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Schnell leben

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

54710

Erscheinungsdatum

31.08.2023

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

200 (Printausgabe)

Dateigröße

1314 KB

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Michael Kleeberg

Sprache

Deutsch

EAN

9783627023218

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

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Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Sprachkennzeichnung vorhanden
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • Landmark-Navigation vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.0
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

54710

Erscheinungsdatum

31.08.2023

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

200 (Printausgabe)

Dateigröße

1314 KB

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Michael Kleeberg

Sprache

Deutsch

EAN

9783627023218

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Verlust und Schuldfragen

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 27.08.2024

Bewertungsnummer: 2277319

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Frau schaut in „Schnell leben“ auf den Verlust. Das Warum schwebt im Raum. Und auch dieses: Was wäre gewesen, wenn?. Auch noch viele Jahre später geistert genau dies durch ihren Kopf. Zutiefst menschlich und auf jeden Fall berührend und sehr intensiv. Man bemerkt diese starke Liebe. Was traurig und schön ist. Aber Brigitte Giraud dringt nicht vollkommen zu mir durch. Normalerweise wäre dies ein Thema, welches mich mitnimmt. Aber hier verbleibe ich etwas distanziert. Es war ein Motorradunfall mit einer sehr schnellen Maschine. Gefährlich. Definitiv. Dies weiß diese Frau. Dennoch geistert die Frage der Schuld durch ihren Kopf. Was durchaus nachvollziehbar ist. Denn der Verlust von Claude war hart. Er war noch jung. 3 Tage nach dem Unfall zieht die junge Mutter mit ihrem kleinen Sohn in das gemeinsam gekaufte Haus, ein neuer Lebensabschnitt beginnt, doch dieser hätte anders verlaufen müssen.  Zwanzig Jahre später muss sie genau dieses Haus verkaufen und der Verlust ist nach wie vor da. Er zehrt an der Frau. Die Liebe ist noch stark. Dieser Verkauf des Hauses, das danach dem Erdboden gleich gemacht werden soll, kommt der Frau vor, wie ein nachträglicher Anschlag auf ihren Mann. Ebenso verstehbar. Denn somit hat dies noch weniger Sinn, wenn man dies überhaupt so ausdrücken darf. Aber genau dies trifft die Gefühlslage der Erzählerin. Auch wenn das Wort Sinn bei einem Verlust vielleicht völliger Unsinn ist. Den wo ist da der Sinn? Dennoch sind die Gefühle nachvollziehbar.  Denn hier muss die Frau ja aktiv werden, selber agieren. Womit eine Schuldfrage angesprochen wird. Die ja sowieso schon da sein wird. Denn sie wird sich immer wieder fragen, hätte sie selbst nicht doch den Unfall von Claude verhindern können.  In den Gedanken der Erzählerin kommt diese unschöne Situation, ihr Kampf mit diesem Verlust, mit diesem Schmerz zum Vorschein. Berührend und sehr traurig. Dennoch verbleibe ich seltsam am Rande der Geschichte. Liegt es an der Situation? Sicher nicht. Also ist es die Erzählerin. Hier kann ich weder ja noch nein sagen. Die Erzählstimme triggert mich nicht, aber irgendetwas stört mich hier sicher. Denke ich zumindest, auch wenn ich nicht benennen kann, was dies hier genau ist.  Dieses Buch ist der Prix Goncourt Preisträger von 2022, für mich ist dies nicht so nachvollziehbar, denn von einem Preisträger erwarte ich, dass er mich umhaut, mich anzündet. Und dies geschieht hier nicht. Bei anderen Lesern ist dies sicher anders. Von daher, bitte selbst lesen und sich ein eigenes Urteil zu diesem preisgekrönten Buch bilden.

