Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2024! Sie hat alles gehabt und alles verloren: Sekunden der Unachtsamkeit kosten ihre einzige Tochter das Leben. Tief sieht Linda in den Abgrund und wäre beinahe gefallen, doch da sind hauchfeine Fäden, die sie halten – die Hündin Kaja, die steten Handgriffe im Garten, das Mitgefühl für andere. Wie viel Kraft in ihr steckt, ahnt sie erst, als sie zurückfindet in einen Alltag und zu sich selbst.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Es ist als Mutter schwer, dieses Buch zu lesen, doch gleichzeitig ist es auch tröstlich und sehr berührend.
Ich gebe zu, ich bin ein Fan von Daniela Krien. Alle ihre Bücher haben mir bisher unheimlich gut gefallen. Daher habe ich mich auf diese Neuerscheinung sehr gefreut! Auch hier zeigt sich ihr außergewöhnliches Talent, in einer unfassbar klaren und schönen Sprache zu schreiben. Ich liebe ihren Schreibstil!
Die Geschichte von Linda, die ihre einzige Tochter verliert, hat mich tief bewegt und erschüttert. Das Buch ist sicher nicht einfach zu lesen, aber gleichzeitig kann ich es einfach nur empfehlen. Ganz große Klasse, Daniela Krien! Eines meiner absoluten Lese-Highlights dieses Jahr!
“Kann man wieder glücklich werden?”, frage ich sie. “Ja”, sagt sie nach längerem Zögern. “Aber es ist eine andere Art von Glück. Wie soll ich sagen…. Es hat Tiefe, aber keine Leichtigkeit.”
“Vor Sonja bin ich ein eigenständig fühlender, doch unvollendeter Mensch gewesen, ein Individuum ohne Zusammenhang. Ab ihrer Geburt war mein Lebensglück ihrem unterworfen. Von Beginn an und bis über ihr Ende hinaus bin ich das, was sie ist - glücklich, unglücklich, ängstlich, traurig, euphorisch, lebendig oder tot. Denn wenn ein Kind geht, nimmt es dich mit. Es lässt nicht mehr von dir zurück als eine welke Hülle.”
Bewertung
aus Templin
5/5
11.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eins meiner neuen Lieblingsbücher
Ich habe mir das Buch zufällig aus der Bibliothek ausgeliehen ohne die Erwartung zu hegen, dass das Buch ein absoluter Knaller für mich wird. Dennoch war ich wirklich sehr positiv überrascht. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, was unter anderem an dem Schreibstil lag, der ein flüssiges Lesen ermöglicht. Ich selber musste glücklicherweise noch keinen Tod meiner Kinder erleben, aber ich stelle es mir für alle Betroffenen wirklich unaushaltbar vor. Besonders hat mich das Buch jedoch in den Bann gezogen, weil es mir irgendwie aus der Seele sprach. Die schwarzen dunklen Tage, die Flucht in die Gartenarbeit - all das trifft momentan (leider) auf mich zu. Das Buch hat mir sehr geholfen mich verstanden zu fühlen. Es zeigt, dass es besser wird im Leben, auch wenn es manchmal nicht so scheint. Im Gesamten ein sehr tiefgründiges Buch, das ich guten Gewissens empfehlen kann.
Sophie D.
aus Berlin
5/5
09.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Must Read!
Selten hat mich ein Buch so tief berührt. Daniela Krien gelingt es meisterhaft, die unfassbare Trauer einer Mutter spürbar zu machen, die ihr Kind verliert. Schon auf den ersten Seiten zieht einen Lindas Geschichte in den Bann – eine Frau, deren Leben durch einen Moment der Unachtsamkeit zerbricht.
Kriens Sprache ist leise und gleichzeitig voller Kraft. Man fühlt Lindas Schmerz fast körperlich, spürt die Angst, dass sie an dieser Trauer zerbrechen könnte, und findet doch immer wieder kleine Momente des Trosts – in der Fürsorge für ihre Hündin Kaja, in der Arbeit im Garten, in den stillen Augenblicken des Mitgefühls.
Der Erzählstil ist klar und poetisch, jede Zeile wirkt durchdacht und echt. Ohne Pathos, aber mit großer emotionaler Tiefe beschreibt die Autorin, wie man nach einem Verlust langsam ins Leben zurückfindet.
