Osamu Dazais No Longer Human. Bekenntnisse eines Gezeichneten ist ein Meisterwerk der japanischen Literatur und Kultbuch. Es wurde durch Verfilmungen und als Manga des berühmten Zeichners Junji Itō zum Millionenseller – und machte den Autor und seinen Protagonisten Yōzō zum Idol.
Yōzō sehnt sich nach einem Gefühl der Zugehörigkeit und dem eigenen Platz in der Welt. Seit der Kindheit fühlt er sich außen vor, nur als Familienclown ist ihm Aufmerksamkeit sicher – und so wird er vom notorischen Possenreißer zum sarkastischen Intellektuellen. In einer feinsinnigen Mischung aus Ironie und Verletzlichkeit entblößt er seine Wünsche, Schwächen und Sehnsüchte. In je tiefere Verzweiflung er gerät, desto scharfsichtiger wird dabei sein Blick auf die menschliche Suche nach Bedeutung.
Voller Witz und Sarkasmus durchleuchtet Osamu Dazai in No Longer Human. Bekenntnisse eines Gezeichneten die Fragilität der menschlichen Existenz und entfaltet erzählerisch die Wirkkraft eines widerständigen Denkens.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.
Die Geschichte ist einfach Toll, ja wirklich ein wahres Meisterwerk. Das Reflektieren nach dem Lesen war eine sehr angenehme Erfahrung und es ist wirklich faszinierend da man erst beim Reflektieren anfängt zu verstehen warum unser Held die Sachen tut die er eben tut. Viele meinen zwar das ein Mangel des Buches ist, das der Held sich selber bemitleidet, mich hat es aber nicht gestört. Ich empfehle es weiter
Bewertung
5/5
06.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Fantastisches Buch
Dieses Buch zog mich in den Bann und las es an einem einzigen Tag zu Ende. Das, was mir das Herz berührte, war meine Vorkenntnis zur dazugehörigen Anime Adaption. Ich wollte wissen, wieso es diese bedrückende Atmosphäre hat und welche Bedeutung dahinter steckt.
Ich bin ein Anfänger des Lesekults und wurde durch Aoi Bungaku reingezogen. Diese Liebe begleitete mich beim Lesen und diese Kürze und gute Formatierung halfen es mir es ohne Anstrengung zu lesen.
Man fragt sich viel dazu: wieso macht er das? Wieso ist es so? Und genießt den Schreibstil. Ich kann mir vorstellen, dass es auf Japanisch noch einige Wortspiele gibt, die im Deutschen ziemlich gut übersetzt wurden.
Bewertung
5/5
01.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Unglaublich
The style is very specific and if you dont like that, this book isnt going to be for you. I would inform a little because the topic is very heavy but amazingly written like dazai’s other work.
Neera
4/5
02.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Trotz des anspruchsvollen Schreibstils hat mich das Buch in seinen Bann gezogen.
WICHTIG: Für Personen, die Depressionen haben oder schwere Phasen durchleben, kann dieses Buch schwere Kost sein.
Dazai wird dir hier keine Ratschläge geben! Er wird dir die Welt nicht in bunten Farben zeigen!
Wenn es dir bereits sehr schlecht geht, könnte das Buch dich sogar noch mehr runter ziehen und deinen mentalen Zustand verschlimmern. Sei dir dessen bewusst, wenn du überlegst es zu lesen.
In dieser Rezension beschreibe ich, wie das Buch meine Gefühlswelt beeinflusst hat. Wenn du glaubst, dass dir auch das zu nahe gehen könnte, solltest du ab hier nicht weiter lesen.
___
Zu Beginn weise ich dich auf noch eines hin: Beim Lesen dieses Buches müssen wir den feministischen Teil unseres Gehirns leider zeitweilig abstellen.
Einige Abschnitte im Buch, in denen Yōzō Ōbas Umgang mit Frauen und Ansichten zu ihnen beschrieben werden, hinterließen in mir, milde ausgedrückt, einen bitteren Beigeschmack und ich musste beim Lesen gelegentlich die Stirn runzeln.
Obwohl mich dies als Frau etwas gestört hat, macht es das Buch für mich nicht per se schlecht, da es mir in anderen Aspekten dennoch sehr gut gefallen hat.
