Produktbild: Mittsommertage

Mittsommertage Roman

11

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

16462

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

284 (Printausgabe)

Dateigröße

898 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406806537

Beschreibung

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

16462

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

284 (Printausgabe)

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898 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406806537

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  • Bewertung

    4/5

    05.08.2023

    eBook (ePUB)

    Wie weit darf Protest gehen?

    Ruth, die viel in ihre Ausbildung und ihre Karriere investiert hat, steht kurz vor ihrem beruflichen Höhepunkt: der Berufung in den Ethikrat. Es sollte eine Woche voller Anerkennung und Stolz auf ihre Leistung vor ihr liegen. Aber es kommt anders. Ihre Vergangenheit, die sie bis dahin unter Verschluss gehalten hat, steht wieder vor ihrer Tür. Ihr Gewissen hält ihr den Spiegel vor. Ist es moralisch vertretbar, sich für seine Überzeugungen über das Gesetz zu stellen? Rechtfertigen sie Akte der Sabotage? Langsam kommt die Vergangenheit in ihrem aktuelle Leben an, auch wenn sie versucht, sich dagegen zu wehren. Ist sie wirklich die passende Besetzung, um zwischen richtigem und falschem Verhalten unterscheiden zu können? Die Fragen werden aufgeworfen, ohne sie zu beantworten. Man kann sich seine eigene Meinung bilden. Ruth ist eine vielschichtige, kluge und interessante Protagonistin. Ich habe ihre Erlebnisse und Gedanken sehr gerne verfolgt. Lediglich ihr Ehemann wirkt auf mich etwas eindimensional und somit haben mich die aufkommenden Eheprobleme wenig berührt. Insgesamt eine Empfehlung von mir für diesen hochaktuellen Roman. Müssen wir uns in 30 Jahren fragen, was wir bloß damals getan haben, oder vielmehr, was wir hätten tun sollen.

  • Anna

    5/5

    25.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mitsommertage, die ins Dilemma führen

    Die Art und Weise wie Woelk seine Figuren ins Dilemma stürzen lässt, hat mich schon in seinem Buch „Der Sommer meiner Mutter“ fasziniert. Es ist ein langsames Abgleiten, gespickt mit vielen Alltagssituationen, in die sich außergewöhnliche Begebenheiten einschleichen. So geht es auch Philosophieprofessorin Ruth Lember. Mit einem Hundebiss bei der morgendlichen Joggingrunde beginnt eine für sie lebensverändernde Woche. Es ist die Zeit, als die Maskenpflicht anfängt zu fallen, als Klimaaktivisten sich auf die Straßen Berlins kleben und als eines Tages ein Mann aus Ruths Vergangenheit auftaucht, mit dem sie ein Geheimnis verbindet, das enorme Sprengkraft beinhaltet. Ulrich Woelk hat viele Themen in seinen neuen Roman gepackt. Allen voran die Klimakrise. Aber auch Ruths in die Jahre gekommene kinderlose Ehe, das Verhältnis zu ihrer Stieftochter und natürlich ihre akademische Laufbahn, die mit dem Ruf in den Ethikrat gekrönt werden soll. Es geht um Moral, um Schuld, um Grenzüberschreitungen, Naivität und letztendlich um Liebe. Woelk schreibt schnörkellos und präzise. Ruth Lembers Verhalten konnte ich zu jedem Zeitpunkt nachempfinden. Sie wirkt authentisch und kommt sympathisch rüber. Mich hat sie fasziniert, und noch mehr hat mich fasziniert, wie ihr die Kontrolle über ihr Leben entgleitet. Salopp ausgedrückt könnte man sagen: blöd gelaufen. So ist es manchmal im Leben, auch Ruth erkennt das und bleibt verstört zurück. Das Buch das nachdenklich macht und zum Diskutieren anregt. Lesenswert ist es allemal.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    08.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Gestern und das Jetzt

