Göteborg 1926: Ein unbeschwerter Familienausflug ins Naturhistorische Museum wird zum Albtraum, als die neunjährige Alice spurlos verschwindet. Während die Familie verzweifelt nach Antworten sucht, übernimmt Oberkommissar Nils Gunnarsson den Fall. Unterstützt von der Journalistin Ellen folgt er einer Spur aus Geheimnissen, die nicht nur das Schicksal von Alice betreffen, sondern tief mit dem Museum selbst verwoben sind ...
Wird es ihnen gelingen, das Mädchen zu finden, bevor die dunklen Schatten der Vergangenheit erneut zuschlagen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Nijura
5/5
30.07.2025
eBook (ePUB)
Dunkle Schatten im Museum –…
Dunkle Schatten im Museum – Ein Krimi voller Geheimnisse und mystischen Elementen Marie Hermanson entführt ihre Leser in „Im Finsterwald“ in ein düsteres, atmosphärisch dichtes Schweden der 1920er Jahre – genauer gesagt in das Naturhistorische Museum Göteborgs, das zum Schauplatz eines packenden Kriminalfalls wird. Was als harmloser Familienausflug beginnt, entwickelt sich rasch zu einem Albtraum, als die neunjährige Alice spurlos verschwindet. Die Handlung setzt mit dieser schockierenden Wendung ein und entfaltet sich zu einem vielschichtigen Rätsel, das weit über ein gewöhnliches Vermisstenprotokoll hinausgeht. Hauptwachmeister Nils Gunnarsson erweist sich dabei als ungewöhnlicher Ermittler, dessen Entdeckungen in den labyrinthartigen Gängen des Museums für Gänsehaut sorgen. Hermanson versteht es meisterhaft, das Museum als klaustrophobischen, fast schon unheimlichen Ort zu inszenieren, an dem jedes Ausstellungsstück eine eigene Geschichte zu erzählen scheint – manche davon lieber im Verborgenen geblieben. Die Autorin schafft eine eindrucksvolle Atmosphäre. Besonders stark ist ihr Stil, der mit leisen, psychologisch fein gezeichneten Momenten arbeitet, anstatt auf plumpe Effekte zu setzen. Die Spannung entsteht durch ein konstantes Gefühl der Bedrohung und eine allmählich aufgedeckte Wahrheit, die erschüttert. Fazit: "Im Finsterwald" hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein klug konstruierter, stilistisch eleganter Kriminalroman mit Mystery-Elementen, der mich langsam, aber unerbittlich in seinen Bann gezogen hat. Die düstere Stimmung und das geheimnisvolle Setting machen dieses Buch zu einem fesselnden Leseerlebnis. Wer atmosphärisch dichte Krimis mit psychologischem Tiefgang schätzt, sollte zu diesem Buch greifen.
Bewertung
aus Striegistal
5/5
06.07.2025
eBook (ePUB)
Ein Thriller der leisen Töne
Alice ist während eines Ausfluges mit ihren Geschwistern und dem Kindermädchen im Naturhistorischen Museum verschwunden. Trotz dass das Mädchen zusammen mit den Museumsangestellten sofort mit der Suche begonnen und das Museum schon geschlossen hatte. Ist Alice vielleicht doch in den bitterkalten Wintertag hinausgelaufen oder an eine falsche Person geraten? Kommissar Nils Gunnarsson beginnt zu ermitteln, unterstützt wird er von der Journalistin Ellen, die sich mit dem Kindermädchen anfreundet und in die Abgründe von Alice Familie blickt.
Was meint Alice kleinerer Bruder, dass sie das Mädchen nicht finden werden, weil diese im Wald bei den Elchen ist. Welchen Wald meint das Kind? Man befindet sich doch in Göteborg, ist es der Park oder ein Synonym? Ein Thriller der leisen Töne. Er ist spannend und subtil. Irgendwie hat jeder ein Motiv und dann doch wieder nicht. Man rätselt mit - Mord, Unfall, versteckt sich Alice in den Tiefen des Museums und findet nicht zurück?
Ein Thriller der leiden Töne, der zum genauen Hinsehen und Hinhören auffordert. Eine Geschichte, die aufzeigt, wie vielschichtig der Mensch ist und dass man sein genaues Wesen nie enträtseln wird. Das Buch ist sehr lesenswert, wenn es nicht unbedingt der blutige Schocker sein muss.
