Johanna liebt ihren Job: Für die Vereinten Nationen ist sie auf humanitären Einsätzen in der ganzen Welt unterwegs. Sie erlebt Kriege, Verfolgung und Hungersnöte hautnah mit. Doch jedes Mal, wenn sie endlich wieder zu ihrer Familie in ihre Wahlheimat New York zurückkehrt, die sie sehnlichst vermisst hat, fühlt sie sich wie ein Gast im eigenen Zuhause. Ihr Mann Ralph und ihre Tochter Elsa sind der Ansicht, dass sie sich mehr um andere kümmert als um die eigene Familie, und haben sich in ihrem Alltag ohne sie eingerichtet. Als Johanna sechzig ist und Elsa längst erfolgreiche Anwältin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, erbt Johanna das Haus ihrer Tante Toni in Sankt Goar am Rhein. In diesem Haus hat sie die Sommer ihrer Kindheit verbracht, und es ist immer ein Sehnsuchtsort für sie geblieben. Kurz nach ihrem Einzug dort erleidet Elsa einen Burnout, und trotz des frostigen Verhältnisses zu ihrer Mutter, beschließt sie, in Tante Tonis Haus zur Ruhe kommen zu wollen. Und während Elsa nach und nach begreift, dass sie ihre Mutter besser verstehen kann, als ihr bewusst war, enthüllt diese ihr ein Geheimnis aus der Vergangenheit, das beinahe sie selbst und ihre Familie zerstört hätte … Ein bewegender Roman über die Zerrissenheit einer Mutter zwischen der Leidenschaft für ihren Beruf und dem Bedürfnis, für ihre Familie da zu sein, über tief sitzenden Schmerz, Schuld und Versöhnung – vor großartigen internationalen Settings.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Sternzauber
aus Düren
5/5
28.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Außergewöhnlich intensiv und…
Außergewöhnlich intensiv und bewegend „Der Morgen nach dem Regen“ wird von einem Cover geschmückt, das mich gleich auf den ersten Blick fasziniert hat. Ich glaube, dass das vor allem an der Lichtstimmung liegt, doch auch das Bild an sich, mit der Frau, die am Fenster steht und ins üppige Grün hinaus schaut sowie von reifen Äpfeln umgeben ist, gefällt mir einfach sehr. Die Farben wirken lebendig und fröhlich, trotzdem nicht aufdringlich und es zieht mich wirklich in die Betrachtung des Bildes hinein. Die Geschichte hat mich jedoch noch mehr begeistert und sehr tief berührt. Ich habe das Buch bereits vor einigen Wochen gelesen und denke nach wie vor immer wieder an die Geschehnisse, die intensiv in mir nachwirken. Johanna und ihre Tochter Elsa stehen sich überhaupt nicht nah und haben so gut wie gar keinen Kontakt, denn Elsa hadert sehr mit der Tatsache, dass ihre Mutter früher beruflich ständig unterwegs war und kaum Zeit für sie und die Familie hatte. Als Johanna viele Jahre später das Haus ihrer verstorbenen Tante am Rhein erbt, das immer ihr Sehnsuchtsort war, besucht Elsa sie unverhofft. Der Kontakt der beiden Frauen ist schwierig und problembehaftet, doch nach und nach stellen sie sich ihrer Vergangenheit… Für mich war dies das erste Buch der Autorin, doch es wird bestimmt nicht das letzte sein, denn ich mag ihren Schreibstil sehr. Sie schafft meiner Meinung nach eine sehr dichte Atmosphäre und erzeugt einen Sog, der mich einfach mitgenommen hat. Ich hatte oft Schwierigkeiten das Lesen zu unterbrechen, da mich die Handlung so gefesselt hat, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Melanie Levensohn erzählt so intensiv, so nahbar und so authentisch, dass ich mich wunderbar einfinden und mit den ProtagonistInnen fühlen konnte. Sowohl Johanna als auch Elsa sind mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen und obwohl, oder gerade weil, sie zwei sehr verschiedene Persönlichkeiten sind und mit unterschiedlichen Problemen kämpfen, waren beide Charaktere für mich sehr stimmig und toll ausgearbeitet. Mit einem feinen Gespür für die kleinen Zwischentöne und Details hat die Autorin wirklich lebendige und authentische Persönlichkeiten geschaffen, die mich in ihre Gefühlswelt, ihre Abgründe, Sehnsüchte und Wünsche haben eintauchen lassen – es passiert nicht so oft, dass ich mich bei der Lektüre so intensiv mit den Figuren verbunden fühle. Die Geschichte ist definitiv kein Wohlfühlbuch, sondern ein sehr gelungenes und tiefgreifendes Portrait einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. Es kommen äußerst sensible Themen zur Sprache (persönliche und allgemeine), es wird gerungen und zerstört, aber gerade daher ist es auch so wunderschön, wenn wir als LeserInnen dann die Entwicklung von Johanna und Elsa erleben dürfen. Ich kann mich nur wiederholen und versichern, dass dieses Buch einen festen Platz in meinem Herzen gefunden und mich sehr begeistert hat. Ich wünsche ihm viele weitere glückliche LeserInnen und euch viel Freude beim Kennenlernen dieser außergewöhnlichen Geschichte!