Auch die Nebenfiguren sind fein und glaubwürdig gezeichnet. Besonders berührend ist, wie Krien zeigt, dass Trauer nicht nur die Betroffenen selbst betrifft, sondern auch die Menschen, die versuchen, sie auf diesem schweren Weg zu begleiten.
Ein stilles, intensives Buch, das lange nachhallt und zeigt, wie viel Kraft in der Liebe und im Weiterleben liegt.
Bewertung
5/5
02.05.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr gutes Buch zum schweren Themen "Trauerbewältigung"
Daniela Krien gelingt es in Mein drittes Leben, mit eindringlicher Klarheit und schmerzhaft präziser Sprache die lähmende Tiefe von Trauer und den stillen, kaum ertragbaren Bruch einer Mutter darzustellen, deren Welt aus den Fugen gerät, weil das Unvorstellbare eintritt – dass ein Kind vor den Eltern geht; ihr lakonischer, unaufgeregter Stil verstärkt dabei die emotionale Wucht und lässt das Unsagbare umso eindrücklicher nachhallen
luisa
aus NRW
5/5
05.04.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Leben geht weiter. Immer.
Das hätte ich nicht gedacht. Wirklich nicht. Dass mich ein Roman mit so einem schweren Thema, welches mich zu Beginn überaus deprimiert hat und die Lektüre zu einer wahren Herausforderung machte, so beeindrucken und begeistern könnte. Daniela Krien ist hier ein kleines Meisterwerk gelungen, denn ihr Roman ist nicht nur authentisch, bis ins Detail nachvollziehbar, schmerzhaft, bedrückend, traurig, niederschmetternd und die Geschichte eines unvorstellbaren Leidens, er ist auch hoffnungsfroh, heilsam, schön und der Zukunft zugewandt.
Ich bin eigentlich kein allzu großer Krien-Fan, aber dieser Roman ist eine bewundernswerte Leistung, denn der Autorin gelingt es, sich mit jeder Faser in ihre Protagonistin Linda hineinzuversetzen, eine Frau, die in ihrem Leben kaum noch einen Sinn erkennen kann, die das Interesse an der Welt verloren hat und einfach nur versucht, Tage, Wochen, Monate zu absolvieren. „Mein drittes Leben“ fasst einen Verlust in Worte, für den es eigentlich keine Sprache gibt. Der Roman taucht ganz tief in die Gefühle bzw. die Abwesenheit von Emotionen ein, die das Denken und Dasein beherrschen, wenn etwas passiert, dass das Leben, wie man es kannte, auf brutalste Weise beendet. Der Text beschreibt empathisch, aber ohne Sentimentalitäten, wie die Hauptfigur mit ihrem Schicksal umgeht. Zahlreiche Rückblenden ergänzen dabei das Charakterbild der Protagonistin und erläutern ihre Sichtweise. Nach dieser schonungslosen und schmerzlichen Auseinandersetzung mit dem, was ist und war, wendet der Roman aber nach einiger Zeit auf fast unmerkliche Weise seine Ausrichtung und wird zu einer eindrucksvollen Darstellung eines Heilungsprozesses im Rahmen der nach so einem Verlust noch bestehenden Möglichkeiten. Quasi in Zeitlupe findet Linda ins Leben zurück, hierzu tragen äußere Gegebenheiten maßgeblich bei, aber auch die Verschiebung in ihrer Innensicht. Selten wurde so überzeugend solch eine Entwicklung nachgezeichnet.
„Mein drittes Leben“ hat mich bei aller Traurigkeit komplett eingefangen und begeistert. Sprachlich auf den Punkt, in überaus gelungenen Sätzen, begleitet Krien eine Figur in einer Extremsituation, die so individuell ist, dass die Umwelt nur begrenzt verstehen kann und schon gar nicht raten kann, wie man mit so einer Erschütterung umgehen kann. Ein außergewöhnliches und außerordentlich gelungenes Lesererlebnis, das zart, schroff und herzzerreißend ist und das man nur uneingeschränkt empfehlen kann.
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5/5
25.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein großartiges Buch über Trauer und Neuanfänge
Lindas Leben gerät durch den plötzlichen Tod ihrer Tochter ins Wanken. Ihr Ehemann trauert auf andere Weise. Die Partnerschaft zerbricht. Auf dem Land findet sie ihr Gleichgewicht wieder
und kann in anderer Form ein neues Leben beginnen.
