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Maus Die Geschichte eines Überlebenden

8

98,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.11.2023

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

300

Maße (L/B/H)

17,5/24,5/4,1 cm

Gewicht

1192 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Complete Maus

Übersetzt von

Christine Brinck + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397535-2

Beschreibung

Rezension

Wahnsinnig gut, wahnsinnig wichtig. Und leider zeitlos aktuell.

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.11.2023

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

300

Maße (L/B/H)

17,5/24,5/4,1 cm

Gewicht

1192 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Complete Maus

Übersetzt von

  • Christine Brinck
  • Josef Joffe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397535-2

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    5/5

    10.11.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen Erinnerung und Trauma - Gegen das Vergessen

    Maus von Art Spiegelman ist mittlerweile ein Klassiker der Comickultur und hat diesen Status zurecht. Spiegelman öffnet Perspektiven auf den Holocaust und das Überleben dessen, die es zuvor nur selten gab. Die Besonderheit des Comics ist dabei das Verhältnis zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie die Vater-Sohn-Beziehung. Bezeichnet ist, dass Spiegelman seinen Vater weder glorifiziert noch durchweg positiv als Helden stilisiert. Im Gegenteil: der Vater wird als manischer Zwangsneurotiker gezeichnet, dessen Verhaltensweisen sowohl die Figur Art(ie) als auch die Rezipient:innen fragend zurücklassen. Der Comic handelt von unbehandelten Trauma des Erlebten und dessen Übertragung auf die sogenannte zweite Generation. Verhandelt werden hier nicht nur geschichtliche Ereignisse, sondern auch deren Auswirkungen: ein lebenslanges und transgenerationales Trauma. Besonders die Tiermetaphorik ist bezeichnend für den Stil des Zeichners und für die Handlung: nicht nur mit der Zeichnung der Figuren wird diese Metaphorik wiederholt aufgenommen, sondern auch innerhalb des Comics reflektiert und wiederholt in Szene gesetzt. Die Tiermetaphorik versteckt nicht, sie macht deutlich. Sie zeigt das, was sich unserer Vorstellungskraft entzieht. Ein weiterer besonderer Aspekt des Comics ist dessen Selbstreflexion: der zeichnerische Prozess und vor allem die Umsetzung werden hier aufgezeigt und reflektiert. Besonders der zweite Band bringt dies auf den Punkt. Wie zeichnet man eine Geschichte, die man selbst nicht erlebt hat, aber dessen Auswirkungen einen geprägt und traumatisiert haben? Wie bringt man einen Diskurs zu Papier, über den so wenig gesprochen wird? Und genau setzt Spiegelman an und macht sich das Medium des Comic zunutze: er fabriziert hier eine neue Erzählung über den Holocaust, die zum Nachdenken anregt und nicht vergessen werden kann. Maus ist ein herausragender Comic, eine emotionale Achterbahn und ein Medium gegen das Vergessen.

  • Johanna

    aus Bamberg

    5/5

    06.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    vielschichtiger Zeitzeugenbericht im Format einer Graphic Novel

    Art Spiegelmans Maus gelingt es durch sein einzigartiges Format als Graphic Novel, die Geschichte eines Holocaust-Überlebenden auf eine eindrucksvolle und zugleich zugängliche Weise zu erzählen. Besonders die Zeitsprünge in die Gegenwart verleihen der Erzählung eine zusätzliche Tiefe. Sie zeigen nicht nur die Erinnerungen von Spiegelmans Vater, sondern auch die Herausforderungen des Autors beim Verfassen und Zeichnen dieser Familiengeschichte. Dieses Werk macht eindrücklich deutlich, wie tiefgreifend die Schrecken des Holocausts nicht nur die Überlebenden selbst, sondern auch ihre Kinder und das gesamte Familienleben geprägt haben. Maus ist weit mehr als eine autobiografische Erzählung – es ist ein essenzielles Buch über Erinnerung, Trauma und die Weitergabe von Geschichte über Generationen hinweg. Ein unglaublich wichtiges Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann.

  • Bewertung

    5/5

    22.12.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Bestes Buch das ich je gelesen habe!