Sternzauber
5/5
28.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Außergewöhnlich intensiv und bewegend
„Der Morgen nach dem Regen“ wird von einem Cover geschmückt, das mich gleich auf den ersten Blick fasziniert hat. Ich glaube, dass das vor allem an der Lichtstimmung liegt, doch auch das Bild an sich, mit der Frau, die am Fenster steht und ins üppige Grün hinaus schaut sowie von reifen Äpfeln umgeben ist, gefällt mir einfach sehr. Die Farben wirken lebendig und fröhlich, trotzdem nicht aufdringlich und es zieht mich wirklich in die Betrachtung des Bildes hinein.
Die Geschichte hat mich jedoch noch mehr begeistert und sehr tief berührt. Ich habe das Buch bereits vor einigen Wochen gelesen und denke nach wie vor immer wieder an die Geschehnisse, die intensiv in mir nachwirken.
Johanna und ihre Tochter Elsa stehen sich überhaupt nicht nah und haben so gut wie gar keinen Kontakt, denn Elsa hadert sehr mit der Tatsache, dass ihre Mutter früher beruflich ständig unterwegs war und kaum Zeit für sie und die Familie hatte. Als Johanna viele Jahre später das Haus ihrer verstorbenen Tante am Rhein erbt, das immer ihr Sehnsuchtsort war, besucht Elsa sie unverhofft. Der Kontakt der beiden Frauen ist schwierig und problembehaftet, doch nach und nach stellen sie sich ihrer Vergangenheit…
Für mich war dies das erste Buch der Autorin, doch es wird bestimmt nicht das letzte sein, denn ich mag ihren Schreibstil sehr. Sie schafft meiner Meinung nach eine sehr dichte Atmosphäre und erzeugt einen Sog, der mich einfach mitgenommen hat. Ich hatte oft Schwierigkeiten das Lesen zu unterbrechen, da mich die Handlung so gefesselt hat, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte.
Melanie Levensohn erzählt so intensiv, so nahbar und so authentisch, dass ich mich wunderbar einfinden und mit den ProtagonistInnen fühlen konnte. Sowohl Johanna als auch Elsa sind mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen und obwohl, oder gerade weil, sie zwei sehr verschiedene Persönlichkeiten sind und mit unterschiedlichen Problemen kämpfen, waren beide Charaktere für mich sehr stimmig und toll ausgearbeitet. Mit einem feinen Gespür für die kleinen Zwischentöne und Details hat die Autorin wirklich lebendige und authentische Persönlichkeiten geschaffen, die mich in ihre Gefühlswelt, ihre Abgründe, Sehnsüchte und Wünsche haben eintauchen lassen – es passiert nicht so oft, dass ich mich bei der Lektüre so intensiv mit den Figuren verbunden fühle.
Die Geschichte ist definitiv kein Wohlfühlbuch, sondern ein sehr gelungenes und tiefgreifendes Portrait einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. Es kommen äußerst sensible Themen zur Sprache (persönliche und allgemeine), es wird gerungen und zerstört, aber gerade daher ist es auch so wunderschön, wenn wir als LeserInnen dann die Entwicklung von Johanna und Elsa erleben dürfen.
Ich kann mich nur wiederholen und versichern, dass dieses Buch einen festen Platz in meinem Herzen gefunden und mich sehr begeistert hat. Ich wünsche ihm viele weitere glückliche LeserInnen und euch viel Freude beim Kennenlernen dieser außergewöhnlichen Geschichte!
Bewertung
aus Albstadt
5/5
11.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn die Tochter auf die Vergangenheit der Mutter verstehen sollte, um ihr eigene Zukunft zu finden.
Das Cover mit den Äpfeln hat mich sofort angesprochen – es wirkt ruhig, fast meditativ, und passt wunderbar zum Gefühl des „Tages danach“, zu diesem Zwischenraum zwischen Vergangenheit und Neubeginn, den die Geschichte so fein einfängt.
Der Roman erzählt von einer Mutter, die als Krisenmanagerin an die dunkelsten Orte der Welt reist, und einer Tochter, die als Strafverteidigerin versucht, ihr Leben kontrolliert und klar zu halten. Zwei starke Frauen, geprägt von unterschiedlichen Welten, und doch verbunden durch vieles, das unausgesprochen geblieben ist. Ohne zu spoilern lässt sich sagen: Die Tochter muss die Vergangenheit ihrer Mutter mitverarbeiten, um ihren eigenen Weg zu finden – und dieser Prozess wird leise, eindrucksvoll und voller Menschlichkeit erzählt.
