Ein großes Vergnügen für alle, die Bücher lieben: der autobiografische Bestseller aus Japan"Alles begann damals in einer Nacht im Januar. Erschöpft saß ich in einem Bahnhofsrestaurant in Yokohama und starrte auf die Uhr, die unerträglich langsam auf zwei Uhr zu kroch. So spät in der Nacht wollte ich nicht mal mehr etwas lesen."Nach der Trennung von ihrem Mann ist Buchhändlerin Nanako Hanada erst einmal verloren. Ohne Freund*innen und ohne eigene Wohnung muss sie in Kapselhotels und öffentlichen Badeanstalten übernachten. Auch ihr Job in einer bekannten japanischen Buchhandelskette ist nicht mehr das, was er mal war.Doch eines Tages erfährt Nanako von einer neuen Dating-App und beschließt, endlich aus sich herauszugehen und neue Menschen zu treffen. Ihr Plan: Sie überwindet ihre Schüchternheit, indem sie ihre neuen Bekanntschaften in die Welt der Bücher entführt.Ein Neuanfang mit Hindernissen - und der Kraft der BücherZwar fällt sie gleich am Anfang auf einen Aufschneider rein, doch bald lernt sie Menschen kennen, die ihr viel zurückgeben. Aus ersten Begegnungen entstehen innige Freundschaften. Und je mehr sich Nanako ihren Mitmenschen annähert, desto leichter fällt es ihr, ihr altes Leben loszulassen.Die einsame Buchhändlerin von Tokio ist die empowernde Autobiografie einer Frau, die nach einer Trennung ihr Leben in die Hand nimmt und mit der Kraft der Bücher über sich hinauswächst! Mélanie Fouché begeleitet diesen Weg mit hörbarem Feingefühl und Lebensfreude.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
07.01.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Wunderbare Vorlesestimme
Normalerweise erlese ich mir Texte selbst. Wenn mir die Vorlesestimme auf Anhieb so gut gefällt, lasse ich mir gerne vorlesen, während ich Dinge tue, für die ich meine Ohren nicht brauche. Die positive und natürliche Sprechweise von Melanie Fouche passt sehr gut zu diesem Buch. Ich habe schon geschaut, ob ich andere Artikel mit dieser Sprecherin finde.
Kerstin Kartenwerkstatt Kreativ- und Buchblog
aus Damme
5/5
02.09.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Eine Geschichte, die ich so nicht erwartet habe
Die einsame Buchhändlerin von Tokio von Nanako Hanada erschien im Argon Verlag. Das Hörbuch wurde von Mélanie Fouché eingelesen. Ihre Stimme verleiht der autobiographischen Geschichte genau die richtige Atmosphäre. Sie spricht aus der Sicht der Buchhändlerin Nanako Hanada und nimmt uns mit auf eine spannende Reise nach Tokio in die Welt der Japanischen Literatur.
Die Ich-Erzählerin hat sich gerade frisch von ihrem Mann getrennt und steht nun ohne Dach über dem Kopf und ohne Freunde plötzlich ganz alleine da. Sie schläft mal hier und mal dort in Kapselhotels. Da musste ich direkt an mein Hostel im letzten Jahr zur Buch Berlin denken. Ich habe dort das erste mal in einem Kapselhotel geschlafen, was auf jeden Fall eine Erfahrung wert war. Für ein bis zwei Nächte kann ich mir das gut vorstellen, aber nicht für einen längeren Zeitraum.
Sehr spannend fand ich Nanakos Anmeldung bei der Dating-App: Thirty Minutes. Als Hörer dachte ich da sofort an die einschlägigen Apps, um die Liebe zu finden. Doch geht es bei Thirty Minutes um viel mehr. Es ist eine Plattform, in der man Menschen zu sogenannten Talks treffen kann. Also dient es nicht nur der Suche nach dem Partner fürs Leben, sondern einfach auch zum Kennenlernen von neuen Personen. Die Erzählung von Nanako fand ich hier ganz amüsant, wie sie nach und nach sicherer wurde im Umgang mit den fremden Menschen. Dabei hatte sie nicht nur gute Talks, sondern auch den ein oder anderen seltsamen Zeitgenossen. Doch jedem gab sie entweder beim Talk oder bei der anschließenden Bewertung einen Buchtipp mit an die Hand. Hier handelte es sich zum größten Teil um Japanische Bücher, dessen Titel mir nichts sagten. An dieser Stelle habe ich mir kurz gewünscht das Buch zu lesen, dann hätte ich mir vermutlich das ein oder andere Buch notiert, so habe ich aber einfach schnell weitergehört und die Erzählung genossen.