    Es ist ein beeindruckendes und tief bewegendes Werk, das die Grausamkeiten des Holocausts auf eine einzigartige Weise darstellt. Durch die Verwendung von anthropomorphen Tieren, wobei Juden als Mäuse und Nazis als Katzen dargestellt werden, gelingt es Spiegelman, die schrecklichen Ereignisse auf eine emotional ansprechende und gleichzeitig distanzierte Weise zu präsentieren. Die grafische Erzählweise verleiht der Geschichte eine zusätzliche Intensität und ermöglicht es dem Leser, sich noch stärker mit den Charakteren zu identifizieren. Die Verwendung von Schwarz-Weiß-Zeichnungen verstärkt die düstere Atmosphäre und unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Themas. Spiegelman schafft es, die Komplexität der Beziehung zwischen ihm und seinem Vater, der den Holocaust überlebt hat, auf einfühlsame Weise zu erkunden. Die Verflechtung von persönlicher Geschichte und historischen Ereignissen macht das Buch zu einer fesselnden Lektüre. Insgesamt ist "Die Maus" nicht nur ein bedeutendes Werk im Bereich der Graphic Novels, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocausts. Es regt zum Nachdenken an und hinterlässt einen bleibenden Eindruck durch seine kraftvolle Darstellung und tiefgreifende emotionale Wirkung.

  • Bewertung

    5/5

    01.03.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Die Darstellung des Unvorstellbaren

    Art Spiegelman verarbeitet in seinem Comic "Maus" die Geschichte seiner Eltern als Überlebende der Shoa. Der Topos der Undarstellbarkeit der Grauen der nazistischen Verbrechen hat bereits eine lange Tradition entwickelt, ausgehend etwa von Adornos Diktum, ein Gedicht nach den Schrecken des zweiten Weltkriegs zu schreiben, sei barbarisch. Die Literaturgeschichte zeigt jedoch auch, dass es nach dem Terror des nationalsozialistischen Regimes nicht zum Verstummen der Lyrik gekommen ist. Man kann mit Recht von einer bereits zur Tradition geronnen und gleichzeitig immer weiter fortzuschreibenden Holocaustliteratur und expliziter Holocaustlyrik sprechen, die den Versuch wagt Wege der Darstellung von Unvorstellbarem, dem Aussprechen und Aufzeigen des Unaussprechlichen, zu beschreiten. Spiegelman schließt sich hier seinen literarischen Vorgängern an und beschreitet zugleich ein neues Terrain: Die Darstellung der Schrecken des Krieges und der Geschichte der Überlebenden aus seiner eigenen Familie in Form eines Comics. Spiegelman nutzt die Möglichkeiten dieses Mediums für seine Geschichte. Er benutzt nazistische und rassistisch gebrauchte Metaphern, wie die Tiermetaphorik, und dekonstruiert sie, indem er sie als Maske seiner Figuren erscheinen lässt. Dadurch ist eine Distanzierung zu den entwürdigenden Tiervergleichen als auch zur dargestellten historischen Wirklichkeit möglich. Die Maske erlaubt das Hinsehen auf die Schrecken der Vernichtung, die Betrachter und Leser schmerzlich betroffen macht. "Die vollständige Maus" vereint Band 1 "Mein Vater kotzt Geschichte aus" und Band 2 "Und hier begann mein Unglück" der Geschichte.

  • Bewertung

    5/5

    16.11.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Maus < Katze

    "Nieder mit Mickey Maus! Tragt das Hakenkreuz!"- Zeitungsartikel, Pommern, Mitte der dreißiger Jahre Die Geschichte von Maus veränderte über Nacht die Geschichte des Comic Strips – aus Kult wurde Kunst. Berichtet wird die authentische Lebensgeschichte des polnischen Juden Wladek Spiegelman. In Queens, New York, schildert er seinem Sohn die Stationen seines Lebens: Polen und Auschwitz, Stockholm und New York, er erzählt von der Rettung und vom Fluch des Überlebens. Art Spiegelman hat diese Geschichte aufgezeichnet, indem er das Unaussprechliche Tieren in dem Mund legt: Die Juden sind Mäuse, die Deutschen Katzen. Ein erschreckender und mitreißender Comic über den Holocaust des 20. Jahrhunderts. Die einfachen Zeichnungen sind in schwarz und weiß gehalten. Die Methapher mit Mäusen (Juden), Katzen (Deutsche) und Hunden (Amerikaner) finde ich mehr als gelungen und spiegelt die Stärke der einzelnen Gruppen wieder. Ein absolutes Muss für jeden Comicleser. Außerdem sind die Panels auch einfach gestalltet, dass der Lesefluss für Anfänger besser nachvollziehbar ist.