    “Mittsommertage” ist mein zweites Buch von Ulrich Woelk. Schon mit “Der Sommer meiner Mutter” begeisterte mich Woelk. Aber hier in “Mittsommertage” gelingt ihm dieses Begeistern noch etwas intensiver. Für Ruth Lember, eine Professorin in Berlin, beginnt eine Wandlung, eine Reise. Sie wird von einem Hund gebissen, aber dies ist nur der Auftakt von beginnenden Ereignissen, eine spannende und interessante Fahrt beginnt. “Mittsommertage” ist aber nicht nur ein Roman über eine Frau, dieses Buch ist ein Blick auf ein Paar, auf eine Familie. Ein Blick auf die Interaktionen in diesem Gespann. Ein Blick auf das Heute und ein Blick auf das Gestern. Durch diese Blicke zurück ist dieses Buch aber auch eine spannende und interessante Zeitreise. Denn das Gestern und das Jetzt haben natürlich Verbindungen, nicht nur in der Gruppe miteinander verbundener Menschen, sondern auch in gesellschaftlichen Geschehnissen. Dieses Buch zeigt sehr schön, was das Leben mit den Menschen macht, was Älter werden bedeutet. Aber gleichzeitig zeigt es auch dass die Vergangenheit nicht vergangen ist und ein kleiner Teil Vergangenheit weiter im Jetzt besteht. Ebenso wie auch früheres Denken, frühere Ziele zwar in der Vergangenheit ruhen, aber deshalb nicht zwangsläufig auch begraben sein müssen. „Mittsommertage“ ist so ein Buch zum Sinnieren, zur Reflexion, ein Buch für eine interessante Reise. Ich finde bei den Büchern von Ulrich Woelk nicht diese in der deutschen Literatur so oft aufzufindende Distanz, dieses mich so oft verwirrende Kühle. Und dies gefällt mir ungemein! Denn die Bücher von Ulrich Woelk berühren mich. Ein Autor, den ich definitiv im Auge behalten werde. Denn “Der Sommer meiner Mutter” und “Mittsommertage” berühren und begeistern mich, “Mittsommertage” noch etwas mehr. Von daher bin ich natürlich neugierig auf weitere Bücher von Ulrich Woelk. Mal schauen, was die kommende Lesezeit noch alles vor meine Augen führen wird. Denn diese 5 Sterne Reise hier war bezaubernd für mich.

  • Bewertung

    5/5

    20.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klug und vielschichtig!

    Mittsommertage ist ein hoch aktueller, gut unterhaltender Roman, in dem Woelk sich der ganzen Palette brisanter Gegenwartsthemen bedient. Klimawandel, Ukraine Krieg, veränderte Rollenbilder, Gendersprache, Bildungsmisere sowie manch andere gesellschaftlichen Veränderungen fließen geschickt in die Handlung ein, ohne zu überfrachten. Eine Woche im Leben einer klugen, vielseitig interessanten Frau, die plötzlich eingeholt wird durch ihre Vergangenheit und heute als Ethikprofessorin einmal mehr in der Konfrontation steht mit den Idealen ihres eigenen Ichs. Ein fein gearbeiteter kluger Roman, sehr ehrlich und authentisch!

  • Bewertung

    5/5

    15.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gegenwartsroman trifft auf Klimaethik

    "Es stimmte, dass sie, so gut es ging, immer versucht hatte, auf der Seite des wenn schon nicht gleich Wahren, so doch Richtigen oder besser Aufrichtigen oder vielleicht einfach nur des Guten zu stehen [...]." Doch was ist das Richtige, das Aufrichtige, das Wahre? Als Professorin für angewandte Ethik noch dazu mit dem Schwerpunkt der Tier- und Klimaethik ist das für Ruth gar nicht so einfach festzulegen. Wenn auf dem Weg durch Berlin Klimakleber der Letzen Generation Staus verursachen und für Unmut sorgen, ist das dann der notwendige Widerstand gegen ein umweltschädliches System oder doch ein illegitimer Eingriff? "Mittsommertage" erzählt eine Woche aus Ruths Leben aus der Perspektive der Protagonistin. Die Woche scheint eine gute zu sein: Ruth wird als Mitglied in den deutschen Ethikrat aufgenommen, das Gremium, das den Bundestag in ethisch schwierigen Entscheidungen berät. Ihr Mann Ben wartet auf das Ergebnis eines wichtigen Architekturwettbewerbs. Doch gleich am Montagmorgen wird Ruth beim Joggen ins Bein gebissen und ein Mann beobachtet sie erschreckend eindringlich in einer ihrer Vorlesungen. Ob die Woche so enden wird, wir Ruth sich das zu Beginn vorgestellt hat? Ulrich Woelk bleibt mit "Mittsommertage" seinem Themensprektrum treu. Wie schon in anderen Romanen verhandelt er nicht nur den gegenwärtigen Klimaprotest und das letzte Aufbäumen der Corona-Krise 2022. Er wirft auch einen Blick in die deutsche Vergangenheit, auf ostdeutschen Totalitarismus und die westdeutsche Anti-Atombewegung. Dem studierten Philosophen gelingt es dabei hervorragend, Denkprozesse beim Leser auszulösen ohne bevormundend zu wirken. Die Frage nach dem legitimen Klimaprotest in einer Welt, in der ein Grenzwert nach dem anderen überschritten wird, drängt sich bald auf. Ebenso, welche Verantwortung der Einzelne mit seinem alltäglichen Konsum trägt. Aber auch juristische Fragen werden zumindest angerissen. Woelk gelingt es dabei, durch das Nebeneinanderstellen einzelner Szenen Überschneidungen aufzuzeigen und Fragen aufzuwerfen, ohne dass er mit dem Zeigefinger darauf verweist. Die Diskurse, die das intellektuelle Paar Ruth und Ben hin und wieder führt, lassen sich als Folie verstehen, vor der der Leser zu eigenen Schlussfolgerungen gelangen kann - ein literarisches Kunststück, das großen Spaß beim Lesen bereitet.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Christel Engeland

    Christel Engeland

    Thalia Rheinbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn die Vergangenheit in die Gegenwart einbricht


    Sind Sie auf alles stolz, was sie vor über 30 Jahren getan oder geschrieben haben? Ach, Sie auch nicht? In Ruth Lembers Leben gab es etwas, das sie selbst nahezu vergessen hat und von dem niemand weiß.

