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Kleine Probleme Roman

170

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

42738

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.03.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19/12,7/2 cm

Gewicht

187 g

Farbe

Schwarz / Altweiß

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00810-4

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

42738

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.03.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19/12,7/2 cm

Gewicht

187 g

Farbe

Schwarz / Altweiß

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00810-4

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Ich habe Tränen gelacht: Machen statt Reden und Denken

sommerlese am 22.01.2025

Bewertungsnummer: 2392620

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im Ki Wi Verlag erscheint der Roman Kleine Probleme von Nele Pollatschek. Der 49-jährige Lars ist Denker und angehender Schriftsteller, ein Mensch, der wenig praktisch veranlagt ist und mehr über die anliegenden Aufgaben nachdenkt, als sie schlussendlich mal anzupacken und abzuarbeiten. Seine Frau Johann verreist in der Woche vor Silvester, mit der Ansage, bitte zu Silvester einen Nudelsalat (Rezept hängt am Kühlschrank) zuzubereiten und zur Feier beim gemeinsamen Sohn mitzubringen. In dieser Woche nimmt Lars die nötigen Aufgaben in den Blick, es gilt die Wohnung zu putzen, die Steuererklärung zu machen und das Bett seiner Tochter zusammen zu schrauben. Das neue Jahr will er mit einem aufgeräumten Leben ohne ausstehende Aufgaben beginnen. Doch schneller als gedacht ist die Woche ohne große Aktivitäten vergangen, Lars verbleibt nur noch Silvester und er macht sich an seinen Plan, den er Punkt für Punkt angeht. Natürlich mit seiner ihm eigenen, etwas verpeilten Art. Nele Pollatschek hat einen wortgewandten, bildhaften Erzählstil, der Lars Probleme des Alltagslebens auf wunderbar humorvolle, aber auch liebevolle und manchmal sogar philosophisch ausufernde Weise beschreibt. Zu Anfang musste ich mich erst einmal an die ellenlangen Kettensätze gewöhnen, die wie ich später bemerkte, aber ganz wunderbar der Art des passiven Dauer-Denkers Lars entsprechen. Es ist eine Geschichte, die tragisch und komisch zugleich daherkommt. Wer sich vor unerledigten Dingen drückt, den erwischt das schlechte Gewissen spätestens zum Jahreswechsel. Eine Woche ohne Frau und Kinder vor Silvester ist die Chance für Lars, endlich mal die liegen gebliebenen Aufgaben zu schaffen, die seit langer Zeit liegen geblieben sind und die er bisher nur vor sich hergeschoben hat. Doch diese freie Woche verstreicht ohne große Aktivitäten und zu Silvester packt Lars die große Panik. Ihm bleibt noch ein Tag, um seiner Familie zu beweisen, was er so schaffen kann. Sie kennen seine Untätigkeit und diese Wunde nagt an ihm. Es hilft alles nichts, er muss den Wochenplan abarbeiten. So reinigt er im Winter bei Schneetreiben die Regenrinne, weiß aber selbst, wie viel besser das im Herbst gegangen wäre. Das neue Bettgestell von IKEA für seine Tochter befindet sich seit Monaten noch in den Originalkartons, sie schläft auf einer Matratze auf dem Fußboden. Er erfindet Namen für alle tausend Bauteile und Schräubchen und ergeht sich fast selbst verliebt in seinen Wortschöpfungen. Und die überaus nötige Putzaktion artet in eine wahre Chaosorgie aus, bei der ich Tränen gelacht habe. Während seiner gerade ausgeführten Aufgabe macht sich Lars ausufernde Gedanken, die meistens mit der Aufgabe kaum etwas zu tun haben. Mit diesen Denk-Ergüssen stellt er seiner Leserschaft seine Familie und seine eigenen Unzulänglichkeiten vor. Man kann sich während des Lesens nur wundern, dass Johanna nicht schon längst die Reißleine gezogen hat und dass ihn seine Kinder nicht für völlig unfähig halten. Lars möchte seinem Leben neuen Schub geben und seiner Familie beweisen, dass er auch ein Macher ist. Deshalb will er sich ändern und endlich mal etwas bewegen. Doch mit jeder kleinen Aktion erkennt man seine schräge Verpeiltheit, lacht über merkwürdige Vorgänge und hofft inständig, dass ihm seine Aufgabe gelingt. Am meisten habe ich darüber gelacht, wie sich Lars bei jeder noch so kleinen erledigten oder nicht erledigten Sache feiert. Eine literarische Perle, die uns die Unzulänglichkeiten der Trägheit vor Augen hält, die uns von vielen Aufgaben des Lebens abhält. Doch wenn die Liebe in Gefahr ist, muss man etwas bewegen!