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von L. Sauerwein

    L. Sauerwein

    Thalia Mayersche Köln-Deutz

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    »Vergangenes vergeht nicht von selbst – es muss erinnert, erzählt und verhandelt werden.« — Aleida Assmann

    Art Spiegelmans Meisterwerk, das im Stil eines fabelartigen Underground-Comics die Erlebnisse seines Vaters Władek Spiegelman während des Holocausts illustriert, ist der erste Graphic Novel, der mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. In beiden Teilen, ›Mein Vater kotzt Geschichte aus‹ und ›Und hier begann mein Unglück‹, inszeniert er ein normales Leben aus kleinen Streitigkeiten und unglücklichen Besuchen, während er und seine Familie den blutigen Pfotenabdrücke der Geschichte nachgehen und deren Bedeutung für die Nachkommenden erforschen – vor dem Hintergrund der Schuld, die das Überleben mit sich bringt. Meine, k e i n e Beschreibung oder Zusammenfassung von ›Maus‹ würde Spiegelmans erzählerischem Können gerecht werden.Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus.
  • Zum Bewerterprofil von Daniela Hambrink

    Daniela Hambrink

    Thalia Bielefeld – EKZ Loom

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.07.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Unvergesslich und schockierend

    Wer die vollständige Maus bis jetzt noch nicht gelesen hat, sollte das dringend nachholen! Bedrückend illustriert begiebt man sich dank Spiegelman auf eine grauenhafte Reise in die Vergangenheit zu Nazi-Zeiten. Manche Panel sind so einnehmend und furchterregend, dass ich mir die ein oder andere Träne nicht verkneifen konnte. Wirklich eindrucksvoll und mit Schock-Faktor, dass man wirklich froh sein kann, nicht in so einer Zeit zu leben.
  • Zum Bewerterprofil von Michel Adam

    Michel Adam

    Thalia Gießen

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.12.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Auf eindringliche Weise verarbeitet...

    Auf eindringliche Weise verarbeitet Art Spiegelman in "Maus" die Holocaust-Erfahrungen seiner Eltern. Die Juden werden dabei als Mäuse, die Nazis als Katzen dargestellt. Verfremdet, heftig aber nicht weniger berührend ist "Maus" - definitiv kein Comic im umgangssprachlichen Sinn.
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.06.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Niederschmetternde Pflichtlektüre!

    Ich kenne mich nicht sonderlich aus mit der Geschichte der Graphic Novel, las aber vor Kurzem, dass "Maus" einer der zentralen Titel war, der half, das Genre zu popularisieren. Und auch wenn ich nicht einschätzen kann, ob es die Verbindungen gibt, aber ob nun "Fun Home" von Alison Bechdel oder die Zeichentrickserie "BoJack Horseman": Überall scheinen Reminiszenzen an Art Spiegelmans Werk zu lauern. Natürlich ist "Maus" nicht die erste oder die letzte Geschichte, die den Horror dessen, was Juden (und andere) im Nationalsozialismus durchmachen mussten, plastisch macht. Aber durch die Form sticht es natürlich heraus. Die Juden - also Art Spiegelman selber und seine Familie - sind Mäuse. Die Nazis sind Katzen. Polen z.B. sind Schweine, Franzosen Frösche, Schweden Elche. Das klingt, als könnte es eine niedliche Komponente haben, aber nein: Tatsächlich eignet sich die Gesichtsform der Mäuse sehr, ihr Leid auszudrücken. Und es braucht wirklich nicht lang, sich darauf einzulassen. Der Focus des Buchs ist, dass Art Spiegelman eine Graphic Novel über die Erlebnisse seines Vaters Wladek im Holocaust und den späteren Selbstmord seiner Mutter schreiben will, und nicht nur ist er schonungslos seinem knausrigen Vater gegenüber, sondern liefert auch niederschmetternde Tatsachen aus dem damaligen Alltag. Er findet aber auch Horden an visuellen Ideen, um seine Geschichte zu untermauern. Sei es die Schweinemaske, die Wladek trägt, um sich auf einem Markt als Pole auszugeben oder die Sequenz, in der Art wieder zum Kind wird, weil ihn die Fragen von Journalisten überfordern. Trotz allem kommt immer wieder die Menschlichkeit durch. Wladek macht zwar immer wieder klar, wie wichtig es ist, Handelsware zu haben, um ein besseres - na ja, nein, ein weniger entsetzliches - Leben zu erdulden im KZ, aber dann gibt es auch z.B. die Ungarin Mancie, die einfach hilft, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. "Maus" ist so ein Werk, dem Beschreibung nicht wirklich gerecht werden kann, sondern dass man selber lesen sollte. Es ist emotional schwierig, aber es lohnt sich so sehr!
  • Zum Bewerterprofil von Mechthild Stephani

    Mechthild Stephani

    Thalia-Buchhandlung Herder & Thalia

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Art Spiegelmans "Maus" ist ein...

    Art Spiegelmans "Maus" ist ein herausragendes Werk der Graphic Novel Gattung. Ein Meisterwerk schrecklich und schön zugleich.

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