Die Geschichte ist mal etwas ganz anderes, als was ich in letzter Zeit gelesen haben. Ein wenig musste ich beim Hören an „Telefonzelle am Ende der Welt von Laura Imai Messina“ denken. Das Buch war auch einfach mal ein schöner Ausflug aus den gewohnten Unterhaltungsromanen.
Hast du Lust auf einen bibliophilen Ausflug nach Tokio? Dann schalte „Die einsame Buchhändlerin von Tokio“ von Nanako Hanada an und lass dir ihre ganz besondere Geschichte von Mélanie Fouché vorlesen. Tauche ein in die Welt der Bücher und lerne auf ihrer Reise zu sich selbst und dem was sie möchte, ganz viele unterschiedliche Menschen kennen. Freue dich über ganz viele Buchtipps, die vielleicht auch etwas für dich sind, um ein wenig mehr von der japanischen Literatur zu erfahren. Ich habe das Hörbuch in einem Tag verschlungen und konnte gar nicht aufhören. Zu gerne hätte ich jetzt einen persönlichen Buchtipp von Nanako Hanada, ich bin gespannt, was sie mir empfehlen würde und wie richtig sie mit ihrem Buchtipp liegt. Von mir gibt es eine ganz klare Lese- bzw. Hörempfehlung.
Bewertung
5/5
22.12.2024
Buch (Taschenbuch)
Eine Reise zu sich selbst
Nanako hat sich gerade von ihrem Mann getrennt, sie hat nicht viele Freunde und im Job als Buchhändlerin läuft es auch nicht mehr so wie es einmal war. Irgendwann stößt sie auf eine App, in der man sich mit einer Person trifft und dann dreißig Minuten Zeit hat diese Person kennenzulernen. Nanako probiert es aus und begegnet dabei vielen interessanten aber auch schrägen Menschen. Sie hat sich fest vorgenommen jeden ein passendes Buch zu empfehlen. Doch bei all diesen Treffen begegnet sie einer ganz wichtigen Person, sich selbst.
Nanako Hanada hat mit diesem autobiografischen Buch etwas wundervolles erschaffen. Die Sprache und die einzelnen Personen sowie die Entwicklung von sich selber sind so gut beschrieben, dass man dieses Buch in einem Rutsch durchlesen kann.
Ich durfte dieses tolle Werk als Rezensionsexemplar lesen und möchte es allen Buchliebhabern und Menschen, die auf der Reise zu sich selbst sind, empfehlen.
Rei Shimura
5/5
07.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Über Bücher und Menschen
Bevor man mit dem Lesen beginnt, sollte man sich bewusstwerden, dass dieses Buch kein fiktionaler, sondern ein autobiographischer Roman ist.
Nanako Hanada beschreibt in eindrucksvoller und sehr verständlicherweise die wahrscheinlich herausforderndste Zeit ihres Lebens; unglücklich mit ihrem Job und gerade frisch von ihrem Mann getrennt. Bedingt durch den Titel und dem Wissen, worum es in dem Buch geht, war ich auf eine sehr traurige und schwere Geschichte eingestellt. Natürlich gibt es Passagen im Buch die genau dies sind, aber große Teile des Buches sind zwar durchaus tiefsinnig, aber weit entfernt von Schwermut.
Der Großteil des Buches widmet sich den Treffen und Bekanntschaften die Nanako über die App „Thirty Minutes“ erlebt. Bei der ersten Erwähnung der App dachte ich an ein japanisches Pendant der Datingapp Tinder. Doch bei Thirty Minutes geht es nicht (nur) um das Finden eines Partners, sondern wirklich um das Schließen von Bekanntschaften und guten Gesprächen.
