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Kleine Probleme Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Verkaufsrang

27244

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.03.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19/12,7/2 cm

Gewicht

187 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000886891

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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27244

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.03.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19/12,7/2 cm

Gewicht

187 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000886891

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    30.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hätte nie gedacht, dass ich mich so sehr mit einem 49-Jährigen Familienvater identifizieren könnte.

    "Wie beschissen ist es bitte, wenn einem alle Türen offenstehen und man trotzdem stehen bleibt. Wenn man keinen Grund dafür hat, so zu sein, aber man ist halt trotzdem so. Wenn alles einfach ist und einfach ist viel zu schwer." Lars ist fast 50 und hat noch einiges zu erledigen, was er bisher aufgeschoben hat. Also eigentlich hat er noch alles zu erledigen. Aber wer hat das nicht.

  • Bewertung

    5/5

    06.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kleines Meisterwerk

    Dieses Buch polarisiert auf ganz besondere Art und Weise. Im Mittelpunkt steht ein Endvierziger, der nach Jahren der Lethargie und vor sich hin Sinnierens am letzten Tag des Jahres mal eben schnell alles Liegengebliebene erledigen will. Problem dabei ist nur - er kommt nicht aus dem Quark. Jede einzelne Handlung wird gedanklich in winzigste Teile aller was-wäre-wenn-Optionen zerteilt. Wer schon mal was aufgeschoben hat oder einen leichten Hang zum Perfektionismus bei sich wahrnimmt, kann sich an vielen Stellen im Buch wiederfinden. Wer das nicht kennt, wird sich möglicherweise schwer tun, in das Buch einzutauchen. Ebenso außergewöhnlich ist der Dialog mit seinem inneren Kritiker, der sich stilistisch durch das gesamte Buch zieht. Ich mochte es gerne, machte es den Protagonisten auf eine für mich wunderbare Art nah und erfahrbar. Tolles, kurzweiliges Buch mit Witz und Tiefgang.

  • sommerlese

    5/5

    22.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ich habe Tränen gelacht: Machen statt Reden und Denken

    Im Ki Wi Verlag erscheint der Roman Kleine Probleme von Nele Pollatschek. Der 49-jährige Lars ist Denker und angehender Schriftsteller, ein Mensch, der wenig praktisch veranlagt ist und mehr über die anliegenden Aufgaben nachdenkt, als sie schlussendlich mal anzupacken und abzuarbeiten. Seine Frau Johann verreist in der Woche vor Silvester, mit der Ansage, bitte zu Silvester einen Nudelsalat (Rezept hängt am Kühlschrank) zuzubereiten und zur Feier beim gemeinsamen Sohn mitzubringen. In dieser Woche nimmt Lars die nötigen Aufgaben in den Blick, es gilt die Wohnung zu putzen, die Steuererklärung zu machen und das Bett seiner Tochter zusammen zu schrauben. Das neue Jahr will er mit einem aufgeräumten Leben ohne ausstehende Aufgaben beginnen. Doch schneller als gedacht ist die Woche ohne große Aktivitäten vergangen, Lars verbleibt nur noch Silvester und er macht sich an seinen Plan, den er Punkt für Punkt angeht. Natürlich mit seiner ihm eigenen, etwas verpeilten Art. Nele Pollatschek hat einen wortgewandten, bildhaften Erzählstil, der Lars Probleme des Alltagslebens auf wunderbar humorvolle, aber auch liebevolle und manchmal sogar philosophisch ausufernde Weise beschreibt. Zu Anfang musste ich mich erst einmal an die ellenlangen Kettensätze gewöhnen, die wie ich später bemerkte, aber ganz wunderbar der Art des passiven Dauer-Denkers Lars entsprechen. Es ist eine Geschichte, die tragisch und komisch zugleich daherkommt. Wer sich vor unerledigten Dingen drückt, den erwischt das schlechte Gewissen spätestens zum Jahreswechsel. Eine Woche ohne Frau und Kinder vor Silvester ist die Chance für Lars, endlich mal die liegen gebliebenen Aufgaben zu schaffen, die seit langer Zeit liegen geblieben sind und die er bisher nur vor sich hergeschoben hat. Doch diese freie Woche verstreicht ohne große Aktivitäten und zu Silvester packt Lars die große Panik. Ihm bleibt noch ein Tag, um seiner Familie zu beweisen, was er so schaffen kann. Sie kennen seine Untätigkeit und diese Wunde nagt an ihm. Es hilft alles nichts, er muss den Wochenplan abarbeiten. So reinigt er im Winter bei Schneetreiben die Regenrinne, weiß aber selbst, wie viel besser das im Herbst gegangen wäre. Das neue Bettgestell von IKEA für seine Tochter befindet sich seit Monaten noch in den Originalkartons, sie schläft auf einer Matratze auf dem Fußboden. Er erfindet Namen für alle tausend Bauteile und Schräubchen und ergeht sich fast selbst verliebt in seinen Wortschöpfungen. Und die überaus nötige Putzaktion artet in eine wahre Chaosorgie aus, bei der ich Tränen gelacht habe. Während seiner gerade ausgeführten Aufgabe macht sich Lars ausufernde Gedanken, die meistens mit der Aufgabe kaum etwas zu tun haben. Mit diesen Denk-Ergüssen stellt er seiner Leserschaft seine Familie und seine eigenen Unzulänglichkeiten vor. Man kann sich während des Lesens nur wundern, dass Johanna nicht schon längst die Reißleine gezogen hat und dass ihn seine Kinder nicht für völlig unfähig halten. Lars möchte seinem Leben neuen Schub geben und seiner Familie beweisen, dass er auch ein Macher ist. Deshalb will er sich ändern und endlich mal etwas bewegen. Doch mit jeder kleinen Aktion erkennt man seine schräge Verpeiltheit, lacht über merkwürdige Vorgänge und hofft inständig, dass ihm seine Aufgabe gelingt. Am meisten habe ich darüber gelacht, wie sich Lars bei jeder noch so kleinen erledigten oder nicht erledigten Sache feiert. Eine literarische Perle, die uns die Unzulänglichkeiten der Trägheit vor Augen hält, die uns von vielen Aufgaben des Lebens abhält. Doch wenn die Liebe in Gefahr ist, muss man etwas bewegen!