Dana G.
5/5
26.06.2025
eBook (ePUB)
Ein Haus voller Tod
1926: Das Kindermädchen Maj Stenberg besucht mit den Kindern der Famile Guldin, Ingmar, Tore, Maianne, Britt und Alice, das Naturhistorische Museum in Göteborg. Draußen herrschen eisige Temperaturen und so nutzen sie die Zeit, um sich aufzuwärmen. Doch dann verschwindet die neunjährige Alice. Die Polizei wird aber erst einen Tag später informiert. Nils Gunnarsson, Hauptwachmeister in der Detektivabteilung, und die Journalistin Ellen Grönblad machen sich auf die Suche nach dem Mädchen und der Wahrheit.
Dies ist der bereits dritte Fall für die Journalistin Ellen Grönblad und Hauptwachmeister Nils Gunnarsson im schönen Göteborg.
Für mich war es das erste Buch von Marie Hermanson, diese Reihe war mir total unbekannt. Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt, aus der von Nils und Ellens sowie von Leuten, die in Zusammenhang mit dem Fall und Alice stehen.
Ellen und Nils fand ich sehr sympathisch, jeder hatte so seine Eigenheiten. Er ein Tanzliebhaber, fleißig und ein sehr sorgfältig ermittelnder Beamter. Sie frisch verheiratet und sehr forsch im Umgang mit ihren Mitmenschen. Ich habe gemerkt, dass beide zusammen eine Vorgeschichte haben und ich hatte oft das Gefühl, als hätte ich etwas verpasst. Diese Lücken werde ich durchs Lesen der anderen Teile schließen müssen. Dass Ellen tatsächlich Journalistin ist, kommt leider nicht so richtig in Erscheinung.
Maj Stenberg ist mit ihren gerade 16 Jahren schon sehr erwachsen. Man hatte den Eindruck, sie ist mindestens zehn Jahre älter. Sie ist eine sehr tragische, aber auch sehr brisante Figur. Mit Nils Vorgesetztem, Kommissar Nordfeldt, und Georg, Ellens Ehemann, hatte man zusätzlich zwei interessante und unterhaltsame Figuren. Und nicht zu vergessen, das unheimliche Naturhistorische Museum als Schauplatz des Verbrechens, fast schon ein Gruselkabinett, sorgte für spannende Lesestunden.
Gesellschaftlich und zeitlich gesehen, wurde das damalige Leben sehr authentisch und lebendig eingefangen. Männer übten ihre Macht aus, es gab Kinderarbeit und Frauen waren einfach nichts wert. Die Auflösung kam nicht so überraschend. Es hat sich angedeutet, aber um ehrlich zu sein, habe ich gehofft, es gibt eine andere Erklärung. Der Schreibstil war total angenehm und fesselnd. Ich flog nur so durch die Seiten.
Fazit: Die Geschichte und ihre so unterschiedlichen Figuren haben mich von Anfang an gepackt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Die Vorgänger werde ich definitiv noch nachholen.
Bewertung
aus Quickborn
5/5
21.06.2025
eBook (ePUB)
Spannender, psychologisch dichter Kriminalroman
Göteborg, Winter 1927, es verschwindet ein Mädchen im Naturhistorischen Museum. Eine Geschichte, die sich unspektakulär anhört, die aber den Leser über mehr als 400 Seiten in seinen Bann schlägt. Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen, konnte mich kaum losreißen von der eigenartigen Atmosphäre des nördlichen Winters, den empathisch beschriebenen Haupt- und Nebenfiguren und dem tragischen Geschehen.