Nanako Hanada beschreibt diese Treffen in sehr sympathischer Art und Weise und wenn auch nicht jedes Treffen so abläuft wie sie sich das vorstellt, bleibt sie in ihren Beschreibungen immer sehr respektvoll. Nanakos Versprechen an jeden der Menschen, die sie trifft, ist, dass sie ihnen ein Buch empfehlen wird. Wobei sie nicht irgendein Buch empfiehlt, sondern das Buch wirklich speziell für die Person auswählt. Dies ist ein zweiter Schwerpunkt des Buches, die Empfehlungen und Beschreibungen der Bücher die Nanako empfiehlt. Verständlicherweise sind hierbei viele japanische Autoren und Autorinnen dabei. Die meisten Bücher waren für mich unbekannt, aber interessant war schon allein zu lesen wie Nanako zu ihren Empfehlungen kommt.
Die einsame Buchhändlerin von Tokio bietet einen wunderbaren Einblick in die japanische Kultur, ohne dabei langweilig oder langatmig zu werden. Für mich eines der Lesehighlights meines heurigen Jahres.
LichtundSchatten
5/5
19.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Fast alle Bücher, die…
Fast alle Bücher, die wiederum von Büchern oder Buchhandlungen, gerne auch Verlagen handeln, lese ich. So also war auch dieser Roman nicht Pflicht, sondern mitten in meinem Kern-Interesse als Buchliebhaber. Nanako Hanada, eine Buchhändlerin, hat sich von ihrem Mann getrennt und verabredet sich auf der Plattform ThirtyMinutes (Erfindung) mit unbekannten Menschen. Ziel: ein 30-minütiges Gespräch, in dem man sich kennenlernt und austauscht, die Sicht- und Denkweise von anderen kennenlernt, in hin und her fließenden, guten, hilfreichen Gesprächen. Hanako inseriert als sexy Buchhändlerin zu Beginn und verspricht jedem nach dem Gespräch eine passende Buchempfehlung. Mit den Erfahrungen dieser Gespräche wird sie immer selbstbewusster und charakterisiert im Buch die unterschiedlichsten Gespräche, auch die Korrektur ihres Profils - weg vom üblichen, Äußeren hin zu anderen Werten. Jedes Gespräch beantwortet sie dann mit passenden, hilfreichen Buchempfehlungen. Angeblich würde sie über 10.000 Bücher kennen, so gibt sie in ihrem Profil vor. Natürlich kann sie nicht alle gelesen haben, aber den Kern eines Buches ist etwas anderes als alle Seiten zu kennen. Leider sind viele der Bücher nicht bei uns präsent, trotzdem war es spannend alle Rezensionen und Tipps zu lesen. Dieses Buch von Nanako Hanada hat mich bereichert, gefesselt und bewegt. Eine der Gesprächspartnerinnen sagt ihr z.B. das: „Bitte schlage mir ein Buch vor, das mir das Herz langsam auseinanderreißt.“ Ich dachte dabei an Kafka’s Aussage: „Das Buch sei die Axt für das gefrorene Meer in Dir.“ Zufriedene Menschen fand Nanako auf ThirtyMinutes nicht, sondern jene, die an einem Wendepunkt des Lebens standen oder gingen. Ihr selbst geht es genauso und spannend ist zu beobachten, wie sie sich durch die Begegnungen verändert. „Ich lernte auch, auf das Bedürfnis zu verzichten, um jeden Preis dazugehören zu wollen. Ich ließ mein lange antrainiertes Höflichkeitslachen fallen und lachte nur noch, wenn ich etwas wirklich lustig fand. Ich wurde zu einer in sich ruhenden Person, die keine Angst vor dem Unbekannten hatte.“ So entwickelt sie sich weiter, anschaulich und tiefgehend beschrieben, ein sehr schönes, nicht lautes, sondern selbst erkennendes Buch, in dem es auch darum geht, wie man mit anderen gute Gespräche führt und sich selbst als mitfühlenden Menschen weiter bringt - vor allem hin zu einer Tätigkeit, die einen begeistert. Weil Arbeit dann keine mehr ist, sonder tägliche überraschende, fließende Erkenntnis. Interessant ist, wie höflich man in Japan miteinander umgeht und dass andere Kulturen im Grund kein Thema sind. Aus diesem Grund würde ich Hanako Hanada ein Buch von Sabatina James empfehlen, mit dem Titel „Gefangen zwischen zwei Welten.“ Es könnte ihr die Perspektive auf Europa eröffnen bzw. die Problematik, die hier aktuell die Menschen beschäftigt.