Ich habe Tränen gelacht: Machen statt Reden und Denken

sommerlese am 22.01.2025
Bewertungsnummer: 2392620
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im Ki Wi Verlag erscheint der Roman Kleine Probleme von Nele Pollatschek. Der 49-jährige Lars ist Denker und angehender Schriftsteller, ein Mensch, der wenig praktisch veranlagt ist und mehr über die anliegenden Aufgaben nachdenkt, als sie schlussendlich mal anzupacken und abzuarbeiten. Seine Frau Johann verreist in der Woche vor Silvester, mit der Ansage, bitte zu Silvester einen Nudelsalat (Rezept hängt am Kühlschrank) zuzubereiten und zur Feier beim gemeinsamen Sohn mitzubringen. In dieser Woche nimmt Lars die nötigen Aufgaben in den Blick, es gilt die Wohnung zu putzen, die Steuererklärung zu machen und das Bett seiner Tochter zusammen zu schrauben. Das neue Jahr will er mit einem aufgeräumten Leben ohne ausstehende Aufgaben beginnen. Doch schneller als gedacht ist die Woche ohne große Aktivitäten vergangen, Lars verbleibt nur noch Silvester und er macht sich an seinen Plan, den er Punkt für Punkt angeht. Natürlich mit seiner ihm eigenen, etwas verpeilten Art. Nele Pollatschek hat einen wortgewandten, bildhaften Erzählstil, der Lars Probleme des Alltagslebens auf wunderbar humorvolle, aber auch liebevolle und manchmal sogar philosophisch ausufernde Weise beschreibt. Zu Anfang musste ich mich erst einmal an die ellenlangen Kettensätze gewöhnen, die wie ich später bemerkte, aber ganz wunderbar der Art des passiven Dauer-Denkers Lars entsprechen. Es ist eine Geschichte, die tragisch und komisch zugleich daherkommt. Wer sich vor unerledigten Dingen drückt, den erwischt das schlechte Gewissen spätestens zum Jahreswechsel. Eine Woche ohne Frau und Kinder vor Silvester ist die Chance für Lars, endlich mal die liegen gebliebenen Aufgaben zu schaffen, die seit langer Zeit liegen geblieben sind und die er bisher nur vor sich hergeschoben hat. Doch diese freie Woche verstreicht ohne große Aktivitäten und zu Silvester packt Lars die große Panik. Ihm bleibt noch ein Tag, um seiner Familie zu beweisen, was er so schaffen kann. Sie kennen seine Untätigkeit und diese Wunde nagt an ihm. Es hilft alles nichts, er muss den Wochenplan abarbeiten. So reinigt er im Winter bei Schneetreiben die Regenrinne, weiß aber selbst, wie viel besser das im Herbst gegangen wäre. Das neue Bettgestell von IKEA für seine Tochter befindet sich seit Monaten noch in den Originalkartons, sie schläft auf einer Matratze auf dem Fußboden. Er erfindet Namen für alle tausend Bauteile und Schräubchen und ergeht sich fast selbst verliebt in seinen Wortschöpfungen. Und die überaus nötige Putzaktion artet in eine wahre Chaosorgie aus, bei der ich Tränen gelacht habe. Während seiner gerade ausgeführten Aufgabe macht sich Lars ausufernde Gedanken, die meistens mit der Aufgabe kaum etwas zu tun haben. Mit diesen Denk-Ergüssen stellt er seiner Leserschaft seine Familie und seine eigenen Unzulänglichkeiten vor. Man kann sich während des Lesens nur wundern, dass Johanna nicht schon längst die Reißleine gezogen hat und dass ihn seine Kinder nicht für völlig unfähig halten. Lars möchte seinem Leben neuen Schub geben und seiner Familie beweisen, dass er auch ein Macher ist. Deshalb will er sich ändern und endlich mal etwas bewegen. Doch mit jeder kleinen Aktion erkennt man seine schräge Verpeiltheit, lacht über merkwürdige Vorgänge und hofft inständig, dass ihm seine Aufgabe gelingt. Am meisten habe ich darüber gelacht, wie sich Lars bei jeder noch so kleinen erledigten oder nicht erledigten Sache feiert. Eine literarische Perle, die uns die Unzulänglichkeiten der Trägheit vor Augen hält, die uns von vielen Aufgaben des Lebens abhält. Doch wenn die Liebe in Gefahr ist, muss man etwas bewegen!

Hätte nie gedacht, dass ich mich so sehr mit einem 49-Jährigen Familienvater identifizieren könnte.

Bewertung am 30.06.2025

Bewertungsnummer: 2527772

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Wie beschissen ist es bitte, wenn einem alle Türen offenstehen und man trotzdem stehen bleibt. Wenn man keinen Grund dafür hat, so zu sein, aber man ist halt trotzdem so. Wenn alles einfach ist und einfach ist viel zu schwer." Lars ist fast 50 und hat noch einiges zu erledigen, was er bisher aufgeschoben hat. Also eigentlich hat er noch alles zu erledigen. Aber wer hat das nicht.

Hätte nie gedacht, dass ich mich so sehr mit einem 49-Jährigen Familienvater identifizieren könnte.

Bewertung am 30.06.2025
Bewertungsnummer: 2527772
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Wie beschissen ist es bitte, wenn einem alle Türen offenstehen und man trotzdem stehen bleibt. Wenn man keinen Grund dafür hat, so zu sein, aber man ist halt trotzdem so. Wenn alles einfach ist und einfach ist viel zu schwer." Lars ist fast 50 und hat noch einiges zu erledigen, was er bisher aufgeschoben hat. Also eigentlich hat er noch alles zu erledigen. Aber wer hat das nicht.

