Berlin, 1922: Die Weimarer Republik steuert auf die Inflation zu und die Nachwehen der Revolution haben sich noch nicht gelegt, als Artur, Isi und Carl nur knapp einem Mordanschlag durch rechte Verschwörer entgehen. Artur macht seinem Ruf alle Ehre und schlägt gnadenlos zurück. Derweil leidet Carl unter Regisseur Fritz Lang, für den er an »Dr. Mabuse« arbeitet, und gerät in den Bann des neuartigen Tonfilms. Und dann ist da noch die Sorge um Isi, die Schöne und Starrköpfige, die seit dem Anschlag Streit mit jedem sucht. Als sie verhaftet und wegen Mordes angeklagt wird, überschlagen sich die Ereignisse …
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Natalie
aus Heide
5/5
24.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein fesselnder Historienroman
Das Buch spielt in der Weimarer Republik und erzählt von den 3 Freunden Carl, Artur und Isi, die stets füreinander einstehen.
Isi ist Anwältin für die kleinen Leute, setzt sich stets gegen Ungerechtigkeit zur Wehr und sagt ihre Meinung. Doch eines Tages gerät sie ins Fadenkreuz rechter Verschwörer und bringt sich damit in tödlicher Gefahr. Nachdem sie den Mordanschlag auf sich nur knapp überlebt hat, bei dem sie ihr ungeborenes Kind verlor, schwört sie auf Rache und setzt alles daran, die Täter zu finden. Dabei wird sie von ihren Freunden unterstützt, die ebenso sehr wie Isi auf Rache aus sind. Doch alle Nachforschungen bringen die Freunde in tödlicher Gefahr und am Ende müssen sie alles riskieren, um Isi ein furchtbares Schicksal zu ersparen.
Währenddessen steigt die Inflation weiter an und die NSDAP gewinnt soviel Einfluss, dass die Demokratie immer mehr in Gefahr schwebt.
Das Buch ist sehr spannend, für mich eine absolute Empfehlung!
Bewertung
5/5
03.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Berlin vor 100 Jahren
Dass es mir so schwer fallen würde dieses Buch zu lesen, hatte ich nicht erwartet!
Tatsächlich habe ich ganz oft erst einmal googlen müssen, ob die Geschichte in diesem Buch, auch mit ihrem Bezug zur deutschen Filmgeschichte authentisch ist. Und mir wurde beim Lesen erst einmal klar, wie wenig ich über den 1. Weltkrieg und die Zeit danach weiß.
Im Buch geht es oft wahnsinnig schnell und die Szenen wechseln so rasant wie in einem ganz modernen Actionfilm, da die Geschichte aus immer wieder wechselnden Blickwinkeln erzählt wird.
Mit Isi habe ich so sehr gelitten, dass ich schon dachte, ich könne dieses Buch gar nicht weiterlesen.
Aber es lohnt sich! Es ist sehr spannend zu lesen, wie es im Berlin der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zuging, wie sehr die Folgen des Krieges noch zu spüren waren und wie sich unter diesen Bedingungen die Filmbranche entwickeln konnte.
Aber es ist ganz bestimmt keine einfache Lektüre.
