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Macht Roman

135

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.02.2024

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,9/12,1/1,8 cm

Gewicht

182 g

Farbe

Altrosa / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Makta

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6728-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.02.2024

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,9/12,1/1,8 cm

Gewicht

182 g

Farbe

Altrosa / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Makta

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6728-8

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    4/5

    06.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn der Körper nicht vergisst

    Hinweis: Das Buch behandelt sexualisierte Gewalt und deren langfristige psychische Folgen. Dieses Buch hat eine unglaubliche Wucht. Nicht, weil die Tat selbst im Mittelpunkt steht, sondern weil Heidi Furre zeigt, was danach bleibt. Wie ein Trauma Jahre später noch den Blick auf die Welt, den eigenen Körper und den Alltag verändert. Der Roman ist in drei Teile aufgebaut und in kurzen, oft springenden Abschnitten erzählt. Man ist die ganze Zeit in Livs Kopf. Ihre Gedanken wirken manchmal widersprüchlich, manchmal oberflächlich, dann wieder unglaublich tief. Gerade das hat mich überzeugt. Liv ist keine „perfekte“ Opferfigur und keine Heldin. Sie ist ein Mensch mit Ängsten, Widersprüchen und einem Blick auf die Welt, der durch das Erlebte geprägt ist. Besonders beeindruckt hat mich, wie eng bei ihr Körper, Schönheit, Alter und Kontrolle miteinander verbunden sind. Anfangs konnte ich vieles davon kaum nachvollziehen. Je weiter ich las, desto mehr verstand ich, dass all diese Gedanken mit dem Trauma zusammenhängen. Der Körper vergisst eben nicht. Auch die wiederkehrenden Bezüge zur Künstlerin Niki de Saint Phalle haben mir sehr gefallen. Mit dem zweiten Teil bin ich allerdings nicht ganz warm geworden. Er heißt zwar „Der Vorfall“, hat mir aber keine neuen Einsichten gegeben. Für mich waren der erste und der dritte Teil deutlich stärker. Dieses Buch hat mich fast auf jeder Seite zum Nachdenken gebracht. Nicht, weil es einfache Antworten gibt, sondern weil es Fragen stellt, die einen auch nach dem Lesen nicht mehr loslassen. Für mich ein unglaublich wichtiges und bewegendes Buch. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

  • Lisa

    aus Harz

    5/5

    08.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegendes Schicksal Die…

    Bewegendes Schicksal Die Autorin nimmt uns mit durch den Alltag der Protagonistin Liv, die Opfer einer Vergewaltigung ist. Wir lernen Liv in verschiedenen Episoden kennen, die ihre innere Konflikte zeigen. Dabei gelingt es Heidi Furre besonders gut, die Gedankenwelt der Protagonistin in den Vordergrund zu stellen. Man merkt, wie stark sie in normalen Situationen zwischen Angst und Misstrauen, aber auch dem Versuch der Bewältigung ihres Erlebnisses hadert. Ein wichtiges Buch, da es die Emotionen der Opfer subtil, aber trotzdem ausdrucksstark darstellt. Durch den Schreibstil ist es schwierig, eine Bindung zur Protagonistin zu spüren. Stilistisch finde ich es raffiniert gelöst, da es die emotionale Distanz und das Unverständnis zwischen Opfer und Außenstehenden gut darstellt. Man kann sich nicht ausmalen, wie sehr es einen im Alltag einschränken kann. Das Buch hilft jedoch besser zu verstehen.

  • Bewertung

    5/5

    15.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Menschen unerlaubt Macht über andere haben

    Wow. Diese Buch war wirklich keine leichte Kost. Liv wurde als junge Erwachsene vergewaltigt und ist seitdem ein veränderter Mensch. Sie kann nicht mit dem Geschehenen abschließen und denkt durchgängig über die "was wäre wenns" nach. Nach langem Überlegen entscheidet sie sich doch ihrem nächsten Umfeld - ihrer Freundin und später ihrem Mann - davon zu erzählen, wodurch sie langsam ihre "Macht" wieder zurückerobert. Ein gewaltiger Roman, der zeigt wie einschneidend Traumata sein können, wenn nicht über sie gesprochen und sie nicht überwunden werden.