Die 55-jährige Philosophie-Professorin freut sich auf den nahenden Höhepunkt ihrer Karriere. In einigen Tagen soll sie offiziell zum Mitglied der deutschen Ethik-Kommission ernannt werden. Auch für ihren Mann Ben scheint der Zuschlag für ein besonderes Architekturprojekt zum Greifen nah, bei dessen Ausgestaltung sie ihn beraten hat. Das ist die Ausgangslage als sich Ruth hochgestimmt montagsfrüh im hochsommerlichen Berlin auf ihre übliche Joggingrunde im Park begibt und eine Reihe von kleinen irritierenden Vorkommnissen ihren Anfang nehmen, die sich summieren und das Potential haben, Ruths Leben aus der Bahn zu werfen. Die Handlung spielt in einer einzigen Woche und ist ausschließlich aus der Perspektive der Hauptperson erzählt. Diese sieht sich in der Mitte ihres Lebens veranlasst, auf plötzliche Herausforderungen zu reagieren, frühere Ereignisse und Entscheidungen zu rekapitulieren, Wegscheiden zu reflektieren und die Beziehungen zu den ihr Nahestehenden neu auszuloten. Dem Autor gelingt es auf beeindruckende Art und Weise die verschiedenen gegenwärtigen Sphären von Ruths Leben mit denen aus ihrer Vergangenheit zu verschränken. 

Ein Roman über Teile der Anti-Atomkraftbewegung der Bundesrepublik sowie die heutige Klimabewegung, studentisches Milieu, aber auch über unterschiedliche Lebensentwürfe und Beziehungskonzepte, sich wandelnde Wahrnehmungen der Wirklichkeit, die Sehnsucht nach Liebe und Familie und über die Beziehungen zwischen den Generationen. 

 Ein fein gearbeiteter, kluger Roman, der für mich zum Besten gehört, was die deutschenLIteratur zu bieten hat.
  • Zum Bewerterprofil von Carola Ludger

    Carola Ludger

    Thalia Lippstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Schatten der Vergangenheit

    Mit "Der Sommer meiner Mutter" begeisterte mich Ulrich Woelck vor einigen Jahren. Jetzt schafft er es erneut mit "Mittsommertage". Im Mittelpunkt ist Ruth Lember, Ethikprofessorin in Berlin, nominiert für den Deutschen Ethikrat. Doch plötzlich scheint die Vergangenheit sie einzuholen und ihr komplettes Leben ins Wanken zu bringen. Wir sind eine Woche im Juni 2022 an ihrer Seite und fragen uns, ob es tatsächlich möglich ist, das ein längst vergangenes Ereignis das Leben einer Frau, die sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt hat, zum Verhängnis werden kann. Parallelen zu politisch aktuellen Gegebenheiten sind hier unvermeidlich. Definitiv ein anspruchsvoller, sprachlich unprätentiöser Roman für vielseitig interessierte Leserinnen und Leser, der einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt und für ausreichend Diskussionspotenzial sorgt. Das Besondere: U. Woelck urteilt nicht, sondern lässt genügend Raum zum Nachdenken.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schicksalhafte Woche

    Ruth Lember ist Ethikprofessorin in Berlin, lebt ein Leben ohne große Zerwürfnisse und Umbrüche. Das ändert sich an einem ganz normalen Sommertag, der durch einen Hundebiss beim Joggen unterbrochen wird, was Einfluss auf das Fühlen und Denken von Ruth nimmt. Nur sieben Tage dauert es, danach wird ihr Leben ein anderes sein, in vielerlei Hinsicht. Gehaltvoll und dicht mit überraschenden Wendungen, überaus lesenswert.
  • Zum Bewerterprofil von Erika Föst

    Erika Föst

    Thalia Pforzheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    18.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie ein Leben aus den Fugen gerät...

    Ruth Lember ist Ethikprofessorin und soll in den Deutschen Ethikrat berufen werden.Ihr Mann ist ein erfolgreicher Architekt, der gerade einen Architekturwettbewerb gewonnen hat.Ihr beider Leben befindet sich auf dem Gipfel des beruflichen Erfolges. Als ein alter Freund aus den Jugendtagen bei Ruth auftaucht, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Können Taten von früher das Leben von heute zerstören? Ruth muss sich ihrer Vergangenheit stellen und ihr Leben neu überdenken...
  • Zum Bewerterprofil von Dorothea Bereswill

    Dorothea Bereswill

    Thalia Sindelfingen – Breuningerland

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für eine treffende Gesellschaftsanalyse,...

    Was für eine treffende Gesellschaftsanalyse, die Woelk exemplarisch über die Zeitspanne einer Lebenswoche der Protagonistin transportiert. Wie fein beobachtet er die Fragilität jeder sicher erscheinenden Lebenssituation skizziert und ebenso die Untiefen jedes Lebenswegs. Lesen!

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