  • sommerlese

    5/5

    22.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich habe Tränen gelacht:…

    Ich habe Tränen gelacht: Machen statt Reden und Denken Im Ki Wi Verlag erscheint der Roman Kleine Probleme von Nele Pollatschek. Der 49-jährige Lars ist Denker und angehender Schriftsteller, ein Mensch, der wenig praktisch veranlagt ist und mehr über die anliegenden Aufgaben nachdenkt, als sie schlussendlich mal anzupacken und abzuarbeiten. Seine Frau Johann verreist in der Woche vor Silvester, mit der Ansage, bitte zu Silvester einen Nudelsalat (Rezept hängt am Kühlschrank) zuzubereiten und zur Feier beim gemeinsamen Sohn mitzubringen. In dieser Woche nimmt Lars die nötigen Aufgaben in den Blick, es gilt die Wohnung zu putzen, die Steuererklärung zu machen und das Bett seiner Tochter zusammen zu schrauben. Das neue Jahr will er mit einem aufgeräumten Leben ohne ausstehende Aufgaben beginnen. Doch schneller als gedacht ist die Woche ohne große Aktivitäten vergangen, Lars verbleibt nur noch Silvester und er macht sich an seinen Plan, den er Punkt für Punkt angeht. Natürlich mit seiner ihm eigenen, etwas verpeilten Art. Nele Pollatschek hat einen wortgewandten, bildhaften Erzählstil, der Lars Probleme des Alltagslebens auf wunderbar humorvolle, aber auch liebevolle und manchmal sogar philosophisch ausufernde Weise beschreibt. Zu Anfang musste ich mich erst einmal an die ellenlangen Kettensätze gewöhnen, die wie ich später bemerkte, aber ganz wunderbar der Art des passiven Dauer-Denkers Lars entsprechen. Es ist eine Geschichte, die tragisch und komisch zugleich daherkommt. Wer sich vor unerledigten Dingen drückt, den erwischt das schlechte Gewissen spätestens zum Jahreswechsel. Eine Woche ohne Frau und Kinder vor Silvester ist die Chance für Lars, endlich mal die liegen gebliebenen Aufgaben zu schaffen, die seit langer Zeit liegen geblieben sind und die er bisher nur vor sich hergeschoben hat. Doch diese freie Woche verstreicht ohne große Aktivitäten und zu Silvester packt Lars die große Panik. Ihm bleibt noch ein Tag, um seiner Familie zu beweisen, was er so schaffen kann. Sie kennen seine Untätigkeit und diese Wunde nagt an ihm. Es hilft alles nichts, er muss den Wochenplan abarbeiten. So reinigt er im Winter bei Schneetreiben die Regenrinne, weiß aber selbst, wie viel besser das im Herbst gegangen wäre. Das neue Bettgestell von IKEA für seine Tochter befindet sich seit Monaten noch in den Originalkartons, sie schläft auf einer Matratze auf dem Fußboden. Er erfindet Namen für alle tausend Bauteile und Schräubchen und ergeht sich fast selbst verliebt in seinen Wortschöpfungen. Und die überaus nötige Putzaktion artet in eine wahre Chaosorgie aus, bei der ich Tränen gelacht habe. Während seiner gerade ausgeführten Aufgabe macht sich Lars ausufernde Gedanken, die meistens mit der Aufgabe kaum etwas zu tun haben. Mit diesen Denk-Ergüssen stellt er seiner Leserschaft seine Familie und seine eigenen Unzulänglichkeiten vor. Man kann sich während des Lesens nur wundern, dass Johanna nicht schon längst die Reißleine gezogen hat und dass ihn seine Kinder nicht für völlig unfähig halten. Lars möchte seinem Leben neuen Schub geben und seiner Familie beweisen, dass er auch ein Macher ist. Deshalb will er sich ändern und endlich mal etwas bewegen. Doch mit jeder kleinen Aktion erkennt man seine schräge Verpeiltheit, lacht über merkwürdige Vorgänge und hofft inständig, dass ihm seine Aufgabe gelingt. Am meisten habe ich darüber gelacht, wie sich Lars bei jeder noch so kleinen erledigten oder nicht erledigten Sache feiert. Eine literarische Perle, die uns die Unzulänglichkeiten der Trägheit vor Augen hält, die uns von vielen Aufgaben des Lebens abhält. Doch wenn die Liebe in Gefahr ist, muss man etwas bewegen!