Verlust und Schuldfragen

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 27.08.2024
Bewertungsnummer: 2277319
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Frau schaut in „Schnell leben“ auf den Verlust. Das Warum schwebt im Raum. Und auch dieses: Was wäre gewesen, wenn?. Auch noch viele Jahre später geistert genau dies durch ihren Kopf. Zutiefst menschlich und auf jeden Fall berührend und sehr intensiv. Man bemerkt diese starke Liebe. Was traurig und schön ist. Aber Brigitte Giraud dringt nicht vollkommen zu mir durch. Normalerweise wäre dies ein Thema, welches mich mitnimmt. Aber hier verbleibe ich etwas distanziert. Es war ein Motorradunfall mit einer sehr schnellen Maschine. Gefährlich. Definitiv. Dies weiß diese Frau. Dennoch geistert die Frage der Schuld durch ihren Kopf. Was durchaus nachvollziehbar ist. Denn der Verlust von Claude war hart. Er war noch jung. 3 Tage nach dem Unfall zieht die junge Mutter mit ihrem kleinen Sohn in das gemeinsam gekaufte Haus, ein neuer Lebensabschnitt beginnt, doch dieser hätte anders verlaufen müssen.  Zwanzig Jahre später muss sie genau dieses Haus verkaufen und der Verlust ist nach wie vor da. Er zehrt an der Frau. Die Liebe ist noch stark. Dieser Verkauf des Hauses, das danach dem Erdboden gleich gemacht werden soll, kommt der Frau vor, wie ein nachträglicher Anschlag auf ihren Mann. Ebenso verstehbar. Denn somit hat dies noch weniger Sinn, wenn man dies überhaupt so ausdrücken darf. Aber genau dies trifft die Gefühlslage der Erzählerin. Auch wenn das Wort Sinn bei einem Verlust vielleicht völliger Unsinn ist. Den wo ist da der Sinn? Dennoch sind die Gefühle nachvollziehbar.  Denn hier muss die Frau ja aktiv werden, selber agieren. Womit eine Schuldfrage angesprochen wird. Die ja sowieso schon da sein wird. Denn sie wird sich immer wieder fragen, hätte sie selbst nicht doch den Unfall von Claude verhindern können.  In den Gedanken der Erzählerin kommt diese unschöne Situation, ihr Kampf mit diesem Verlust, mit diesem Schmerz zum Vorschein. Berührend und sehr traurig. Dennoch verbleibe ich seltsam am Rande der Geschichte. Liegt es an der Situation? Sicher nicht. Also ist es die Erzählerin. Hier kann ich weder ja noch nein sagen. Die Erzählstimme triggert mich nicht, aber irgendetwas stört mich hier sicher. Denke ich zumindest, auch wenn ich nicht benennen kann, was dies hier genau ist.  Dieses Buch ist der Prix Goncourt Preisträger von 2022, für mich ist dies nicht so nachvollziehbar, denn von einem Preisträger erwarte ich, dass er mich umhaut, mich anzündet. Und dies geschieht hier nicht. Bei anderen Lesern ist dies sicher anders. Von daher, bitte selbst lesen und sich ein eigenes Urteil zu diesem preisgekrönten Buch bilden.

»Schnell leben« kreist sich…

Kata_____Lović aus Bremen am 14.10.2023

Bewertungsnummer: 2828490

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Schnell leben« kreist sich um einen großen Verlust. Sie hatten gerade ein Haus gekauft, eines, das ihr der Zeitgeist einflüsterte, da passiert es. Girauds Mann und Vater des gemeinsamen Sohnes stirbt. Ein Motorradunfall, dessen genauen Hergang und Vorboten die Autorin immer wieder versucht zu rekonstruieren, doch es bleibt eine Leerstelle und sie löst sich nicht auf. Ebensowenig wie ihre »Liternei des Wenn«, die sie Jahrelang quälte und Ausgangspunkt der Geschichte ist. »Wenn ich die Wohnung nicht hätte verkaufen wollen... Wenn sich mein Großvater nicht gerade in dem Augenblick umgebracht hätte, als wir Geld brauchten. Wenn wir den Schlüssel zu dem Haus nicht schon vor dem Einzug ausgehändigt bekommen hätten. Wenn meine Mutter nicht meinem Bruder angerufen hätte, um ihn zu sagen, dass wir über eine Garage verfügen... Wenn es geregnet hätte...« |19f Jedes Kapitel von »Schnell leben« beschäftigt sich mit einem der Wenns, geht Schritt für Schritt die Ereignisse ab, bettet die scheinbar individuellen Entscheidungen und Bedürfnisse in einer recht französischen Art in kulturelle Praktiken der Zeit und läuft auf die Katastrophe zu, die sie weder hat sehen, noch verhindern können, aber durch die Obsession der Wenns zumindest im Nachhinein versucht unter Kontrolle zu bekommen. Das Suchen und Finden von Erklärungen und Kontexten führen zu einem gelassenen und akzeptierenden Tonfall. »Schnell leben« könnte genau so gut »Weiter leben« heißen, denn zwischen den Zeilen lässt sich das weitere erfüllende Leben in einem umarmenden und hellen Sound erspüren. Brigitte Giraud erhielt für diesen runden und lebensbejahenden Roman 2022 den Prix Goncourt.

