James es un libro fascinante. Una reescritura de Las aventuras de Huckleberry Finn de Mark Twain desde el punto de vista de Jim, el esclavo.
Con el humor ti¿pico de Percival Everett y una inteligencia sobrecogedora, el lector vive una gran aventura, la de la libertad. James es el nombre de la dignidad. El esclavo ha visitado de forma clandestina la biblioteca de su amo y ha aprendido a leer y escribir. Cuando se entera de que lo han vendido y lo van a separar de su mujer y su hija decide escaparse. En esa aventura trepidante lo acompan~a Huck. Los dos se convierten en una pareja de personajes que se necesitan mutuamente no sölo para sobrevivir, tambie¿n para conocerse y saber cuäl es su verdadera conexiön.
El lenguaje es fundamental en este libro de lectura trepidante construido casi enteramente en diälogos inteligentes.
Las cri¿ticas han sido excepcionales en todos los grandes medios de comunicaciön de Estados Unidos y Reino Unido. Considerada de forma generalizada como una obra de arte ha encumbrado a Percival Everett en la cima de los autores literarios contemporäneos de su pai¿s. Una fascinante y conmovedora lectura para todas las edades.
Percival Everett es un escritor estadounidense distinguido con numerosos premios. Sus libros mäs recientes han sido publicados en De Conatus.
Dr. No ganö el premio PEN 2023
Los ärboles fue finalista del Booker Prize 2022.
Cuänto azul considerado una obra fundamental por el cri¿tico James Wood.
American Fiction, ganadora del öscar 2024 al mejor guiön adaptado estä basada en su obra Cancelado.
Pröximamente en De Conatus tambie¿n publicaremos Telephone, finalista del premio Pulitzer en 2021 y su obra poe¿tica Sonetos para una tonalidad perdida.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
speedy208
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
07.08.2026
Buch (Taschenbuch)
James oder der unheilvolle Bleistift
Die knapp 300 Seiten sind eine Hommage an Mark Twain; aus seinem Klassiker wird eine Fortsetzung oder Vorlauf, zu “Huckleberry Finn”. Und ja, Huck und Tom (Sawyer) kommen darin auch vor, auch wenn es eigentlich die Geschichte der Nebenfigur Jim sein sollte. Mir kam es eher wie ein Mix aus Roman, Sachbuch (Philosophie), Politik und Linguistik vor. Linguistik? Ja, weil das Buch in 3 bzw. 4 Sprachformen (Dialekten) geschrieben ist: im Slang der Weissen der US-Südstaaten, dann im Slang der (unterwürfigen) Schwarzen/POCs (Sklaven), weiter in der Konversation der Schwarzen untereinander, dem modernen Alltagsenglisch vom Englisch der modernen Weissen nicht zu unterscheiden, und schliesslich im Narrativ – Roman ist aus Jims Perspektive, also in der Ich-Form geschrieben – moderner Sachbücher. Ob diese 4 “Dialekte” oder Sprachformen in der deutschen Übersetzung so deutlich werden wie im amerikanischen Original weiss ich nicht, ich weiss jetzt nur, dass und warum die USA zu Zeiten der Sklaverei 4 Sprachformen hatten. Deswegen war ich auch skeptisch, das Buch zu lesen, weil ich an diese Vierspurigkeit des Englisch nicht gewöhnt bin.
Story fängt wiederum in Hannibal/Missouri, also an Mark Twains Original-Schauplatz, an, mit den bekannten Protagonisten Becky Thatcher und ihrem Vater, dem Richter, dann Hucks Vater und Pflegemutter und Tom Sawyer und seiner Tante Polly – und natürlich Jim, dem Sklaven, der fliehen wird.
Obwohl in der Originalversion, ist es leicht für Nicht-Muttersprachler zu verstehen und der Clou: anhand der Sprachform weiss man, wer wann mit wem redet, gibt es doch viele Dialoge.