  • bruekhe der trojer

    5/5

    27.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    14181.minor issues ich selbst…

    14181.minor issues ich selbst brauche zwar keine empfehlungen, um mich zum kauf eines buches zu entschlieszen; ich habe leute, die ich gern lese und deshalb kaufe, nele pollatschek gehört auf jeden fall dazu. aber unentschlossene auf der suche gibt es wohl, diesen möchte ich also meinen jdfs. nicht sachlichen eindruck, aber eine ehrliche empfehlung dieses kleinen kunstgriffes mitgeben, den fr. pollatschek da angestellt hat. in durchaus kurzweiliger manier führt sie uns durch einige grundlegende fragestellungen, die manchem bekannt vorkommen mögen, der..., naja, eben: lebt. lars, passender name dieses endvierziger (aber was ist eigentlich der kern seines wesens? hier fehlt mir das nomen..., vielleicht einfach: vaters?) jdfs. protagonisten ist wohl zuhaus alleingelassen worden für eine weile von auswachsenden kindern und johanna, die jedoch, also kinder und johanna, in seinem kopf spuken in einem zwiegespräch, das auf der länge des romans philosophisch und humorvoll ausgestaltet wird. es beginnt mit einer liste an diesem einen tag, der den zeitpunkt der handlung bildet, unbedingt zu erledigender dinge; von so einfachen scheinbar wie Ein Bett aufbauen für die Tochter und Putzen bis zu Lebenswerk schreiben - was immer das auch ist. lars ist doch irgendwie schriftsteller und wir kucken ihm zu, wie er jeden schritt immer weiter prokrastiniert (aufschiebt) bis er in gelungenen hirnwendungen schlieszlich dahin kommt, den nötigen lappen zu nehmen, um einen eingetrockneten kaffefleck auf dem boden zu entfernen. zu sehen, wie die punkte auf der liste langsam abgehakt werden, ist auch für mich erleichternd gewesen; die alltägliche lähmung angesichts alltäglicher kleiner probleme und die ausgeklügelten techniken, mit denen wir uns ihrer bewältigung(en) verweigern, ist höchst unterhaltsam. lars, dessen hochphilosophische gedanken (unironisch, die er zur ablenkung vom notwendigen anstellt) immer wieder liebevoll von einschüben johannas oder der kinder unterbrochen werden, die ihn irgendwie (aufrappeln, sie > ihn) sollen, wächst an jeder aufgabe, indem er sich immer klarer wird, was vielleicht das eigentliche problem ist. johanna, der gute freund, die ihn ein halbes leben begleitet und gestützt hat, ist nicht ewig da, um auf diesen liebenswerten groszen jungen aufzupassen - der sich hier natürlich (feministisch-stilisiert) durchaus kritisch lesen läszt - und sein geschirr wegzuräumen. ich mochte diese late 40ies coming-of-age geschichte sehr, man lernt über sich selbst und ohne grimm, was sich dann noch beheben läszt, damit alle glücklich bleiben.

Kundinnen und Kunden meinen

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Simon Pauly

    Simon Pauly

    Thalia Solingen – EKZ Hofgarten

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn man selbst sein einziges Hindernis ist.