  • MarieOn

    5/5

    20.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein absolut wichtiges Buch über Selbstbestimmung

    Liv, Mutter zweier Kinder ist fixiert auf ihr Äußeres, auch auf das anderer Frauen. Ihre Obsession begann mit Julia Roberts, in dem Film Pretty Woman. Liv verlässt das Haus nie ungeschminkt, lässt sich die Stirn regelmäßig glätten und besucht regelmäßig ihr Fitnessstudio. Als das Eklige, das sie von sich fernzuhalten versucht, geschah, war sie Anfang zwanzig. Sie lernte ihn, der “Es” mit ihr gemacht hatte, in einer Bibliothek kennen. Sie tranken Wein, dann mehr Wein und zum Schluss ging sie mit ihm zu ihm, obwohl sie müde war. Hinter ihm ging sie die Stufen hoch, folgte ihm, spürte keinerlei Unsicherheit. In seinem Flur begegneten ihr viele Schuhe und Mäntel, das weckte ihr Vertrauen. “Es” passierte dann nach einer kleine Rangelei, da lag er auf ihr und sie schaute aus dem Fenster und sah den Tauben zu, die sich auf dem äußeren Fensterbrett sortierten. Sie hatte so ein Gefühl, jetzt besser nichts mehr zu tun. Dachte an ihre Kleidung, die zu dünne Strumpfhose, der kurze Rock, ihre Schuhe im Flur, die sich in die anderen eingereiht hatten. Wartete, dass er auf ihr einschlief, eine Ewigkeit. Liv arbeitet als Pflegerin, sie bekommt eine neue Patientin. Der Besucher der Patientin ist Schauspieler. Liv erinnert sich an die Verhandlung, seine. Er war der Vergewaltigung bezichtigt worden. Sie erträgt seinen Anblick eine Weile, doch dann beschäftigt er sie zunehmend. Wenn er kommt verschwindet Liv im Keller und dreht am Rad. Da unten läuft sie auf und ab, lässt ihre Gedanken Kreise ziehen, bis sie sich mit Benzodiazepinen zudröhnt und die Räume in ihrem Kopf, die sie nie betreten wollte, sich wieder schließen. Fazit: Ein großer Roman, mit feinem Ausdruck. Die emotionalen und mentalen Nuancen fließen ineinander. Die Protagonistin schwankt zwischen dem Wunsch nach Selbstbestimmung, nicht zu zerbrechen, kein Opfer zu sein, ihren Ängsten, die in der Dunkelheit größer werden und ihren Selbstzweifeln, ob sie sich mitschuldig gemacht hat, weil sie zu vertrauensvoll war. Jeder Tag ihres Lebens kreist um diesen Vorfall, der nie passiert wäre, wäre diese Welt ein besserer Ort. Tatsächlich stößt einer von zehn Frauen “Es” zu. Dieser gelungene Roman macht sehr deutlich, dass ein Trauma, das unbehandelt, unverarbeitet bleibt, weiterschwelt, irgendwann getriggert wird, in alle Richtungen wächst und das Leben in einem Maße erschwert, das kaum auszuhalten ist.

  • lese_freiheit

    5/5

    10.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Trauma bleibt

    Es ist ein Eintauchen in den Kopf einer vergewaltigten Seele. Ein ungeschönter Blickwinkel, der aufzeigt, welche Folgen eine Vergewaltigung für die Betroffenen tatsächlich hat. Pflegerin Liv, eine Mittdreißigerin und Mutter zweier Kinder, ist genau das passiert. Obwohl die Tat schon viele Jahre zurückliegt, dreht sich ihr Gedankenkarussell nach wie vor unaufhörlich. Die Lage spitzt sich zu, als Liv auf den Angehörigen einer neuen Patientin trifft. Es ist ein bekannter Schauspieler, der in der Vergangenheit der Vergewaltigung bezichtigt wurde. Das Trauma bleibt bestehen und lässt den Alltag für die Opfer dieser Taten zur wahren Hölle werden lassen. Selbst Arztbesuche kosten unglaubliche Überwindung. Das Ganze ist von der Autorin auf erschreckend authentische Weise geschildert, die Denkweise eines Vergewaltigubgsopfers nachvollziehbar dargestellt. Aus Angst, anders wahrgenommen zu werden, aus Scham, weil es ihnen peinlich ist, schweigen Menschen wie Liv, die manchmal auch einfach gar nicht wahrhaben wollen, was mit ihnen passiert ist und sich stattdessen einreden, es wäre ihr eigener Wille gewesen. Diese Geschichte bewegt sich mit ihrem Hauptthema natürlich fernab von seichter Unterhaltung und Schema F. Das Thema finde ich hier sehr gut umgesetzt mit einer Protagonistin, die ihre Gedanken und Ängste unverblümt und unzensiert mit den Lesenden teilt. Ich gebe zu, dass ich aus diesem Buch in Sachen Verständnis noch einiges mitgenommen habe. Für mich ist es am Ende definitiv ein intensives, lehrreiches und beeindruckendes Leseerlebnis, das mich noch lange beschäftigen wird.