Das verschwundene Mädchen heißt Alice, was sofort an Alice im Wunderland denken lässt, das älteste von fünf Geschwistern der Familie Guldin, mit denen das junge Kindermädchen Maj nicht nur zum Aufwärmen in das Museum geht. Denn es gibt dort für Kinder viel zu sehen und zu bestaunen. Und auch Maj staunt dort gern und verliert sich in Gedanken. Vater Filip Guldin steht kurz vor dem selbstverschuldeten finanziellen Ruin, seine Ehefrau leidet nach der Geburt des letzten Kindes, Baby Ingmar ist gerade neun Monate, wahrscheinlich unter einer postnatalen Depression, und wird mit Opium völlig lahmgelegt. Das Kindermädchen, mit einer himmlischen Geduld gesegnet, muss Haushalt und Kinder betreuen und dem Hausherrn auch sonst zu Diensten sein. Als ihr die kleine Alice im Museum entwischt, trägt sie das mit Fassung. Die Polizei beginnt mit einer wahren Sisyphusarbeit, Museum und Wohnumfeld werden systematisch abgesucht, nichts. Hauptwachtmeister Nils Gunnarson weitet seine Suche aus, nicht immer zur Freude seines Vorgesetzten Kommissar Nordfeldt. Er kommt mit seiner verflossenen Flamme Ellen in Kontakt, die als ehemalige Journalistin und jetzige frischgebackene Ehefrau eines Herrn Forsell ein gutes Gespür für ungewöhnliche Vorgänge hat. Dass sie darin auch verwickelt werden könnte, ahnt sie natürlich nicht.
Die Autorin hat ein gutes Gespür für feine Töne, ihre Charakteristika sind lebensecht und der Fortgang der Geschichte und der Ermittlungen bringt so manche Überraschung. Es gibt Verdächtige und Verdächtigungen, ungeahnte Enthüllungen und der Leser lernt nicht nur das Schweden der 1920-er Jahre, sondern auch insbesondere ein Naturhistorisches Museum kennen, dass die wenigsten so intensiv bestaunt haben dürften, wie ich es hier im Buch tun konnte. Sehr gelungen und nicht eine Seite langweilig.
Die Übersetzung von Regine Elsässer, die schon unzählige Bücher auch von Marie Hermanson und anderen Skandinaviern übersetzt hat, lässt in keinem Satz Wünsche offen. Es ist ein wunderbar zu lesender Kriminalroman, der nicht nur viel Spannung, sondern auch gute Literatur bietet.
Es gibt bereits zwei Kriminalromane, in denen Nils Gunnarson und Ellen Grönblad die Hauptrollen spielen. „Der Sommer, in dem Einstein verschwand“ ist im Jahr 1923 angesiedelt, „Die Pestinsel“ 1925. Ich habe es nicht als Manko angesehen, dass ich diese vor „Im Finsterwald“ stattfindenden Kriminalfälle nicht kannte. Letzterer lässt sich wunderbar auch ohne Vorkenntnisse lesen. Da ich ein Fan von schwedischen, skandinavischen Krimis bin, werde ich bei Marie Hermanson sicher noch mehr finden, das mir gefällt.
Fazit: Bis zum Schluss habe ich mitgerätselt und Theorien entwickelt, was mit Alice geschehen ist, und ich empfehle allen Neugierigen, nicht die letzten Seiten zuerst zu lesen. Sie würden sich um ein großes Lesevergnügen mit vielen Spannungsbögen bringen.
mesu
4/5
05.08.2025
eBook (ePUB)
Das Dunkle im Museum
Alice das kleine neunjährige Mädchen ist spurlos verschwunden. Bei einem Besuch im Naturhistorischen Museum mit ihren Geschwistern und dem Kindermädchen Maja. Die Polizei durchsucht akribisch das alte ehrwürdige Museum, mit seinen endlosen teils dunklen Gängen, den vielen Ausstellungsräumen und Gallerien, doch Alice bleibt verschwunden. Fast als hätte das geheimnisvolle Museum sie verschluckt und sich einverleibt. Es gibt keine Spur von ihr und Hauptwachtmeister Nils Gunnarsson tappt völlig im Dunkeln. Er bekommt Hilfe von der Journalistin Ellen, doch es ist eine prekäre Situation, denn die Zeit verrinnt und Alice ist in höchster Gefahr.
Die Autorin erzählt eine atmosphärische und eindringliche Kriminalgeschichte. Man ist gefesselt von der Geschichte, ein unterschwelliges ungutes Gefühl begleitet den Leser bis zum überraschende Ende. Außergewöhnlich und lesenswert!