Fast gleichzeitig fliehen Jim, der nach New Orleans verkauft werden soll und damit von seiner Familie getrennt wird, und Huck, dessen trunksüchtiger Vater wieder auftaucht und Huck verprügelt. Beide treffen auf einer nahegelegenen Insel aufeinander, ihrem Zwischenhalt. Huck, ich schätze ihn auf höchstens 12, täuschte seinen Tod vor, und weiss nicht, dass sein Vater im Suff stirbt. Jim will nach Norden, um später seine Familie zu befreien. Die beiden werden zusammengeschweisst, aber anders als beim Original von Twain: Huck scheint dort 14- oder 15jährig, Tom 12jährig, hier aber ist Huck ein Kind, für Jim mehr Ballast als Begleiter. Damit beginnt quasi das Roadmovie mit Booten am Flussufer vom Süden nach Norden. Allerhand komische Gestalten kreuzen ihren Weg, mal sind es Schwindler, Gauner, mal Minstrelsingers (weisse Sänger, die sich schwarz anmalen und Schwarze nachmachen mit Singen und Tanzen). Jim, als der vernünftige, erwachsene Erzähler erleidet viel, weil er sich seiner Rolle als Sklave bewusst ist. In seinen Träumen begegnen ihm aber bekannte Philosophen und Humanisten wie Locke oder Voltaire, mit denen er über Gott, die Welt und das Schicksal debattiert. Manchmal redet er im Traum – im richtigen Englisch -, was Huck nicht versteht, und Jim sich ihm nicht offenbaren will. Sie treffen auch auf andere Sklaven, von denen ihn einer fragt, ob er was brauche. Jim antwortet gedankenlos, ja ein Bleistift wäre nicht schlecht. Und dieser Bleistift ist verhängnisvoll, quasi der rote Faden des (orangen) Buches, weil er einerseits Jims Gedanken befreit, die er niederschreibt, andererseits das Leben des “Schenkers” kostet: dieser wird gelyncht deswegen.
Man taucht sofort in die Vorkriegszeit des US-Bürgerkrieges (1861-1865) ein, wird quasi auf dem Strom des Mississippi mitgerissen, sieht die Schaufelraddampfer, die brutalen Sklavenaufseher, die Hierarchie der einzelnen Klassen (arme/reiche Weisse und helle/dunkle Schwarze bzw. Nigger und Neger). Auch lernt man über die Besitzverhältnisse der Sklavenhalter etwas, dass die Sklaven wie ein Pfand, eine Hypothek oder ein Hund gelten.
Die einzelnen Episoden sind kurzweilig und nachvollziehbar. Unglaublich jedoch, dass da plötzlich, als nach einem Unglück auf dem Strom Jim und Huck wieder vereint werden – Jim hört einerseits Hucks Stimme und andererseits jene seines Freundes vor dem Ertrinken -, Jim Huck gesteht, er sei sein leiblicher Vater! Und genau das wirkt unwahrscheinlich, obwohl Huck am Anfang des Romans erwähnt, Jim sei ja nicht viel dunkler als er. Aber dass der Autor daraus eine Vaterschaft spinnt, war nicht zu erwarten. Und dass sich Huck dann plötzlich als Sklave sieht – Jim hat ihm die Geheimnisse der Sprache anvertraut – und auch so redet, ist ein Twist, der nicht so recht passen will. Das Narrativ erklärt dann, ein Sklave sei dann ein Sklave, wenn er sich als Sklave sieht usw.
Fazit: Fiktive Fortsetzung von Twains Klassiker, als eine Art Roadmovie, 20 Jahre früher angesetzt (der Klassiker kam in den 1880ern raus), mit einem kindlichen Huck, der nichts von diesem jugendlichen, spindeldürren Freigeist an Toms Seite hat. Was die Philosophen da zu suchen haben, woher der Sklave Jim, der nie beschrieben wird, ausser, dass Huck am Anfang sagt, er sei ja nicht viel dunkler als Huck selbst, sein Wissen hat, bleibt im Dunklen. Ein Sklave, der Nächte statt mit Frau und Kind lieber in der Bibliothek des Richters verbringt, um sich Wissen anzueignen? Dabei muss er doch erschöpft sein von seiner Arbeit auf dem Feld oder wo auch immer. Unglaubwürdig, unvorstellbar! Ebenso kein Hinweis darauf, was für ein Sklave er war – Haussklave oder Feldsklave -, obwohl er kräftig und stark war. Alles in allem ein Persiflage auf Twains Klassiker, nüchtern erzählt, ohne Ironie und Humor. Und dafür bekam er den Pulizer-Preis!?