US
aus Berlin
5/5
10.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Eine Freundschaft, drei…
Eine Freundschaft, drei Lebenswege. Der dritte Band dieser aufregenden Buchreihe führt nach Berlin ins Jahr 1922. Ich finde diese Zeit sehr interessant und tauche immer wieder gerne dort ein. Der Autor nimmt seine Leser mit in die Weimarer Republik Er gewährt ihnen einen authentischen Einblick in das Leben jener Tage, lässt sie das Elend, die Armut und Verzweiflung spüren. Zeigt ihnen wie es den drei Freunden ergeht, in welche gefährliche Situationen sie geraten, verfolgt und verraten werden. Artur, Isi und Carl sind erwachsen geworden. Was ist aus ihren Träumen geworden? Was bringt ihnen die Zukunft? Alle gehen ihren eigenen Weg, vom Kiezkönig der Berliner Unterwelt, über Hochzeit und Einzug in den Adelsstand bis hin zum Kameramann bei der UFA. Das hätte man am Anfang der Trilogie nicht erwartet. Dadurch kommt jede Menge Bewegung ins Geschehen und viele verschiedene Seiten, Gesellschaftsschichten, politische Aktionen und Lebenswege wurden dadurch beleuchtet. Alles wurde gekonnt gemixt, interessant beschrieben, so das man ganz nebenbei ein umfassendes Bild bekommt und trotzdem das Gefühl hat einen Roman zu lesen. Spannend und unterhaltsam geschrieben, auf seine ganz eigene Art, fesselte Andreas Izquierdo mich an diese Geschichte. Die drei Hauptfiguren sind mir regelrecht ans Herz gewachsen, auf diesem langen Weg. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Fortsetzung...
Sharon Baker
aus Mönchengladbach
5/5
03.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein absolut würdiger Abschied!
Carl, Isi und Artur bekommen keine Zeit zum Durchatmen. Nicht nur das die Zeit, in der sie Leben immer unbeständiger wird und die Inflation alles auffrisst, nein, auch ihr Leben ist in Gefahr. Jeder Tag ist von Armut, Hunger, der größer wird und auch von Unruhen bestimmt, diese nehmen immer mehr zu und machen den Alltag nicht leichter. So kommt es, dass in Berlin 1922 alles heran rauscht, umtriebig ist und die bösen Geister aus der Vergangenheit wieder erwachen. Isi entgeht nur knapp einen Anschlag, Carl verliert seine Liebe zum Film und Artur wird die Freiheit zu tun und zu lassen, was er möchte immer mehr beschnitten. Alle drei geraten immer mehr ins Spiel andere, werden gejagt und einer Verschwörung unterstellt. Artur gibt alles, um die seinen zu beschützen, das Überleben zu garantieren und muss doch auf Messerschneide tanzen. Wird er es auch diesmal schaffen, seinen Freunden zu helfen? Kann Isi mit sich selbst Frieden schließen? Und wird Carl weiterhin Filme machen?
Ach, diese Abschlussbände, die mag ich einfach nicht, denn ich möchte nicht Abschied nehmen. Nicht von Isi, nicht von Carl und erst recht nicht von Artur und doch hatte ich das Buch recht schnell gelesen. Konnte mich aber lange nicht dazu aufraffen, darüber zu schreiben, denn dann wäre es wirklich endgültig vorbei mit der Wege der Zeit-Reihe. Und obwohl schon ein paar Monate ins Land gezogen sind, ist mir die Geschichte noch sehr präsent im Kopf und beschäftigt mich immer noch an einigen Stellen. Somit wisst ihr schon, dass es eine Hammer-Reihe ist und ich versuche es mal in Worte zu fassen.
Isi muss hier einige Schicksalsschläge verkraften und wie wir sie schon aus den Vorbänden kennen, lässt sie das nur noch Rebellischer werden. Sie nimmt sich als Anwältin der kleinen Leute einigen Schicksalen an, nur bringt sie da das Fass zum überlaufen und ihre Freunde gleich mit in Gefahr. Carl gibt seinen Traum von Amerika auf und bleibt in Berlin, nur um sich zu fragen, ist Filmemachen noch meins. Der neue Regisseur ist ein Tyrann, die Zeiten des Stummfilms gehen dem Ende entgegen und Carl hadert sehr mit der Entwicklung. Tja, und Artur muss an zu vielen Stellen die Zügel zusammen halten. Isi mit ihrer Sprunghaftigkeit beschützen, sein Revier sauber halten, die Halbwelt überwachen und doch ziehen dunkle Wolken auf und er stößt an seine Grenzen.