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Kleine Probleme

von Nele Pollatschek

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Simon Pauly

Thalia Solingen – EKZ Hofgarten

Zum Portrait

5/5

Wenn man selbst sein einziges Hindernis ist.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manchmal heißt es wirklich nur: Weniger denken, einfach machen. Wie zum Beispiel Lars, unser Protagonist, der zweifelsohne dazu in der Lage wäre, seine Liste von kleinen Problemen in den Griff zu kriegen. Allerdings wäre das für uns als Leser natürlich weniger unterhaltsam als ihn dabei zu begleiten, wie er selbst einen Regalaufbau so zerdenken kann, dass dieser zu einer Mammutaufgabe wird. Die humoristische Schreibweise des doch tragischen Lebens von Lars macht dieses Buch so unglaublich lesenswert. Für mich ist es aber die Botschaft, dass Prokrastination meist aus Angst vor dem Scheitern entsteht, die ich in diesem Buch so perfekt veranschaulicht finde.
  • Simon Pauly
  • Buchhändler/-in

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5/5

Wenn man selbst sein einziges Hindernis ist.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manchmal heißt es wirklich nur: Weniger denken, einfach machen. Wie zum Beispiel Lars, unser Protagonist, der zweifelsohne dazu in der Lage wäre, seine Liste von kleinen Problemen in den Griff zu kriegen. Allerdings wäre das für uns als Leser natürlich weniger unterhaltsam als ihn dabei zu begleiten, wie er selbst einen Regalaufbau so zerdenken kann, dass dieser zu einer Mammutaufgabe wird. Die humoristische Schreibweise des doch tragischen Lebens von Lars macht dieses Buch so unglaublich lesenswert. Für mich ist es aber die Botschaft, dass Prokrastination meist aus Angst vor dem Scheitern entsteht, die ich in diesem Buch so perfekt veranschaulicht finde.

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Jasmin Lipp

Buchland Bad Wildungen

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5/5

Von einer ergreifenden Alltäglichkeit

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nele Pollatscheks Roman "Kleine Probleme" entführt uns in das Leben von Lars, einem 49-jährigen Denker und angehenden Schriftsteller, der eher durch Grübeln als durch Handeln auffällt. Als seine Frau verreist, sieht Lars die Chance, liegengebliebene Aufgaben wie Wohnungsputz, Steuererklärung und den Aufbau des Bettes seiner Tochter anzugehen. Doch die Woche vergeht schneller als gedacht und so bleibt ihm nur noch Silvester, um seine Pläne in die Tat umzusetzen - natürlich auf seine ganz eigene, etwas verpeilte Art. Pollatscheks wortgewandter Erzählstil fängt Lars Alltagsprobleme auf humorvolle und liebevolle Weise ein, wobei sie auch philosophische Exkurse nicht scheut. Anfangs gewöhnungsbedürftig, entpuppen sich die endlosen Schachtelsätze als Spiegelbild von Lars passivem Dauerdenken. Die Geschichte balanciert zwischen Tragik und Komik, denn wer kennt es nicht, das schlechte Gewissen, das sich vor dem Jahreswechsel meldet? Lars Versuch, seiner Familie zu beweisen, dass er mehr als nur ein Träumer ist, führt zu urkomischen Situationen. Ein Buch, das zum Lachen und Nachdenken anregt und uns daran erinnert, dass es nie zu spät ist, etwas zu verändern.
  • Jasmin Lipp
  • Buchhändler/-in

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5/5

Von einer ergreifenden Alltäglichkeit

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nele Pollatscheks Roman "Kleine Probleme" entführt uns in das Leben von Lars, einem 49-jährigen Denker und angehenden Schriftsteller, der eher durch Grübeln als durch Handeln auffällt. Als seine Frau verreist, sieht Lars die Chance, liegengebliebene Aufgaben wie Wohnungsputz, Steuererklärung und den Aufbau des Bettes seiner Tochter anzugehen. Doch die Woche vergeht schneller als gedacht und so bleibt ihm nur noch Silvester, um seine Pläne in die Tat umzusetzen - natürlich auf seine ganz eigene, etwas verpeilte Art. Pollatscheks wortgewandter Erzählstil fängt Lars Alltagsprobleme auf humorvolle und liebevolle Weise ein, wobei sie auch philosophische Exkurse nicht scheut. Anfangs gewöhnungsbedürftig, entpuppen sich die endlosen Schachtelsätze als Spiegelbild von Lars passivem Dauerdenken. Die Geschichte balanciert zwischen Tragik und Komik, denn wer kennt es nicht, das schlechte Gewissen, das sich vor dem Jahreswechsel meldet? Lars Versuch, seiner Familie zu beweisen, dass er mehr als nur ein Träumer ist, führt zu urkomischen Situationen. Ein Buch, das zum Lachen und Nachdenken anregt und uns daran erinnert, dass es nie zu spät ist, etwas zu verändern.

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