Generell trifft Yōzō (oder auch als "Dazais literarisches Alter Ego" bekannt) in dem Buch viele schlechte Entscheidungen, beleuchtet seine eigenen negativen Charakterzüge und schändlichen Handlungen, die er keineswegs versucht zu beschönigen oder zu entschuldigen. Im Gegenteil. Er erzählt davon auf eine herablassende Weise.
An dieser Stelle: Yōzō ist kein Vorbild und tut verwerfliche Dinge. Ich hatte Mitleid und Mitgefühl mit ihm, während ich ihn zugleich für seine Haltung gegenüber anderen manchmal nicht ausstehen konnte.
...Und doch hat mich etwas an der Gefühls- und Gedankenwelt des Protagonisten (oder des Schriftstellers) fasziniert.
In der Nachbemerkung von Irmela Hijiya-Kirschnereit wird nochmal die beschriebene "...kalte Welt, die für ihn nur noch Angst bedeutet - Leere, Nicht-Handeln, Selbsterniedrigung und Schmerz" erwähnt und ich kann bestätigen, dass genau diese Eindrücke bei mir als Leserin angekommen sind.
Obwohl man das Leiden des Protagonisten infolge einiger schmerzhafter Ereignisse spürt, geht dieses immer mit der bereits erwähnten Leere einher, lässt seinen Schmerz beinahe so erscheinen, als wäre er nicht wichtig genug, und wird davon überschattet.
Oft werden die Ereignisse aber auch nur kurz angeschnitten, als wären sie kaum von belang. Ich weiß nicht, ob das so von Dazai gewollt ist, doch manchmal hat er etwas in den Text geworfen, eine Zeile. Eine Zeile, die mich mit geweiteten Augen und offenem Mund hier sitzen gelassen hat. Ich musste kurz das Buch zuklappen, durchatmen, und als ich es wieder aufgeklappt habe... ging es einfach weiter.
Er ist nicht näher darauf eingegangen, erwähnt es beiläufig und tut so als hätte er gerade keine Bombe abgeworfen, die mich erschüttert hat. Tut so, als wäre es egal.
Und doch, obwohl viele Ereignisse nicht explizit beschrieben sind, reichen Yōzōs Gedanken und Gefühle manchmal aus, um zu verstehen - auch wenn man hin und wieder über die genaue Bedeutung dahinter nachdenken muss, da einiges sehr komplex geschrieben ist.
Manchmal aber, verstand ich es und schüttelte trotzdem den Kopf darüber. Und dann gab es Momente, da wollte ich ihn nicht verstehen.
Durch die Art, wie der Protagonist sich selbst erniedrigt, nahm ich in mir eine Schwere wahr, die mich beim Lesen oft innehalten ließ.
Das "Nicht-Handeln" Yōzōs, seine Tatenlosigkeit, löste bei mir meist Entsetzen aus, doch zugleich fühlte ich die Hilflosigkeit des Protagonisten, die zeigt wie wenig er mit den Menschen und vielen Situationen umzugehen weiß.
Beim Lesen habe ich mich oft zerissen gefühlt. Stand zwischen Empathie und Verurteilung. Trösten wollen und tadeln wollen.
Dieses Buch hat mich berührt und gefordert.
___
Abschließen möchte ich hinzufügen, dass für Menschen, die diese Leere nicht so gut nachempfinden können, der Schreibstil eben genau so auf einen wirken kann: Leer. Trocken. Fern.
Doch Menschen, die mit diesem Gefühl vertraut sind, könnten möglicherweise in diesem Buch Trost finden. Trost darin, nicht mit dieser Empfindung allein zu sein.
Das ganze Buch über begleitete mich Yōzōs Einsamkeit und Unzugehörigkeit. Eine Unzugehörigkeit, die ich sehr gut nachempfinden konnte. Das Anderssein.
Ich fühle mich oft fehl am Platz und nicht "normal" zwischen all den Menschen um mich herum. Und in diesem Buch habe ich einen Teil meiner Selbst wiedererkennen können. Es hat auf seltsame Weise gut getan und gleichzeitig geschmerzt.