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5/5
27.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Thirty Minutes...
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die Literatur und an die leisen Verbindungen zwischen Menschen.
Die Protagonistin lebt zunächst zurückgezogen, fast abgeschnitten von der Welt. Doch durch ihren Buchladen entstehen Begegnungen, die ihr Leben nach und nach verändern. Jede Empfehlung, jedes Gespräch über ein Buch wird zu einem Moment echter Nähe. Hanada zeigt auf wunderschöne Weise, wie Geschichten Menschen miteinander verbinden können auch dann, wenn Worte schwerfallen.
Was diesen Roman besonders macht, ist seine feine Beobachtungsgabe. Die Einsamkeit der Hauptfigur wird nicht dramatisiert, sondern still und ehrlich dargestellt. Gerade dadurch wirkt ihre Entwicklung umso berührender. Man begleitet sie dabei, wie sie Schritt für Schritt den Mut findet, sich wieder auf das Leben einzulassen.
Die Sprache ist klar, poetisch und voller Wärme. Die Atmosphäre des kleinen Buchladens mit all seinen Büchern, Gerüchen und Gesprächen wird so lebendig, dass man am liebsten selbst dort verweilen würde.
Fazit: Ein wunderschöner, ruhiger Roman über Einsamkeit, Hoffnung und die heilende Kraft von Büchern.
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5/5
27.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Was für eine tolle inspirierende...
Was für eine tolle inspirierende Geschichte über die Buchhändlerin Nanako Hanada. Diese Biografie liest sich wie ein Roman und ist für alle, die Bücher und Literatur lieben und den Austausch über gute Romane schätzen. Absolute Leseempfehlung!
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5/5
19.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Vom eigenen Leben zur allgemeinen Verbesserung
Nanako Hanada vermischt eine autobiographische Erzählung der Selbstfindung mit subtilen Tipps, das eigene Leben angenehmer zu gestalten und ist für mich damit weit einnehmender als "Das Café am Rande der Welt" oder "Bevor der Kaffee kalt wird".
Sie erzählt von ihrer Unzufriedenheit im Job und von einer Internet-Plattform, über die sie viele Menschen kennenlernt, die es ihr ermöglichen, die eigenen Stärken zu erkennen. Daraus lassen sich Ratschläge ableiten, wie auch die Leser*innen ihr eigenes Leben so hinterfragen können, dass es sich verbessert. Hanada ist allerdings weit weniger plakativ dabei als etwa John Strelecky.
Nebenbei geht es natürlich auch um die Liebe zur Literatur, und einige der Buchtipps, die sie im Laufe des Buchs an Leute weitergibt, die sie trifft, werde ich mal weiter recherchieren. Bisher habe ich wenig japanische Literatur gelesen, die nicht von Katzen handelt, sodass ich da noch ein sehr weites Feld vor mir habe!
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4/5
21.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine Buchempfehlung gefällig?
Nanako Hanada ist eine echte Buchhändlerin aus Tokio. Sie beschreibt und verarbeitet ihre eigenen Erlebnisse und ihren Weg zu einer eigenen Buchhandlung. Die Idee, ihren Dates Bücher zu empfehlen ist originell und sehr charmant, was zu unterschiedlichen Reaktionen führt.
Die Protagonistin entwickelt sich und wandelt sich am Ende des Buches zu einer selbtbewussten, jungen Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt und sich für ihr eigenes Glück entscheidet. Sie erkennt, daß es im Leben darauf ankommt, glücklich zu sein und herauszufinden, was einen glücklich macht.
Sehr cozy auf japanisch Art!
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4/5
03.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Auf der Suche nach einer Empfehlung?
Wir begleiten Nanako Hanada ein Stück auf ihrem Lebensweg. Nach einer Trennung versucht sie sich neu zu finden. Sie meldet sich auf einem Portal an um mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen. Jedem der Menschen, die sie trifft empfiehlt sie ein Buch. Und langsam merkt sie, was für ein Mensch sie sein möchte.
"Die einsame Buchhändlerin von Tokio" ist ein interessantes Buch mit einer spannenden Perspektive auf das Leben. Die Idee mit den Buchempfehlungen finde ich fantastisch. Manchmal vielleicht etwas langatmig geschrieben, aber trotzdem sehr lesenswert.
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