Das Thema ist tief und vielschichtig umgesetzt. Für mich war der Roman spannend, ergreifend, bildhaft und gleichzeitig sanft in der Sprache. Die Schrecklichkeiten der Welt werden nicht laut oder reißerisch dargestellt, sondern mit einer Zurückhaltung, die sie fast noch eindringlicher macht. Die Atmosphäre wirkt bis in kleine Details nach.
Der Schreibstil ist ruhig, klar und voll emotionaler Resonanz. Die Figuren wirken authentisch und nahbar: stark und verletzlich zugleich. Kleine überraschende Wendungen verleihen der Geschichte ein organisches Tempo, das nie künstlich wirkt.
Warum dieses Buch für mich wichtig war? Es hat meinen Horizont erweitert und in mir Fernweh geweckt. Ich habe gemerkt, wie wenig ich über manche Kulturen weiß – und wie sehr ich das ändern möchte. Manche Geschichten bleiben länger im Herzen als andere, und dieses war so eine.
Fazit: Ein ruhiger, kraftvoller Roman über Bindung, Erinnerung und Neubeginn. Für alle, die emotionale Tiefe mögen und Bücher suchen, die leise sprechen und trotzdem lange nachklingen.
Der Satz, der bleibt:
„Ich mochte diesen Duft – er roch nach Veränderung. Nach Neubeginn.“
Bewertung
aus Nettetal
5/5
14.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Emotional und spannend!
Ich war von der ersten Seite an gefesselt von dem Buch. Es ist keikeleichte Kost, behandelt themen über krieg und Leid. Aber die Story dahinter und die Einbettung in die familiäre Geschichte ist fesselnd, emotional und wahnsinnig spannend.
Absolute Leseempfehlung!
Bewertung
5/5
31.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ist die Arbeit für humanitäre Zwecke mit der Familie vereinbar?
Melanie Levensohn, die selbst auf eine beeindruckende Vita zurückblicken kann, erzählt in ihrem Roman die bewegende Geschichte von Johanna und ihrer Tochter Elisa. Johanna arbeitet für die Vereinten Nationen, reist für ihren Job rund um den Globus in Krisengebiete und setzt sich dabei großen Gefahren aus. Elisa leidet in ihrer Kindheit unter der Trennung von ihrer Mutter und fühlt sich im Stich gelassen. Zudem verbirgt Johanna ein großes Geheimnis – ihre große Liebe, von der sie ihrer Tochter nie erzählt hat. Gelingt es Mutter und Tochter wieder zueinander zu finden?
Ein eindrucksvolles und bewegendes Buch, das die Spannungsfelder zwischen persönlicher Verantwortung und familiären Bindungen auslotet. Zugleich bietet der Roman einen facettenreichen Einblick in weltpolitische Zusammenhänge und die Arbeit der Vereinten Nationen. Absolute Leseempfehlung!
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5/5
18.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tante Toni
Es ist eine Geschichte über eine tiefe Kluft zwischen Tochter und Mutter. Eine Gemeinsamkeit ist das alte Haus von Tante Toni. Dort treffen beide wieder aufeinander. Sie haben beide einen Koffer voller Erinnerungen mitgebracht, der voller Schmerz, Verletzungen und Verbitterung ist. Doch können die verletzten Gefühle aus dem Weg geräumt werden?
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5/5
12.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine fesselnde Familiengeschichte...
Eine fesselnde Familiengeschichte bei der mich als erstes dieses wunderschöne Cover angesprochen hat, dann die erste Seite und schon war ich mitten im Buch. Sehr schön zu lesen.
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4/5
15.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Komplizierte Beziehung
Der Roman beschreibt eine sehr komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung. Er erhebt die Frage, wie weit eine Mutter sich ihrer inneren Berufung widmen darf und das Ganze auf Kosten der Beziehung zu ihrer Tochter gehen kann. Es ist kein feministischer Roman. Mir hat sich trotzdem die Frage aufgedrängt, wie diese Beziehung sich bei einem Vater entwickeln würde.
Als Hintergrund hat sich die Autorin eine internationale Kulisse ausgewählt, wie New York, Den Haag und Jordanien und als ruhenden Pol das sehr beschauliche St.Goar am Rhein. Der Roman erzählt von unausgesprochen Wünschen, menschlichen Bedürfnissen und der fehlenden zwischenmenschlichen Kommunikation. Er ist gut strukturiert umgesetzt und mit einem durchaus spannenden Aspekt versehen.
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4/5
28.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Emotionale Familiengeschichte!
Die komplizierte Beziehung zwischen Mutter und Tochter begleitet beide durchs Leben. Als Johanna ein alter Haus erbt und dort einzieht folgt die Tochter ihr nach einem Burnout nach. Im Vordergrunf sehen familiäre Konflikte, Sprachlosigkeit, Liebe und Vergebung und Geheimnisse aus der Vergangenheit.
Einfühlsam erzählt und von mir eine klare Leseempfehlung.
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