- Das Buch beinhaltet Themen, die triggern könnten und die ich hier nicht benennen werde, um nicht zu spoilern.
Wenn du Triggerwarnungen benötigst, informiere dich bitte vor dem Lesen darüber.
Lea
3/5
02.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Dazai’s Düstere Welt
Content-Warnung für das Buch: „No Longer Human“ behandelt Themen wie tiefe emotionale Verzweiflung, Selbstmord, Alkoholismus und psychische Krankheit.
„No Longer Human“ erzählt die Geschichte von Yozo Oba, einem jungen Mann, der sich als „nicht mehr menschlich“ empfindet. Durch seine Augen erleben wir ein Leben, das von einer tiefen Gefühllosigkeit und Selbstverachtung geprägt ist. Yozo stammt aus einer wohlhabenden Familie, doch seine intellektuelle Begabung und äußeren Vorzüge können seine innere Leere nicht überdecken. Stattdessen lebt er in einem selbsterschaffenen Schauspiel, um die Menschen um ihn herum zu täuschen und seine eigene Verzweiflung zu verbergen. Seine Versuche, in der Gesellschaft Fuß zu fassen, führen ihn in einen Teufelskreis aus Alkoholismus und Selbstmordgedanken, während er seine Beziehungen und beruflichen Chancen immer wieder selbst sabotiert.
Die Geschichte ist eine schmerzhafte Erkundung des menschlichen Elends und der Unfähigkeit, sich selbst und andere zu verstehen. Durch Yozo’s Perspektive erleben wir eine endlose Serie von Fehlern und Missverständnissen, die ihn zunehmend isolieren.
Dazais Schreibstil ist durchzogen von langen, verschachtelten Sätzen und einer introspektiven, fast poetischen Sprache. Er schafft es, die innere Zerrissenheit und die Verzweiflung des Protagonisten eindringlich zu vermitteln. Diese detaillierte und oft melancholische Schilderung hat jedoch auch ermüdend gewirkt, da die dichte Prosa manchmal mehr den Eindruck von „Stimmung“ als von klarem Plot vermittelt. Die wiederholten Rückblicke und Reflexionen über Yozo’s Zustand verstärken das Gefühl der inneren Leere, aber sie haben mich auch in eine emotional anstrengende Schleife gezogen. ✍️
Als ich „No Longer Human“ gelesen habe, hinterließ das Buch gemischte Eindrücke. Die düstere Darstellung von Yozo’s Leben und seine ständige Selbstkritik rüttelten an meinen eigenen Gefühlen der Empathie und Verzweiflung. Die intensive, fast quälende Reflexion über die menschliche Existenz und die Unfähigkeit, sich in der Welt zurechtzufinden, war sowohl faszinierend als auch belastend.
Obwohl die emotionale Tiefe und die scharfsinnige Analyse von Einsamkeit und Isolation beeindruckend sind, blieb bei mir das Gefühl, dass die Geschichte etwas verloren wirkte. Der ständige Fokus auf die Qualen des Protagonisten führte zu einer gewissen Überdrüssigkeit, und die wiederholte Melancholie nahm dem Buch manchmal die erzählerische Dynamik, die nötig gewesen wäre, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. ⏳
Fazit: „No Longer Human“ bietet eine kraftvolle Darstellung der menschlichen Tragödie, deren Intensität und tiefgehende Reflexionen mich jedoch nicht vollständig fesseln konnten. Während Dazai’s literarisches Können nicht zu leugnen ist, fehlte mir persönlich die Balance zwischen der emotionalen Schwere und einem greifbaren Plot, was zu meiner Bewertung von 3/5 Sternen führte. ⭐️⭐️⭐️
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
26.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Das Leben einer gescheiterten Existenz
“No Longer Human” ist ein krasser Einblick in einen Menschen, den man gemeinhin als Gebrochen bezeichnen würde. Direkt die Einleitung signalisiert einem die autobiographischen Züge des Werkes. Diese werden im wundervollen Nachwort nochmals konkretisiert.