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5/5
27.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schwere Kost und doch gibt es Licht am Ende des Tunnels
Als Linda ihre Tochter verliert, hört sich ihre Welt zu drehen auf. Sie versinkt in ohnmächtiger Trauer und findet keinen Zugang mehr zu ihrer Umwelt. Ein Umzug aufs Land bringt Erleichterung, weil sie sich ohne Rechtfertigung noch mehr in sich selbst zurückziehen kann. Doch hat letztlich auch zur Folge, dass die wenigen verbleibenden Freunde ebenfalls von der Bildfläche verschwinden. Wie soll man mit so einem schweren Schicksalsschlag umgehen? Wie mit dem Gefühl der Trauer? Und wie mit dem Bewusstsein, dass man (und das verbietet sich doch eigentlich, oder?) in augenscheinlich glücklichen, unbeschwerten Zeiten, das eigene Kind nicht immer so akzeptieren wollte, wie es war, an einen vermeintlich unterentwickelten Ehrgeiz appellierte und Leistung nicht immer honorieren konnte. Linda hadert mit dem Anspruch, den sie an ihr lebendes Kind stellte und den oftmals überzogenen Erwartungen, die sie an ihre eigentlich perfekte Familie immer hatte. Wenn man mit einem Schlag alles verliert, dann erkennt man dessen Wert voll ausgeleuchtet, versteht, was der Verlust bedeutet und weiß, dass es nie wieder so sein wird wie zuvor. Daniela Krien schreibt ohne Zierwerk, klar und deutlich, schonungslos ehrlich und tief berührend. Manche Passagen taten mir regelrecht weh. Lindas Verhalten gleicht dem eines verwundeten Tieres, das sich unter einen Busch verkriecht, um zu sterben. Und Krien hat es verstanden, den Leser*innen dieses Gefühl des Aufgebens fast körperlich spürbar zu vermitteln und Akzeptanz und Verständnis für dieses Gebaren zu entwickeln. Wer verwundet ist beißt. Wer beißt ist bald alleine, weil sich niemand mehr in die Nähe wagt. Doch das Leben lässt uns nicht einfach kampflos gehen und darum muss auch Linda lernen, wieder auf ihren eigenen Beinen zu stehen. Ein ganz besonderes Buch über Trauer, über einen Neuanfang und über die Hoffnung, die auch der größten Verzweiflung innewohnt.
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5/5
07.03.2026
eBook (ePUB)
Mein drittes Leben von Daniel Krien
Linda hat ihre 17 jährige Tochter durch einen tragischen Verkehrsunfall verloren. In ihrer Trauer wendet sie sich von den Menschen ab und auch ihre Ehre zerbricht. Sie durchlebt eine unsagbare Trauer und Hoffnungslosigkeit und zieht sich zurück aufs Land in einem alten Bauernhaus mit Tieren. Doch ganz langsam läßt sie wieder Menschen in ihr Leben. Ein recht dunkles Buch auf das man bereit sein muss, sich einzulassen. Sehr realistisch und gut erzählt.
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5/5
20.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schmerzhaft-traurig-schön
Wie lebt man weiter, wenn man sein Kind verliert? Linda (wir sind ihr schon in "Die Liebe im Ernstfall" begegnet) muss lernen, mit dem Unfassbaren umzugehen und erobert sich Stück für Stück ihr Leben zurück. Trotz des schwierigen Themas habe ich diesen Roman sehr gern gelesen - ich bin davon überzeugt, dass er Hoffnung schenken und Trost spenden kann. Kriens klare, prägnante Sprache und ihre lebendigen Figuren machen sie zu einer wunderbaren Erzählerin und sie gehört zu den Autorinnen, von denen ich absolut jedes Buch lesen muss!
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5/5
07.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Traurig-schön - Sehr zu empfehlen.
Alles, was ich von Daniela Krien gelesen habe, hat mir sehr gut gefallen, so auch „Mein drittes Leben“.
Eine zutiefst bewegende, traurig-schöne Geschichte mit hoffnungsvollem Blick in die Zukunft. Sehr, sehr schön! Mich hat es sogar ein paar Tränen gekostet.
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