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Bewertungen (135)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kein Opfer sein

    Liv ist vor vielen Jahren Schreckliches widerfahren, eine Vergewaltigung und damit ein großer Bruch in ihrem Denken und Sein. Sie lebt ein scheinbar normales Leben, hat Familie und doch dringt der Vorfall immer wieder an die Oberfläche, Liv fühlt sich fremdbestimmt, versucht ihre Ängste in Zaum zu halten. In Gedanken ist das Erlebte immer präsent, unzählige Fragen treiben sie um, kann sie eine gute Mutter sein, auch für ihren Sohn, ist sie eine kaputte Frau, wie wäre das Leben normalerweise. Und, weiß dieser Mann was er ihr angetan hat. Das Buch überzeugt literarisch, ein emotionaler, kluger und eindringlicher Text, den Frau nicht vergessen wird.
  • Zum Bewerterprofil von Henrike Irmscher

    Henrike Irmscher

    Thalia Halle

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bericht einer Überlebenden

    Vor dieser Lektüre muss man eine große Triggerwarnung aussprechen: Die Hauptfigur Liv wurde vergewaltigt, und „Macht“ schildert ihre Versuche, die Macht über ihren eigenen Körper zurückzugewinnen, sich nicht mehr fremdgelenkt zu fühlen und ihren Zwängen zu entfliehen, die ihr nach dem Vorfall zwar Sicherheit gegeben haben, sie jedoch in ihrem Alltag massiv einschränken. Die Vergewaltigung ist Jahre her, aber es vergeht kein Tag ohne Gedanken an das traumatischste Ereignis ihres Lebens. Obwohl Liv verheiratet ist, Kinder hat, ein normales Leben führt. Meistens ist sie „auf der sicheren Seite“, doch sie beschreibt auch, wie vermeintlich harmlose Dinge sie ungewollt zurückwerfen können („vereinzelte Blicke“, „vereinzelte Gestalten“, „Spannbettlaken“, „zu viele Menschen im Bus“ …). Diesen täglichen Kampf beschreibt Heidi Furre sehr eindrücklich: Livs Hoffnung, endlich Normalität zu finden, das Geschehene hinter sich zu lassen, der Opferrolle zu entfliehen, anzukommen, loszulassen. Schließlich vertraut sie sich ihrer Freundin Frances an, und das ist ein erster Schritt von vielen, die sie in „Macht“ unternimmt, um die Kontrolle und Herrschaft über ihr Leben zurückzuerlangen. „Wenn du sagst, du bist vergewaltigt worden, dann bist du das in den Augen der anderen auch. Und wenn du es nicht sagst, dann stehst du ganz alleine da. Es ist eine Falle.“ Dieser Roman zeigt, wie wichtig die (zeitnahe) Aufarbeitung von Traumata ist. Denn alles kann einen irgendwann einholen. Bitte lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Bianca Werner

    Bianca Werner

    Thalia Göttingen – Kauf Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Puh, die Emotionalität hat mich...

    Puh, die Emotionalität hat mich ganz schöne erschlagen. Die Vergangenheit hat starke Sogwirkung auf die Gegenwart. Es bleibt für viele ein ewiger Kampf, sich von diesem Strudel zu befreien. Triggerwarnungen sind vorhanden, nur lesen, wenn es geht.
  • Zum Bewerterprofil von Leonie Böhm

    Leonie Böhm

    Thalia Emden

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, so eindrucksvoll, dass...

    Ein Buch, so eindrucksvoll, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Wie geht Liv mit dem "Vorfall" um, der fast ihr halbes Leben zurückliegt? Jetzt schon ein Jahreshighlight für mich.
  • Zum Bewerterprofil von Nurgül Sen

    Nurgül Sen

    Thalia Mayersche Herford

    Buchhändler*in

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    4/5

    14.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Macht

    Macht von Heidi Furre ist ein fesselnder Roman über Macht und Manipulation. Die Charaktere sind vielschichtig, und die Geschichte bleibt spannend. Einige Passagen hätten mehr Tiefe vertragen, aber insgesamt ein starkes Buch was zum nachdenken anregt.

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