    Manchmal heißt es wirklich nur: Weniger denken, einfach machen. Wie zum Beispiel Lars, unser Protagonist, der zweifelsohne dazu in der Lage wäre, seine Liste von kleinen Problemen in den Griff zu kriegen. Allerdings wäre das für uns als Leser natürlich weniger unterhaltsam als ihn dabei zu begleiten, wie er selbst einen Regalaufbau so zerdenken kann, dass dieser zu einer Mammutaufgabe wird. Die humoristische Schreibweise des doch tragischen Lebens von Lars macht dieses Buch so unglaublich lesenswert. Für mich ist es aber die Botschaft, dass Prokrastination meist aus Angst vor dem Scheitern entsteht, die ich in diesem Buch so perfekt veranschaulicht finde.
  • Zum Bewerterprofil von Jasmin Lipp

    Jasmin Lipp

    Buchland Bad Wildungen

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von einer ergreifenden Alltäglichkeit

    Nele Pollatscheks Roman "Kleine Probleme" entführt uns in das Leben von Lars, einem 49-jährigen Denker und angehenden Schriftsteller, der eher durch Grübeln als durch Handeln auffällt. Als seine Frau verreist, sieht Lars die Chance, liegengebliebene Aufgaben wie Wohnungsputz, Steuererklärung und den Aufbau des Bettes seiner Tochter anzugehen. Doch die Woche vergeht schneller als gedacht und so bleibt ihm nur noch Silvester, um seine Pläne in die Tat umzusetzen - natürlich auf seine ganz eigene, etwas verpeilte Art. Pollatscheks wortgewandter Erzählstil fängt Lars Alltagsprobleme auf humorvolle und liebevolle Weise ein, wobei sie auch philosophische Exkurse nicht scheut. Anfangs gewöhnungsbedürftig, entpuppen sich die endlosen Schachtelsätze als Spiegelbild von Lars passivem Dauerdenken. Die Geschichte balanciert zwischen Tragik und Komik, denn wer kennt es nicht, das schlechte Gewissen, das sich vor dem Jahreswechsel meldet? Lars Versuch, seiner Familie zu beweisen, dass er mehr als nur ein Träumer ist, führt zu urkomischen Situationen. Ein Buch, das zum Lachen und Nachdenken anregt und uns daran erinnert, dass es nie zu spät ist, etwas zu verändern.
  • Zum Bewerterprofil von Laura Frank

    Laura Frank

    Thalia Leipzig

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kleine Probleme

    Lars ist 49 und in allen Aspekten seines Lebens nicht dort, wo er sein will. Seine Ehe: Nicht mehr das, was sie mal war. Das Lebenswerk: Nie verfasst. Der Müll: Am Überquillen. Doch heute ist der 31. Dezember und er wollte eigentlich die Lücke zwischen den Jahren nutzen, all diese Dinge endlich zu erledigen. Einen Tag hat er aber noch. Ein Roman wie kein anderer, über einen Mann, mit dem ich mich sehr verbunden gefühlt habe und mich gleichzeitig gefragt habe, was mit ihm los ist. Komisch und liebevoll zugleich ist Kleine Probleme ein kleines Meisterwerk.
  • Zum Bewerterprofil von Laura Worm

    Laura Worm

    Thalia Halle

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das mache ich lieber morgen ...

    Lars hat es verpeilt. Naja, eigentlich nur aufgeschoben. Der 49-jährige hätte sich noch um allerhand Dinge kümmern müssen, damit alles am Silvesterabend für seine Familie vorbereitet ist: Bett der Tochter aufbauen, Steuererklärung machen, Lebenswerk schreiben, Haus putzen, mit dem Rauchen aufhören ... Ursprünglich wollte er dies auch tun, zwischen den Jahren. Aber auf einmal ist schon der 31. Dezember und Lars hat keines dieser Dinge auch nur ansatzweise angefangen. Was also tun? Erstmal anfangen und dann natürlich alles an einem Tag erledigen, ist doch klar. Denn das neue Jahr muss frisch gestartet werden – wenn Lars sich jetzt nicht ändert, dann wird er es nie tun. Und dann werden wieder alle denken, dass auf ihn sowieso kein Verlass ist ... Ein witziger, aber auch überraschend tiefgründiger Roman über einen Mann, der sein Leben lang schon prokrastiniert und in dieser Trägheit gefangen ist. Wenn man selbst dazu neigt, die wichtigen Dinge immer weiter nach hinten zu verschieben, dann wird man sich hier sehr gut wiedererkennen. Ich habe mich häufig ertappt gefühlt, musste aber auch teilweise herzlich lachen, wenn Lars immer tiefer in seinen Gedankenstrom fällt. Eben weil einem das Ganze so bekannt vorkommen kann. Mit einem bittersüßen Beigeschmack macht uns Pollatschek klar, worauf es letztendlich ankommt und dass das Einzige, was uns letztendlich im Weg steht eigentlich nur wir selbst sind.
  • Zum Bewerterprofil von Bettina Mohler

    Bettina Mohler

    Thalia Soest

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der tragisch-komische Protagonist...

    Der tragisch-komische Protagonist Lars ist "krankhafter Prokrastinierer mit einer mittelschweren Depression". Am 31.12 versucht er eine Liste mit kleinen Aufgaben abzuarbeiten und stößt dabei auf die aufgeschobenen Probleme der letzten 49 Jahre. Amüsant und zutiefst menschlich.

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