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5/5
12.01.2026
Buch (Taschenbuch)
tragischer Familienausflug
Der dritte Krimi um Nils Gunnarsson und Ellen Grönblad spielt wieder in Göteborg im Winter 1926,
Es ist bitterkalt in Göteborg und so beschließt das Kindermädchen Maj mit den Sprösslingen der Familie Guldin einen Ausflug ins Naturhistorische Museum in Göteborg zu machen, doch als es Zeit ist nach Hause zu gehen, fehlt Alice .Trotz intensiver Suche bleibt Alice verschwunden.
Voller Hoffnung das Mädchen zuhause anzutreffen macht sich die kleine Gruppe auf den Rückweg, doch Alice ist nicht da.
Ein sehr gut geschriebener spannender Krimi der im Gegensatz zu vielen anderen Krimis
nicht mordlüstern und düster wirkt.
Einer meiner Favoriten
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5/5
14.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Obacht: Teil 3 einer Reihe!
Nur durch Zufall habe ich herausgefunden, dass dieses Buch zusammen mit zwei anderen von Marie Hermanson eine Reihe bildet (Der Sommer, in dem Einstein verschwand ist Band 1 und Die Pestinsel ist Band 2). Leider ist es weder als Reihentitel gekennzeichnet, noch passt es optisch zu den beiden anderen Büchern. Das ist für potentielle Leser:innen natürlich ungünstig.
Allerdings muss man auch zugeben, dass man zumindest auf Teil 1 auch ganz gut verzichten kann, da dieser eher ein Roman und etwas langatmig ist. Wenn man mit der Pestinsel startet, hat man keinen großen Informationsverlust, sondern bekommt einen groben Überblick, der reicht, um die Reihe zu starten. Auch mit "Im Finsterwald" könnte man starten, ohne für die anderen Bände gespoilert zu werden, muss dann jedoch damit leben, dass man bei der privaten Hintergrundgeschichte der Ermittler:innen im Dunkeln bleib.
Der Krimi selber ist sehr spannend gemacht und überzeugt mit einem etwas anderen Locked Room Setting - er spielt in einem Museum! Das fand ich sehr cool und ich mag auch die Art der Autorin sehr, die es erlaubt, dass man selber miträtseln kann. Die Auflösung ist so, dass man selber darauf kommen kann, wenn man allen Hinweisen folgt und trotzdem ist sie nicht zu offensichtlich, sodass man bis zum Ende Spaß an diesem Buch hat.
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5/5
13.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Großartig!
Wer schon mal in einem naturkundlichen Museum war, vielleicht sogar als Kind, kennt die Atmosphäre, mit der Herrmanson hier perfekt spielt. Eine gruselige, düstere Umgebung und eine mysteriöse Geschichte ziehen uns wie eine Schraube immer tiefer in Handlung hinein. Nichts für Leute, die den schnellen Kick suchen, aber ein hervorragendesr Krimi für alle, die keinen Mainstream suchen.
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5/5
07.07.2025
Buch (Taschenbuch)
skandinavisch historisch modern
Göteborg, 1926:
Im naturhistorischen Museum verschwindet ein kleines Mädchen. Obwohl sofort eine Suchaktion beginnt, das Museum geschlossen und die Polizei eingeschaltet wird, bleibt Alice verschwunden.
Marie Hermanson gelingt es, allein durch die Örtlichkeit des Museums eine schauerliche Atmosphäre zu schaffen, Tierskelette, Dioramen, verschachtelte Räume, Präparatoren und ihr Arbeitsumfeld.
Im Gegensatz dazu ist das Polizeiteam um Hauptkommissar Nils Gunnarson ausgesprochen sachlich und professionell, ermittelt nicht nur bei den Beschäftigten des Museums, sondern auch im familiären Umfeld des Mädchens.
“ Im Finsterwald” ist ein richtig gut gemachter historischer Krimi, das Reizvollste ist, dass er ziemlich modern ist.
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5/5
19.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Im finsteren Wald bei den Elchen...
Dieser historische Krimi ist eine angenehme mentale Abkühlung für die heißen Sommertage! Ausgesprochen kurzweilig taucht man ein in das Schweden des beginnenden 20en Jahrhunderts. Und auf der Suche nach einem verschwundenen Mädchen bekommt man auch einen Einblick in die Gesellschaft dieser Zeit. "Im Finsterwald" ist zwar das dritte Buch mit Ellen und Nils, aber man es kann auch eigenständig lesen.
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