»Schnell leben« kreist sich…

Kata_____Lović aus Bremen am 14.10.2023
Bewertungsnummer: 2828490
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Schnell leben« kreist sich um einen großen Verlust. Sie hatten gerade ein Haus gekauft, eines, das ihr der Zeitgeist einflüsterte, da passiert es. Girauds Mann und Vater des gemeinsamen Sohnes stirbt. Ein Motorradunfall, dessen genauen Hergang und Vorboten die Autorin immer wieder versucht zu rekonstruieren, doch es bleibt eine Leerstelle und sie löst sich nicht auf. Ebensowenig wie ihre »Liternei des Wenn«, die sie Jahrelang quälte und Ausgangspunkt der Geschichte ist. »Wenn ich die Wohnung nicht hätte verkaufen wollen... Wenn sich mein Großvater nicht gerade in dem Augenblick umgebracht hätte, als wir Geld brauchten. Wenn wir den Schlüssel zu dem Haus nicht schon vor dem Einzug ausgehändigt bekommen hätten. Wenn meine Mutter nicht meinem Bruder angerufen hätte, um ihn zu sagen, dass wir über eine Garage verfügen... Wenn es geregnet hätte...« |19f Jedes Kapitel von »Schnell leben« beschäftigt sich mit einem der Wenns, geht Schritt für Schritt die Ereignisse ab, bettet die scheinbar individuellen Entscheidungen und Bedürfnisse in einer recht französischen Art in kulturelle Praktiken der Zeit und läuft auf die Katastrophe zu, die sie weder hat sehen, noch verhindern können, aber durch die Obsession der Wenns zumindest im Nachhinein versucht unter Kontrolle zu bekommen. Das Suchen und Finden von Erklärungen und Kontexten führen zu einem gelassenen und akzeptierenden Tonfall. »Schnell leben« könnte genau so gut »Weiter leben« heißen, denn zwischen den Zeilen lässt sich das weitere erfüllende Leben in einem umarmenden und hellen Sound erspüren. Brigitte Giraud erhielt für diesen runden und lebensbejahenden Roman 2022 den Prix Goncourt.

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Schnell leben

von Brigitte Giraud

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Maren Oberwelland

Thalia Varel

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5/5

Trauerbewältigung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nach 20 Jahren verkauft Brigitte Giraud das Haus, das sie gemeinsam mit ihrem Mann gekauft hat, in dem er aber nie gewohnt hat, weil er einen Tag nach der Schlüsselübergabe tödlich mit dem Motorrad verunglückt ist. Der Verkauf des Hauses weckt bei der Autorin alte Erinnerungen, reißt Wunden auf und immer wieder die Frage: Was wäre gewesen, wenn...? "Wenn ich nicht darauf bestanden hätte, dieses Haus anzusehen." "Wenn mein Bruder während seiner Woche Urlaub dort nicht sein Motorrad untergestellt hätte." Wenn ich den Termin meiner Reise zu meinem Verleger in Paris nicht verschoben hätte." Diesen und anderen Fragen spürt Brigitte Giraud in diesem autofiktionalen Text nach. Die eher strenge Textform scheint der Autorin und auch den Leser:innen die nötige Distanz zu verschaffen, um das Unsagbare lesbar zu machen. Und doch schimmert durch jede Zeile dieses Textes so viel Gefühl und Liebe, dass ich den Tränen beim Lesen oft nah war. Eine beeindruckende Art der Trauerarbeit und eine wunderschöne Liebeserklärung.
  • Maren Oberwelland
  • Buchhändler/-in

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5/5

Trauerbewältigung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nach 20 Jahren verkauft Brigitte Giraud das Haus, das sie gemeinsam mit ihrem Mann gekauft hat, in dem er aber nie gewohnt hat, weil er einen Tag nach der Schlüsselübergabe tödlich mit dem Motorrad verunglückt ist. Der Verkauf des Hauses weckt bei der Autorin alte Erinnerungen, reißt Wunden auf und immer wieder die Frage: Was wäre gewesen, wenn...? "Wenn ich nicht darauf bestanden hätte, dieses Haus anzusehen." "Wenn mein Bruder während seiner Woche Urlaub dort nicht sein Motorrad untergestellt hätte." Wenn ich den Termin meiner Reise zu meinem Verleger in Paris nicht verschoben hätte." Diesen und anderen Fragen spürt Brigitte Giraud in diesem autofiktionalen Text nach. Die eher strenge Textform scheint der Autorin und auch den Leser:innen die nötige Distanz zu verschaffen, um das Unsagbare lesbar zu machen. Und doch schimmert durch jede Zeile dieses Textes so viel Gefühl und Liebe, dass ich den Tränen beim Lesen oft nah war. Eine beeindruckende Art der Trauerarbeit und eine wunderschöne Liebeserklärung.

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