splatter-Horror und dennoch nervenzerreißend gruselig und zeitweise brutal. Gleichzeitig ein Psychothriller der Extraklasse,
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5/5
28.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Höllisch gute Unterhaltung
Willkommen in der Bird Street, im beschaulichen Lock Haven, USA. Hier genießen die Bewohner das größte Glück auf Erden, sind gesund, erfolgreich und wohlhabend - aber nur für elf Monate im Jahr, denn im November bricht die Hölle los. Ein phänomenaler Schauerroman, zutiefst packend und eines meiner spektakulärsten Lesehighlights.
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5/5
26.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein Pakt mit dem Teufel
Spätestens mit seinem dritten Roman ist Heuvelt in meinen Augen der neue König der Horrorliteratur. Die Art und Weise, wie er seine Geschichten aufbaut, wie subtil er das Grauen einführt und besonders, wie er die Leser*innen zwischendurch in falscher Sicherheit wiegt, ist wahre Meisterklasse. Hier stimmt wirklich alles und ich kann dieses Buch ausnahmslos allen ans Herz legen, die anspruchsvollen und packenden Grusel mögen.
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5/5
25.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Glück und Pech wiegeln sich auf.
Thomas Olde Heuvelt hat es eigentlich ganz gut getroffen, mit seinem Grundgedanken für sein Werk "November": Wie weit gehen Menschen für ihr persönliches Glück? In schaurige Manier durchleben wir genau das mit den Bewohnern der Bird Street.
Im Grunde geht's auch genau darum. Elf Monate im Jahr haben sie außerordentliches Glück und haben außerordentliche Talente. Bis der November Einzug hält und damit auch das Pech. Das liegt nicht etwa an einem dubiosen Zufall, nein, das liegt an einem Pakt, den sie mit etwas übernatürlichen geschlossen haben. Und was verlangt der Buchhalter? Ein Opfer, das im November im Wald sein Leben lässt, damit er seinen Hunger stillen kann und ja, wir reden hier von der Jagd auf die Seelen.
Im ersten November, den der Leser begleitet, geht einiges schief, so daß man auch direkt zu spüren bekommt, was die dunklen Tage und das Pech damit, wirklich bedeuten. Doch auch wenn danach die glücklichen Tage wieder anbrechen, so bleibt doch ein bitterer Nachgeschmack.
Heuvelt hat einen fantastischen Job gemacht, das es einem kalt den Rücken runter läuft, bei den Sachen, die in der Bird Street passieren. Und selbst wenn man sich denkt "Was kann ab hier noch mehr schief gehen?" kommt der Buchhalter und das Unglück und macht es noch schlimmer.
Es gab einen Punkt, wo ich die Befürchtung hatte, ab hier kommt nur noch Seitenfüller. Tja, Falsch gedacht, es wurde von Seite zu Seite einfach nur noch schlimmer.
Alles in allem: ich wurde vom November überaus positiv überrascht - wie gut es geplottet und geschrieben war und allem voran, wie viel Unbehagen mir dieses Buch bereitet hat. Absolut super gemacht.
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5/5
05.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Wer gern Bücher von Stephen King...
Wer gern Bücher von Stephen King liest und auf der Suche nach Nachschub ist, für den könnte "November" genau das richtige sein. Eine ungewöhnliche Nachbarschaft, ein teuflischer Pakt und die Frage: Wer sind eigentlich die wahren Monster?
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