Mehr möchte ich gar nicht zum Inhalt verraten, es ist wieder so viel los, so viele Katastrophen, so vieles unvorhersehbar und viel Dramatisches. Ein Potpourri aus Geschichte, Spannung, Unterhaltung und Figuren, die einen so ans Herz gewachsen sind. Wenn ich so zurück denke, ist so viel zwischen den Buchrücken passiert, ein Auf und Ab, an Grausamkeit, Ungerechtigkeit und doch auch immer wieder der Lichtblick dieser Freundschaft. Aber diesmal war es wirklich hart, mein armes Herz hat einige Mal still gestanden, wie oft hatte ich eine Schnappatmung und innerliche Unruhe, weil ich einfach das Schlimmste befürchtete. Hier muss man einfach dran bleiben, das Buch muss man in einem Rutsch lesen, sonst hält man es mit den Nerven nicht aus.
Und mal abgesehen von dem ganzen Drama um diese Freundschaft, hat der Autor auch noch Geschichte so spielerisch hineingepackt, das man gar nicht hinterherkam. Absolut großartig eingeflochten, so vielseitig und überraschend lebendig. Was dem ganzen auch gutgetan hat, waren die herrlichen witzigen Passagen, die einen wirklich das Durchatmen erleichtert haben und diese Reihe einfach zu etwas besonderen gemacht haben. Ganz ehrlich, Chapeau Herr Izquierdo hier ist ihnen ein tolles Epos über Freundschaft in einer untriebigen Zeit gelungen, was Nachhalt und was man im Herzen behält. Dieser Spaziergang durch die Historie mache ich bestimmt nochmals.
Labyrinth der Freiheit ist ein Abschluss, der absolut würdig ist und nochmals alles auffährt. Temporeich, vielseitig und zu Herzen gehend. Absolutes Prädikat.
Antje Barth
aus Halle
5/5
21.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Labyrinth der Träume
"Labyrinth der Freiheit " (Wege-der-Zeit-Reihe, Band 3) von Andreas Izquierdo hat mich wieder total begeistert.
Ein temporeicher und spannender Roman um die Freundschaft von Carl, Isi und Artur.
Einmal angefangen mit lesen, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Inhalt:
Berlin 1922: Die Weimarer Republik steuert auf die Inflation zu, die Nachwehen der Revolution haben sich noch nicht ganz gelegt und die Feinde der Demokratie stehen längst in den Startlöchern. Artur, Isi und Carl entgehen nur knapp einem Mordanschlag. Eine Gruppe rechter Verschwörer will sie tot sehen. Der Feind scheint übermächtig, aber er hat sich mit dem Falschen angelegt: Artur schlägt gnadenlos zurück und treibt die Verschwörer vor sich her. Carl leidet derweil unter Regisseur Fritz Lang, für den er an Dr. Mabuse arbeitet, und trifft drei deutsche Ingenieure, die der UFA eine bahnbrechende Idee präsentieren: den Tonfilm. Und dann ist da noch die Sorge um Isi, die seit dem Anschlag Streit mit jedem sucht, der sich ihr in den Weg stellt. Ihr kompromissloses Verhalten führt schließlich in die Katastrophe ... Labyrinth der Freiheit ist ein Buch, das einen nicht loslässt. Dicht erzählt, temporeich, spannend, extrem gut recherchiert zeigt es das Berlin jenseits der Goldenen Zwanziger.
Ich habe beim Lesen mit gelitten, die Protagonisten teilweise gehasst und auch einpaar Tränchen verdrückt.
Ein ganz toller Abschluss der Trilogie.
Für dieses tolle Lesevergnügen vergebe ich eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!
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5/5
05.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Ende einer Freundschaft. Oder Anfang von etwas Neuem?
Ohne Zweifel war Berlin die wohl aufregendste Stadt des Deutschlands der “goldenen” 1920er-Jahre. Aber auch die brutalste. Und vor allem die sündigste. Eine Stadt, in welcher die Staatlichkeit machtlos war und die Straßen von Banden, Zuhältern und Verbrechern regiert wurden. Mitten in diesem Moloch leben Isi, Artur und Carl, welchen die Lesenden bereits zum dritten Mal in Andreas Izquierdos “Wege der Zeit”-Reihe begegnen.