Irina B.
5/5
28.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Worth reading
I've read the book in one setting, not because it's super short but because the story engaged me so much. It truly deserves to be shortlisted. More even: I would love the book to win The Booker Prize.
Änj
aus München
5/5
31.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Everyone should read this
Everyone should read this, this book was amazing. From the story to the. writing this book was a 5/5.
I think this version of Huckleberry Finn should be the one that should be read in schools.
Frank Schlösser
aus Hürth
5/5
02.03.2025
Buch (Taschenbuch)
James actually Jim
Who doesn't know the wonderful story of Tom Sawyer and Huckleberry Finn and the slave named Jim who is always stumbling around in our brains? And this story is about Jim, actually James. Don't we remember how simple-minded he was, almost stupid? But now we have to realize that this stupidity helped him - James - and it will help him on his escape with Huck. He definitely doesn't want to be sold to New Orleans. He only wants one thing: freedom. And Huck is supposed to help him with that.
easymarkt3
4/5
15.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Was für ein unwürdiges Leben als Sklave der Südstaaten Amerikas!
Die Szenerie spielt rund um den Mississippi, um Ortschaften wie z.B. Hannibal, Fourmile Island, Saverton, in der Nähe von New Orleans etc. bis nach Edina, Missouri. In Anlehnung des Romans Huckleberry Finns Abenteuer von Mark Twain findet sich im Original dieses Autors auch das Südstaatenenglisch des 19. Jahrhunderts unter den Sklaven wieder, was für den Übersetzter sicher eine besondere Herausforderung darstellt und dem Leser zumindest anfangs den Lesefluss beeinträchtigen mag. Dieses Pigeon-English wird hier bewusst als Distinktionsmerkmal gegenüber dem Standardenglisch der weißen Bevölkerung eingesetzt, sind doch Sklaven als Angehörige vermeintlich primitiver Völker retardiert, einfältig und nur mehr Tier oder Arbeitsmaschine. Interessant sind die Reflektionen von Locke, Montesquieu, Voltaire, Diderot, Rousseau über Ungleichheit, Rasse, Sklaverei, Albinismus. Diese Philosophen der Aufklärung kannten wohl genau die Wirklichkeit der Sklaverei in den Kolonien. Die Hauptfigur Jim, ein verheirateter Sklave mit Tochter, des Lesens und Schreibens kundig, spielt jedoch den Dummen aus Selbstschutz. Um seinem Verkauf zu entkommen, flieht er zusammen mit dem Jungen Huckleberry, Huck genannt, und erlebt als gejagter Entflohener viele Abenteuer. In seinen Träumen ist er z.B. mit Montesquieu der Meinung, dass wir, ungeachtet von Hautfarbe, Sprache oder Gepflogenheiten, alle gleich sind. Auch der historische Moment des Kriegs zwischen den Nord- und Südstatten Amerikas ist geschickt eingeflochten mit einem positiven Ausgang für James alias Jim. Die Sklaverei und der Sklavenhandel wurden übrigens letztlich nicht allein (und nicht einmal hauptsächlich) aus moralischen, sondern vor allem aus wirtschaftlichen Gründen abgeschafft.
Interessanter Lesestoff!
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5/5
14.12.2024
eBook (ePUB)
Mark Twain mal anders
Weit mehr als nur eine geniale Neuerzählung, am besten und dunkelsten in den Passagen die in Huckleberry Finn "fehlen"! Der "alte Süden" ohne Scheuklappen und Weichzeichner, Django Unchained lässt grüßen.
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