Es geht im Großen und Ganzen um den Sohn einer Großgrundbesitzer-Familie Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan. Dieser letztgeborene Sohn fühlt sich seit seiner Geburt an ausgeschlossen. Das verleitet Ihn dazu, für andere immer den Clown zu spielen, eine Maske aufzusetzen und zu performen.
Wir begleiten ihn in verschiedenen Abschnitten seines Lebens. Die Kälte der Welt, aber auch die seiner Seele. Wir sehen, wie er mehr und mehr sowohl von inneren Einflüssen als auch von äußeren materiellen oder emotionalen Ereignissen mal mehr mal weniger getroffen wird, und diese seine Sicht auf die Welt oder Menschen noch mehr bestärkt.
Es bleibt aber auch Zeit für ein wenig Humor, wenn er als Laufbursche der Kommunistischen Studentenbewegung Aufträge erledigt oder deren Versammlungen besucht. Ebenfalls spielen viele Beziehungen zu Frauen eine große Rolle für ihn. Häufig sind diese ein emotionaler Anker für ihn, auch wenn er ihnen teilweise die Menschlichkeit abspricht. Das sind für Ihn wichtige, aber auch teilweise sehr ängstliche Momente.
Ohne mich jetzt hier in endlosen Details verrennen zu wollen, wer auf Düstere Geschichten um Menschliche Abgründe steht, und kein Problem damit hat das Sätze ewig verschachtelt und sehr alt backen sind ( was natürlich perfekt zur Zeit des Werkes und der Ausdrucksweise der Figur passt ).
Der sollte sich dieses fantastische Buch nicht entgehen lassen.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
06.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, das nicht glücklich macht, aber froh, es gelesen zu haben!
Bei „No Longer Human” handelt es sich um das letzte Werk, welches Osamu Dazai vor seinem Suizid schrieb, es kommt einem Abschiedsbrief gleich. Es handelt von Isolation und Entfremdung, ist schockierend, erschütternd und doch voller Witz und Sarkasmus. In diesem Meisterwerk hält Dazai der banalen Absurdität unserer Existenz einen Spiegel vor, wie es nur ein selbsternannter Nicht-Mensch schreiben konnte, und schuf mit Yozo Oba einen zeitlos fesselnden Charakter, mit dem sich gerade diejenigen identifizieren können, die sich auch vielleicht hin und wieder nicht länger menschlich fühlen.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
13.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Ausgezeichnet
Es fühlt sich nahezu unmoralisch an dieses bedeutende Werk zu bewerten.
No Longer Human ist bedrückend, anspruchsvoll, in seiner kurzen Länge intensiv, prägnant und besonders durch die Tatsache der Autobiographischen Erzählung, einfach tragisch, im Gedanken daran welches Schicksal der Autor nach Fertigstellung des Buches folgte, was es meiner Meinung nach umso wichtiger macht, es einmal gelesen zu haben.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
26.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Gezeichnet.
Was habe ich da gerade gelesen? Anfangs so viel Gleichgültigkeit, später so viel Schmerz. Was kann ein Mensch psychisch alles ertragen? Es geht hier vielmehr um einen psychologischen Einblick, als um die eigentliche Handlung, was mir immer sehr zusagt. Ein Mensch, der selbst so viel leidet, und zugleich dem Leid anderer zusieht, ohne etwas zu tun. Dazu eine tolle Sprache, die nicht einfach, aber wunderschön ist, und in ihrer Schönheit all den Schmerz abbilden kann. Eine große Empfehlung von mir, und ich weiß nicht, wieso ich mich so lange vor diesem Werk gedrückt habe. Suhrkamp, bitte übersetzt Weiteres von diesem Autor :)
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
13.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine interessante Perspektive auf die Welt
In fast schon autobiographischer Perspektive setzt sich Dazai hier mit dem Leben und seinen Folgen auseinander. Ein mysteriöse Grundstimmung ziert die Erzählung und selber habe ich mir während des Lesens die Frage gestellt, was es überhaupt bedeutet, Mensch zu sein. Unsere Beziehungen zu anderen Individuen, persönliche Ursprünge und Entwicklungen, Erfahrungen und Erlebnisse zeichnen uns ein Leben lang auf der Suche nach uns selbst, darstellen tut das Dazai in diesem Buch. Und das ziemlich gut.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.