Anfang des goldenen Jahrzehnts ziehen Wolken am Himmel der Freunde auf, welche das Trio beinah an den Abgrund treibt. Durch einen verschwörerischen Überfall verliert Lebenskünstlerin Isi ihr Kind, Unterweltboss Artur befindet sich im Fadenkreuz der Polizei, Kameramann Carl ist unglücklich über seine Arbeit mit Star-Regisseur Fritz Lang bei der UFA. Als Isi auch noch des Mordes an ihrem Mann Aldo beschuldigt und zum Tode verurteilt wird, scheint das Schicksal der drei Freunde besiegelt. Sie stehen vor einem Scherbenhaufen, eine Lösung ihrer Probleme scheint unmöglich. Doch es gibt Hoffnung.
Andreas Izquierdo ist mit »Labyrinth der Freiheit« ein hervorragender dritter Teil der Reihe um Artur, Isi und Carl gelungen. Eine spannend geschriebene und kurzweilige Geschichte über echte Freundschaft, die jede Herausforderung meistert. Zwar ist die Story für Kenner:innen der ersten beide Teile ein bisschen vorhersehbar und wirkt manchmal konstruiert, die sehr gut in die Handlung eingebauten historischen Fakten und sympathischen Protagonist:innen, machen diese Schwächen jedoch wieder wett. Die geschichtlichen Parallelen zu heutigen Entwicklungen sind unverkennbar. Mit »Labyrinth der Freiheit« endet die einzigartige “Wege der Zeit”-Trilogie fulminant. Einerseits schade, andererseits soll man ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist.
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5/5
10.12.2022
Buch (Taschenbuch)
Was für ein fulminanter Abschlussband...
Was für ein fulminanter Abschlussband der Trilogie. Dieser 3. Band sticht mit einem großen Gespür für den Werte- und Sittenverfall der Zeit zwischen den Weltkriegen hervor, gespiegelt in den Lebensgeschichten der Freunde Isi, Carl und Artur. Gekonnt erzählt. Packend. Macht Spaß.
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5/5
22.11.2022
Buch (Taschenbuch)
Endlich, endlich geht es weiter...
Endlich, endlich geht es weiter mit Carl, Isi und Arthur! Genau der richtige Schmöker für die trüben herbstlich-fast -winterlichen Stunden daheim! Und wer die ersten zwei Teile noch nicht kennt, sollte schnellstens loslegen....
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4/5
03.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Carl, Isi und Artur, Freundschaft für immer!
Carl, Isi und Artur sind und bleiben eine eingeschworene Gemeinschaft. Als sie knapp einen Anschlag überleben und Isi auch noch verhaftet wird, wird ihre Freundschaft auf die Probe gestellt. Mit aller Macht stemmen sie sich gegen mächtige Feinde. Anfang der 20ern kommtin Berlin die rechte Szene groß raus und will die Freunde vernichten. Außerdem muss Carl mit Fritz Lang klarkommen, der ihm als Kameramann einiges abverlangt. Dann kommt auch noch der Tonfilm ins Gespräch, die Zukunft?
Großartig recherchiert, mit wunderbaren Charaktere und sehr spannend. Toller Abschluss der Trilogie um die drei Freunde aus Thorn in Ostpreußen.
Mit dem neuen Band sehen wir Isi, Carl und Artur in Berlin Anfang der 1920 Jahre. Die drei werden in der neuen Weimarer Republik
Gnadenlos von den Ihnen umgebenen katastrophalen Ereignissen erfasst. Die drei entgehen nur knapp einem Anschlag, den eine Gruppe rechter Verschwörer auf sie ausübt. Artur schlägt erbarmungslos zurück. Dies treibt die drei in eine Spirale von Gewalt und Gegengewalt. Isi wird diesen Anschlag nicht überwinden und die Gruppe immer mehr in die unvermeidliche Katastrophe treiben.
Ein weiterer spannender, packender und mit unerwarteter Wendung am Ende geschriebener Roman.
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